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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Stuhl mit einem entlang zweier erster parallel zueinander verlaufender
Stangen in der Höhe
verstellbaren Sitz, bei dem sich die Stangen im unteren Endbereich über Stützbeine
auf dem Untergrund abstützen,
wobei diese ersten parallelen Stangen mit einem Paar zweiter zueinander
paralleler Stangen um eine horizontale Achse, die unterhalb des
Sitzes liegt, schwenkbar verbunden sind, so dass der Stuhl aus der
Gebrauchsstellung mit gespreizten Stangenpaaren in eine flache Transportstellung
klappbar ist, wobei in der Gebrauchsstellung mit gespreizten Stangenpaaren
eine Arretierung vorgesehen ist.
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Ein Stuhl der eingangs genannten
Gattung ist beispielsweise aus der
DE 197 33 785 A1 bekannt. Bei diesem vorbekannten
Stuhl dient als Arretierung in der aufgestellten Gebrauchsstellung
mit gespreizten Stangenpaaren eine Querstrebe aus einem Rundmaterial,
die in der Gebrauchsstellung als Anschlag für eines der Stangenpaare dient.
Diese einfache vorbekannte Lösung
erfüllt
allenfalls eine Anschlagfunktion, eignet sich aber nicht als effektives Widerlager
zur Abstützung
der auf das zweite Stangenpaar einwirkenden Kräfte. Insbesondere wirken diese
Kräfte
in nachteiliger Weise vorwiegend auf die als Anschlag dienende Strebe
ein. Außerdem
wird ein Aneinanderschlagen der Stangenpaare beim Zusammenklappen
in die Transportstellung nicht verhindert.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht folglich darin, im Gelenkbereich eine Arretierung zu schaffen,
die einen gleichmäßigeren
Kraftfluss in beide Stangenpaare gewährleistet und zusätzlich zu
der reinen Anschlagfunktion weitere Funktionen erfüllt.
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Die Lösung dieser Aufgabe liefert
ein erfindungsgemäßer Stuhl
der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass für die Arretierung
ein Arretierungsteil dient, welches im Gelenkbereich angeordnet
ist und jeweils Aufnahmen für
die ersten parallelen Stangen aufweist sowie einen Abstützbereich
zur Abstützung
eines Bogenbereichs, der das zweite Paar paralleler Stangen miteinander
verbindet. Bei dem erfindungsgemäßen Arretierungsteil
werden durch die Aufnahmen die parallelen Stangen des ersten Stangenpaars mindestens
teilweise eingefasst, so dass die Kräfte bei der Gewichtsbelastung
des Stuhls über
eine größere Länge der
Stangen in diese eingeleitet werden und nicht punktuell, wie bei
einer anliegenden Strebe nach dem Stand der Technik. Auch die Kräfte, die
auf das zweite Stangenpaar einwirken, werden von dem Arretierungsteil
aufgenommen über
dessen Abstützbereich,
auf dem sich der Bogenbereich abstützt, der das zweite Paar paralleler
Stangen oben miteinander verbindet.
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Vorzugsweise hat das Arretierungsteil
gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung außerdem
jeweils auch Aufnahmen für
die zweiten parallelen Stangen, die jeweils weiter innen neben den
Aufnahmen für
die ersten parallelen Stangen liegen und die zweiten parallelen
Stangen in der zusammengeklappten Transportstellung aufnehmen können.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist
das Arretierungsteil einen Abstützbereich
auf. Das Arretierungsteil ist vorzugsweise ein Kunststoffformteil.
Weiterhin hat der genannte Abstützbereich vorzugsweise
eine auf der den Aufnahmen für
die parallelen Stangen gegenüberliegenden
Seite vorspringende Abstütznase
oder dergleichen. Über
diese Abstütznase
kann dann der genannte Bogenbereich, der das zweite Paar paralleler
Stangen oben miteinander verbindet, sich in der gespreizten Stellung
abstützen.
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In der zusammengeklappten flachen
Transportstellung können
die zweiten parallelen Stangen in die oben genannten Rufnahmen quasi
einrasten. Durch die Aufnahmen und/oder gegebenenfalls weitere angeformte
Elemente des vorzugsweise als Kunststoffteil ausgebildeten Arretierungsteils
kann verhindert werden, dass die Stangenpaare im zusammengeklappten
Transportzustand aneinander schlagen. Man kann beispielsweise im
Bereich der Aufnahmen entsprechend geformte Hinterschneidungen vorsehen,
die diesem Zweck dienen.
