DD136609B1 - Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von glasrohren - Google Patents

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Lothar Schulz
Wolfgang Stucke
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Lothar Schulz
Wolfgang Stucke
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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

193723
Titel der Erfindung
Vorrichtung zum Abtrennen von Glasrohren
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist überall dort anwendbar, wo ein röhrenförmiger Glasstrang kontinuierlich aus einer Glasschmelze gezogen wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum Abtrennen von Glasrohren sind unterschiedliche Vorrichtungen bekannt. Nach einem bekannten Prinzip wird der aus einem Glaszug kommende Glasrohrstrang an der vorgesehenen l'rennstelle angeritzt und anschließend durch Abschrecken, häufig als Thermoschock bezeichnet, zum Zerspringen gebracht. Hierbei kann die Schockwirkung durch kurzzeitiges Erwärmen der Trennstelle mittels Gassticiiflamme erhöht werden.
Eine dazu geeignete Vorrichtung ist in der DD-PS I3 466 und der dazu analogen DE-PS 9I5 02 3 beschrieben. Die Abtrennvorrichtung besteht hierbei im wesentlichen aus einem Brenner, der eine scharfe Stichflamme erzeugt und einem АЪт» schreckwerkzeug, das vorteilhafterweise als Anritzwerkzeug gestaltet ist.
An Stelle des Anritzvorganges kann auch ein Andrückvorgang auf den Glasrohrstrang ausgeübt werden. Eine dafür geeignete Vorrichtung wurde in der DS-PS 1 233 984- beschrieben.
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Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer durch ein thermo-elektrisches Kühlelement gekühlten stumpfen Schneide, der die DoppeIiunktion, Auslösen des Thermoschocks und Ausüben einer Druckbelastung zukommt. Bei einer weiteren Vorrichtung, die in der DE-PS 1 817 081 beschrieben ist, wird der Thermoschock durch das tropfen- bzw. strahlförmige Aufbringen einer Flüssigkeit und eine mechanische Belastung durch ein senkrecht zur Ziehrichtung des Glasrohrstranges vorgesehenes Gaspolster bewirkt.
Auch die Erfindung nach OS 1 471 863 sieht die Erzeugung eines Thermoschocks mittels eines Flüssigkeitsnebels vor. Dieses Verfahren und die dazugehörende Vorrichtung sind nicht dazu geeignet den Trennvorgang an einem kontinuierlich gezogenen Glasrohrstrang zu erzeugen, da ein vorheriges rotationssymmetrisches Erhitzen der Trennstelle durch Flammeneinwirkung erforderlich ist, um die Funktionssicherheit des Trennvorganges zu gewährleisten«
Allen bekannten Vorrichtungen ist gemeinsam, daß die Trennung der technologisch bedingten Rohrlängen nach vorherigem rotationssymmetrischen Erhitzen der Trennstelle und oder Ausübung mechanischer Belastung erfolgt.
Die damit erzielten Trennstellen entsprechen oftmals leicht den erforderlichen Qualitätsparametern. Desweiteren führen häufig auftretende ungerichtete Glassprünge zu hohen Materialverlusten und zu Maschinenstillstandszeiten. Schließlich ist ein hoher Werkzeugverschleiß zu verzeichnen,
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung ist es möglich, mit geringem Arbeitsmittelaufwand definierte Trennstellen zu erzielen und dabei die Materialverluste und Maschinenstillstandszeiten zu vermindern.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abtrennen von Glasrohren von einem kontinuierlich gezogenen Glasrohrstrang mittels eines auf die Trennstelle aufzubringenden Kühlmittels ohne mechanisch wirkende Belastung zu ermöglichen unter Ausnutzung der Eigentemperatur des Glasrohrstranges.
Nach der Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen, die im wesentlichen aus einem liegenden geschlossenen Außenzylinder besteht, in dem sich ein zentrisch angeordneter rotierender Innenzylinder befindet.
Beide Zylinder sind mit je einer Öffnung versehen, die so angebracht ist, daß in einem definierten Zeitbereich beide Öffnungen deckungsgleich sind. In den Innenzylinder ragt eine auf seine Öffnung gerichtete Düse. Zum Abführen überschüssiger Kühlmittelreste ist der Außenzylinder an seiner tiefsten Stelle mit einem Ablaufrohr versehen. Über ein Getriebe wird der Antrieb des Innenzylinders mit der Glasrohrstranggeschwindigkeit so synchronisiert, daß im Moment der Deckungsgleichheit der Öffnungen des Außenmit dem Innenzylinder ein durch die Düse abgegebener Wassertropfen bzw. ein Wasser-Luft-Gemisch kurzzeitig auf die zu trennende Stelle des Glasrohrstranges einwirkt und dadurch einen wirkungsvollen Thermoschock ausübt.
Ausführungsbeispiel
Eine den Umfang der Erfindung charakterisierende Vorrichtung wird waagerecht unterhalb des Glasrohrstranges 1 angebracht, wobei die Zielrichtung des Glasrohrstranges 1 und die Längsachse der Vorrichtung senkrecht zueinander stehen. Die Vorrichtung besteht aus einem Außenzylinder 2, dessen eine Stirnseite durch eine Deckplatte und dessen andere Stirnseite durch seine Befestigung an dem Maschinengestell } verschlossen wird. Der Außenzylinder 2 ist 5 bis 10 mm unterhalb des Glasrohrstranges 1 angebracht, in
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Richtung des Glasrohrstranges 1 auf seiner Mantelfläche mit einer Öffnung von etwa 1x10 mm und an seiner tiefsten Stelle mit einer Wasserablauföffnung 4- versehen. Im Außenzylinder 2 befindet sich der rotierende Innenzylinder 5» der an einer Stirnseite durch die Antriebswelle 6 geschlossen ist. Die Antriebswelle 6 ist hohl und gestattet dadurch das Durchführen der Wasserversorgungsleitung 7. Zwischen Außen- und Innenzylinder sollte die Durchmesserdifferenz nicht mehr als 4- mm betragen. Der Innenzylinder 5 ist ebenfalls mit einer Öffnung von etwa 1-10 mm auf seiner Mantelfläche versehen.
In dem Augenblick, in dem sich beide Öffnungen übereinander befinden, wird durch die Wasserversorgungsleitung 7, die in einer Düse 8 endet, ein Wassertropfen gezielt auf die Trennstelle gebracht.

