DD153484A3 - Vorrichtung zum vereinzeln flexibler flaechengebilde - Google Patents

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DD153484A3 DD80220013A DD22001380A DD153484A3 DD 153484 A3 DD153484 A3 DD 153484A3 DD 80220013 A DD80220013 A DD 80220013A DD 22001380 A DD22001380 A DD 22001380A DD 153484 A3 DD153484 A3 DD 153484A3
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Horst Aurich
Brigitta Bochmann
Klaus Grosse
Eberhard Koehler
Michael Nestler
Hans-Christian Ochsenfarth
Gerhard Seyfarth
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Horst Aurich
Brigitta Bochmann
Klaus Grosse
Eberhard Koehler
Michael Nestler
Ochsenfarth Hans Christian
Gerhard Seyfarth
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von flexiblen Flaechengebilden, insbesondere fuer die Konfektions-, Trikotagen- und Lederwarenindustrie. Die erfindungsgemaesse Loesung stellte sich die Aufgabe, eine vollstaendige Relativbewegung des obersten Zuschnitt-Teiles zum uebrigen Stabel zu erreichen und anschliessend flaechenhaft abzuheben. Die Vorrichtung besteht aus einem oder mehreren Nadelbarren mit Nadelpaaren, von denen jeweils eine Nadel fest steht und die andere eine Bewegungskurve durchlaeuft. Anschliessend werden die Nadelbarren quer zueinander entfernt und das Flaechengebilde dadurch noch zusaetzlich gestrafft.

Description

220 013
Vorrichtung zum Vereinzeln flexibler Plächengebilde
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln flexibler Plachformstoffe, insbesondere von Zuschnitt-Teilen für Bekleidungsstücke von einem Stapel.
Charakteristik der bekannten technischen lösungen
Es ist bekannt, zum Vereinzeln das aerodynamische Faradoxon anzuwenden, wie z.B. in der DD-PS 72 208, und den entstehenden Sog zum Abheben der obersten Lage eines Stapels zu benutzen. Die entstehende Sogwirkung ist jedoch sehr materialabhängig, außerdem besteht die Gefahr des Anhaftens einer oder mehrerer der folgenden Zuschnitt-Teile, so daß die notwendige Punktionssicherheit nicht gewährleistet ist. Andere Einrichtungen benutzen Haftstoff-Träger, v/ie z.B. DE-OS 1 760 616, wodurch ebenfalls das Anhaften weiterer Zuschnitt-Teile nicht vermieden werden kann, abgesehen von der kurzfristig eintretenden Verschmutzung der Haftflächen, die ständige Erneuerungen notwendig macht.
Weiterhin ist bekannt, mit Nadeln, Haken oder Kratzenbändern besetzte Punktionselemente zur Vereinzelung einzusetzen. Bei Verwendung von Kratzenbändern, wie in DD-PS 104 272 und SU-PS 603 626,werden zwei mit jeweils nach außen weisenden liratzen bestückte Punktionselemente auf das oberste Zuschnitt-Teil aufgesetzt und dann gespreizt, wodurch die Materiallage gespannt, erfaßt und abgehoben werden kann.
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Ein analoges Prinzip zeigt die US-PS 2 160 437, in der die beiden Funktionseleraente.eine rechenartige Ausbildung mit nach, außen abgebogenen Zinken aufweisen.
Ein ähnliches Lösungsprinzip beinhalten die DD-PS 116 192, DE-OS 2 002 750, DE-OS 2 407 941 und DE-OS 2 611 739, bei denen in die Randzonen des oberen Zuschnitt-Teiles nadelartige Elemente mit einer nach außen gerichteten Drehbewegung einstechen bzw. das oberste Teil mit einer kreisbogenförmigen Nadel zur Oberfläche hin wieder durchstehen, wobei ebenfalls ein Spannen des zu vereinzelnden Teiles erzielt werden soll.
