DE1007780B - Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer Heizung - Google Patents
Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer HeizungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D13/00—Combinations of two or more machines or engines
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
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- F01K3/18—Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein having heaters
- F01K3/26—Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein having heaters with heating by steam
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Description
Mit der zunehmenden Entwicklung der Heizkraftkupplung in Verbindung mit der Wärmeversorgung
großer Stadtgebiete gewinnt die Entnahme von Dampf aus großen Kondensationsturbinen zur Versorgung
von Wärmeverbrauchern an größerer Bedeutung. Im reinen Heizkraftbetrieb verarbeiteten Gegendruckturbinen
das Gefalle vom Frischdampfzustand auf einen konstanten Gegendruck, dessen Höhe von dem
Temperaturbedarf der Wärmeversorgung bestimmt wird.
Bekanntlich liegt die günstigste Entwicklung darin,
die Energieerzeugung im Kondensationsbetrieb mit jener im Gegendruckbetrieb zu überlagern, also Kondensationsturbinen
mit Entnahme für die Wärmeversorgung einzusetzen. Auch in diesem Falle besteht bisher die Beschränkung, mit der gesteuerten Entnahme
einen bestimmten Druck sicherzustellen, von dem aus die Wärme entweder in Form von Dampf
oder Warmwasser geliefert wird. Die Entnahmesteuerung hat einen Druckstau im Zuge der Expansion
des Arbeitsmittels Dampf in der Maschine zur Folge. Mit diesem Stau sind Druck und Energieverluste
verbunden, die vor allem in großen Einheiten nicht mehr hingenommen werden können. Wird einer
Kondensationsmaschine aber Dampf für die Heizdampfkupplung ungesteuert entnommen, dann
schwankt der Druck des entnommenen Dampfes, da der an der Entnahmestelle zur Verfügung stehende
Druck eine Funktion des Dampfdurchsatzes durch die Maschine ist, bei sich veränderndem Dampfdurchsatz,
d. h. bei sich ändernder Belastung.
Um eine wirtschaftliche Verarbeitung des ungeregelt entnommenen Dampfes einer Turbinenanlage
zu ermöglichen, kommt nach der Erfindung eine Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf für
Heizung zur Anwendung, bei der der Heizdampf aus einer Hauptturbine ungeregelt entnommen und auf
den für die Heizung nötigen konstanten Druck in einer Nachschaltturbine entspannt wird, die in an sich
bekannter Weise in mehreren ihrer Stufen Dampfein· lasse hat. von denen jeweils der Einlaß derjenigen
Stufe geöffnet wird, deren bei der zugeführten Dampfmenge sich ergebender Stufendruck gleich dem jeweiligen
Entnahmedruck ist. Diese nachgeschaltete Turbine arbeitet dann mit einem sich mit der Belastung
der Hauptturbinenanlage ändernden Zudampfzustand auf konstanten Gegendruck. Auf diese Art
entsteht eine normale, vielstufige und hochwertige Nachschaltturbine ohne Regelrad mit mehreren
Dampfeinführungen, die je nach der Druckstufe, der sie zugeordnet sind, die entsprechenden Beschaufelungsstufen umgehen.
