DD161237B1 - Verfahren zum sintern von gepressten pulvern - Google Patents

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DD161237B1
DD161237B1 DD20838178A DD20838178A DD161237B1 DD 161237 B1 DD161237 B1 DD 161237B1 DD 20838178 A DD20838178 A DD 20838178A DD 20838178 A DD20838178 A DD 20838178A DD 161237 B1 DD161237 B1 DD 161237B1
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Waldemar Hermel
Gert Leitner
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Akad Wissenschaften Ddr
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Description

(D
ΔΤ <tG 0,9Tsint • >100 °C/s
At tA 5000C
ΔΤ_ AX -tA)>
(II)
erfüllt, unterzogen werden. Dabei sind als mittlere Aufheizgeschwindigkeit, Tsint als Sintertemperatur, tG als Gesamtzeit der
thermischen Einwirkung, tA als Aufheiz- und tsint als Sinterzeit definiert. Zwischen tG, tA und tSj„t besteht die Beziehung
tsint = tG - tA (IM)
Nachteilig ist bei diesem Verfahren, daß, hervorgerufen durch thermische Spannungen, Mikro- und Makrostörungen im Gefüge der Körper auftreten. Von Nachteil ist weiterhin, daß durch zu schnelles Durchlaufen kritischer Temperaturbereiche Homogenisierungsreaktionen nur unvollständig ablaufen, wodurch die Endeigenschaften der Sinter- und Verbundkörper verschlechtert werden. Darüber hinaus können auch Beeinträchtigungen in der Verfahrensführung auftreten, da gas- bzw. dampfförmige Reaktionsprodukte nicht schnell genug abgeführt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, dieWärmebehandlungszeit zu verkürzen, den Energieaufwand zu reduzieren, Mikro- und Makrostörungen im Gefüge zu vermeiden, den Ablauf der Homogenisierungsreaktionen zu verbessern und Beeinträchtigungen in der Verfahrensführung zu vermeiden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem die Aufheizgeschwindigkeit erhöht, das Auftreten thermischer Spannungen und ein zu schnelles Durchlaufen kritischer Temperaturbereiche vermieden und gas- bzw. dampfförmige Reaktionsprodukte in ausreichender Menge gebildet und schnell abgeführt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Formkörper, aus denen verwendete Preßhilfsmittel entfernt sind, im Vakuum, in einer inerten oder reduzierenden Atmosphäre mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 10000 K/min bis unterhalb der Sintertemperatur T5 vorgewärmt werden. Auf dieser Temperatur werden sie maximal 10 min, vorzugsweise 0,1 bis 5 min, gehalten und danach mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 10000K/min, vorzugsweise 100 bis 5000 K/min, auf die für das Werkstoffsystem übliche Sintertemperatur erwärmt. Auf dieser Temperatur werden die Formkörper maximal für die Dauer der für das Werkstoffsystem üblichen Sinterzeit te gehalten und abschließend in der herrschenden Atmosphäre abgekühlt.
Als reduzierende Atmosphäre wird vorzugsweise Wasserstoff verwendet. Beim Festphasensintern werden die Formkörper bis unterhalb von T5, vorzugsweise auf 0,7 bis 0,8T5 und beim Flüssigphasensintern bis unterhalb der Temperatur, bei der sich eine flüssige Phase bildet, vorzugsweise 50 K darunter vorgewärmt.
Das Halten auf einer Temperatur unterhalb von T, erfolgt vorzugsweise für die Dauer von 0,518 bis t,. Zwischen dem Halten unterhalb der Sintertemperatur und dem Erwärmen auf die übliche Sintertemperatur kann, wie bereits bekannt, vorzugsweise in einer Schutzgasatmosphäre, zwischengekühlt werden. Die Eigenschaften der Formkörper werden dadurch nachteilig beeinflußt.
Die durch das Vorwärmen erreichten Eigenschaftsänderungen der Formkörper sind nicht reversibel.
Außerdem ist es, ebenfalls wie bereits bekannt, möglich, daß zwischen dem Halten auf Sintertemperatur und dem Abkühlen auf Raumtemperatur weitere Arbeitsschritte ausgeführt werden.
Ausführungsbeispiel Beispiel 1:
Ein durch Pulverwalzen aus verdüstern Eisenpulver (DV < 0,16 mm) hergestelltes Band wird unter Wasserstoff durch Strahlungserwärmung in 15s auf 10000C erwärmt und 5s auf dieser Temperatur gehalten. Dann wird das inzwischen auf 7000C abgekühlte Band durch Induktionserwärmung in 5 s auf die Sintertemperatur von 13000C erwärmt und 1s auf dieser Temperatur gehalten. Danach wird das Band auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Gesamtzeit der Wärmebehandlung beträgt etwa 45s. Das Band weist eine Sinterdichte von 91 % der theoretischen Dichte und eine Festigkeit von Ob = 90 MNm-2 auf. Beispiel 2:
Ein Formkörper aus Wolframkarbid mit 6Gew.-% Kobalt der Abmessung 15 χ 15 χ 5mm3 und einer Dichte von 60% der theoretischen Dichte, aus dem das Preßhilfsmittel entfernt ist, wird unter Wasserstoff durch Strahlungserwärmung in 5 min auf 12003C erwärmt und 2 min auf dieser Temperatur gehalten. Dann wird der inzwischen auf 1050°C abgekühlte Formkörper induktiv in 1 min auf 145O0C erwärmt und 20min gehalten. Danach wird er auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Gesamtzeit der Wärmebehandlung beträgt 30min gegenüber 60 bis 80 Minuten bei konventioneller Sinterbehandlung. Die erzielten Eigenschaften zeigen folgende Werte
konventionelles erfindungsgem
Sintern Sintern
Relative Dichte [%] 99,5 99,6
Rockwell-A-Härte 90,3 90,1
Biegebruchfestigkeit [MNm"2] 1000 1120