Bei all diesen Lösungen besteht jedoch ebenfalls keine Sicherheit, daß nicht weitere Teile an dem zu vereinzelnden haften bleiben. Deshalb wird z.B. in DE-OS 2 16O 437 sogar auf ein zusätzlich notwendiges Trennhilfsmittel hingewiesen. Außerdem kann das kreisbogenförmige Durchstechen nur bei dickerem Material erfolgen, wobei die Gefahr besteht, daß ein weiteres Teil mit angestochen und dadurch mit abgehoben wird.
Auch ist nach DE-OS 2 839 257 bekannt, mit senkrecht gestellten nadeln das obere Teil anzustechen und anschließend abzuheben, wobei jedoch die gleichen sogenannten Nachteile in der Punktionssicherheit auftreten.
Nach DD-PS 123 732 werden kreisförmig angeordnete und mit ihren Spitzen nach außen zeigende Nadeln in das zu vereinzelnde Teil eingestochen und die innerhalb der nadeln liegende Materialbahnfläche mit Druck beaufschlagt, wobei die Hadeln durch das Deformieren dieser Materialzone stärker in das Zuschnitt-Teil eindringen, wonach der Vereinzelungsvorgang durch Abheben erfolgt. Da hierbei nur eng begrenzt lokal auf das oberste Teil eingewirkt werden kann, besteht auch hierbei die Gefahr des Anhaftens nachfolgender Teile, wobei außerdem der komplizierte Aufbau dieser Vereinzelungseinrichtung zu berücksichtigen ist.
Schließlich ist auch bekannt, zu vereinzelnde Zuschnitt-Teile punktförmig an der Oberfläche zu erfassen. So sind nach DD-PS 108 7^9 zwei !Tadeln auf einer Schubschwinge befestigt und führen nach Aufsetzen auf der Materialoberfläche zur Bildunp" einer Materialfalte > die durch nachfolgendes überkreuzen der Nadeln eingeklemmt wird, wobei die Nadelspitzen eine Zoppelkurve beschreiben, die nahezu horizontal ausläuft.
Daß auch hiermit nicht sicher vereinzelt werden kann, zeigt der Hinweis auf einen zusätzlich notwendigen Druckluftstoß aus einer Luftdüse.
Dagegen erfolgt nach DE-OS 2 401 737 das Erfassen mit zwei Greifbacken, wobei die eine zu einer dreieckigen Spitze ausläuft und die andere einen hierzu bündigen v-förmigen Ausschnitt aufweist.
Alle diese bekannten technischen Lösungen sind nicht geeignet, eine zuverlässige Vereinzelung von einem Stapel durchzuführen, insbesondere ohne dai3 zusätzliche Mittel notwendig werden, durch Haftkräfte anhaftende weitere Teile abzulösen. Diese Maßnahmen bedeuten jedoch einen zusätzlichen Aufwand und zumeist eine Beeinträchtigung des Stapels oder des abgetrennten Teiles bezüglich ?orm und Lage.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Vereinzelungsvorgang mechanisch so durchzuführen, daß mit minimalem technischem Aufwand und ohne zusätzliche Hilfsmittel das sichere Vereinzeln des jeweils obersten Zuschnitt-Teiles eines Stapels erfolgt, ohne Form und Lage zu beeinträchtigen, um einen automatischen Ablauf und eine gegebenenfalls automatische Weiterverarbeitung der vereinzelten Zuschnitt-Teile 'zu ermöglichen.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Ziel der Erfindung dadurch zu erreichen, daß mittels einer geeigneten, technisch einfachen Vorrichtung zur Überwindung der Haftkräfte eine Relativbewegung des zu vereinzelnden Zuschnitt-Teiles gegenüber dein darunterliegenden Teil über die ganze Materialfläche erfolgt und das oberste Teil sodann flächenhaft abgehoben wird.