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Verfahren zum Zerfasern von Flachs, Hanf und ähnlichem Material.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren : um Zerfasern von Flachs, Hanf und ähnlichen Gespinstmaterialien hat keinen Bezug auf das Brechen un, 1 Entfernen der holzigen Bestandteile von den Fasern oder auf den Schwingprozess, sondern betrifft lediglich die darauffolgenden Vorbereitungsarbeiten des Flachses, Hanfes oder dg) für das Spinnen. Der Zweck, welcher mit der vorliegenden Erfindung angestrebt wird.
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einzelnen Fasern zu zerlegen.
Bei der Vorbereitung von Flachs, Hanf und ähnlichen Fasermaterialien wird nach dem Entfernen der Holzteilchen durch Schwingen das Material gewöhnlich durch Hechelarbeit unter Verwendung von in ihrer Feinheit verschiedenen Stiften in einzelne Fasern zerlegt. Diese llechelarbeit erfolgte stets in Längsrichtung der Fasern. Auf Grund von
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streckmaschine veranschaulicht.
Es ist nicht erforderlich, die gemäss vorliegender Erfindung vorzunehmende Behandlung des Materials in einer besonderen Maschine oder in einer besonderen, von der Maschine
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/. war sowohl an der Anlegemaschine, als auch an den verschiedenen darauffolgenden Vor bereitungsmaschinon vor sich gehen zu lassen. Am zweckmässigsten erwost sich die Be- handlung des Materials gemäss vorliegender Erfindung beim Verlassen der Maschinen. da es leichter ist, die Vorrichtung zur Hin- und Herbewegung der Walzen un dem Auslassende der Maschine anzubringen. Dieselbe kann aber unter Umständen auch an dem Einzugsende oder an den Streckwalzen angebracht werden.
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mässig geriffelt.
Die untere Walze A erhält dabei während ihrer Drehung eine schnelle Hin-und Herbewegung in Richtung ihrer Längsachse. Um dies zu bewirken, kann man in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise vorgehen. Die Welle B der unteren Walze A ruht hiebei in geeigneten Lagern C und wird von einer Feder D umgeben, welche die Walze stets in der aus Fig. 1 ersichtlichen normalen Lage zu erhalten bestrebt ist. In der Nähe ihres anderen Endes trägt die Welle B eine Kurvenscheibe E, welche mit einem feststehenden Stift EI in Berührung steht.
Auf diese Weise wird die Welle während ihrer Drehung in Längsrichtung hin und her bewegt, u. zw. macht dieselbe bei jeder Umdrehung 10-11. $ und per Minute ungefähr 700-750 Schwingungen, deren Zahl natürlich von der Heschwindigkeit, mit der die Welle umläuft, abhängt. Auch der oberen Walze Al kann man eine ähnliche Bewegung erteilen. In diesem Falle geht man dann derart vor, dass die obere Walze stets in entgegengesetzter Richtung zur unteren schwingt. Das in Fig. 1 dargestellte Mittel zur Erzielung der Hin-und Herbewegung ist nur als Beispiel aufzufassen und kann durch irgend eine andere Vorrichtung ersetzt werden. Bei Behandlung eines feinen Vorgospinstes genügt es unter Umständen, nur die eine Walze zu riffeln, es können jedoch auch beide Walzen glatt oder leicht gerauht sein.
Statt die Lieferwalzen A, Al (Fig. 4) in Hin-und Herbewegung zu versetzen, können auch die Einzugswalzen A2 und A3 mit einer entsprechenden Einrichtung ausgerüstet sein, um in ihrer Längsrichtung hin und her geführt zu werden. Gegebenenfalls können auch statt der Liefer-oder Einzugswalzen die zwischen diesen vorgesehenen Streckwalzen eine Hin-und Herbewegung ausführen.
Statt eines der an den Vorbereitungsmaschinen vorhandenen Walzenpaare für die Behandlung heranzuziehen und in Längsrichtung hin und her zu führen, können an diesen Maschinen auch besondere Walzen angebracht werden oder besondere Maschinen vorgesehen sein, welche derartige Walzen aufweisen. Das Material kann dann entweder allein auf diesen Maschinen oder in Verbindung damit auf den entsprechend ausgebildeten Vorboreitungsmaschinen der Bearbeitung unterworfen werden. Das Material kann dann mit derartigen Maschinen entweder vor dem Eintreten oder nach dem Austreten aus den Vorbereitungsmaschinen behandelt werden.
Mit der Behandlung des Materials kann man auch warten, bis dasselbe eine Anlegomaschine oder eine der übrigen Vorbereitungsmaschinen, /. H. die Streck-oder Doubliermaschine, verlassen hat. Der Flachs oder dgl. wird zunächst in üblicher Weise durch Schwingen behandelt, zu welchem Zwecke Vorrichtungen oder Maschinen mit Riffelwalzen zum Entfernen der holzigen Bestandteile verwendet worden können. Hierauf kann das Material bis zu einem geringeren oder grösseren Grade, je nach der Natur der Fasern, gehechelt werden. Diese Hechelarbeit ist, wie bereits erwähnt, in manchen Fällen vollständig entbehrlich, lässt sich aber in allen Fällen gegenüber den bis- herigen Vorfahren wesentlich einschränken.
Das Material gelangt hierauf in die Ubtichon Vorbercitungsmaschinen, in denen es in der geschilderten Weise der Einwirkung von in ihrer Längsrichtung sehne ! ! hin und her geführten Walzen unterworfen wird. Dabei wird das Material wiederholt rechtwinklig zu seiner Längsachse einer hin und her gel) enden Zugwirkung unterworfen. Hiedurch erfolgt ein feiten des Materials und ein fast vollständiges Zerlegen desselben in seine einzelnen
Fasern, ohne dass sich hiebei Werg oder Abfall bildet. Das Material wird dabei ausserdem wesentlich nachgiebiger und in seiner Hoschanenhcit verbessert, was auf die Qualität des
Garnes einen günstigen Einfluss ausübt.