DE1007348B - Verfahren zum Herstellen einer Eisenbahnschwelle aus Spannbeton und nach dem Verfahren hergestellte Spannbetonschwelle - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Eisenbahnschwelle aus Spannbeton und nach dem Verfahren hergestellte Spannbetonschwelle

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DE1007348B
DE1007348B DED22076A DED0022076A DE1007348B DE 1007348 B DE1007348 B DE 1007348B DE D22076 A DED22076 A DE D22076A DE D0022076 A DED0022076 A DE D0022076A DE 1007348 B DE1007348 B DE 1007348B
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Dyckerhoff and Widmann AG
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C5/00Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
    • E04C5/08Members specially adapted to be used in prestressed constructions
    • E04C5/10Ducts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen einer Eisenbahnschwelle aus Spannbeton und nach dem Verfahren hergestellte Spannbetonschwelle Neben Betonschwellen mit schlaffer Bewehrung kennt man auch Schwellen mit Einlagen aus dünnen Stahldrähten von hoher Festigkeit, die in der Längsrichtung der Schwelle verlaufen und die ihnen vor dem Abbinden des Betons erteilte Vorspannung später durch Haftung auf den Beton übertragen.
  • Bei den bekannten Schwellen dieser Art ist in vielen Fällen die Haftung zwischen dem Beton und den Stahldrähten ungenügend. Aus diesem Grunde hat man bereits vorgeschlagen, die Haftung durch eine Oberflächenbehandlung der Stahldrähte oder durch Verwendung besonderer Drahtprofile zu verbessern. Dabei wurden sowohl Drähte mit Kerbungen als auch solche benutzt, deren Profile verwunden wurden oder die aus mehreren miteinander verdrillten Drahtlitzen bestanden. Wenn es auf diesen Wegen auch gelingt, die Haftfestigkeit zu verbessern, so müssen solche Verbesserungen mit einer Verteuerung der Herstellung erkauft werden, welche bei Eisenbahnschwellen, die in großen Massen benötigt werden, die Wirtschaftlichkeit in Frage stellen.
  • Bei anderen, gleichfalls bekannten Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton, die nach dem gleichen Prinzip, d. h. mit einer Verbundwirkung zwischen Beton und Stahl, arbeiten, werden stärker bemessene Stahleinlagen vor dem Abbinden des Betons in besonders ausgebildete Schalungen eingelegt und an ihren Enden durch eine zwischen eine Ankerplatte und die Stahleinlage eingeschaltete Keilverbindung verankert. Abgesehen davon, daß sich Verankerungen dieser Art für Schwellen schon wegen ihrer Umständlichkeit weniger eignen, müssen bei ihnen Verbiegungen der Enden der Stahlstäbe vorgenommen werden, die mit Rücksicht auf die Sprödigkeit des Stahlmaterials bedenklich erscheinen, insbesondere wenn man berücksichtigt, daß bei Eisenbahnschwellen mit Überbeanspruchungen, z. B. durch Unrundlaufen des Wagenmaterials oder bei Federbrüchen und Entgleisungen von Eisenbahnfahrzeugen, zu rechnen ist.
  • Allen auf die Erzielung einer Verbundwirkung abstellenden Vorschlägen ist, wenn sie bei der Herstellung von Eisenbahnschwellen Anwendung finden, der Nachteil gemeinsam, daß zur Erzeugung und Aufrechterhaltung der Vorspannkräfte bis zum völligen Erhärten des ganzen Betonkörpers besondere Spannbetten mit schweren Spannwiderlagern oder besonders ausgebildete, verstärkte Schalungen benötigt werden, was außerordentlich hohe Anlage- und Unterhaltungskosten erfordert.