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Vorrichtung erreicht, bei welcher sich unter einem vertikalen Hubelement ein in seiner Längsrichtung durch ein Antriebselement verlängerbares, geteiltes Verbindungselement befindet. Dieses Verbindungselement kann ein- oder auch mehrgliedrig sein. Seine seitlichen Enden sind mit je einem in Querrichtung angeordneten unbeweglichen Nadelträger fest verbunden, wobei diese Nadelträger über ihre Länge verteilt nach unten weisende Nadeln tragen sowie in größerem Abstand mindestens je zwei Führungselemente, wobei mit diesen über je ein Antriebseleinent je ein beweglicher Nadelträger verbunden ist, der ebenfalls nach unten weisende Nadeln über seine Länge verteilt trägt. Diese Nadeln bilden mit der je benachbarten Nadel des unbeweglichen Nadelträgers einen spitzen Winkel, wobei die beweglichen Nadelträger mindestens je zwei mit konvexen Nutkurven gestaltete Langl.öcher aufweisen, in die die Führungselemente des unbeweglichen Nadelträgers eingreifen. An den unbeweglichen Nadelträgern sind darüber hinaus mittels Distanzteilen unter den beiden aus unbeweglichem und beweglichem Nadelträger bestehenden Nadelbarren je eine Druckplatte angebracht, die mit Schlitzen versehen ist, in die die Nadeln des unbeweglichen Nadelträgers hinein- und geringfügig hindurchragen. Die Nadelanordnung ist hierbei vorzugsweise so gewählt, daß die Nadeln des beweglichen Nadelträgers etwas stärker angewinkelt sind als die des unbeweglichen Nadelträgers.
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Die Nadeln jedes ITadelbarrens stehen zweckmäi3igerweise in einer gleichen, senkrecht verlaufenden Ebene, die der Längsrichtung des Nadelträgers entspricht, sie können jedoch auch zusätzlich in Querrichtung angewinkelt sein, wobei dann nur die Nadelspitzen in Längsrichtung fluchten.
Zur Vereinzelung wird die Vorrichtung durch das Hubelement auf den Stapel abgesenkt, wobei die Nadeln des unbeweglichen Nadelträgers das zu vereinzelnde Teil oberflächlich anstechen und so dieses in seiner Lage fixieren. Durch Betätigung der Antriebselemente der beweglichen Nadelträger werden diese bewegt und durch die in den Langlöchern erfolgende Führung abgesenkt und erreichen unter Bildung einer Materialfalte im Scheitelpunkt der konvexen Nutkurve ihre tiefste Stellung. Bei Weiterführung dieses Bewegungsablaufes heben sich die Nadeln des beweglichen Nadelträgers· wieder an, wobei sie sich weiter auf die Nadelspitzen des unbeweglichen Nadelträgers zubewegen und die Faltenbildung verstärken.
Durch Betätigung des Hubelementes sowie des Antriebselementes des geteilten Verbindungselementes wird die Vereinzelungsvorrichtung angehoben und durch Auseinanderbewegen der beiden Nadelbarren das abgehobene Teil in Querrichtung gespannt. Hierdurch wird das zu vereinzelnde Teil sicher ergriffen und flächenhaft abgehoben. Gegebenenfalls noch vorhanden gewesene Haftkräfte werden durch die Querspannung vollständig überwunden.
Durch erneute Betätigung und rückläufige Bewegung der Antriebselemente der beweglichen Nadelträger werden diese in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt und gestatten so ein flächenhaftes Ablegen des vereinzelten Teiles auf einer sich anschließenden Bearbeitungsstation.
