DEP0000374MA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kontaktschalen aus Glas oder glasähnlichen Kunststoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kontaktschalen aus Glas oder glasähnlichen Kunststoffen

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DEP0000374MA
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DE
Germany
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glass
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injected
heated
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Helmut Polte
Original Assignee
Müller-Welt GmbH, Stuttgart
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Description

Die Herstellung von Kontaktschalen aus Glas erfolgte bisher in der Regel nach dem in der Glasbläserei üblichen Verfahren durch Aufblasen einer an einem Ende geschlossenen und erhitzten Röhre. In einer älteren, noch nicht veröffentlichten Patentanmeldung ist auch bereits ein Verfahren beschrieben, nach welchem ebene, flache Scheiben aus Glas oder einem glasähnlichen Kunststoff mittels geeigneter Matrizen oder Patrizen durch Pressen, Ziehen o.dgl. in die gewünschte Form gebracht werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kontaktschalen aus Glas oder einem glasähnlichen Kunststoff, bei welchem weder von einer an einem Ende zugeschmolzenen Glasröhre, noch von flachen Scheiben des durchsichtigen Werkstoffes ausgegangen, vielmehr der zur Bildung der Schale dienende Stoff unter Druck in eine zweiteilige Form eingespritzt wird, deren Hohlraum der Gestalt der zu bildenden Kontaktschale entspricht und deren beiden Teile nach dem Festwerden der Masse auseinandergenommen werden können. Zur praktischen Verwirklichung dieses Erfindungsgedankens können verschiedene Wege beschritten werden. Man kann das Schalen- material von vornherein in flüssigem Zustande verwenden und unter Druck in eine erhitzte Form einspritzen, aus welcher nach dem Erkalten die fertige Kontaktschale entnommen werden kann, oder man kann von einem pulverförmigen Zustande des Schalenmaterials ausgehen und dieses durch Erhitzen verflüssigen und in diesem Zustande in eine kalte Form einspritzen, oder man kann schliesslich das pulverförmige Material als solches unter Druck in die Form einpressen und dann in dieser durch Erhitzen der Form zum Schmelzen bringen, so dass es gleichfalls alle Wölbungen der Form genau ausfüllt und nach dem Erkalten in glasartigem Zustande die gewünschte Gestalt der Kontaktschale aufweist.
Die zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung besteht in allen Fällen im wesentlichen aus zwei Formteilen, von welchen der eine eine parabolisch-sphärische Vertiefung und der andere eine entsprechend geformte Patrize aufweist, wobei ferner eine der beiden Formen eine Düse zum Einspritzen der Masse und auf der gegenüberliegenden Seite eine Auslaufdüse oder einen Auslaufkanal besitzt, derart, dass die unter Druck befindliche Masse gezwungen wird, den Formhohlraum vollständig und genau auszufüllen. Der Einspritzdruck wird zweckmässig dadurch erzeugt, dass die Masse im Zuführungskanal unter Wirkung eines hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagen Kolbens gesetzt wird; er kann aber auch mit Hilfe anderer an sich bekannter Mittel erzeugt werden.
Selbstverständlich kann eine an sich beliebig grosse Anzahl derartiger Formen in einer Maschine derart zusammengefasst werden, dass die Masse gleichzeitig und durch das gleiche Druckmittel in alle Formen eingepresst wird, worauf diese Formen ebenfalls gleichzeitig geöffnet werden können.
Dadurch ist es möglich, eine grosse Anzahl von Kontaktschalen innerhalb kürzester Zeit mit geringstem Aufwand an Bedienung herzustellen.
Ein Ausführungsbeispiel für eine zum Einspritzen geeignete Form ist in rein schematischer Darstellung im Längsschnitt in Fig. 1 gezeigt, wogegen Fig. 2 einen Schnitt durch eine in dieser Form hergestellte Kontaktschale wiedergibt.
Die Form besteht in ihrer einfachsten Gestalt aus einer Matrize 1 und einer Patrize 2, die so aufeinanderpassen, dass zwischen ihnen ein Hohlraum 3 gebildet wird, welcher die Gestalt der Kontaktschale 4 besitzt. Einer der beiden Formteile, beispielsweise die Patrize 2, wei9st an einer Seite eine Einspritzdüse 4 auf, durch welche das flüssige oder pulverförmige Material unter entsprechend hohem Druck eingespritzt wird. Das zwecks vollständiger Ausfüllung der Form überschüssig zugeführte Material tritt hierbei durch einen Kanal oder Düse 5 wieder aus.
Wie eingangs erwähnt, kann die Form je nach der gewählten Art der Herstellung mit geeigneten Mitteln erhitzt werden.

Claims (7)

1) Verfahren zur Herstellung von Kontaktschalen aus Glas oder glasähnlichen Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalenmaterial unter Druck in eine zweiteilige Form (1, 2) eingespritzt wird, deren Hohlraum (3) der Gestalt der zu bildenden Kontaktschale (4) entspricht und deren beide Teile nach Festwerden der Masse auseinandergenommen werden können.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalenmaterial in flüssigem Zustand in eine erhitzte Form eingespritzt wird.
3) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ursprünglich pulverförmige Material unter Erhitzung verflüssigt und in heissem Zustand in eine kalte Form eingespritzt wird.
4) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material in pulverförmigen Zustand eingespritzt und durch Erhitzen der Form zum Schmelzen gebracht wird.
5) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1-4, bestehend aus zwei Formen (1, 2), von welchen die eine (1) eine parabolisch-sphärische Aussparung, die andere (2) eine entsprechend geformte Patrize aufweist, wobei ferner eine der beiden Formen eine Düse (4) zum Einspritzen der flüssigen oder pulverförmigen Masse und auf der gegenüberliegenden Seite einen Auslaufkanal (5) besitzt.
6) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzung der Masse in die Form durch einen unter hydraulischem oder pneumatischen Druck stehenden Kolben bewirkt wird.
7) Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine grosse Anzahl von Formen nach Anspruch 5 enthält, in welche gleichzeitig und durch das gleiche Druckmittel die erhitzte Masse eingepresst wird.

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