DE100237C - - Google Patents

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DE100237C
DE100237C DENDAT100237D DE100237DA DE100237C DE 100237 C DE100237 C DE 100237C DE NDAT100237 D DENDAT100237 D DE NDAT100237D DE 100237D A DE100237D A DE 100237DA DE 100237 C DE100237 C DE 100237C
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acid
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toluidine
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aldehyde
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/22Amino derivatives of triarylmethanes containing OH groups bound to an aryl nucleus and their ethers and esters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im Haupt-Patent ist gezeigt worden, dafs einzelne der nach Patent Nr. 97934 erhältlichen Aldehydonaphtolsulfosäuren sich sehr gut zur Darstellung von blaugrünen, durch ihre Alkaliechtheit besonders werthvollen Säurefarbstoffen verwenden lassen. Für den gleichen Zweck kommt von seither weiter dargestellten Aldehydonaphtolsulfosäuren (Zusatz-Patent Nr. 98466) besonders die Aldehydonaphtoldisulfosäure F in Betracht. Ferner können die im Haupt-Patent, Anspruch 2, genannten beiden Amine, nämlich Dimethyl- und Diäthylaniiin, auch durch andere di- oder monoalkylirte bezw. benzylirte aromatische Amine, ζ. B. Methyl- (Aethyl-) benzylanilin, Mono-methyl- (äthyl-) o-toluidin etc., ersetzt werden.
Beispiele:
ι. In einem emaillirten Kessel mit Rührwerk werden 36 kg saures Natriumsalz der Aldehydoß-Naphtoldisulfosäure F, 60 kg Aethylbenzylanilin, 40 kg Alkohol und 15 kg Schwefelsäure während 30 Stunden unter Rückflufs im Sieden erhalten. Der erkaltete Kesselinhalt wird hierauf mit concentrirter Salzsäure zu einem dünnen Brei angerührt, den man unter Rühren in viel Wasser einlaufen läfst. Die als körniger grünlicher Niederschlag sich abscheidende Leukodisulfosäure wird abfiltrirt, in Soda gelöst und nochmals mit Salzsäure ausgefällt, wodurch die letzten Spuren von anhaftendem Aethylbenzylanilin entfernt werden. Zur Ueberführung in den Farbstoff löst man die wiederum abfiltrirte und gut ausgewaschene Leukoverbindung unter Zusatz von Soda in 1000 1 Wasser und läfst unter Rühren eine Lösung von 10 kg Kaliumpermanganat in 800 1 Wasser zufliefsen. Aus der vom Braunstein abfiltrirten Lösung scheidet sich der Farbstoff auf Zusatz von Kochsalz in blauen, schwach kupferglänzenden Flocken ab. In Wasser löst er sich leicht mit blauer Farbe; auf Zusatz von Säure schlägt letztere in Grün um und zugleich wird die freie Farbstoffdisulfosäure als dunkelgrüner Niederschlag ausgefällt.
2. Condensirt man die Aldehydo-ß-naphtoldisulfosäure R oder F mit Methyl- oder Aethylo-toluidin, so wird der Kesselinhalt direct mit Sodalösung versetzt und das unveränderte Amin mit Wasserdampf abgetrieben. Die rückständige Lösung wird filtrirt und im Unterschied von den gegebenen Beispielen nicht in der Kälte, sondern bei 70 bis 8o° C. mit der Permanganatlösung versetzt. Die durch Aussalzen der filtrirten und schwach angesäuerten Lösungen erhaltenen Farbstoffe sind dunkelblaue kupferglänzende Pulver, die sich in schwach ammoniakalischem Wasser mit violettblauer Farbe lösen und Wolle aus saurem Bade bedeutend blaustichiger anfärben als die Farbstoffe aus dialkylirten Aminen.