Die Sicherheit des Vereinzelungseffektes beruht darauf, daß eine sich über das ganze Teil erstreckende Relativbewegung gegenüber dem darunter liegenden Teil hervorgerufen wird. Dies wird einerseits dadurch bewirkt, daß bei der
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Faltenbildung durch die Bewegung der beweglichen Nadelträger unter Fixierung des Materials durch die ![adeln des unbeweglichen Nadelträgers ein örtlich abwechselndes Raffen (innerhalb der Faltenzonen) und Strecken (in den zv/ischenliegenden Materialabschnitten) in diesen beiden Längsbereichen in jedem Funkt eine Relativbewegung erfolgt. Während die bisher bekannten Vereinzelungsvorrichtungen in der Regel nur im Außenbereich der zu vereinzelnden Teile eingriffen und dadurch über die Gesamtfläche eine Streckung anstrebten, konnte diese jedoch nicht in den Mittelzonen erreicht werden, 'da die Materialien zumeist unflexibel sind und in der Mittelzone trotz Straffung keine Relativbewegung zum nächsten Teil des Stapels eintrat. Dadurch blieben dort bestehende Haftkrafte erhalten, und ein Anhaften des folgenden Teiles blieb in vielen Fällen unvermeidlich, wodurch der Vereinzelungseffekt nicht für eine automatische Fertigungsstrecke genügende Sicherheit bot. Durch die zweckmäßige und einfache Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung können in dichter Folge Nadelpaare der je beiden Nadelträger angeordnet werden, wodurch auch bei Materialien mit sehr geringer Eigendehnung noch eine Relativbewegung erreicht werden kann. In der Mittelzone noch mögliche Haftkräfte werden dann durch das anschließende Straffen des Teiles in Querrichtung aufgehoben.
Bei der Vereinzelung großflächigerer Teile ist es zweckmäßig, zur Verbesserung der Stabilität zwei Verbindungselemente anzubringen. Außerdem kann auch noch ein weiterer} dritter Nadelbarren angeordnet werden, der sich z.B. zweckmäßigerweise unter der Hubvorrichtung befindet und in der Mitte der Verbindungselemente angebracht ist. Dadurch wird auch in der Mittelzone großflächiger Teile eine Relativbewegung gesichert.
Bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung bleibt die Lage dieses mittleren Nadelbarrens bei der Bewegung der Verbindungselemente unverändert, wobei sich die beiden seitlichen Nadelbarren von diesem entfernen und
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damit eine Straffung des Teiles zwischen mittlerem und seitlichem Nadelbarren erfolgt.
Bei sehr kleinen, schmalen Zuschnitt-Teilen ist es auch möglich, die Vereinzelungseinrichtung nur mit einem Nadelbarren auszurüsten, der sich dann direkt unter dem Hubelement befinden würde.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung in
Fig. 1 als Vorderansicht in Arbeitsstellung, Fig. 2 als Seitenansicht eines Nadelbarrens in mittlerer Arbeitsstellung,
Fig. 3 als Aufsicht in Arbeitsstellung, Fig. 4 in einem Ausschnitt der Fig» 2 mit Darstellung der Nadelbewegung.
Zur besseren Veranschaulichung ist in Fig. 3 die Darstellung des Antriebselementes nur über dem rechten Nadelbarren erfolgt.
Ein Hubelement 1 in Form eines Pneumatikzylinders mit den Luftanschlüssen 2a · 2b ist über eine Brücke 3 vertikal mit einem zweigliedrigen, horizontal angeordneten Verbindungselement 4 verbunden. Dieses Verbindungselement 4 besteht je aus den Segmenten 4a und 4b, die mittels eines Antriebselementes 5 in Form eines Pneumatikzylinders mit Luftanschlüssen 6a, b gegeneinander so verschiebbar sind, daß das Verbindungselement 4 verlängert (Arbeitsstellung) und wieder verkürzt (Ausgangsstellung) werden kann. Die Verbindungselementteile 4a, 4b sind seitlich jeweils fest mit einem inneren unbeweglichen Nadelträger 7 eines Nadelbarrens verbunden, der über seine Länge verteilt Nadeln 8 trägt. An den inneren unbeweglichen !Tadelträgern 7 sind je ein Formteil 9 befestigt, in welchen als Antriebselement je ein Pneumatikzylinder, mit Luftanschlüsseri 11a; b,
beweglich gelagert ist, der andererseits über Formteile mit je einem beweglichen äußeren Nadelträger 13 beweglich in Verbindung steht, die über ihre Länge verteilt !Tadeln aufweisen. Die Nadeln 8, 14 sind hierbei so an ihren Nadelträgern 7, 13 befestigt, daß sie mit ihren Spitzen aufeinander zuweisen, wobei in diesem Ausführungsbeispiel die Nadeln 14 vorzugsweise etwas stärker angewinkelt sind als die Nadeln 8 und beide Nadelarten in diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise in einer gleichen, senkrecht verlaufenden Ebene stehen.
