DE1007992B - Verfahren zum Formen thermoplastischer Mischungen - Google Patents

Verfahren zum Formen thermoplastischer Mischungen

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DE1007992B
DE1007992B DED9847A DED0009847A DE1007992B DE 1007992 B DE1007992 B DE 1007992B DE D9847 A DED9847 A DE D9847A DE D0009847 A DED0009847 A DE D0009847A DE 1007992 B DE1007992 B DE 1007992B
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piston
molded
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DED9847A
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Gerald D Gilmore
Robert S Spencer
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Dow Chemical Co
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Dow Chemical Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/0001Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor characterised by the choice of material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Formen thermoplastischer Mischungen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Spritzen thermoplastischer Massen zwecks Herstellung von Gegenständen mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere auf ein Verfahren, durch das thermoplastische Massen mit wesentlich weniger Spannungen hergestellt werden, als es hei den üblichen Verfahren der Fall ist.
  • Thermoplastische Materialien werden oft durch ein Verfahren verformt, das als »Spritzguß« bekannt ist.
  • Bei einem solchen Verfahren befindet sich das betreffende thermoplastische Material, das in geeigneter Weise granuliert ist, in einem Trichter, dessen Auslaßöffnung mit einer Druckkammer in Verbindung steht. Die Auslaßöffnung wird von einem hin- und hergehenden Kolben gesteuert, der in zurückgezogener Stellung das zu formende Material in die Druckkammer fallen läßt. Während des Formprozesses rückt der Kolben vor und preßt das zunächst noch granulierte Material aus der Druckkammer durch einen verengten beheizten Durchgang, so daß die Temperatur der Mischung auf die für den Spritzguß erforderliche Fließtemperatur gebracht wird. Sie wird durch eine Düse in eine Form gepreßt. Der Druck in dem System, der durch die fortgesetzte Vorwärtsbewegung des Kolbens erzeugt wird, veranlaßt, daß die geschmolzene plastische Masse so lange mit relativ hoher Geschwindigkeit fließt, bis die Form vollkommen gefüllt ist und darauf, solange der Kolben noch einen Druck ausübt, mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit fließt. Während dieser Fließperiode mit geringer Geschwindigkeit wird die geschmolzene, plastische Masse in die Form gedrückt. Dieses Eindrücken der geschmolzenen, plastischen Masse in die Form war bisher ein notwendiger Schritt beim Formen von Formstücken, die oberflächlich fehlerfrei sind und die bestimmte erwünschte Abmessungen und Gewichte haben (annehmbare Formstücke). Bei jedem Formprozeß fließt. wenn der Druck durch Zurückziehen des Kolbens aufgehoben wird, die geschmolzene, plastische Masse so lange in umgekehrter Richtung, bis ein Teil der plastischen Masse in dem System ausreichend fest geworden ist, um das Abfließen der plastischen Masse aus der Form zu verhindern. Es wird daher üblicherweise ein Betrag an plastischer Masse in die Form nachgedrückt, der das Gewicht das für das Formstück gewünscht wird, um den Betrag übersteigt, der in umgekehrter Richtung aus der Form fließt. Bei der Technik des Spritzgusses hat man bereits festgestellt, daß der Betrag an geschmolzener. plastischer Masse, die in die Form gedrückt wird, bei jeweiligen Formungstemperaturen und Formungsdrücken eine Funktion der Zeitdauer des Vorwärtsrückens des Kolbens ist. Diese entspricht der Zeit zwischen der ersten Vorwärtsbewegung des Kolbens, wenn die Form gefüllt werden soll, und der ersten rückläufigen Bewegung des Kolbens, nachdem sie gefüllt worden ist. Ein annehmbares Formstück von bestimmtem, gewünschtem Gewicht wird, wenn man eine sehr