  • Neben diesen Gruppen von vorbekannten Betonschwellen kennt man auch Schwellen, bei denen die Stahleinlagen unter Verzicht auf eine Verbundwirkung in den Beton so eingefügt werden, daß beim Abbinden des Betons keine Haftung zwischen Beton und Stahl eintritt, sondern die Längsbeweglichkeit der Stahleinlagen erhalten bleibt. Das kann z. B. durch Umhüllen der Stahleinlagen vor der Betonierung mit einem Gleitmittel, z. B. Bitumen, bewirkt werden. Das Vorspannen der Stahleinlagen erfolgt erst nach dem Erhärten des Betons. Zu diesem Zweck wird der Betonkörper der Schwelle durch Anbringen einer in der Mitte liegenden Streckfuge in zwei Hälften aufgeteilt. Nach dem Erhärten des Betons werden die beiden Schwellenhälften mit Hilfe hydraulischer Pressen, die außen an ihnen angreifen, auseinandergezogen, die Lücke in der Schwellenmitte wird ausbetoniert und dadurch die den Drahteinlagen erteilte Vorspannung auf der gewünschten Höhe gehalten.
  • Die Anbringung einer Streckfuge stellt einen schwachen Punkt dar, der die Sicherheit der Schwelle gefährden und ihre Lebensdauer vermindern kann. Im übrigen führt zwar der Verzicht auf eine Verbundwirkung zwischen Beton und Stahl zu einer einfacheren und billigeren Herstellung, jedoch muß er bei den bisher bekanntgewordenen Vorschlägen mit gewissen Konzessionen an die Festigkeit und in Richtung eines Mehrverbrauches an Stahl erkauft werden, ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, die wegen der Schaffung befriedigender und für eine Massenfertigung geeigneter Endverankerungen zu überwinden sind.
  • Die Erfindung hat sich in Erkenntnis der hier aufgezeigten Zusammenhänge die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Herstellung von Spannbetonschwellen zu schaffen, bei welchen die aus der Verbundwirkung resultierenden Vorteile verwirklicht werden, ohne daß man gleichzeitig auch die obenerwähnten Nachteile in Kauf nehmen müßte. Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß nach dem für das Eintragen der Vorspannkräfte hinreichende Erhärten und Vorspannen des Betons die Längsbeweglichkeit der Stahlstäbe durch Einpressen einer abbindefähigen, z. B. aus Zementmörtel bestehenden Masse in die die Stahlstäbe aufnehmenden Hohlräume aufgehoben wird.
  • Ferner kann dem Hohlraum im Schwellenkörper zur Verbesserung der aus dem Einpreßmittel gebildeten Haftschicht gegenüber dem Betonkörper eine die wirksame Haftfläche vergrößernde Form gegeben sein. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß im Schwellenkörper bis zu dem das Spannglied aufnehmenden Hohlraum reichende Querbohrungen angeordnet sind, in die das Einpreßmittel unter Bildung von quer gerichteten Verankerungsansätzen eindringt.
  • Schließlich kann bei Anordnung der Stahlstäbe in Hüllrohren dieses mit in entgegengesetzten Richtungen verlaufenden, zungenartigen Lappen versehen sein, die einerseits in die sich aus dem Einpreßmittel bildende Haftschicht und andererseits in den Schwellenkörper selbst eingreifen.
  • Weitere Merkmale und vorteilhafte Eigenschaften des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles.
  • Fig. 1 zeigt einen Formkasten zur Herstellung der neuen Schwelle; Fig.2 stellt einen Längsschnitt durch die fertige Schwelle dar und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie 1.-I der Fig. 2; Fig. 4 ist ein Grundriß der Schwelle; Fig.5 zeigt im gebrochenen Längsschnitt einen Stahlstab mit Rohr und Einrichtung zum Verankern des Stahlstabes und Auspressen des Hohlraumes, und Fig. 6 stellt eine Stirnansicht der Einrichtung nach Fig. 5 dar.
  • Der Betonkörper 1 (Fig. 2 bis 4) der Schwelle wird durch Einformen in einen ihrer Umrißform entsprechenden Formkasten 1' (Fig. 1) hergestellt. Dabei werden mittels der mit dem Formkasten verbundenen Dübel 2' und 3' die für die spätere Schienenbefestigung dienenden Ausnehmungen 2 und 3 im Betonkörper 1 erzeugt. Außerdem werden in dem Schwellenkörper 1 beim Einformen durchgehende Hohlräume erzeugt, die in Längsrichtung der Schwelle verlaufen und zur Aufnahme der Stahlstäbe 7 bestimmt sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei parallel zueinander verlaufende Hohlräume im Schwellenkörper 1 vorgesehen.