Die nach dem vorliegenden Zusatz-Patent darzustellenden Farbstoffe sind sowohl von den
Farbstoffen des Haupt-Patentes, wie auch unter sich, abgesehen von der Nuance, nur wenig
verschieden. Im Einzelnen ergeben sich ihre Eigenschaften aus folgender Zusammenstellung:
Farbstoff aus Aussehen Lösung
in Wasser
Nach Zusatz
von Salzsäure
Nach Zusatz
von Ammoniak
zur wässerigen
Lösung
Nuance der
Ausfärbung
auf Wolle
Aldehydo - β - naphtol-
disulfosäure R und
Methyl - ο - toluidin
dunkelviolettes
kupferglänzen
des Pulver
trübes
Grünlichblau
Gelbfärbung
ohne Fällung
Umschlag
der Farbe nach
violett
dunkles mattes
Grünblau
Aldehydo - disulfo-
säure R und Aethyl-
o-toluidin
kupferfarbiges,
schwach glän
zendes Pulver
violettblau do. do. ■do.
Aldehydo - disulfo-
säure R und Methyl-
benzylanilin
blauviolettes
bronzeglänzen
des Pulver
reinblau Fällung
blauschwarzer
Flocken
keine
Aenderung der
Nuance
schwärzliches
Blaugrün
Aldehydo - disulfo-
säure R und Aethyl-
benzylanilin
dunkelblaues,
wenig glänzen
des Pulver
grünlichblau Fällung
grünschwarzer
Flocken
do. dunkles
Blaugrün
Aldehydo - β - naphtol-
disulfosäure F und
Dimethylamlin
dunkelviolettes
bronzeglänzen
des Pulver
blaugrün erst grün, dann
Gelbfärbung
ohne Fällung
wird etwas
blauer
stumpfes
blaustichiges
Grün
Aldehydo - disulfo-
säure F und Diäthyl-
anilin
lebhaft blau
violettes,
schwach metall
glänzendes
Pulver
reinblau Gelbfärbung
ohne Fällung
keine
Aenderung der
Nuance
lebhaftes
Russischgrün
Aldehydo - disulfo-
säure F und Methyl-
o-toluidin
dunkel
violettes Pulver
trübes
Grünlichblau
do. Umschlag nach
violett
stumpfes
grünstichiges
Blau
Aldehydo - disulfo-
säure F und Aethyl-
o-toluidin
schwach
glänzendes
kupferfarbiges
Pulver
violettblau do. do. do.
Aldehydo - disulfo-
säure F und Methyl-
benzylaniliri
do. blau Fällung
blauschwarzer
Flocken
keine
Aenderung
schwärzliches
Blaugrün
Aldehydo - disulfo-
säure F und Aethyl-
benzylanilin
do. reines
Grünblau
Fällung
schwarzgrüner
Flocken
do. do.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Neuerungen in dem Verfahren des Haupt-Patentes Nr. 98072, darin bestehend, dafs man i. die ßj-Oxy-aj-Naphtaldehyd-ß.j ßg-disulfosä'ure (Aldehydo-,6-naphtoldisulfosäure R) statt mit Dimethyl- oder Diäthylanilin mit
    Monomethyl - ο - toluidin , Monoäthyl - otoluidin, Methylbenzylanilin oder Aethylbenzylanilin condensirt und die entstandenen Leukodisulfosä'uren durch Oxydation in saurer oder alkalischer Lösung in Farbstoffe überführt;
  2. 2. an Stelle der βχ - Oxy- U1 -Naphtaldehydß2 ß3- disulfosäure die ßx -Oxy-A1 -Naphtaldehyd - ß2 ß4 - disulfosäure (Aldehydo - 3-naphtoldisulfosäure F) des Zusatz - Patentes Nr. 98466 mit Dimethylanilin, Diäthylanilin, Monomethyl-o-toluidin, Monoäthylo-toluidin, Methylbenzylanilin und Aethylbenzylanilin condensirt und die entstandenen Leukodisulfosäuren zu den entsprechenden Farbstoffen oxydirt.
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