kurze Kolbenvorwärtsbewegungszeit anwendet, kaum hergestellt, da ein zu großer Betrag geschmolzener, plastischer Masse aus der Form zurückfließt, ehe eine ausreichende Kühlung, die das Festwerden der plastischen Masse innerhalb der Form herbeiführen kann, erreicht wird. Desgleichen wird selten bei einer sehr langen Kolbenvorwärtsbewegungszeit ein annehmbares Formstück gebildet, da dann ein überschüssiger Betrag an geschmolzener, plastischer Masse in die Form gedrückt wird, so daß der geformte Gegenstand sich nur schwer aus der Form herauslöst oder Formstücke gebildet werden, die erhebliche Kerben oder andere Oherflächenmängel zeigen. An der Oberfläche fehlerfreie Formstücke von ausreichenden Abmessungen und Gewichten können aber stets dann erhalten werden, wenn man mäßige Kolbenvorwärtsbewegungszeiten anwendet. Betrachtet man jedoch diese Formstücke im polarisierten Natrium licht, so zeigt sich eine erhebliche Anzahl dunkler Stellen, die ein charakteristisches Anzeichen für Spannungen in dem geformten, plastischen Material sind. Man hat mithin ein Formstück mit einem annehmbaren Außeren, aber einem fehlerhaften Inneren erhalten. Frühere Versuche, brauchbare plastische Gegenstände von erwünschten Abmessungen und Gewichten mit einem minimalen Betrag innerer Spannungen herzustellen, waren von nicht gleichbleibendem Erfolg, da die Ursache des Mißerfolges nicht bekannt war und kein Behandlungsverfahren, das eine Lösung des Problems gehracht hätte, zur Hand war.
  • Die Erfindung betrifft ein einfaches und praktisch brauchbares Verfahren zur Herstellung geformter, thermoplastischer Gegenstände von gewünschtem Gewicht und Format. die frei von Blasen, Spalten, Rissen und Kerben sind und nur geringfügige, innere Spannungen aufweisen.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird eine geschmolzene, thermoplastische Mischung bei Formungstemperaturen und Drücken in die Form einer Spritzgußmaschine eingepreßt. Das Einpressen der plastischen Masse in die Form wird so lange fortgesetzt, bis eine Vorwärtsbewegungszeit des Kolbens erreicht wird, bei der ein äußerlich fehlerfreies Formstück erhalten wird, bei der aber das Loslösen des geformten Gegenstandes noch nicht unmöglich geworden ist. Das Einpressen wird dann nach einer 'I'orwärtsbewegungszeit für den Kolben beendet, die jenen Bedingungen entspricht. Darauf hält man die Masse in der Form, bis der geformte Gegenstand ausreichend abgekühlt ist, um ausgestoßen zu werden.
  • Der Kolben wird, nachdem die Form ausreichend gefüllt worden ist. zurückgezogen, aber die Masse in der Form durch ein Rückschlagventil in der Düse konstant gehalten. Dies verhindert, daß unter Druck stehende Flüssigkeit durch die Düse zurückfließt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kann mit einer üblichen Spritzgußmaschine ausgeführt werden, wenn sie eine Düse mit Kugelschlußventil aufweist. Die Anwendung einer derartigen Düse bei dem vorliegenden Verfahren gestattet in geeigneter Weise die Formung eines plastischen Gegenstandes, der erheblich weniger innere Spannungen aufweist als ein Gegenstand, der nach der bisher üblichen Weise geformt wurde. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kolben zur rechten Zeit in den Zylinder der Formmaschine zurückgezogen wird, wenn der kritische Zeitpunkt, bei dem mit der Vorwärtsbewegung des Kolbens innegehalten werden soll, erreicht worden ist. Das plötzliche Zurückziehen des Kolbens schließt das Ventil in der Düse, gleichgültig, welcher Druck in der Form in diesem Augenblick vorhanden ist. Die Menge an plastischer Masse, die in die Form bis zu diesem kritischen Zeitpunkt eingepreßt worden ist, wird dabei konstant gehalten, bis ein Festwerden der plastischen Masse in der Form eingetreten ist.