Die äußeren, beweglichen Nadelträger 13 besitzen weiterhin je zwei mit Nutkurven gestaltete Langlöcher 15» in die je ein als Paßschraube ausgestaltetes Führungselement 16, das seinerseits am inneren Nadelträger 7 befestigt ist, eingreift. An den inneren, unbeweglichen Nadelträgern 7 sind weiterhin in senkrechter Ebene verlaufende Distanzteile 17 lösbar befestigt, welche an ihrem anderen Ende eine horizontale Druckplatte 18 tragen, welche Schlitze aufweist, in die die Nadeln 8; 14 eingreifen können. Die lösbare Verbindung der Distanzteile 17 erlaubt eine Höhenverstellung der Druckplatte 18, um die Vereinzelungsvorrichtung an unterschiedliche Materialstärken oder zu vereinzelnde 'Teile durch Veränderung der Arbeitstiefe der Nadeln 8; 14 anzupassen.
Bei Funktionsbeginn wird über eine Betätigung des Hubelementes 1 das zweigliedrige Verbindungselement 4 mit den beiden Nadelbarren abgesenkt, bis die Druckplatten 18 auf das oberste Teil 20 eines Zuschnittstapels aufsetzen, wobei der Hub die Größenordnung Stapelhöhe + Vereinzelungshöhe hat und eine vorzugsweise Druck:- oder Zeitschaltung des Hubelementes 1 die entstehenden Unterschiede im Stapelniveau ausgleicht und die Druckplatten 18 als Hubbegrenzung wirken. Hierdurch wird erreicht, daß auch nach mehrmaligem Vereinzeln ein Nachstellen des Stapeltisches (nicht dargestellt) entfallen kann und trotzdem für jedes abzuhebende Teil die gleichen Ausgangsbedingungen (z.B. Auflagedruck) gegeben sind. Die Nadeln 8 der inneren,festen Nadelträger
sind so eingestellt, daß sie hierbei geringfügig durch die Schlitze 19 der Druckplatten 18 in das oberste Teil 20 des Zuschnittstapels 21 einstechen, wodurch sie das Teil an diesen Stellen fixieren.
Die Nadeln 14 des äußeren, beweglichen Nadelträgers 13 sind dagegen so eingestellt, daß sie in Ausgangsstellung mit der Unterkante der Druckplatte 18 abschließen.
Durch Betätigung der Antriebselemente 10 werden die äußeren Nadelträger 13 entsprechend der Führung der Nutkurve der Langlöcher 15 bewegt, wodurch sich die Nadeln 14 absenken und
eine Bewegungskurve 22 gemäß Fig. 4 beschreiben, die beim Erreichen des Scheitelpunktes des Langloches ihren Tiefpunkt erreicht. Hierbei erfassen die Nadeln 14 das oberste Teil 20 durch geringes Eindringen in seine Oberfläche und bewirken das Bilden je einer Falte 23. Bei Weiterbewegung der äußeren Nadelträger 13 bis zum Bnde der Langlöcher 15 werden die Nadeln 14 entsprechend der Bewegungskurve 22 wieder angehoben, wobei die Faltenbildung verstärkt wird und die Spit-•zen der Nadeln 8 und 14 ihre größte Annäherung erreichen.
