CH99861A - Verfahren zur Kapazitätsausgleichung durch Ausgleichkondensatoren in Fernsprechdoppelkreisen. - Google Patents

Verfahren zur Kapazitätsausgleichung durch Ausgleichkondensatoren in Fernsprechdoppelkreisen.

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CH99861A
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Actien-Gesellschaft Carlswerk
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Felten & Guilleaume Carlswerk
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics

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  • Filters And Equalizers (AREA)

Description


  Verfahren zur Kapazitätsausgleichung durch     Ausgleichkondensatoren     in     Ferusprechdoppelkreisen.       Die vorliegende     Erfindung    betrifft eine  Verbesserung des an sich     bekannten        Kapa-          zitätsausgleichverfahrens    durch Ausgleich  kondensatoren     fürFernsprechdoppelkreise    oder  Viererleitungen zur Verminderung des     Neben-          sprechens.     



       Insoweit    dieses Verfahren bekannt ist,  sind bisher nur die in     Fig.    1 dargestellten  vier wirksamen Kapazitäten<I>a,</I>     b,   <I>c, d</I> zwi  schen den Leitern 1, 2 der einen und     ä,        -I     der andern Stammleitung des Vierers für den  Ausgleich in Betracht gezogen worden (wel  che nur bei einer bestimmten Verteilung der  Potentiale gegen die Erde     einen    bestimmten  Wert haben).

   Es sind zu den jeweils drei  kleineren dieser vier Kapazitäten an jeder       Ausgleichstelle        Ausgleichkondensatoren    mit  solchen     Kapazitätswerten    hinzugeschaltet  worden, dass     die    Bedingung erfüllt war:       a-b=c=d.     Diese vier wirksamen Kapazitäten der  Viererleitung stellen aber bekanntlich die  Kapazitätsverhältnisse der Viererleitung nicht  vollständig dar. Es sind dazu, unter     Berüok-          sichtigung    der Erde als fünften Leiters, zehn    Grössen erforderlich, zum Beispiel die im  Schema     Fig.    2 dargestellten zehn Kapazi  täten.

   Von ihnen sind<I>e, f, g, h</I> die- Teil  kapazitäten der vier Leiter gegen Erde,  a',     b',        c',   <I>d'</I>     die    Teilkapazitäten zwischen den       beiden        Stammleitungen    und<I>i, k</I> die Teil  kapazitäten je     zwischen    den beiden Leitern  einer Stammleitung.  



  Die wirksamen Kapazitäten der     Fig.    1  setzen sich aus allen diesen Teilkapazitäten  zusammen. Eine übersichtliche Formel, aus  der die Werte der wirksamen Kapazitäten  aus den Teilkapazitäten berechnet werden  könnten, lässt sich wegen der     Kompliziertheit     des Zusammenwirkens der vielen Teilkapazi  täten nicht angeben (sie müsste auch die vor  ausgesetzte Potentialverteilung gegen Erde  berücksichtigen); wohl aber ist es     möglich,     sowohl die     Teilkapazitäten        einzeln    zu ermit  teln, als auch die wirksamen Kapazitäten ein  zeln zu messen.

   Es ist     ersichtlich,    dass, wenn  sich irgend eine der zehn Teilkapazitäten än  dert, sich sämtliche vier wirksamen Kapazi  täten ändern, so dass die Unterschiede, die  sich zwischen diesen vier     Kapazitäten    bei den           Messungen    ergeben, nicht diejenigen Kapazi  tätswerte darstellen, die zu<I>a', b',</I>     c',   <I>d'</I> hinzu  geschaltet werden müssen, um die vier wirk  samen Kapazitäten a,<I>b,</I>     e,   <I>d</I> untereinander  gleich zu machen.

   Diese Werte werden viel  mehr durch die erstmalige Messung nur an  nähernd erhalten, und ihre genaue Bestim  mung muss durch die versuchungsweise Ein  stellung veränderlicher Kondensatoren erfol  gen, die zunächst an Stelle der nachher ein  zubauenden eigentlichen     Ausgleichkondensa-          toren    mit den so festgestellten Kapazitäts  werten gesetzt werden.  