Mit der weiteren Steigerung des Energiebedarfs nimmt auch die Größe der Maschinenleistung zu. Je
Dampfturbinenanlage
mit Entnahme von Dampf für Heizung
mit Entnahme von Dampf für Heizung
Anmelder:
Dipl.-Ing. Hellmut Eickemeyer,
Stuttgart, Richard-Wagner-Str. 51
Stuttgart, Richard-Wagner-Str. 51
Dipl.-Ing. Hellmut Eickemeyer, Stuttgart,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
größere Einheitsleistungen sich in bezug auf die Belastungsverhältnisse
eines Netzes vertreten lassen, um so mehr Anreiz besteht, einen hohen Frischdampfdruck
zu wählen und von der Zwischenüberhitzung Gebrauch zu mächen. Je nach Größe der Maschineneinheit
und der Höhe des von der Maschine vorgesehenen Frischdampfdruckes ergibt sich ein optimaler
Zwischendruck, bei welchem die gesamte Dampf menge aus der Maschine heraus zur Zwischenüberhitzung
in den Kessel zurückgeführt wird. Einer Kondensationsmaschine mit Zwischenüberhitzung
kann aber Dampf für Zwecke der Heizkraftkupplung nur nach, nicht aber vor der Zwischenüberhitzung
entnommen werden. Eine Entnahme vor der Zwischenüberhitzung würde die durch den Zwischenüberhitzer
strömenden Dämpfe verändern und damit Verhältnisse für den Zwischenüberhitzer schaffen, die aus Gründen
der Betriebssicherheit nicht zugelassen werden können. Da die ungesteuerte Entnahme der Druckstufe so
hoch gelegt werden muß, daß der vom Temperaturbedarf bestimmte Entnahmedruck auch noch bei der
in Betracht kommenden niedersten Teillast zur Verfügung steht, wird der Entnahmedruck auf den Zwischenüberhitzerdruck
gelegt, d. h. die Entnahme aus der Hauptturbinenanlage erfolgt unmittelbar nach Zwischenüberhitzung, wobei die gesamte Frischdampfmenge,
außer der Menge, die unmittelbar zur Beheizung der Hochdruckvorwärmer dient, zwischenüberhitzt
wird.
Da die Entnahme der Hauptmaschine beim Zwischenüberhitzerdruck stattfindet, besitzt der Entnahmedampf
die Zwischenüberhitzungstemperatur, die, wenn sie bis an die Grenze der Einsatzfähigkeit
von ferritischem Material getrieben wird, an der nachgeschalteten Turbine aus verschiedenen Gründen
unerwünscht ist.
709 508/135
Diese Gründe sind: Die Gegendruckmaschine arbeitet mit gleitendem Zudampfdruck. Mit fallendem
Druck wird der Zudampf erst nach der entsprechenden Anzahl von Beschaufelungsstufen in die Maschine
eingeführt. Die Maschine erhält damit in einer Stufengruppe die hohe Zudampftemperatur, der beim höchsten
Zudampfdruck nur die erste Stufengruppe ausgesetzt ist. Damit treten innerhalb der Maschine
wechselnde Temperatursprünge auf, welche den einwandfreien Lauf gefährden. Weiter bedeutet die Zuführung
der Überhitzungswärme an Heizdampfverbraucher einen energetischen. Verlust, der zudem die
Auslegung der Heizfläche in den Anlagekosten nur belastet.
Es besteht deshalb die Aufgabe, die Überhitzungswärme des Zwischenüberhitzerentnahmedampfes wieder
der in der Maschine arbeitenden Dampfmenge mitzuteilen.
Diese Forderung kann auf verschiedene Weise erfüllt werden: Erstens durch Dampf kühlung des Zudampfes
der nachgeschalteten Maschine mittels Einspritzung von Kondensat, zweitens durch Dampfkühlung
des Zudampfes der nachgeschalteten Turbine mit dem Abdampf dieser Maschine, dessen Temperatur
dabei entsprechend erhöht wird.
Nach der Erfindung soll daher der Entnahmedampf, ehe er der Nachschaltturbine zugeführt wird, in an
sich bekannter Weise in einem Wärmetauscher einen Teil seiner Wärme an den Dampf abgeben, der die der
Entnahmestellen folgenden Stufen der Hauptturbine durchströmt. Der dem Zudampf der nachgeschalteten
Turbine entnommene Anteil an Zwischenüberhitzungswärme wird auf diese Weise energetisch voll ausgenutzt.
Gleichzeitig erhält die nachgeschaltete Turbine Zudampf einer Temperatur, die durch den entsprechend
bemessenen Wärmeaustauscher um das Maß herabgedrückt ist, das für die nachgeschaltete
Turbine, mit Rücksicht auf den Entnahmedampf für die Wärmeversorgung jeweils erwünscht ist.