  • Die genannten Hohlräume werden jeweils durch Einfügung eines Rohres 6 in den Formkasten gebildet. Die Enden des Rohres 6 sind in topfförmige, in den Stirnseiten des Formkastens 1' eingesetzte Körper 4' und 5' eingeschoben oder eingeschraubt. Die Rohre 6 können im Betonkörper 1 verbleiben, sie können aber auch nach dem Einformen, Verdichten und Ausschalen des Betonkörpers 1 zusammen mit den Einsatzkörpern 4' und 5' entfernt werden, so daß dann die Betonmasse selbst die bei der Einformung entstehenden Hohlräume begrenzt.
  • Die Stahlstäbe 7 bestehen aus naturhartem Stahl von möglichst hoher Streckgrenze. Sie sind an ihren beiden Enden mit Gewinden versehen, die durch ein Kaltwalzverfahren bekannter Art durch Anrollen hergestellt werden, um die Festigkeit des Stabes dort nicht zu verringern. Der Durchmesser der Stäbe 7 und die lichte Weite der sie aufnehmenden Rohre 6 sind so bemessen, daß zwischen Stab und Rohrwand ein die Bildung einer Haftschicht ausreichender Wandstärke gewährleistender Ringraum verbleibt.
  • Nach dem Einschieben eines Stabes 7 in das Rohr6 wird auf das eine vorstehende Ende des Rohres eine Druckverteilungsplatte 8 mit ihrer Bohrung aufgeschoben, dann auf dieser ein napfartiger Druckkörper 9 gegen das Ende des Stabes 7 zu angeordnet und anschließend eine Mutter 12 aufgeschraubt.
  • Jeder der Druckkörper 9 hat eine Verteilungskammer 10, die nach dem Rohr 6 offen ist und mit einer von der Kammer nach außen führenden Einfüll- bzw. Ausfließöffnung 11 versehen ist. Die aus den Teilen 8, 9 und 12 bestehenden Einrichtungen sind dabei in einer stirnseitigen Aussparung 4 bzw. 5 des Schwellenkörpers 1 untergebracht.
  • Zur Sicherung der zentrischen Lage der Stahlstäbe 7 innerhalb des zugehörigen Hohlraumes, welche für die Bildung einer gleichmäßig starken Ringschicht aus abbindefähigem Material Voraussetzung ist, sind am Ende des Rohres zwischen dessen Wand und den Stahlstab 7 über den Umfang verteilte, in der Zeichnung nicht dargestellte Halteglieder, z. B. in Form von Keilen, angeordnet.
  • Nach hinreichender Erhärtung des Betons werden die Spannkräfte eingetragen. Zu diesem Zweck wird auch auf das andere Ende des Rohres eine Druckverteilungsplatte 8 aufgeschoben, der napfartige Druckkörper angefügt und die Mutter 12 angedreht. Dann wird in die stirnseitige Aussparung eine nicht hydraulische Presse bekannter Bauart derart eingefügt, daß der rohrförmige Ansatz des Pressengehäuses, in welchem die Spindel geführt ist, sich gegen die Druckverteilungsplatte 8 abstützt. Die Zugspindel hat eine Gewindebohrung, die auf den Gewindekopf des Stahlstabes 7 von außen her, z. B. mit Hilfe eines Handrades, aufgeschraubt werden kann. Durch Zufuhr von Druckmittel in den Druckraum der Presse werden Spannkräfte meßbarer Größe erzeugt und auf den Spannstab 7 zur Einwirkung gebracht. Nach der Eintragung ausreichender Spannkräfte kann die zuvor auf dem Gewindekopf lose aufgedrehte Mutter 12 festgezogen werden.
  • Nach im ersten Stadium erfolgtem Kriechen und Schwinden des Betons werden die Stahlstäbe nachgespannt und anschließend eine abbindefähige, z. B. aus Zementmörtel bestehende Masse so lange unter Druck durch die Öffnung 11 des einen napfförmigen Druckkörpers 9 eingepreßt, bis diese durch die Öffnung 11 in der gegenüberliegenden Kappe 9 auszufließen beginnt. Dann wird, um eine gute Verdichtung des Einpreßmittels zu erreichen, die Ausfließöffnung 11 geschlossen, nochmals kurz nachgepreßt und dann auch die Einfüllöffnung, z. B. durch einen Gewindestopfen, verschlossen. Zum Schluß werden die Aussparungen 4, 5 durch Betonpfropfen ausgefüllt.
