DE1007161B - Verfahren zur Verbesserung von Traenkwasser, insbesondere Grundwasser, fuer Viehfuetterungszwecke - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Traenkwasser, insbesondere Grundwasser, fuer Viehfuetterungszwecke

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Publication number
DE1007161B
DE1007161B DEH18652A DEH0018652A DE1007161B DE 1007161 B DE1007161 B DE 1007161B DE H18652 A DEH18652 A DE H18652A DE H0018652 A DEH0018652 A DE H0018652A DE 1007161 B DE1007161 B DE 1007161B
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DE
Germany
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drinking water
feed
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carbon dioxide
cattle feeding
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DEH18652A
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Inventor
Bernhard Harries
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BERNHARD HARRIES
Original Assignee
BERNHARD HARRIES
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/20Inorganic substances, e.g. oligoelements
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    • A23K20/24Compounds of alkaline earth metals, e.g. magnesium

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Description

Es ist bekannt, daß Tiere ebenso wie der Mensch zur vollwertigen Ernährung unter anderem Mineralstoffe verschiedenster Art in einem bestimmten Mengenverhältnis benötigen. Es sind daher zahlreiche Vorschläge für entsprechende Zusammensetzungen von Futtermitteln gemacht worden. Man hat auch schon Mineralstoffe dem Futtermittel direkt zugesetzt und so ein Nährsalzfutter geschaffen, das aus einer Reihe von Salzen, wie Kalk, Phosphaten, Kalium- und Magnesiumsalzen, neben Wirkstoffen besteht.
Demgegenüber macht es sich die Erfindung zur Aufgabe, die üblichen Tränkwässer, insbesondere Grundwässer, wie sie in landwirtschaftlichen Betrieben Verwendung finden, so durch Zusätze zu verbessern, daß nicht nur für Tränkzwecke dem Vieh die erforderlichen Nährstoffe zugeführt werden, sondern darüber hinaus auch die bestmögliche Ausnutzung eines an sich schon vorzüglichen Futtermittels ermöglicht wird.
Es hat sich gezeigt, daß — selbst wenn Tiere mit den allerbesten gleichen Fertigfuttermitteln gefüttert werden — auf den verschiedenen Höfen das Wachstum der Tiere sehr unterschiedlich ist. Insbesondere hat sich in der Praxis gezeigt, daß dies von der Güte des Tränkwassers abhängt. Untersuchungen haben ergeben, daß die Tiere im Wachstum zurückblieben, wenn beispielsweise in einem landwirtschaftlichen Betrieb Tränkwasser zur Verfügung stand, das nur geringe Mengen von Kohlensäure, Chloriden oder Kalk enthielt, während die Tiere auf einem anderen Hof mit vollwertigem Tränkwasser bei Verwendung gleicher Vollwert-Fertigfuttermittel viel besser gediehen.
Die Erfindung geht daher davon aus, daß zunächst durch chemische Analyse des betreffenden Tränkwassers dessen Mängel festzustellen sind und daß durch Zugabe entsprechender mineralischer Stoffe dann dieses minderwertige Tränkwasser verbessert werden muß.
Die Erfindung besteht darin, daß das Tränkwasser auf einen Gehalt an mindestens 55 mg gebundener Kohlensäure, 52 bis 66 mg freier und aggressiver Kohlensäure, 90 mg Chloriden, 80 bis 85 mg Kalk und 9 bis 11 mg Magnesiumoxyd eingestellt wird.
Dabei kann es von Vorteil sein, eventuell vorhandene ungünstige chemische Stoffe, wie Sulfate, Salpetersäure, Phosphorsäure, auszufällen. Meistens ist das aber, wie Untersuchungen ergeben haben, nicht notwendig.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die jeweilige Wassersorte in bezug auf ihre Zusammensetzung durch die chemischen Zusätze derart dem Futtermittel angepaßt wird, daß nicht nur die Wirkung des Tränkwassers selbst in bezug auf Aufzucht und Leistung des Viehes begünstigt wird, sondern daß auch eine höchste Ausnutzung des Futtermittels erzielt wird. Das Wasser wird durch die jeweilig erforderlichen Zusätze derart beeinflußt, daß es — ohne einer besonderen Reinigung zu bedürfen — auf
