DE1007366B - Amplitudenpresser und -dehner mit verbesserter Stoerunterdrueckung - Google Patents
Amplitudenpresser und -dehner mit verbesserter StoerunterdrueckungInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H04B1/62—Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission for providing a predistortion of the signal in the transmitter and corresponding correction in the receiver, e.g. for improving the signal/noise ratio
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-
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Description
DEUTSCHES
Zur Verringerung der Dynamik auf Übertragungsleitungen werden bekanntlich auf der Sendeseite
Amplitudenpresser angeordnet, die mit wachsender Amplitude des ankommenden Signals eine größere
Dämpfung des Ausgangssignals bewirken. Der Amplitudenpresser
wird dabei von dem gesamten ankommenden Signal gesteuert.
Auf der Empfangsseite sind Dehneranordnungen vorgesehen, die die Wirkung der Amplitudenpresser
der Sendeseite wieder weitgehend rückgängig machen, indem in Abhängigkeit vom Eingangssignal, dessen
Amplituden begrenzt sind, die Ubertragungsdämpfung mit wachsender Amplitude verringert wird. Auf der
Empfangsseite wird damit die ursprüngliche Dynamik praktisch wiederhergestellt. *5
Außer den Signalamplituden, die den Presser bzw. Dehner steuern, gelangen auch Störsignale an die
Regelanordnung. Sie beeinflussen die Regelglieder praktisch nicht, solange ihre Amplituden klein gegenüber
den Signalamplituden bleiben. Daraus resultiert a° eine wesentliche Vergrößerung des Störabstandes,
worin eine der Hauptaufgaben der Presser und Dehner besteht, die auch unter dem Namen Kompander
bekannt sind.
Wenn die Störungen auf der Übertragungsleitung «5
jedoch Werte annehmen, die eine Beeinflussung der Regelglieder zur Folge haben, geht die Störunterdrückung
teilweise verloren. Daran ist besonders der Dehner beteiligt, der durch die Störsignale auf eine
höhere Verstärkung eingeregelt wird, vor allem, wenn auf der Sendeseite ein zusätzlicher Sendeverstärker
vorhanden ist, was bei trägerfrequenten Übertragungseinrichtungen im allgemeinen zutrifft. Die
Übertragungsgüte wird dadurch teilweise erheblich verschlechtert.
Um die unerwünschte Beeinflussung der Kompandereinrichtung durch Störamplituden zu vermeiden,
ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem das Verhältnis von Nutz- zu Störenergie auf der Leitung
im Übertragungsbereich annähernd konstant gehalten wird. Nach diesem Verfahren wird das zu übertragende
Frequenzband in der Sendestelle in der Weise frequenzabhängig verstärkt, daß derjenige Teil
des Bandes, in dem die Störamplituden auf der Leitung in die Größenordnung der Nutzamplituden
kommen, mehr verstärkt wird als der übrige Teil des Übertragungsbandes. Die Verstärker der
Empfangsstelle haben einen zu der Sendestelle komplementären Frequenzverlauf der Verstärkung.
Dieses Verfahren ist wegen der notwendigen komplizierten frequenzabhängigen Regelglieder in
den Verstärkern verhältnismäßig aufwendig. Außerdem müssen die Verstärkungskurven der Sende-
und Empfangsverstärker sehr genau aufeinander Amplitudenpresser und -dehner
mit verbesserter Störunterdrückung
mit verbesserter Störunterdrückung
Anmelder:
Standard Elektrik Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Theodor Grewe, Stuttgart-Bad Cannstatt,
ist als ,Erfinder genannt worden
ist als ,Erfinder genannt worden
abgestimmt sein, um Verzerrungen zu vermeiden.
Die Erfindung betrifft Amplitudenpresser und -dehner mit frequenzunabhängigen Regelgliedern im
Übertragungsweg. Die unerwünschte Beeinflussung der Regelglieder durch Störsignale wird erfindungsgemäß
dadurch wesentlich herabgesetzt, daß über frequenzabhängige Glieder Energie aus einem solchen
Teil des übertragenen Frequenzbandes, in dem das Verhältnis von Nutz- zu Störenergie größer ist als
im übrigen Frequenzband, vom Übertragungsweg abgezweigt und zur Steuerung der frequenzunabhängigen
Regelglieder benutzt wird.