  • Wenn Wert darauf gelegt wird, die durch Haftung zu übertragenden Spannkräfte auf einen größeren Querschnitt zu verteilen, so kann man, was ohne weiteres möglich ist, den Hohlraum im Schwellenkörper abweichend vom Ausführungsbeispiel vergrößern. Außerdem bestehen verschiedene Möglichkeiten, die aus dem Einpreßmittel gebildete Haftschicht zusätzlich in dem Schwellenkörper zu verankern, beispielsweise indem Querbohrungen angebracht werden, in welche ein Teil der abbindefähigen Masse beim Einpreßvorgang eindringt und dadurch verankernde Ansätze in der Querrichtung bildet. Auch dann, wenn das den Hohlraum im Schwellenkörper bildende Rohr in der Schwelle verbleibt, kann man geeignete Maßnahmen zur zusätzlichen Verankerung dieses Rohres gegenüber dem Schwellenkörper und zur entsprechenden Verankerung der sich aus dem Einpreßmittel bildenden Haftschicht gegenüber der inneren Rohrwandung treffen. Zu diesem Zweck können z. B. aus dem Rohr zungenartige Vorsprünge in Form von Lappen herausgedrückt werden, die einerseits in die sich aus dem Einpreßmittel bildende Haftschicht und andererseits in den Schwellenkörper selbst eindringen.
  • Ähnliche Wirkungen werden erreicht, wenn das Rohr vor seiner Einfügung in den Formkasten mit einer Vielzahl von Durchbrechungen versehen wird, die bei der Betonierung mit einem dünnen Überzug geschlossen werden, den das unter Druck eingepreßte, abbindefähige Mittel durchstößt, um dann in die Durchbrechungen einzudringen und zusätzliche Verankerungspunkte zu bilden.
  • Die Erfindung ist nicht an die dargestellten und beschriebenen Einzelheiten der Bewehrung und an die zur Erzielung einer nachträglichen Verbundwirkung zwischen Beton und Stahl angenommenen Mittel gebunden, vielmehr sind Änderungen in bezug auf die Ausbildung und Art der Bewehrung, der Vorspann-und Auspreßeinrichtungen möglich, die das Wesen der Erfindung nicht berühren.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen einer Eisenbahnschwelle aus Spannbeton mit Verbundwirkung, dadurch gekennzeichnet, daß im Betonkörper der Schwelle ein oder mehrere der Aufnahme durchgehender Stahlstäbe dienende Hohlräume vorgesehen sind, deren lichte Weite größer ist als der Stabquerschnitt, und daß nach hinreichendem Erhärten des Betons die Vorspannung der Stahlstäbe erfolgt und in jeden Hohlraum zur Erreichung des Verbundes eine abbindefähige Masse, z. B. Zementmörtel, eingepreßt wird.
  2. 2. Nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellte Eisenbahnschwelle aus Spannbeton, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende jedes Hohlraumes oder eines den Hohlraum bildendenRohres zwischen dessen Wand und dem Stahlstab über den Umfang verteilt Halteglieder, z. B. in Form von Nocken, Keilen od. dgl., angeordnet sind.
  3. 3. Schwelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hohlraum im Schwellenkörper zur Verbesserung der Haftwirkung der aus dem Einpreßmittel gebildeten Haftschicht gegenüber dem Betonkörper eine die wirksame Haftfläche vergrößernde Form gegeben ist.
  4. 4. Schwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenkörper bis zu dem das Spannglied aufnehmenden Hohlraum reichende Querbohrungen aufweist, in die das Einpreßmittel unter Bildung von quer gerichteten Verankerungsansätzen eindringt.
  5. 5. Schwelle nach Anspruch 3 oder 4 mit einem den Hohlraum für das Spannglied bildenden Hüllrohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllrohr mit in entgegengesetzten Richtungen verlaufenden, zungenartigen Lappen versehen ist, die einerseits in die sich aus dem Einpreßmittel bildende Haftschicht und andererseits in den Beton des Schwellenkörpers eingreifen.
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