Die Wahl des Einlassers der Nachschaltturbine erfolgt abhängig vom Gegendruck der Nachschaltturbine
oder vom Druck an einer Entnahmestelle der Nachschaltturbine.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung näher erläutert. Zwei Kessel 1
arbeiten auf ein gemeinsames Dampfnetz 2, von dem aus der Hochdruckstufe 4 einer Einwellenkondensationshauptturbinenanlage
der Dampf zugeleitet wird, die aus der Hochdruckstufe 4, der Mitteldruckstufe 5 und der zweitourigen Niederdruckstufe 6 besteht und
die einen Generator 11 antreibt. Der gesamte Abdampf der Hochdruckstufe 4 wird über die Zwischenüberhitzer
3 der Kessel 1 geleitet und gelangt wiederum hoch erhitzt zur Mitteldruckstufe 5. Ein
Teil dieses hoch überhitzten Dampfes wird vor Eintritt in die Mitteldruckstufe 5 ungeregelt entnommen
und unter Abgabe eines Teiles seiner Zwischenüberhitzerwärme im Dampfkühler 7 in den von der Mitteldruckstufe
5 zur Niederdruckstufe 6 überströmenden Dampf abgegeben. Der derart gekühlte Dampf gelangt
sodann druckabhängig über eines der Zudampf ventile 8 in die nachgeschaltete Turbine 10, die einen weiteren
Generator 12 antreibt. Um die Entnahmedrücke bzw. den Gegendruck der nachgeschalteten Turbinen 10
konstant zu halten, werden die Zudampfventile 8 über eine Impulsleitung 9, z. B. von dem Entnahmedruck
der untersten Entnahmestufe gesteuert, d. h. bei fallendem Zudampfdruck gelangt der Zudampf unter Umgehung
der vordersten Stufe in eine nachgeschaltete Stufe der Turbine 10. Bei maximalem Zudampfdruck
gelangt der Zudampf über das erste Zudatnpfventil 8 in die Turbine 10.
Claims (5)
1. Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf für Heizung, dadurch gekennzeichnet, daß
der Heizdampf aus einer Hauptturbine (A, 5, 6)
ungeregelt entnommen und auf den für die Heizung nötigen konstanten Druck in einer Nachschaltturbine
(10) entspannt wird, die in an sich bekannter Weise in mehreren ihrer Stufen Dampfeinlässe
hat, von denen jeweils der Einlaß derjenigen Stufe geöffnet wird, deren bei der zugeführten
Dampfmenge sich ergebender Stufendruck gleich dem jeweiligen Entnahmedruck ist.
2. Anlage nach Anspruch 1 mit Zwischenüberhitzung, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizdampf
hinter dem Zwischenüberhitzer (3) entnommen wird.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizdampf unmittelbar hinter
dem Zwischenüberhitzer entnommen wird.
4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der entnommene Dampf, ehe er
der Nachschaltturbine zugeführt wird, in an sich bekannter Weise in einem Wärmeaustauscher (7)
einen Teil seiner Wärme an den Dampf abgibt, der die der Entnahmestelle folgenden Stufen der
Hauptturbine durchströmt.
5. Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahl des Einlassers
der Nachschaltturbine abhängig vom Gegendruck der Nachschaltturbine oder vom Druck an einer
Entnahmestelle der Nachschaltturbine erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 539 183;
französische Patentschrift Nr. 676 860.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 508/135 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10868A DE1007780B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer Heizung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10868A DE1007780B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer Heizung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007780B true DE1007780B (de) | 1957-05-09 |
Family
ID=7067966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE10868A Pending DE1007780B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer Heizung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007780B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1233413B (de) | 1955-07-09 | 1967-02-02 | Siemens Ag | Im Regenerativ-Verfahren betriebene Dampfkraftanlage mit einer Kondensationsturbine und einer Gegendruckturbine |
| EP1666699A1 (de) * | 2004-10-29 | 2006-06-07 | Ansaldo Energia S.P.A. | Kombikraftwerk mit Dampfturbinen- und Gasturbinengroupen |
| WO2011036092A1 (de) * | 2009-09-23 | 2011-03-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Dampfkraftwerk |
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Citations (2)
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-
1955
- 1955-06-16 DE DEE10868A patent/DE1007780B/de active Pending
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