  Der Kapazitätsausgleich, der durch An  wendung dieses bekannten Verfahrens ent  steht, ist kein Ausgleich der Teilkapazitäten;  sondern nur ein solcher der vier wirksamen  Kapazitäten. Durch die     Hinzuschaltung    der       Ausgleichkondensatoren    nur zu den Teil  kapazitäten a',<I>b', c ,</I><B>d</B> werden nämlich diese  so geändert, dass sie in Zusammenwirkung mit  den beim Ausgleich     ungeändert    bleibenden       Erdteill@apazitäten        e,   <I>f, g, h</I> die wirksamen  Werte<I>a, b, c, d</I> unter sich gleich machen.  



  Von nachteiliger Bedeutung ist hierbei,  dass, wie man sieht, die Teilkapazitäten gegen  Erde unausgeglichen bleiben. Bei gegen Erde  hinsichtlich ihrer Potentialverteilung sym  metrischen     Endapparaten    tritt dieser Mangel  zwar nicht in die Erscheinung, wenn nämlich,  wie dies auch geschieht, beim Ausgleich der  vier     wirksamen    Kapazitätswerte darauf ge  achtet, beziehungsweise Vorsorge getroffen  wird, dass hierbei die auf den Leitern ste  henden Potentiale symmetrisch zur Erde  sind. Anders ist dies aber bei gegen Erde  unsymmetrischen Endapparaten oder beim       Anschluss        unsymmetrischer    Verlängerungs  leitungen, sowie wenn die Kabelhülle vaga  bundierende Erdströme, insbesondere Wech  selströme, führt.

   Der mangelnde Ausgleich  gegen Erde hat dann zur Folge, dass in dir;  Leitungen des Vierers ungleiche Ladeströme  eintreten und dadurch Induktionsströme ver  ursachen.  



  Nach der Erfindung wird zur Vermeidung  dieser Störungen so vorgegangen, dass statt    der wirksamen Werte<I>a, b, c, d</I> die Teil  kapazitäten<I>a', b',</I>     C',   <I>d'</I> und<I>e, f, g,</I>     la    ein  zeln unter sich ausgleichen werden. Damit  werden natürlich auch die wirksamen Werte  unter sich gleich; der Unterschied gegen das  Bekannte besteht aber auch darin, dass nun  auch Symmetrie des Vierers gegen Erde be  steht. Die Teilkapazitäten     i,   <I>7e</I> können da  bei, da nicht zwischen verschiedenen Sprech  kreisen liegend, ausser Betracht bleiben.  



  Zu diesem neuen Ausgleich sind pro Aus  gleichstelle im allgemeinen sechs Ausgleich  kondensatoren erforderlich. Davon dienen  drei dazu, um von den vier Teilkapazitäten       d,   <I>b', c', d'</I> die jeweils drei kleineren auf  den Betrag der grössten vierten zu bringen,  und drei weitere in gleicher Weise für den  Ausgleich der vier     Erd-Teilkapazitäten    e,  <I>f, g, h.</I>  



  Zur Ermittlung der für die einzelnen  Teilkapazitäten erforderlichen Ausgleich  werte kann so vorgegangen werden,     dass    dem  auszugleichenden Vierer ein der Anordnung  seiner Teilkapazitäten gleiches System von  Kondensatoren mit einstellbaren Kapazitäts  werten parallel geschaltet wird, die durch  eine genügende Folge paarweiser Einstellun  gen so lange     verändert    werden, bis die resul  tierenden vier Leiter- und     Erdteilkapazitäten     je unter sich gleich sind.  



  Eine für diese Einstellungen geeignete  Anordnung ist in     Fig.    3 dargestellt. Sie  besteht aus den beiden Brückenwiderständen       r1    und     r--,    den acht Drehkondensatoren  <I>a', b', c , d',</I>     e,   <I>f, g, h</I> und dem Schalter s  mit den Stellungen<I>p, r,</I>     q,   <I>s,</I>     ac    und     v.    Von  den Punkten 1, 2, 3, 4 führen Leitungen  zu den gleichnamigen Adern des auszuglei  chenden Vierers.

