DD211577B1 - Verfahren zur herstellung von vergaserkraftstoffkomponenten und fluessiggas - Google Patents

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DD211577B1
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Rolf Joachim
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Rudolf Stoever
Lothar Tretner
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Petrolchemisches Kombinat
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Description

Das Gemisch weist folgende Kennwerte auf:
dJ5(g/ml) Dampfdruck (MPa) Siedebereich ("C)
0,711 0.078 30 bis
Das Gemisch wird unter einem Druck von 1,5MPa mit einem Raffineriegas bei 122°C begast und anschließend einer Druckdestillation unter 1,2MPa und 132 0C unterworfen. Das für die Begasung eingesetzte Raffineriegas enthält u. a. folgende Hauptbestandteile:
Ci 27,7
C2 19,2
C3 35,3
C4 4,1
C5 0,2
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte VK-Komponente weist trotz eines 50-vol.-%igen Anteils einer Benzinkomponente, die 10,7 Ma.-% unter Druck gelöster Kohlenwasserstoffe (Сг- bis C4) enthält, folgende Kennwerte, insbesondere einen niedrigen Dampfdruck auf:
d4 5(g/ml) Dampfdruck (MPa) Siedebereich (0C)
0,730 0,057 30 bis
Das gleichzeitig über Kopf der stabilisierenden Druckdestillation abgetrennte Flüssiggas hat einen besonders hohen Gehalt von etwa 73 Ma.-% Propan und nur ca. 26Ma.-% Butan.
2. Zum Vergleich wird die Technologie gemäß dem Stand der Technik näher beschrieben, bei dem eine TTH-Benzinkomponente, die 1,6Ma.-% C2- bis ^-Kohlenwasserstoffe enhält, unter gleichen Bedingungen mit einem Raffineriegas begast und anschließend der stabilisierenden Druckdestillation unterworfen. Die TTH-Benzinkomponente besitzt folgende Kennwerte:
d4 5(g/ml)
Dampfdruck (MPa) Siedebereich ("C)
0,765
0,02
44 bis
Das zur Begasung eingesetzte Raffineriegas enthält u.a. folgende Komponenten:
C1 C2 C3 C4 C5
Vol.-0/« 27,4 13,4 31,0 10,2 1,7
Die erzeugte VK-Komponente mit wesentlich höherem Dampfdruck, weist folgende Kenndaten auf
d4 5(g/ml) Dampfdruck (MPa) Siedebereich (°C)
0,736 0,072 31 bis
Das abgetrennte Gt-reiche Flüssiggas setzt sich aus folgenden Hauptbestandteilen zusammen:
C3(Ma.-%) C4(Ma.-%)
62,3 37,6
3. Dieses Beispiel stellt einen Vergleich zu einem anderen bekannten Verfahren (der VK-Erzeugung) dar. Danach wird eine bereits stabilisierte Benzinkomponente (I) zur Erhöhung der Menge und zur weiteren Verbesserung der Qualität mit einer Benzinkomponente (II), die 15Ma.-% gasförmige, unter Druck gelöste Kohlenwasserstoffe enthält, versetzt.
(g/ml) Komponente Komponente Gemisch
Ma.-Teile (MPa) I Il I und Il
dl6 (0C) 0,747 0,683 0,742
Dampfdruck 0,065 0,098 0,076
Siedebereich 44 bis 185 30 bis 135 30 bis 185
Hierbei zeigt sich deutlich, daß bereits bei einer Mischung, die nur 5Ma.-% Komponente Il enthält, der Dampfdruck das Limit von 0,07 MPa für Benzin in den Sommermonaten überschreitet
4. Unter den gleichen technologischen Bedingungen und mit den gleichen Ausgangsstoffen wie im Beispiel 1 beschrieben, wird ein Gemisch aus 5Vol.-% einer gashaltigen Benzinkomponente (10,7Ma.-% unter Druck gelöste Gase) und 95Vol.-% einer TTH-Benzinkomponente nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt
Die Qualität des Zwischenproduktgemisches, der resultierenden VK-Komponente sowie der Zusammensetzung des Flüssiggases ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Qualität des unbehandelten Gemisches:
di5 (g/ml) 0,761
Dampfdruck (MPa) 0,072
Siedebereich (°C) 30 bis 170
Qualität der resul
tierenden VK-Komponente:
di5 (g/ml) 0,762
Dampfdruck (MPa) 0,05
Siedebereich CC) 30 bis 170
Zusammensetzung des Flüssigkeitsgases:
Propan (Ma.-%) 68
Butan 30
Unterden gleichen technologischen Bedingungen und mit den gleichen Ausgangsstoffen wie im Beispiel 1 beschrieben, wird ein Gemisch aus 90Vol.-% gashaltiger Benzinkomponente (10,7Ma.-% unter Druck gelöste Gase) nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt.
Die Qualität des Zwischenproduktgemisches, der resultierenden VK-Komponente sowie die Zusammensetzung des Flüssiggases ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Qualität des unbehandelten Gemisches: (g/ml) 0,695
di5 (MPa) 0,083
Dampfdruck (0C) 30 bis 170
Siedebereich
Qualität der resultie
renden VK-Komponente: (g/ml) 0,721
dJs (MPa) 0,078
Dampfdruck CO 30 bis 170
Siedebereich
Zusammensetzung des
Flüssiggases: (Ma.-%) 74
Propan (Ma.-%) 25
Butan