Der Erfindung liegt die Feststellung zugrunde, daß die Energiespektren der Nutzenergie und der Störenergie
sich in der Regel wesentlich unterscheiden. Der größte Energieanteil der Sprache liegt in dem
Bereich von etwa 200 bis 800 Hz, während die unregelmäßigen Störungen bei trägerfrequenter Übertragung
innerhalb des Sprachbandes etwa gleichmäßig verteilt angenommen werden können. Die
Regelglieder werden daher bei der erfindungsgemäßen Anordnung nicht mehr vom gesamten Sprachband
gesteuert, sondern nur noch von dem Teil, in dem das Verhältnis von Nutzenergie zu Störenergie möglichst
groß ist.
Im einfachsten Falle genügt es dazu, vor dem Gleichrichter des Dehners einen Tiefpaß anzuordnen,
der beispielsweise nur Frequenzen unterhalb etwa 800 bis 1000 Hz durchläßt. Es ist jedoch zweckmäßig,
auch die Steuersignale für den Presser über ein frequenzabhängiges Glied zu führen. Wenn man dafür
den gleichen Frequenzgang vorsieht wie für das auf der Empfangsseite im Dehner angeordnete
frequenzabhängige Glied, ergänzen sich die Funktionen von Presser und Dehner in der Weise, daß
709 50TO05
beim Pegeln der Leitung keine frequenzabhängigen Restdämpfungsfehler auftreten.
Das dem Presser zugeordnete frequenzabhängige Glied hat jedoch zur Folge, daß die Aussteuergrenze
der Leitungsverstärker bereits bei kleinen Pressereingangspegeln erreicht wird. Es ist daher vorteilhaft,
die frequenzabhängigen Glieder im Presser derart auszulegen, daß die vorkommenden Nutzsignale
den Leitungsverstärker gerade voll aussteuern.
Auf der Dehnerseite kann man ohne merkliche Einbüße an Verständlichkeit eine weitergehende Beschneidung
des dem Regelkreis zugeführten Frequenzbandes zulassen, so kann man z. B. Frequenzbereiche
mit geringer Nutzenergie oder schmale Frequenzbereiche, die besonders stark gestört sind, stärker
dämpfen als die übrigen.
Die Zeichnungen stellen die übliche Presser- und Dehneranordnung nach dem Stande der Technik
(Fig. 1) und die erfindungsgemäße Anordnung (Fig. 2) schematisch dar. *
In Fig. 1 gelangen die Signale t/l über das regelbare
frequenzunabhängige Glied Rl an den Verstärker Vl, von dessen Ausgang das Signal t/2 einerseits
der Übertragungsleitung, andererseits dem Gleichrichter G1 zugeführt wird, dessen Ausgangsspannung
das regelbare Glied R1 in einer solchen Weise steuert, daß mit wachsender Amplitude von U 2 eine höhere
Übertragungsdämpfung entsteht.
Auf der Empfangsseite steuert das Signal U2 über
den Gleichrichter G 2 das frequenzunabhängige Regelglied R2 in umgekehrter Weise, so daß die Ausgangsspannung
t/3 des Verstärkers V2 im wesentlichen
wieder die Dynamik des ursprünglichen Signals Ul mit verbessertem Störabstand hat.
In Fig. 2, die schematisch die erfindungsgemäße Anordnung zeigt, wird von der Spannung t/2' nur der
Teil des Frequenzbandes von dem frequenzabhängigen Glied F 2 dem Gleichrichter G 2 zugeführt, in dem das
Verhältnis von Nutzenergie zu Störenergie möglichst groß ist.
