DD143273B1 - Verfahren und einrichtung zum aufbereiten kurzstapeliger wolle - Google Patents

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DD143273B1 DD20990578A DD20990578A DD143273B1 DD 143273 B1 DD143273 B1 DD 143273B1 DD 20990578 A DD20990578 A DD 20990578A DD 20990578 A DD20990578 A DD 20990578A DD 143273 B1 DD143273 B1 DD 143273B1
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Norbert Brunk
Johannes Pierschel
Herbert Kutsche
Rolf Hortenbach
Heinz Zschunke
Original Assignee
Norbert Brunk
Johannes Pierschel
Herbert Kutsche
Rolf Hortenbach
Heinz Zschunke
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Description

209 905
Titel der Erfindung
Verfahren und Einrichtung zum Aufbereiten kurzstapeliger 'Jolle
Anwendungsgebiet der Erfindung
Оіз crfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Aufbereiten kurzstapeliger Wolle, vorzugsweise Mastlammschur-'.volle, welche stark verschmutzt, mit Vegetabilien und Erde behaftet ist und sehr unterschiedliche Kurz- sowie Langfasern aufweist und keinem für die Aufbereitung der ',Volle üblichen Aufbereitungssystem zugeordnet werden kann.
Hs ist bereits bekannt, kurzstapelige Wolle nach dem Waschen, !•Carbonisieren, Trocknen sov.-із Rs in igen und öffnen mit einem Klopfreißwolf und nachfolgendem Schmälzen auf einem 3-Krempelsatz in Vliesform aufzubereiten.
/Jacntsii dieses üblicherweise verwendeten Streichgarnaufbereitungsverfahrens und dieser Streichgarnaufbereitungseinrichtung ist, daß die kurzen Fasern nur ungenügend ausgeschieden werden und die langen Fasern größtenteils enthalten bleiben, so daß dar für die Weiterverarbeitung zum hochwertigen Produkt erforderliche Stapel der Fasern sehr unterschiedliche Länge aufweist sowie ungenügend parallelisiert und somit hierzu unbrauchbar ist.
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Die Produktivität des Streichgarnaufbereitungssystems ist gegenüber den anderen klassischen Aufbereitungsverfahren sehr niedrig. Mit dem zusätzlichen Arbeitsgang des Karbonisierens werden wohl die Vegetabilien entfernt, es verbleiben jedoch die erdigen Bestandteile, welche durch mehrfachen Durchlauf auf dem Klopfreißwolf beseitigt werden können.
Ziel der Erfindung
Zweck der Erfindung ist deshalb, aus der kurzstapeligen Wolle, vorzugsweise Mastlammschurwolle, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erzeugen und die Anwendung vorhandener produktiverer Verfahren und Einrichtungen im Interesse der weitgehendsten Ausnutzung des Grundfonds zur Erzielung einer ossseren Grundfondsökonomie sowie die erhöhung der Produktivität.
Oer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufbereiten von Mastlammschunvolle zu entwickeln, durch welches Vsgetaöilien, Brde und Kurzfasern ausgeschieden und die Langfasern gekürzt werden zum erzielen eines weitgehend vergleichir.äßigtan, parallelisierten Stapels. Das Verfahren soll die Weiterverarbeitung der tfastlamraschurwolle zu hochwertigen Produkten ermöglichen. Durch die Verwendung von leistungsfähigen klassischen Saurawollaufbsreitungsrnaschinan soll eine Stsigaruiig dar Produktion erzielt werden.
Merkmale der Erfindung
erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die «Volle nach dem «Väschen, Trocknen, Mischen und Schmälzen mit Antistatikum bei klimatischen Verhältnissen entsprechend der Заи;л-v/ollverarbsitung auf den öffnungs- und Reinigungsaggregaten зіпез modifizierten oder klassischen Baumvvollspinnsysteras , //eiche mit En ts ta übungsvorrichtung versehen sind, geöffnet und von den erdigen Bestandteilen gereinigt wird, wobei die Kurzfasern ausgeschieden werden. Anschließend wird die Wolle auf einer Ganzstahlgarnitur-Deckelkarde weiter gereinigt, von den Vegetabilien befreit, unter Kürzung der Langfasern bis zur Einizslfaser aufgelöst und zu einem Faserband zusammengefaßt.
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Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer Wollwaschmaschine, einem Trockner und den Reinigungsund Öffnungsaggregaten des klassischen Saumwollspinnsystems, welche mit Entstaubungsvorrichtungen versehen sind, aus einem Mischballenöffner mit Schmälzeinrichtung, einem Stufenreiniger, einem Siebtrommelluftabscheider, einem Qoppelhorizontalöffner mit Schlagnasen, einem Kastenspeiser, einem Horizontalöffner mit Nadeln, einem Siebtrommelluftabscheider, einem Kastenspeiser und einer Ganzstahlgarnitur-Deckelkarde.