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Vergaserkraftstoffkomponenten und Flüssiggas aus TTH-Benzin in kombiniert arbeitenden Anlagen durch Entbenzinierung von Raffineriegas und Stabilisierung der resultierenden Benzinkomponente in üblicher Weise, dadurch gekennzeichnet, daß als Rohstoff ein Gemisch aus 95-10Vol.-% einer auf der Grundlage der Technologie des TTH-Verfahrens erhaltenen Benzinkomponente und 5 bis 90VoI.-% einer unstabilisierten bis zu 15Ma.-% gasförmige unter Druck in gleichbleibender oder schwankender Menge gelöste Kohlenwasserstoffe enthaltende Benzinkomponente verwendet wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Vergaserkraftstoffkomponenten und Flüssiggas aus unterschiedlichen Rohstoffen.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Zur Herstellung von Vergaserkraftstoffen sind eine Reihe von Verfahren bekannt, bei denen Komponenten unterschiedlicher Eigenschaften und Herkunft zu Fertigprodukten gemischt werden. Für den verkaufsfähigen Vergaserkraftstoff gibt es einen höchst zulässigen Wert für den Dampfdruck, dessen Einhaltung für die motorischen Eigenschaften, aber auch für den Transport und die Lagerung des Kraftstoffes wichtig ist. Dieser Wert wird besonders stark durch die gelösten C2- Cj-Kohlenwasserstoffe beeinflußt, die einerseits wegen ihrer qualitätsverbessernden Eigenschaften erwünscht sind, andererseits, besonders Ethan und Propan, \ /egen ihrer dampfdruckverschlechternden Eigenschaften nur zu einem bestimmten Prozentsatz enthalten sein dürfen. Deshalb können Benzinen, die nur geringe Anteile an leichten Kohlenwasserstoffen enthalten, diese in bestimmten Mengenzugesetzt werden. Dies erfordert jedoch eine gesonderte Gewinnung der leichten Kohlenwasserstoffe, die ökonomisch aufwendig ist. Nach einem anderen Verfahren werden diesen Benzinen Benzinkomponenten, die hohe Dampfdrücke aufweisen, zugesetzt. Dabei ist jedoch der Zusatz der Benzinkomponente mengenmäßig begrenzt da sonst der Dampfdruck das zulässige Maß überschreitet.
    Nach einem weiteren Verfahren wird ein derartiges Benzin mit u.a. C2- bis C^-Kohlenwasserstoffe enthaltendem Raffineriegas unter Druck begast, anschließend stabilisiert und dabei ein Flüssiggas mit relativ hohem C-Gehalt abgetrennt. Nachteilig an dieser Verfahrensweise ist, daß wegen des erhöhten C3-Gehaltes in der flüssigen Phase einerseits Ct-Kohlenwasserstoffe f ti r den Vergaserkraftstoff verlorengehen, andererseits das erzeugte Flüssiggas einen unerwünschten hohen C4-Anteil aufweist.
    Ziel der Erfindung
    Es ist Ziel der Erfindung, die Nachteile der nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren auszuschalten. Dabei soll neben der Möglichkeit der flexiblen Gestaltung des Prozesses eine Steigerung der Vergaserkraftstoff- und Flüssiggasproduktion in Menge und Qualität erreicht werden.
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Entbenzinierung von Cr bis Cs-Kohlenwasserstoffe enthaltenden Raffineriegasen und zur Stabilisierung von Benzinkomponenten mit unterschiedlichen Dampfdrücken zu Vergaserkraftstoffkomponenten und zur Herstellung von Flüssiggas hoher Qualität in kombiniert arbeitenden Anlagen zu entwickeln.
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem ein Gemisch aus 95 bis 10 Vol.-% einer auf der Grundlage der Technologie des TTH-Verfahrens erhaltenen Benzinkomponente und 5 bis 90 Vol.-% einer unstabilisierten bis zu 15 Ma.-% gasförmige unter Druck in gleichbleibender oder schwankender Menge gelöste Kohlenwasserstoffe enthaltende Benzinkomponente verwendet wird. Dieses Gemisch wird in der Stufe Entbenzinierung in an sich üblicherweise einer Begasung mit Raffineriegas, das u. a. Propan, Butan und Pentan enthält, unterzogen. Dadurch wird eine wesentliche Verbesserung der Selektivität erreicht, so daß die C3- bis Cs-Kohlenwasserstoffe zum überwiegenden Teil in die flüssige Phase übergehen und die durch die zugemischte Benzinkomponente eingebrachten Ethananteile in die Gasphase gelangen. In einer anschließenden Druckdestillation (Stabilisierung) wird der geforderte Dampfdruck eingestellt.
    Ausführungsbeispiele
    1. In eine m Druckgefäß wird ein Gemisch, bestehend aus 50 Vol.-% einer TTH-Benzinkomponente, die folgende Kenndaten aufweist
    45(g/ml) 0,765
    Dampfdruck (MPa) 0,02
    Siedebereich (0C) 44 bis 170
    und 50 Vol.-% einer Benzinkomponente mit 10,7 Ma.-% unter Druck gelöster Kohlenwasserstoffe (C2- bis C4) mit folgenden Kenndaten
    df (g/ml) 0,688
    Dampfdruck (MPa) 0,087
    Siedebereich (0C) 30 bis 141
    hergestellt.
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