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Weiterhin ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, dass an dem Arretierungsteil an der Seite,
an der sich die Aufnahmen für
die Stangenpaare befinden, wenigstens ein Element angeformt ist,
welches das Zusammenschieben der gespreizten Stangenpaare in der
Gebrauchsstellung verhindert, d. h., also die Stangenpaare in der
gespreizten Gebrauchsstellung hält.
Ein solches angeformtes Element kann beispielsweise wenigstens eine
Haltelinse sein. Gegebenenfalls sind mehrere solcher Haltelinsen,
vorzugsweise je eine Haltelinse für je eine Aufnahme für eine Stange vorgesehen.
Dabei ist das Arretierungsteil vorzugsweise zu einer senkrechten
Mittelebene gesehen symmetrisch.
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Eingangs wurde bereits ausgeführt, dass das
Arretierungsteil im Gelenkbereich angeordnet ist. Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Gelenkachse
um die die beiden Stangenpaare beim Aufklappen des Stuhls in die gespreizte
Gebrauchsstellung schwenkbar sind quer durch das Arretierungsteil.
Dazu hat das Arretierungsteil vorzugsweise jeweils in den Aufnahmen
für die
ersten parallelen Stangen und/oder auch in den inneren Aufnahmen
für die
zweiten parallelen Stangen jeweils Bohrungen, die die sich quer
durch das Arretierungsteil erstreckende Gelenkachse aufnehmen.
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Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale
betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
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Nachfolgend wird die vorliegende
Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
Dabei zeigen,
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1 eine
Ansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls
von der Rückseite;
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2 eine
entsprechende Seitenansicht des erfindungsgemäßen Stuhls nach 1;
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3 eine
Ansicht des Arretierungsteils für den
erfindungsgemäßen Stuhl
von oben;
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4 eine
Ansicht des Arretierungsteils in Richtung des Pfeils IV von 3 gesehen;
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5 einen
horizontalen Schnitt durch das Arretierungsteil entlang der Linie
V V von 4 gesehen;
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6 einen
vertikalen Schnitt durch das Arretierungsteil entlang der Linie
VI VI von 4 gesehen;
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7 einen ähnlichen
Schnitt wie in 6 jedoch
bei zusammengeklapptem Stuhl;
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8 einen
horizontalen Schnitt durch das Arretierungsteil, der weiter oben
liegt, entlang der Linie VIII VIII von 4 gesehen.
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Zunächst wird auf die 1 und 2 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt
einen erfindungsgemäßen Stuhl
mit einem entlang zweier erster parallel zueinander verlaufender
Stangen 103, 104 in der Höhe verstellbaren Sitz 99.
Die Einrichtung für
die Höhenverstellung
des Sitzes 99 und dessen Arretierung in einer entsprechenden
Höhenlage
ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und wird daher nachfolgend
nicht im Detail erläutert.
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Der erfindungsgemäße Stuhl ist wie die Seitenansicht
gemäß 2 zeigt aufstellbar, wobei
in der Gebrauchsstellung die Stangenpaare bestehend aus den ersten
beiden parallelen Stangen 103, 104, die etwas
weiter außen
liegen und die sich weiter nach oben erstrecken und den zweiten
parallelen Stangen 106, 107 gespreizt sind. Aus 2 kann man gut erkennen,
dass das zweite Paar der jeweils weiter innen liegenden parallelen
Stangen 106, 107 (siehe auch 1) kürzer
ist und in dieser gespreizten Gebrauchsstellung mit dem ersten Paar
Stangen 103, 104 einen spitzen Winkel einnimmt.
Die beiden ersten parallelen Stangen 103, 104 erstrecken
sich beide nach oben und an diesen ist oberhalb des Gelenks 98 der
Sitz 99 höhenverstellbar
befestigt. Aus dieser in 2 dargestellten
gespreizten Gebrauchsstellung kann der Stuhl in eine flache Transportstellung
geklappt werden, in der beide Paare von Stangen, nämlich die
ersten Stangen 103, 104 und die zweiten Stangen 106, 107 annähernd parallel,
d. h., relativ nah beieinander liegen. Das in der Seitenansicht
gemäß 2 erkennbare Arretierungsteil 100 hat
die Aufgabe, einen Bogenbereich 108 (siehe 1), der das zweite Paar paralleler Stangen 106, 107 oben
miteinander verbindet, in der gespreizten Gebrauchsstellung gemäß 2 abzustützen.
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Ein Ausschnitt der zusammengeklappten Position
ist in 2 rechts gesondert
dargestellt, so dass man den Verlauf der Stangen dann erkennt.
