DE1007374B - Schaltungsanordnung zur Anlasskontrolle von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprech- und Fernschreibanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Anlasskontrolle von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprech- und FernschreibanlagenInfo
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Description
DEUTSCHES
Es sind Schaltungsanordnungen bekannt, die dazu dienen, einen aus einer rufenden Leitung stammenden
Verbindungsanreiz über eine einer Gruppe von Anrufsuchern zugeordnete Anlaßkette dem Anlaßrelais
eines freien Anrufsuchers zuzuführen, welches die selbsttätige Einstellung des Anrufsuchers auf den
der rufenden Leitung entsprechenden Anschluß bewirkt
und dann, nach erfolgter Einstellung des Anrufsuchers,
durch ein Relais ausgeschaltet wird, das sich örtlich hält und die Anlaßkette nach einem anderen
freien Anrufsucher der Gruppe von Anrufsuchern durchschaltet.
Bei Durchbrennen der als Schutz jedem einzelnen Anrufsucher zugeordneten Feinsicherung würde die
Anlaßkette im entsprechenden gestörten Anrufsucher unterbrochen werden: Ein dem gestörten Anrufsucher
zugeführter Verbindungsanreiz bliebe daher unwirksam, da nicht einmal die freien Anrufsucher, die dem
gestörten Anrufsucher in der durch die Anlaßkette bestimmten Reihenfolge nachgeordnet sind, in Anspruch
genommen werden können.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist eine Schaltungsanordnung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, bekannt,
bei der eine besondere Ansprechwicklung KII des Relais, das mit seinem Kontakt 1 k die Durchschaltung
der Anlaßkette übernimmt, die Feinsicherung Si überbrückt, die einem Anrufsucher individuell zugeordnet
ist. Bei Durchschmelzen der Feinsicherung Si spricht daher das Relais über einen örtlichen
Stromkreis gegen Erde bzw. durch den ersten darauffolgenden Verbindungsanreiz über die Anlaßkette an
und hält sich örtlich über
—, KII, Wi, 2k, KI, +.
Die bekannte Schaltungsanordnung weist unter anderem den Nachteil auf, daß der Speisestromkreis
des Anrufsuchers nur zum Teil durch die Feinsicherung Si geschützt ist, da der negative Pol der
Stromversorgungsquelle über einen Anschluß des Relais unmittelbar in die Verdrahtung des Anruf-Suchers
eingeführt wird. Em weiterer Nachteil besteht darin, daß keine vollkommen wirksamen Kontrollen
der Einstellung der Anrufsucher vorgenommen werden können, da bei Durchschmelzen
der Feinsicherung des Relais R nicht mehr erregt werden kann.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Anlaßkontrolle von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen,
insbesondere in Fernsprech- und Fernschreibanlagen, in welchen jeder Anrufsucher mit
einem eigenen Anlaßrelais, das über die einer Gruppe von Anrufsuchern zugeordnete Anlaßkette eingeschaltet
wird, sowie mit einem eigenen Durchschalterelais zur Durchschaltung der Anlaßkette ausgerüstet
Schaltungsanordnung zur Anlaßkontrolle
von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen,
insbesondere in Fernsprech-
und Fernschreibanlagen
Anmelder:
Siemens Societä per Azioni,
Mailand (Italien)
Mailand (Italien)
Vertreter: A. Holzmann, Rechtsanwalt,
Frankfurt/M., Musikantenweg 48
Frankfurt/M., Musikantenweg 48
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 30. April 1955
Italien vom 30. April 1955
Dr.-Ing. Augusto Romagnoli, Mailand (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ist. Erfindungsgemäß werden die genannten Nachteile dadurch beseitigt, daß der Ansprech- bzw. Haltestromkreis
sowohl des Anlaß relais als auch des Durchschalterelais über eine gemeinsam für die
Anrufsuchergruppe vorgesehene Sicherung, die von der dem Anrufsucher individuell zugeordneten Feinsicherung
unabhängig ist, mit der Stromversorgungsquelle verbunden ist.
Der Erfindungs-gegenstand und weitere Merkmale desselben werden an Hand des in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei sind in der Zeichnung nur die Einzelheiten der Schaltungsanordnung
gezeigt, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Im Ruhezustand ist das Abschalterelais Ab angesprochen, das der Gruppe I von Anrufsuchern zugeordnet
ist und seinen Kontakt ab umgeschaltet hält.
Beim Eintreffen eines aus einer rufenden Leitung stammenden Verbindungsanreizes, der schematisch
durch das Schließen des Kontaktes avv dargestellt ist, spricht das Anlaßrelais R im ersten Anrufsucher an,
der in der durch die Anlaßkette bestimmten Reihenfolge als frei gekennzeichnet ist:
-, Si', Wi, R, p, Ik, ab, avv, +.