Hierbei wird das oberste Teil 20 im Bereich der Faltenbildungen gerafft und der Materialbereich zwischen den einzelnen Falten 23 gestreckt, wodurch eine Relativbewegung des obersten Teiles 20 gegenüber der Oberfläche des restlichen Zuschnittstapeis 21 in diesen bewegten Materialbereichen eintritt.
Nunmehr werden die Antriebselemente 1 und 5 betätigt und damit die Vorrichtung wieder angehoben, wobei gleichzeitig durch die eintretende Verlängerung des Verbindungselementes 4 die beiden Nadelbarren ihren gegenseitigen Abstand vergrößern, wodurch nunmehr auch eine Straffung des Teiles in Querrichtung stattfindet. Durch diese erneute und quergerichtete Relativbewegung werden nun letzte gegebenenfalls noch bestehende Haftkräfte gegenüber dem Reststapel überwunden und das Teil 20 sicher abgehoben. Dieses kann jetzt in erforderlicher V/eise
einer Verarbeitungsstation zugeführt werden, wo durch erneute Betätigung der Antriebselemente 10 die nadelträger 13 in ihre Ausgangsstellung zurückkehren und dabei das Teil 20 wieder freigeben.

Claims (7)

Erfindungsanspruch
1· Vorrichtung zum Vereinzeln flexibler Flächengebilde mit Nadeln und geschlitzter Druckplatte, die über Distanzteile befestigt ist, gekennzeichnet dadurch, daß unter einem vertikalen Hubelement (1) ein. horizontales, aus zwei gegeneinander verschiebbaren und mit einem Antriebselernent (5) verbundenen Segmenten (4a; b) bestehendes Verbindungselement (4) angeordnet ist, dessen seitliche Enden fest mit je einem in Querrichtung angeordneten unbeweglichen Nadelträger (7) verbunden sind, wobei diese über ihre Länge verteilt nach unten weisende,leicht angewinkelte Nadeln (8) tragen sowie in größerem Abstand mindestens je zwei Führungselemente (16), wobei die fest angeordneten Nadelträger (7) über je ein Antriebselement (10) mit je einem beweglichen Nadelträger (13) gelenkig in Verbindung stehen, die ebenfalls über ihre Länge verteilte, nach unten weisende und leicht angewinkelte Nadeln (14) tragen, deren Spitzen mit denen der Nadeln (8) des unbeweglichen Nadelträgers (7) einen spitzen Winkel bilden, wobei die beweglichen Nadelträger (13) je mindestens zwei mit konvexen Nutkurven versehene Langlöcher (15) aufweisen, in welche die Führungselemente (16) des unbeweglichen Nadelträgers (7) eingreifen und die unbeweglichen Nadelträger (7) über Distanzteile (17) unter ihnen befindliche Druckplatten (18) tragen, die mit Schlitzen (19) versehen sind, in welche die Nadeln (8) des unbeweglichen Nadelträgers (7) hinein- und geringfügig hindurchragen.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadeln (8) des beweglichen Nadelträgers (13) stärker angewinkelt sind, als die Nadeln (8) des unbeweglichen Nadelträgers (7).
3· Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadeln (8; 14) des beweglichen und des unbeweglichen Nadelträgers in einer gemeinsamen senkrechten Ebene stehen.
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4. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß unterhalb der Brücke (4) ein weiterer Nadelbarren
mit einem Antriebselement (10) angebracht ist.
5· Vorrichtung nach Funkt 1 bis 45 gekennzeichnet dadurch, daß das Verbindungselement (4) mehrgliedrig und über
eine Brücke (3) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 5» gekennzeichnet dadurch, daß die Distanzteile (17) lösbar und/oder verschiebbar befestigt sind.
7· Vorrichtung nach Punkt 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß der Hub des Hubelementes (1) jeweils der Summe von Stapelhöhe plus Vereinzelungshöhe entspricht.
Hierzu 2...Seiten Zeichnungen
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