DE10035C - Dampfhammer-Steuerung - Google Patents

Dampfhammer-Steuerung

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DE10035C
DE10035C DENDAT10035D DE10035DA DE10035C DE 10035 C DE10035 C DE 10035C DE NDAT10035 D DENDAT10035 D DE NDAT10035D DE 10035D A DE10035D A DE 10035DA DE 10035 C DE10035 C DE 10035C
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Germany
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piston
steam
pressure
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falling weight
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Active
Application number
DENDAT10035D
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English (en)
Original Assignee
R. BERG in Meinbaardt bei Haardt a. d. Sieg
Publication of DE10035C publication Critical patent/DE10035C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/20Drives for hammers; Transmission means therefor
    • B21J7/22Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers
    • B21J7/24Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers operated by steam, air, or other gaseous pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

1879.
Klasse 49.
RUD. BERG in MEINHAÄRDT bei HAARDT a. d. Sieg. Dampf hammer - Steuerung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1879 ab.
Die Steuerung besteht aus:
ι. Einem dreifachen Kolben K1 K1 K%, Fig. 3, von denen der mittlere am gröfsten und der obere K3 am kleinsten ist. Die Kolbenfläche von K3 soll mindestens 10 mal, höchstens 12 mal so grofs sein, als die Differenz der Kolbenflächen von K2 und K1.
Der dreifache Kolben bildet einen Cylinder, in welchem sich vier lange, halbkreisförmige Kanäle k befinden, deren Querschnitt zusammengenommen mindestens ein Viertel des Querschnittes des Kolbens TT3 sein soll.
2. Einem doppelten Kolben Kt und Kh! Fig. 4, von denen der untere ,ST5 mindestens 5/i mal so grofs sein soll, als KA. Der Durchmesser des Kolbens K5 mufs gleich sein dem inneren Durchmesser des dreifachen Kolbens.
3. Dem Cylinder C1, Fig. χ und 2, in welchem sich die Kolben K1 und K2 des dreifachen Kolbens bewegen. Auf der einen Seite befindet sich das Dampfausgangsrohr F1 , Fig. 1, auf der anderen Seite die Kanäle k2 und k3 des Dampfcylinders, dazwischen das Dampfeingangsrohr E.
4. Dem Cylinder (S1, in welchem sich der Kolben K3 des dreifachen und K^ des doppelten Kolbens bewegt. In diesem Cylinder befinden sich vier oder sechs Dampfeingangskanäle k (Querschnitt a-b). Der Cylinder endet oben in eine Hohlkugel, welche mindestens 4 mal so viel Inhalt haben soll, als der Cylinder, in welchem sich der Kolben Kt des doppelten Kolbens bewegt.
5. Dem Ventil V, Fig. 2. An dem Ventil befindet sich eine Kugel H K, welche im Stande ist, beim gröfsten Dampfdruck im Cylinder C1 das Rothgufsventil geschlossen zu halten. Die Kugel kann durch einen Hebel gehoben werden, an welchem sich die Spiralfeder S befindet. Dieses Ventil ist durch ein Gasrohr mit dem Cylinder C1 verbunden und- an den Cylinder (S1 geschraubt.
An dem Fallgewicht F ist ein Arm S1 angebracht, in welchem sich die Kolbenstange des doppelten Kolbens führt.
Hat der dreifache Kolben die Lage, wie Fig. 2 zeigt, so geht der Dampf durch den Dampfkanal k.2 des Dampfcylinders und hebt das Fallgewicht, welches gegen die Spiralfeder S1, Fig. 2, stöfst, die den doppelten Kolben nach oben bewegt. Zunächst wird der Kolben K1 die vier Kanäle k1 schliefsen und die Verbindung der unteren Hälfte des Cylinders (5, und der Hohlkugel unterbrechen; während derselben Zeit wird der Kolben K5 die Verbindung der unteren Hälfte des Cylinders (S1 und des Cylinders C1 herstellen. Der Dampf, welcher auf den Kolben K3 des dreifachen Kolbens drückte, entweicht durch die Kanäle A1 in den Cylinder C1 und von diesem in die freie Luft. Sobald derselbe entwichen ist, wird sich der dreifache Kolben nach oben bewegen, weil K2 gröfser als K1 ist und auf K3 kein Druck wirkt. Der dreifache Kolben schliefst zunächst die Dampfkanäle des Dampfcylinders und öffnet dieselben wieder, Fig. 1. Der Dampf, welcher das Fallgewicht soeben gehoben hat, entweicht in die freie Luft, Fig. 1, während Dampf durch den Kanal k3 in den Dampfcylinder gelangt, welcher das Fallgewicht wieder nach abwärts drückt. Die Spiralfeder S1 dehnt sich wieder aus und der doppelte Kolben bewegt sich nach unten, weil der Dampf in der Hohlkugel des Cylinders (S1 auf den Kolben KA drückt. Der Kolben K5 des doppelten Kolbens wird dann die Verbindung der unteren Hälfte des Cylinders (S1 und des Cylinders C1 unterbrechen, Fig. i, während der Kolben K1 die Verbindung der Hohlkugel und der unteren Hälfte des Cylinders C1 herstellt. Der Dampf in der Hohlkugel (S1 geht durch die Kanäle k1 und drückt auf den Kolben K3. Der dreifache Kolben wird sich-dann nach unten bewegen, weil der Druck auf den Kolben K1 und der Druck auf den Kolben K3 zusammen gröfser ist, als der Druck auf den Kolben K1.
Der dreifache Kolben wird zunächst die Dampf kanäle schliefsen und darauf wieder öffnen und in die Lage kommen, wie Fig. 2 zeigt. Der Dampf, welcher soeben das Fallgewicht abwärts bewegt hat, wird in die freie Luft entweichen, während Dampf durch den Kanal /£2 in den Dampfcylinder einströmt und das Fallgewicht wieder hebt.
Durch das Ventil V hat man es in der Hand, in der Hohlkugel des Cylinders (S1 einen beliebigen Druck zu , erzeugen. Je stärker man an der Spiralfeder S, Fig. 2, zieht, desto weniger wirkt das Gewicht HK auf das Ventil und infolge dessen kann mehr und mehr Dampf