Claims (4)

1. Verfahren zum Sintern von gepreßten Pulvern, aus denen verwendete Preßhilfsmittel entfernt sind, in Vakuum, in einer inerten oder reduzierenden Atmosphäre bei einer für das Werkstoffsystem üblichen Sintertemperatur Ts und maximal für die für das Werkstoffsystem üblichen Sinterdauer ts, gekennzeichnet dadurch, daß die Preßlinge mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 10000K/min bis unterhalb der Sintertemperatur erwärmt und maximal 10 min auf dieser Vorwärmtemperatur gehalten und danach mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 10000 K/min auf die Sintertemperatur erwärmt werden.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Formkörper beim Festphasensintern auf 0,7 bis 0,8Ts vorgewärmt werden.
3. Verfahren nach Punkt ^gekennzeichnet dadurch, daß die Formkörper beim Flüssigphasensintern bis unterhalb der Temperatur, bei der sich eine flüssige Phase bildet, vorzugsweise 50 K darunter vorgewärmt werden.
4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Preßlinge 0,1 bis 5min auf Vorwärmtemperatur gehalten werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Pulvermetallurgie. Ihre Anwendung ist für die Herstellung von Sinter- und Verbundkörpern aus elektrisch und thermisch hinreichend leitfähigen Pulvern möglich und zweckmäßig.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, zu Formkörpern gepreßte Pulver, aus denen verwendete Preßhilfsmittel entfernt wurden, durch Strahlungserwärmung zu sintern (W. Schaft; Pulvermetallurgie, Sinter- und Verbundwerkstoffe, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig 1978). Nachteilig ist dabei, daß, auf Grund der geringen Aufheizgeschwindigkeiten, lange Wärmebehandlungszeiten im Bereich von 20min bis zu einigen Stunden und großer Energieaufwand erforderlich sind. Weiterhin ist ein Verfahren bekannt (DD-PS 109815), bei dem die zu sinternden Körper einer Wärmebehandlung, die über den gesamten Querschnitt des von der Heizzone erfaßten Teils der Sinter- oder Verbundkörper die Bedingungen
DD20838178A 1978-10-11 1978-10-11 Verfahren zum sintern von gepressten pulvern DD161237B1 (de)

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