zur Verbesserung von Tränkwasser,
insbesondere Grundwasser,
für Viehfütterungszwecke
Anmelder:
Bernhard Harries,
Delmenhorst, Am Heidkamp 27
Bernhard Harries, Delmenhorst,
ist als Erfinder genannt worden
die Ernährung des Tieres in günstigster Weise einwirkt.
Eingehende Prüfungen haben ergeben, daß es für die Ernährung der Tiere wichtig ist — dies trifft insbesondere für Schweine zu —, daß bestimmte chemische Stoffe im Wasser für die Viehernährung von größter Bedeutung sind. So trifft dies insbesondere für Kalk, Magnesia, Chloride, gebundene und freie Kohlensäuren zu. Es hat sich beispielsweise durch chemische Analysen ergeben, daß sich in 11 Wasser für die besonders günstige Ernährung etwa folgende Bestandteile befinden müssen:
gebundene Kohlensäure 55 mg
freie und aggressive Kohlensäure zwischen 52 bis 66 mg
Chloride etwa 90 mg
Kalk etwa 80 bis 85 mg
Magnesia etwa 9 bis 11 mg
Als Ausführungsbeispiel wird in nachstehender Tabelle ein schlechtes Tränkwasser, wie es sich auf dem Lande stellenweise befindet, aufgeführt. In der rechten Spalte sind die Ergänzungswerte angegeben, um auf die erfindungsgemäßen, oben angegebenen Werte zu gelangen:
Reaktion
pH-Wert
Sauer
5,8
Ergänzungs
werte
gebundene Kohlensäure
freie Kohlensäure
aggressive Kohlensäure
Chloride
6,6 mg
26,4 mg
25,5 mg
28,0 mg
36,0 mg
7,0 mg
49,0 mg
26,0 mg
24,0 mg
62,0 mg
44,0 mg
3,5 mg
Kalk
Magnesia
709 506/63
In vorstehender Liste sind die nebensächlichen Werte, wie Karbonathärte, Ammoniak, organische Stoffe, Eisen und Spurenelemente, weggelassen.
Im allgemeinen enthalten die Wässer etwa 35 bis 45 % Sulfate, was, wie die Praxis gezeigt hat, sich nicht schädlieh auswirkt. Sollte ein Ausfällen von Sulfaten od. dgl. sich als notwendig erweisen, so kann dies gegebenenfalls durch Bariumsalz oder durch Filtern erzielt werden. Beispielsweise wirken 1,5 mg Ammoniak, 0,1 mg Salpetersäure oder geringe Spuren von salpetriger Säure und Phosphorsäure oder geringe Mengen Eisen, wie beispielsweise 0,2 bis 1,5 mg, sich nicht ungünstig auf die Ernährung aus.
Die Ausfällung von Phosphorsäure od. dgl. kann gegebenenfalls auch auf katalytischem Wege oder durch Filterung bewirkt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Verbesserung von Tränkwasser, insbesondere Grundwasser, für Viehfütterungszwecke durch Zugabe mineralischer Stoffe nach vorher durchgeführter chemischer Analyse des Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß das Tränkwasser auf einen Gehalt an mindestens 55 mg gebundener Kohlensäure, 52 bis 66 mg freier und aggressiver Kohlensäure, 90 mg Chloriden, 80 bis 85 mg Kalk und 9 bis 11 mg Magnesiumoxyd eingestellt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 823 083;
    Pott, »Handbuch der tier. Ernährung und der landwirtschaft!. Futtermittel«, 3. Band, Spezielle Futtermittellehre, 2. Hälfte, 1909, S. 548 bis 566, 599.
    © 709 506/63 4.57
DEH18652A 1953-12-10 1953-12-10 Verfahren zur Verbesserung von Traenkwasser, insbesondere Grundwasser, fuer Viehfuetterungszwecke Pending DE1007161B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE823083C (de) * 1948-10-02 1951-11-29 Arthur Ast Fa Vitamin-Naehrsalz-Futter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE823083C (de) * 1948-10-02 1951-11-29 Arthur Ast Fa Vitamin-Naehrsalz-Futter

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