Oie modifizierten Reinigungs- und üffnungsaggregate des Baumwollspinnsystems bestehen vorzugsweise aus einem Hischballenöffner mit Schmälzeinrichtung, einem Stufenreiniger, einem Horizontalöffner mit Schiagnasen, einem Kastenspeiser, einem Horizontalöffner mit Nadeln und einem Kastenspeiser, wobei nicht alle Aggregate mit einer Entstaubungseinrichtung versehen sind.
Um den Ausstoßrhythmus zu verlängern und damit den Putzaufwand bzw. Zeitaufwand für die Reinigung des 3eschlages der Karde zu verringern, sind bei der Ganzstahlgarnitur-Deckelkarde die Trommel und der Abnehmer mit einem Ganzstahlbeschlag und die Deckel mit einem halbstarren Beschlag ausgerüstet.
Zur .Erzeugung eines homogenen Mischkomponentenfaserbandes wird die kurzstapelige Лоііе gemischt mit anderen Faserstoffen (riatur-, Chemie- und Schrumpf fasern) und roh oder gefärbt aufbereitet.
Zur Einsparung von Arbeitsaufwand werden entsprechend der Reinheit der i'iischungskomponenten diese an einem der Kastenspeiser zugesetzt.
Das erhaltene Faserband dient als Ausgangsmaterial für das Produzieren von hochwertigen Produkten, wie Strickpelze, Vliese und Wollgarne nach Varianten des Baumwollspinnverfahrens.
Mit der Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung entwickelt worden, durch welche aus der Mastiammschurwolle ein
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Faserband erzeugt wird, das eine weitgehende Parallelisierung der Wollfasern frei von erdigen Bestandteilen und Vegetabilien mit einem vergleichmäßigten Stapel durch Anwendung des leistungsfähigen klassischen Baumwollaufbereitungssystems, welches für die Aufbereitung der Wolle durchaus nicht üblich ist, ohne Karbonisieren zur Erzeugung von qualitativ hochwertigen Produkten, wie zum Seispiel Wollgarnen, Schaffellimitaten und verschiedenen Vliesstofferzeugnissen, ermöglicht.
Aus führungsbeispiel
Kurzstapelige «Volle, welche stark verschmutzt ist und einen hohen Vegetabilienanteil sowie sehr unterschiedliche Kurzsowi3 Langfasern aufweist und keinem für die Aufbereitung üblichen Aufbereitungssystem zugeordnet werden kann, wird nach dem V/aschen, Trocknen und Mischen bei klimatischen Verhältnissen entsprechend der Saumwollverarbeitung auf den öffnungs- und Rsinigungsaggregaten eines klassischen oder modifizierten Baumwollsystems, welche rait Entstaubungsvorrichtungen versehen sind, geöffnet, gereinigt, von den erdigen Bestandteilen befreit, und die Kurzfasern werden ausgeschieden, Danach wird die geöffnete und vorgereinigte Kurzwolle mit Antistatikum kontinuierlich geschmälzt. Auf einer Deckelkarde mit Ganzstahlgarnxtur wird anschließend die Kurzwralle weiter gereinigt, von Vegetabilien befreit, unter gleichzeitiger Kürzung überlanger Fasern bis zur cinzelfaser aufgelöst und zu einem Faserband zusammengefaßt.
Ois Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer Wollwaschmaschine, einem Trockner und den Reinigungsund Cffnungsaggregaten des klassischen 3aumwollspinnsysteras, welche mit Entstaubungsvorrichtungen versehen sind. Hierzu gehören der Hischballenöffnar, auf dem bei klimatischen Verhältnissen entsprechend der Saumwollverarbeitung die Wolle, grob geöffnet wird. Dann folgt der Stufenreiniger zur Ausscheidung der erdigen Bestandteile und Kurzfasern. Der Siebtrommelluftabscheider dient zum Absaugen von Feinstaub. Oie beiden Horizontalöffner mit Schlagnasen befreien die iVolle weiter von
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den erdigen Bestandteilen. Das Arbeitsgut gelangt danach zu einem Horizontalöffner mit Nadeln, welcher eine Feinauflösung der WoIlflocken und das Freilegen der noch in der Wolle enthaltenen Vegetabilien bewirkt. Beim Verlassen dieses Horizontalöffners wird das geöffnete und gereinigte Fasergut mit einem Antistatikura geschmälzt. Über eine pneumatische Flockenspeisung gelangt die Wolle auf Deckelkarden mit Ganzstahlbeschlägen. Durch den Kardierprozeß werden noch vorhandene erdige Bestandteile, Vegetabilien sowie Kurzfasern ausgeschieden und eine Kürzung langer Wollfasern vorgenommen. Der so erhaltene Kardenflor wird zu einem Faserband zusammengefaßt und in Kannen abgelegt. Das Faserband wird beispielsweise für die Herstellung von Faserbandgestricken verwendet.
Sei geringeren Staubanteilen der Wolle wird das modifizierte Baumwollaufbereitungssystem verwendet, wobei die zwei Siebtrommelluftabscheider wegfallen und der Doppelhorizontalöffner mit Schlagnasen durch einen Horizontalöffner mit Schlagnasen ersetzt wird, so daß diese Arbeitsgänge eingespart werden.