   Durch den Schalter s kön  nen die Punkte<I>in, t,</I>     7a    wie folgt an die Dreh  kondensatoren angelegt werden:  
EMI0002.0031     
  
    <I>p <SEP> gt,</I> <SEP> an <SEP> 1, <SEP> n. <SEP> an <SEP> 2, <SEP> t <SEP> an <SEP> 3,
<tb>  <I>r</I> <SEP> 7r2, <SEP> " <SEP> 3, <SEP> n. <SEP> " <SEP> 4, <SEP> <I>t <SEP> " <SEP> 1.</I>
<tb>  <I>q <SEP> in <SEP> ,> <SEP> 1, <SEP> n <SEP> " <SEP> 2, <SEP> t <SEP> " <SEP> 4,</I>
<tb>  <I>s <SEP> m. <SEP> " <SEP> 3, <SEP> n <SEP> " <SEP> 4, <SEP> t <SEP> " <SEP> 2,</I>
<tb>  <I>2c</I> <SEP> in <SEP> <I>,> <SEP> 1, <SEP> n <SEP> " <SEP> 2</I> <SEP> t <SEP> " <SEP> Erde,
<tb>  <I>v <SEP> irr <SEP> " <SEP> 3, <SEP> n <SEP> " <SEP> 4, <SEP> t</I> <SEP> " <SEP> Erde.

           In jeder Stellung entsteht eine Brücken  schaltung, die aus den Brückenarmen     r,    und     r,     und aus zwei Teilkapazitäten des Vierers be  steht, zu denen die gleichnamigen Drehkon  densatoren zur Einstellung des Brücken  gleichgewichtes parallelgeschaltet sind, wel  ches durch das Telephon T kontrolliert wird,  während die Brücke mit Wechselstrom aus  der Stromquelle     E    beschickt wird. Die Dreh  kondensatoren werden bei mehreren Rund  gängen durch -die sechs Schalterstellungen  paarweise so eingestellt, dass das Telephon  bei allen Schalterstellungen schweigt.

   Für  die resultierenden Kapazitätswerte, die sich  aus den Teilkapazitäten des Vierers und den  in den Drehkondensatoren eingestellten Wer  ten zusammensetzen, ist dann  <I>cl = b' - c = d'</I>  und  <I>e = f</I> und     g--h.     



  Die Einstellungen der Drehkondensatoren  geben dann die erforderlichen Ausgleich  kapazitätswerte an.  



  Um auch die Bedingung e<I>= f = g =</I>     lz     zu erfüllen, wird der bisher ausgeglichene  Vierer in     Doppelsprechschaltung    so an die       Messanordnung    angeschlossen, dass die Leiter  1. und 2 des Vierers zusammen mit Punkt 1  und die Leiter 3 und 4 zusammen mit     Punkt    2  der     Messanordnung    verbunden sind.

   In der  Schalterstellung     u    ergibt dann die Einstel  lung der Drehkondensatoren e und f (wenn  die übrigen Drehkondensatoren alle auf einen  gleichen, an sich beliebigen Wert gestellt  sind) den     Kapazitätsüberschuss    des einen       Erd-Teilkapazitätspaares    (zum Beispiel     g,    h)  über den Kapazitätswert des andern Paares    an. Um je die Hälfte dieses     Überschusses     sind die Kapazitätswerte der     Ausgleichkon-          densatoren    des Paares mit kleineren     Erd-          kapazitäten    zu erhöhen.  



  Die hier beschriebene Art der Auffindung  der erforderlichen     Ausgleichkapazitätswerte     ist eine beispielsweise. Die Unterschiede zwi  schen den je vier Teilkapazitäten und die  hieraus folgenden     Ausgleichkapazitätswerte     können natürlich auch durch andere     Messver-          fahren    bestimmt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Kapazitätsausgleichung von Fernsprechdoppelkreisen oder Vierer leitungen durch Ausgleichkondensatoren zur Verminderung des Nebensprechens, dadurch gekennzeicnhet, dass an jeder Ausgleichstelle, sowohl die vier zwischen den beiden Stamm leitungen, als auch die vier gegen Erde be stehenden Teilkapazitäten des Vierers je unter sich auf gleiche Werte abgeglichen werden.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem auszu gleichenden Vierer ein der Anordnung seiner Teilkapazitäten gleiches System von Konden satoren mit einstellbaren Kapazitätswerten parallelgeschaltet wird, die so eingestellt wer den, dass die resultierenden vier Leiter- und Erdteilkapazitätswerte je unter sich gleich sind.
CH99861D 1922-07-17 1922-07-17 Verfahren zur Kapazitätsausgleichung durch Ausgleichkondensatoren in Fernsprechdoppelkreisen. CH99861A (de)

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