  • So wurde z. B. ein handelsübliches Polystyrol in einer üblichen 300-g-Spritzgußmaschine mit einer kastenförmigen Form, die geeignet war, ein Formstück von 10 cm Länge, 10 cm Breite, 6,35 cm Höhe. und 0,4 cm Wandstärke zu liefern, geformt. Man ließ dabei den Kolben sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten vorwärts bewegen, wobei ein Kolben druck von 1400 kg auf den Quadratzentimeter ausgeübt wurde. Der Druck auf die Form wurde darauf durch Zurückziehen des Kolbens aufgehoben, und man ließ das Formstück abkühlen, so daß ein Gesamtverformungskreislauf von 90 Sekunden für jede Probe innegehalten werden konnte. Alle Proben wurden bei einer Temperatur von 2500 C geformt.
  • Die verschiedenen Kolbenvorwärtsbewegungszeiten sind in Tabelle I unten angeführt. Gleichfalls sind das Gewicht, die Höhe und die Zahl der dunklen Linien *) für jedes Formstück aus Tabelle I zu ersehen.
  • Tabelle I Übliche Methoden
    Kolbenvorwärts- Gewicht Höhe Zahl
    bewegungszeit des geformten Kastens des geformten Kastens
    in Sekunden in Gramm in Zentimeter der dunklen Linien
    10 145,46 6,3119 i 8
    12 146,77 6,3169 10
    14 147,98 6,3169 14
    16 149,63 6,3220 16
    17 150,39 6,3220 21
    18 151,22 6,3271 24
    19 151,82 6,3296 26
    20 159,5s7 6,3373 23
    Die gleichen Verf ahrensangaben sind in der Tabelle II für Proben von Polystyrol-Formstücken angeführt, die nach dem Verfahren vorliegender Erfindung hergestellt wurden. Die Proben wurden in der gleichen Spritzgußmaschine und bei der gleichen Temperatur, dem gleichen Druck und unter Benutzung des gleichen Kreislaufs, wie er in der üblichen oben beschriebenen Methode angewandt wird, geformt. Bei der Herstellung von Probeformstücken nach den vorliegenden Verfahren wurde der Kolben, wie oben angeführt, zurückgezogen, doch wurde die geschmolzene Masse in der Form in konstant bleibender Masse mittels des Kugelverschlußventils gehalten, bis nach 90 Sekunden der Kreislauf abgeschlossen war. Bei den beiden Spritzgußverfahren war eine Kolbenvor-*) Alle Probeformstüdre wurden mit gekreuzten Nicols und Natriumlicht geprüft, und die Zahl der dunklen Linien wurde auf einer Strecke zwischen dem oberen Rand und dem Boden an der offenen Seite jedes der geformten Kästen festgestellt Die Größe der Spannung in dem geformten Gegenstand wächst mit der Zahl der dunklen Linien. stoßzeit von nur 5 Sekunden erforderlich, um die Form mit geschmolzenem Polystyrol zu füllen. Darauf erfolgte die Pressung der plastischen Masse innerhalb der Form bis zur Zurückziehung des Kolbens.
  • Tabelle II Vorliegende Erfindung
    Kolbenvorwärts- Gewicht Höhe Zahl
    bewegungszeit des geformten Kastens des geformten Kastens der dunklen Linien
    in Sekunden in Gramm in Zentimeter
    5 148,07 6,31698 1
    6 150,44 6,32206 4
    6,5 151,00 6,3246 4
    7 151,38 6,32714 5
    7,5 151,71 6,32968 6
    8 152,48 6,3373 7
    9 152,99 6,34238 9
    PATENTANSPXUCI;: Verfahren zum Formen thermoplastischer Mischungen, vorzugsweise solchen, die Polystyrol enthalten, bei dem bei Formungstemperaturen und Drücken eine geschmolzene, thermoplastische Masse in die Form einer Spritzverformungsmaschine gedrückt wird und bei dem das Hineindrücken bis zu einer Kolbenvorwärtsbewegungszeit bis zur Erzielung eines äußerlich fehlerfreien Formstücks entsprechend den Abmessungen der Form, aber unzureichend, einen Zustand herbeizu-

Claims (1)

  1. führen, bei dem der geformte Gegenstand sich aus der Form nicht ablöst, fortgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Kolbenvorwärtsbewegungszeit der angeführten Größenordnung das Hineindrücken von Material unterbrochen wird und daß darauf die plastische Masse in der Formhöhlung mengenmäßig konstant gehalten wird, bis der geformte Gegenstand ausreichend abgekühlt ist, um ausgestoßen zu werden, worauf dann der geformte Gegenstand aus der Form ausgestoßen wird.
DED9847A 1950-08-10 1951-07-19 Verfahren zum Formen thermoplastischer Mischungen Pending DE1007992B (de)

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