DE1007488B - Bauelemente fuer Atomschutzbauten und Verfahren zum Herstellen der Bauelemente - Google Patents

Bauelemente fuer Atomschutzbauten und Verfahren zum Herstellen der Bauelemente

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DE1007488B
DE1007488B DEG16782A DEG0016782A DE1007488B DE 1007488 B DE1007488 B DE 1007488B DE G16782 A DEG16782 A DE G16782A DE G0016782 A DEG0016782 A DE G0016782A DE 1007488 B DE1007488 B DE 1007488B
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F1/00Shielding characterised by the composition of the materials
    • G21F1/02Selection of uniform shielding materials
    • G21F1/08Metals; Alloys; Cermets, i.e. sintered mixtures of ceramics and metals
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F3/00Shielding characterised by its physical form, e.g. granules, or shape of the material
    • G21F3/04Bricks; Shields made up therefrom

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
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Description

  • Bauelemente für Atomschutzbauten und Verfahren zum Herstellen der Bauelemente Es ist sehr schwierig, Atomschutzbauten zweckentsprechend auszubilden, da sie Schutz gegen Druck, Hitze, Strahlungen verschiedener Art und auch gegen die .durch die Strahlungen verursachte Eigenaktivierung bieten sollen. Die ausschließliche Verwendung von Beton ergibt meist unwirtschaftliche Wanddicken. Man setzt deswegen nach bekannten Vorschlägen diese Bunker aus dem eigentlichen Tragbeton und mehreren weiteren Schichten zusammen. Gegenüber diesen vielschichtigen Bunkern bieten Schutzbauten aus den Bauelementen gemäß der Erfindung erhebliche Vorteile.
  • Die erfindungsgemäßen Bauelemente sind gepreßte Pakete aus Blechen, insbesondere aus solchen, die zur Weißblechherstellung verwendet werden. Man braucht aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht neue Bleche zu benutzen. Man kann mit dem gleichen Erfolg aus Abfällen oder alten Konservendosen zusammengepreßte Pakete gebrauchen. Solche Pakete sind im Handel zu haben. Sie sind aber noch nicht zum Bau von Atomschutzbunkern verwendet worden. Die Erfindung besteht also darin, Pakete aus gepreßten Eisenblechen als Bauelemente für Atomschutzbauten zu benutzen.
  • Die Pakete bieten einen großen Schutz gegen Druckwellen, da sie sich unter Druck bis auf einen Bruchteil ihres Volumens weiter zusammendrücken lassen. Hierbei wird viel Energie verbraucht, so daß auch große kurzzeitige Druckwellen unschädlich werden. Ihre kinetische Energie wird dabei in potentielle umgesetzt, die in dem Werkstoff gespeichert wird und die dann nach dem Verschwinden der Druckwelle wieder abgegeben wird.
  • Die Pakete als solche bieten darüber hinaus einen großen Schutz gegen die reine Wärmestrahlung. Diese wird vom Eisen teilweise reflektiert, teilweise absorbiert. Die absorbierte Wärme wird schnell in tiefere Schichten abgeleitet, so daß nur die äußersten Kanten schmelzen oder sintern. Diese schmelzen aber auch nicht zu einer kompakten Masse zusammen, da die indem Blechpaket enthaltene Luft erwärmt wird, sich dabei ausdehnt und nach außen entweicht. Diese entweichende Luft wirkt der später als die Strahlung ankommenden Druckwelle entgegen und erhöht so die Abwehrkraft des Schutzbaues gegen den Druck.
  • Die Erfindung besteht weiterhin in Anweisungen, wie das Blech vor, bei oder nach dem Zusammenpressen in einen für den vorliegenden Zweck möglichst geeigneten Zustand gebracht werden kann.
  • Eisen hat nämlich den Nachteil, daß es durch die Atomstrahlung selbst zu einem Strahler wird. Diese Eigenaktivierung kann man an sich nicht verhindern, aber man kann die Sekundärstrahlung,durch Mitverwendung von Metallen, die diese Strahlung vernichtet, bis zur Gefahrlosigkeit herabsetzen. Wenn man beispielsweise statt der reinen Bleche alte verzinnte Konservendosen verwendet, so sorgt schon das Zinn dafür, daß die Eigenstrahlung des Eisens zum Teil absorbiert wird. Diese Wirkung wird noch vergrößert, wenn man statt dessen verbleites Blech benutzt.