Claims (1)

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Erfindungsanspruch:
Vorrichtung zum Abtrennen von Glasrohren eines aus der Schmelze kontinuierlich gezogenen Glasrohrstranges unter Ausnutzung einer Thermoschockv/irkung, indem ein Kühlelement auf die Trennstelle des Glasrohrstranges gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein unterhalb des Glasrohrstranges (,Ό fest am i'.'ia se hinenge stell (3) angebrachter Außenzylinder (.2) mit einer in Richtung der Trennstelle des Glasrohrstranges (1) weisenden Öffnung versehen ist und daß sich in dem Außenzylinder (2) ein rotierender Innenzylinder (5) bewegt, der ebenfalls mit einer Öffnung versehen ist, die zu der des Außenzylinders (2) in einem bestimmten Zeitbereich deckungsgleich ist, wobei die Antriebswelle (6) des Innenzylinders (5) so gestaltet ist, daß sie eine Wasserversorgungsleitung (7), die in einer auf die Öffnung des Innenzylinders (5) gerichteten Düse .endet, aufnimmt.
In Betracht gezogene Druckschriften: DE-OS 1471863 (32 a, 33/06)
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DD19372376A 1976-07-06 1976-07-06 Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von glasrohren DD136609B1 (de)

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DD136609A1 DD136609A1 (de) 1979-07-18
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