709 507/159
Das Relais R bewirkt in bekannter Weise die Einstellung des Anrufsuchers auf den der rufenden Leitung
entsprechenden Anschluß. Sobald diese Leitung erreicht ist, spricht in ebenfalls bekannter Weise das
nicht dargestellte Prüfrelais P an, das unter anderem seinen Kontakt ^ umschaltet. Letzterer hebt den bisher
nach Schließen des Kontaktes r des Relais R bestehenden Kurzschluß für das Relais K auf. Das
Relais K spricht in folgendem Stromkreis an:
— Si',Wi1R1Y1K,+.
IO
Mit seinem Kontakt 2k hält sich das Relais K weiter angesprochen und schaltet das Relais R durch
Kurzschluß aus:
—, Si', Wi1 2k, K, +.
Der Kontakt Ik schaltet die Anlaßkette zum nächsten freien Anrufsucher der Gruppe I durch.
Falls sämtliche Anrufsucher der Gruppe I belegt
sind, so sind die entsprechenden Kontakte 3 k geöffnet, und das Relais Ab ist entregt. Über den Kontakt
ab in Ruhestellung werden die eventuellen weiteren Verbindungsanreize einer weiteren Gruppe II
zugeführt. Dies erfolgt auch, wenn die gemeinsam für die Gruppe I vorgesehene Sicherung Si' durchbrennt,
über die das Abschalterelais Ab gespeist wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wirkt die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in Verbindung
mit einer Schaltungsanordnung zur Kontrolle der Einstellung der Anrufsucher, nach welcher
ein gemeinsames im Ruhezustand in einem Ansprechstromkreis liegendes Alarmrelais vorgesehen ist, das
in Abhängigkeit von dem Erregungszustand von mindestens einem der Anlaßrelais aus dem Ansprechstromkreis
ausgeschaltet und in Abhängigkeit von dem Erregungszustand des Überwachungsrelais der
Drehmagnete der Anrufsucher in einem zeitweiligen Haltestromkreis eingeschaltet wird.
Durch die Kombination der beiden genannten Schaltungsanordnungen wird eine vollständige Kontrolle
der Wirkungsweise der Anrufsucher gewährleistet, durch welche jede elektrische oder mechanische
Störung angezeigt werden kann, einschließlich des Durchbrennens von individuell oder gemeinsam zugeordneten
Sicherungen, mit dem weiteren Vorteil, daß jeweils nur die Einrichtungen dem Betrieb entzogen
werden, die eine Störung aufweisen.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur Anlaßkontrolle von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen, insbesondere
in Fernsprech- und Fernschreibanlagen, in welchen jeder Anrufsucher mit einem eigenen Anlaßrelais
(R), das über die einer Gruppe von Anrufsuchern zugeordnete Anlaßkette eingeschaltet
wird, sowie mit einem eigenen Durchschalterelais (K) zur Durchschaltung der Anlaßkette
ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansprech- bzw. Haltestromkreis sowohl des Anlaßrelais
(R) als auch des Durchschalterelais (K) über eine gemeinsam für die Anrufsuchergruppe
vorgesehene Sicherung (Si'), die von der dem Anrufsucher individuell zugeordneten Feinsicherung
(Si) unabhängig ist, mit der Stromversorgungsquelle (—) verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschalterelais
(Ab) der Anrufsuchergruppe, das mit einem eigenen Kontakt (ab) die Anlaßkette zu einer
weiteren Anrufsuchergruppe umschaltet, über dieselbe gemeinsame Sicherung (Si'), über welche
die Anlaßrelais (R) und die Durchschalterelais (K) der Anrufsuchergruppe gespeist werden, mit der
Stromversorgungsquelle (—) verbunden ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ihre kombinierte Verwendung
mit einer Schaltungsanordnung zur Kontrolle der Einstellung der Anrufsucher, in welcher ein gemeinsames, im Ruhezustand in
einem Ansprechstromkreis liegendes Alarmrelais vorgesehen ist, das in Abhängigkeit von dem Erregungszustand
von mindestens einem der Anlaßrelais aus dem Ansprechstromkreis ausgeschaltet und in Abhängigkeit von dem Erregungszustand
des Überwachungsrelais der Drehmagnete der Anrufsucher in einem zeitweiligen Haltestromkreis
eingeschaltet wird, so daß eine wirksame Kontrolle sämtlicher elektrischer und mechanischer
Störungen der Anrufsucher gewährleistet ist und nur die gestörten Anrufsucher auf automatischem
Wege ohne Betriebsunterbrechung abgeschaltet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 507/159 4.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT349303X | 1955-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007374B true DE1007374B (de) | 1957-05-02 |
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ID=11240981
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES48391A Pending DE1007374B (de) | 1955-04-30 | 1956-04-18 | Schaltungsanordnung zur Anlasskontrolle von Anrufsuchern in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprech- und Fernschreibanlagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH349303A (de) |
| DE (1) | DE1007374B (de) |
-
1956
- 1956-04-10 CH CH349303D patent/CH349303A/de unknown
- 1956-04-18 DE DES48391A patent/DE1007374B/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH349303A (de) | 1960-10-15 |
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