Claims (2)

209 905 Srfindunqsanspruch
1. Verfahren zur Aufbereitung und Verarbeitung kurzstapeliger, stark verschmutzter Jolle zu Garnen, Vorgarnen, Vliesen oder ähnlichem, gekennzeichnet dadurch, daß die .Volle, vorzugsweise Mastlamraschurwolle, in einem kontinuierlichen Arbeitsgang nach dem '.Vaschen, Trocknen und Schmälzen auf den öffnungs- und Reinigungsaggregaten eines modifizierten oder klassischen 3auravvollspinnsystems rait Sntstaubungsvorrichtungen geöffnet, von erdigen Bestandteilen gereinigt nach Ausscheiden unverarbeitbarer Kurzfasern auf einer Deckelkarde weiter gereinigt, von anhaftenden Vegetabilien befreit, unter gleichzeitigem Kürzen überlanger Fasern bis zur Einzelfaser aufgelöst, zu einem Faserband zusammengefaßt und der //eiterverarbeitung zugeführt v/ird.
2, Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Funkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Deckelkarde einen Ganzstahlbeschlag auf Trommel und Abnehmer und einen halbstarren Beschlag euf dan Deckeln besitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
World OE Bulletin, (1978) Juni, S. 5
DD20990578A 1978-12-19 1978-12-19 Verfahren und einrichtung zum aufbereiten kurzstapeliger wolle DD143273B1 (de)

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DD143273A1 DD143273A1 (de) 1980-08-13
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