  • Verbleites Blech ist leicht herzustellen. Weißblechabfälle und alte Konservendosen werden nämlich zur Wiedergewinnung des Zinns entzinnt. Der so gewonnene entzinnte Schrott kann durch einfaches Eintauchen in einen bleihaltigen Lack, ein Bleibad oder eine Bleisalzlösung verbleit werden und eignet sich dann in hervorragender Weise als Ausgangsstoff für die erfindungsgemäßen Bauelemente. Er braucht nur in die gewünschte Form gepreßt zu werden.
  • Diese Form kann grundsätzlich beliebig sein. Man kann kleine, ziegelsteingro,ße Pakete pressen. Man kann aber auch Pakete herstellen, die meterlang sind. Die im Handel befindlichen Weißblechpakete sind im allgemeinen etwa 40 - 40 - 60 groß. Sie eignen sich schon in dieser Abmessung gut für die Herstellung von Atomschutzbauten. Man kann sie ohne Zwischengabe von Mörtel über dem Tragbeton des Bunkers schichtenweise anordnen. Man kann aber auch die Fugen zwischen den kleinen Paketen mit Beton oder anderen plastischen Massen ausgießen, so daß eine schwer verschiebbare dicke Wandung entsteht. Um bestimmte Formen bauen zu können, kann man den Paketen auch beim Pressen schon eine entsprechende Form aufzwingen. Man kann beispielsweise ein oder beide Enden der Pakete mit einem Falz versehen, so daß beim Zusammensetzen Überlappungen entstehen. Man kann Nut und: Feder anordnen. Man kann auch zetaähnliche Formen herstellen, die eine kompakte Verzahnung ergeben.
  • Außer dem oben geschilderten Nachteil der Eigenaktivierung hat Eisenblech noch einen weiteren Nachteil. Es verbrennt nämlich, wenn es hoch erhitzt wird, an der Luft. Diesen Nachteil beheben aber schon die einfachsten Mittel zur Erhöhung -der Feuersicherheit, die beim Erhitzen Stickstoff oder Kohlensäure abgeben. Man kann .diese beim Pressen der Pakete zugeben. Man kann sie aber auch beim Mauern ganz einfach in die Hohlräume der Pakete hineinstrenen.
  • Die erfindungsgemäße Verwendung der einfachen oder verbesserten gepreßten Eisenblechpakete ist nicht nur auf Bunker beschränkt, in denen Menschen vor der Einwirkung von Druck, Hitze und radioaktiven Strahlen geschützt werden sollen, in gleicher Weise eignen sich die Bauelemente für -die Errichtung und den Schutz vor und von Atommeilern oder anderen der Herstellung und Untersuchung von radioaktiven Stoffen dienenden Räumen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung von Paketen aus gepreßten Eisenblechen als Bauelcinente für Atomschutzbauten. z. Bauelement für Atomschutzbauten nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Beschichtung aus atomstrahlenabsorbierendem Metall, z. B. Blei. 3. Verfahren zum Herstellen von Bauelementen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß entzinnte Abfallbleche vor dem Verpressen zu Paketen mit dem strahlenabsorbierenden Metall beschichtet werden. 4. Anwendung von Mitteln, die beim Erhitzen Stickstoff oder Kohlensäure abgeben, zum Brandschutz von Bauelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 3. In Betracht gezogene Druckschriften: »Stahlbeton im A-Bomben-Krieg«, Sonderdruck aus »Beton-Zement-Markt« (Düsseldorf), Nr. 3/4 v. 15. 2. 1955.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1212708B (de) * 1958-09-22 1966-03-17 Dr Karl Mueller Gebaeude in Stahlskelettbauweise mit nachgebender Ausfachung

Non-Patent Citations (1)

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DE1212708B (de) * 1958-09-22 1966-03-17 Dr Karl Mueller Gebaeude in Stahlskelettbauweise mit nachgebender Ausfachung

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