Das frequenzabhängige Glied kann dabei, wie schon erwähnt, ein einfaches Tiefpaßfilter sein, das im
wesentlichen nur den energiereichsten Teil des Sprachfrequenzbandes passieren läßt. Falls die auf die
Leitung einfallenden Störsignale bevorzugt bei bestimmten Frequenzen auftreten, ist es vorteilhaft, das
frequenzabhängige Glied F 2 mit zusätzlichen Dämpfungsspitzen
bei diesen Störfrequenzen zu versehen. Dazu kann man im einfachsten Falle beispielsweise
Saug- oder Sperrkreise anwenden.
Der in Fig. 2 dargestellte Presser wird in der Regel von den Störspannungen der Leitung nicht beeinflußt,
weil die im Zuge der Leitung liegenden Verstärker den Weg sperren. Das Filter Fl ist deshalb
für die Erzielung der Verbesserung nicht in allen Fällen erforderlich. Gibt man dem Filter Fl jedoch
den gleichen Frequenzgang wie dem Filter F 2, so werden die beim Pegeln auftretenden Restdämpfungsbeeinflussungen
durch das Filter F2 wieder aufgehoben. Dabei ist jedoch zu beachten, daß die Dämpfung
des Filters F1 nur so hoch gewählt werden darf,
daß beim Pegeln mit dem Sollwert noch keine Übersteuerung der Leitungsverstärker auftritt.
Zur Erläuterung des Prinzips wurde lediglich ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, worin jedoch
keine Begrenzung des Anwendungsbereiches der Erfindung zu erblicken ist.
Claims (6)
1. Amplitudenpresser und -dehner mit frequenzunabhängigen
Regelgliedern im Übertragungsweg, dadurch gekennzeichnet, daß über frequenzabhängige
Glieder Energie aus einem solchen Teil des übertragenen Frequenzbandes, in dem das
Verhältnis von Nutz- zu Störenergie größer ist als im übrigen Frequenzband, vom Übertragungsweg
abgezweigt und zur Steuerung der frequenzunabhängigen Regelglieder benutzt wird.
2. Presser und Dehner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die frequenzabhängigen
Glieder als Tiefpaßglieder ausgebildet sind.
3. Presser und Dehner nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzgänge
der frequenzabhängigen Glieder in Presser und Dehner gleich sind.
4. Presser und Dehner nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das frequenzabhängige
Glied im Dehner in einem oder mehreren Teilen des Übertragungsbandes eine
höhere Dämpfung hat als das frequenzabhängige Glied im Presser.
5. Presser und Dehner nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur dem
Dehner ein frequenzabhängiges Glied vorgeschaltet ist.
6. Presser und Dehner nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als frequenzabhängige Glieder Sperrkreise oder Saugkreise verwendet
werden.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 358 045.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709i 507/305 4.57
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE549498D BE549498A (de) | 1955-07-29 | ||
| DEST10176A DE1007366B (de) | 1955-07-29 | 1955-07-29 | Amplitudenpresser und -dehner mit verbesserter Stoerunterdrueckung |
| DK249656A DK88108C (da) | 1955-07-29 | 1956-07-13 | Anlæg til signaloverføring over et støjinficeret transmissionsmedium. |
| FR70532D FR70532E (fr) | 1952-08-28 | 1956-07-25 | Arrangements de compression et d'expansion d'amplitude |
| CH345040D CH345040A (de) | 1955-07-29 | 1956-07-30 | Ubertragungsanordnung mit Amplitudenpresser und -dehner mit verbesserter Störunterdrückung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST10176A DE1007366B (de) | 1955-07-29 | 1955-07-29 | Amplitudenpresser und -dehner mit verbesserter Stoerunterdrueckung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007366B true DE1007366B (de) | 1957-05-02 |
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ID=7455014
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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1956
- 1956-07-13 DK DK249656A patent/DK88108C/da active
- 1956-07-30 CH CH345040D patent/CH345040A/de unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2358045A (en) * | 1942-08-06 | 1944-09-12 | Bell Telephone Labor Inc | Noise reduction in signal transmission systems |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK88108C (da) | 1959-11-09 |
| BE549498A (de) | |
| CH345040A (de) | 1960-03-15 |
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