Claims (5)

in die Hohlkugel einströmen, wodurch der Druck in derselben stärker wird. Zieht man an der Spiralfeder S, Fig. 2, so wird der Druck aufiTj und K3 zusammen viel gröfser sein, als auf K2; je weniger stark man an der Spiralfeder zieht, desto mehr wird sich der Druck auf K1 -f· K3 dem Druck auf K2 nähern. Man mufs nun die Gröfse der Kolben K1 K2 und K3 so wählen, dafs beim niedrigsten Dampfdruck im Dampfkessel und bei demselben Druck in der Hohlkugel des Cylinders (S1 das Fallgewicht in steter Bewegung ist, aber nicht auf den Ambos schlägt. Ist der Druck auf Kt + K3 ein wenig stärker, als auf K2, so wird sich der dreifache Kolben langsam nach unten bewegen können, infolge dessen wird Dampf spät unter den Kolben des Fallgewichts gelangen. Der Hammer schlägt hart. Wird nun der Druck auf K1 4- K3 stärker, so bewegt sich der dreifache Kolben schneller, wodurch Dampf früher unter den Kolben des Fallgewichts gelangen kann, der Hammer schlägt dann leiser und leiser, bis er das Schmiedestück endlich nicht mehr trifft. Die Steuerung kann man auch bei Dampfmaschinen anwenden, jedoch nur bei solchen, welche stets eine und dieselbe Arbeit zu verrichten haben. Paten τ-Ansprüche:
1. Der dreifache Schieberkolben K1K2 K3, an welchem der mittlere Kolben am gröfsten und der obere am kleinsten ist und die beiden gröfseren den frischen Dampf einschliefsen, während der kleinste mit einem besonderen Dampfraum in Verbindung gebracht werden kann.
2. Die Anordnung eines durch den Schieberkolben hindurchgehenden, einerseits durch das Fallgewicht, andererseits durch Dampf aus einem besonderen Dampfraum bewegten zweifachen Steuerkolbens K/t K1, zur Regulirung des Druckes auf den Kolben K3.
3. Das mittelst Feder bewegte Ventil V in Verbindung mit der Hohlkugel (S1 zum Antrieb, des Steuerkolbens.
4. Die Anordnung der Kanäle k und ^1.
5. Die Gesammt-Anordnung des selbstthätigen Steuerungsapparates.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT10035D Dampfhammer-Steuerung Active DE10035C (de)

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