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Bereits in 1 ist andeutungsweise erkennbar, dass
dabei das Arretierungsteil 100 sowohl die beiden außenliegenden
Stangen 103, 104 des ersten Stangenpaares als
auch die beiden innenliegenden Stangen 106, 107 des
zweiten Stangenpaares teilweise umfasst. Das Arretierungsteil hat
dazu entsprechende Aufnahmen, die nachfolgend anhand der Einzeldarstellung
des Arretierungsteils 100 zunächst unter Bezugnahme auf 3 näher beschrieben werden.
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3 zeigt
prinzipiell eine Draufsicht auf das Arretierungsteil 100 aus
der man den Abstützbereich 105 erkennen
kann, der dazu dient, den zuvor erwähnten Bogenbereich 108 des
zweiten Paares paralleler Stangen 106, 107 abzustützen. Dieser
Bogenbereich 108 läuft
dabei über
eine entsprechend dem Rohrdurchmesser des Bogenbereichs geformte
und dimensionierte muldenförmige
Vertiefung 120 an der Oberseite des Abstützbereichs 105,
die man in der Seitenansicht des Arretierungsteils 100 gemäß 6 erkennen kann. In 3 erkennt man die beiden
Aufnahmen 101, 102 für die beiden Stangen 103, 104 des
ersten Stangenpaars. Weiterhin sieht man, dass das Arretierungsteil 100 in 3 zwei weitere jeweils weiter
innen liegende Aufnahmen 109, 110 aufweist für das zweite
Paar paralleler Stangen 106, 107, welche eine
Teilkreisform haben und die Stangen 106, 107 teilweise
umfassen. Ebenso haben auch die beiden äußeren Aufnahmen 101, 102 zumindest
abschnittsweise eine Teilkreis- oder Teilringform, so dass sie die äußeren parallelen
Stangen 103, 104 teilweise umschließen.
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Aus der Gesamtheit der 4 bis 8 ist entnehmbar, dass die äußeren Aufnahmen 101, 102 sich
von oben nach unten weitgehend über
die gesamte Höhe
des Arretierungsteils 100 erstrecken, während dagegen die inneren Aufnahmen 109, 110 sich
lediglich etwa vom unteren Ende des Arretierungsteils über einen
Teil dessen Höhe
erstrecken und dann enden. Folglich sind diese inneren Aufnahmen 109, 110 in
der Schnittansicht gemäß 8, die den oberen horizontalen
Schnitt zeigt, nicht erkennbar. Oberhalb dieser inneren Aufnahmen 109, 110 sind
an dem Arretierungsteil 100 jeweils Haltelinsen 111, 112 angeformt,
die etwa jeweils zwischen den inneren Aufnahmen 109, 110 und
den äußeren Aufnahmen 101, 102 positioniert
sind, in der Draufsicht gemäß 3 betrachtet. In 8 erkennt man ebenfalls
diese beiden angeformten Haltelinsen 111, 112. Diese
Haltelinsen verhindern das Zusammenschieben der gespreizten Stangenpaare
in der Gebrauchsstellung. In der gespreizten Gebrauchsstellung läuft der
das zweite Paar paralleler Stangen 106, 107 verbindende
Bogenbereich 108 über
die am besten in 6 erkennbare
muldenförmige
Vertiefung 120 oberseitig auf dem Abstützbereich 105. In
der in 7 dargestellten
Transportstellung hingegen, in der das zweite Paar paralleler Stangen 106, 107 nur einen
geringen Winkel zu dem Paar erster paralleler Stangen 103, 104 einnimmt
und fast mit diesen parallel liegt, werden die beiden inneren Stangen 106, 107 des
zweiten Paars von den beiden inneren Aufnahmen 109, 110 des
Arretierungsteils 100 aufgenommen. Diese sind so geformt,
dass sich Hinterschneidungen 113, 114 ergeben,
die eine Berührung der
innenliegenden zweiten Stangenpaare 106, 107 mit
den außenliegenden
ersten Stangenpaaren 103, 104 in der flachen Transportstellung
verhindern. Aus den 3, 4 und 8 kann man erkennen, dass in den beiden äußeren Aufnahmen 101, 102 für die ersten parallelen
Stangen 103, 104 jeweils Bohrungen 115, 116 für die Aufnahme
einer sich quer durch das Arretierungsteil 100 erstreckenden
Gelenkachse vorgesehen sind, die in dem Gelenkbereich 98 (siehe 2) die beiden Stangenpaare
gelenkig miteinander verbindet. Aus 8 sieht
man, dass etwa in der Achse der Bohrungen 115, 116 auch
in den Anformungen an denen sich die Haltelinsen 111, 112 befinden,
entsprechende Bohrungen 121, 122 für die Aufnahme
einer querverlaufenden Gelenkachse vorhanden sind.