CH99327A - Verfahren zur Herstellung von flüchtigen Metallen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von flüchtigen Metallen.Info
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/04—Obtaining zinc by distilling
- C22B19/16—Distilling vessels
- C22B19/18—Condensers, Receiving vessels
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Description
Verfahren zur Herstellung von flüchtigen Metallen. Bei der Herstellung von flüchtigen He tallen durch Destillation, ganz besonders bei der Herstellung von Zink, erhält man be kanntlich nicht die Gesamtmenge des gewon nenen Metalles in rein metallischer Form und im flüssigen Zustand. So resultiert bei der Zinkgewinnung ein grösserer oder klei nerer Anteil der Metallausbeute in der Ge stalt von Zinkpulver (blue powder), welches trotz seines analytisch nachweisbaren hohen Metallgehaltes (90 bis 95 % Zn) keineswegs bei Temperaturen über dem Schmelzpunkte des Zinkes ohne weiteres flüssiges Metall ab scheidet.
Ganz besonders bei der elektrothermi schen Zinkgewinnung mit den dabei notwen digen grösseren Abmessungen des Destilla- tionsraumes und der Kondensatoren hat es .sich als sehr schwierig gezeigt, die Pulver bildung in mässigen Grenzen zu halten. Ge rade in diesem Umstand ist sicherlich die wahre Ursache zu erblicken, weshalb das elektrothermische Zinkverfahren noch nicht die technische Ausbreitung erlangt hat, wel che seine Vorzüge gegenüber dem älteren Muffelverfahren sonst bedingen würden.
Die früher zum Zwecke der Herabsetzung der Pulverbildung bei dem elektrothermischen Zinkverfahren in Anwendung gebrachten Mittel haben in der Hauptsache in der mecha nischen Nachbehandlung des bereits gebilde ten Zinkpulvers bestanden, sei es in dein Kondensator, sei es nach der Herausnahme aus demselben, um das Zinkpulver zur Ab scheidung eines Teils seines Zinkinhaltes als flüssiges Metall zu veranlassen. Es liegt in dessen in der Natur der Sache, dass solche Arbeitsverfahren unvollkommen und nur als Notbehelf anzusprechen sind, während eine wirkliche Lösung der in der Pulverbildung vorliegenden Schwierigkeiten nur durch mög- lichste Beseitigung der Bedingungen erfol gen kann, welche die Pulverbildung veran lassen.
Es wurde nun gefunden, dass dies erreicht wird, wenn die Metalldämpfe mit einem aus flüssigem Metall bestehenden Bade in Be rührung gebracht werden, dessen Masse stets genügend gross behalten wird, um grössere Änderungen in der für die Kondensation günstigsten Temperatur zu vermeiden. Die erhebliche Masse dieses Metallbades im Kon- densator hat nämlich zur Folge, dass dessen Temperatur sich nur langsam ändert.
Die Temperatur des Metallbades wird durch pas sende Kühlung beispielsweise mittelst Luft oder anderer Gase in der für die Kondensa tion zweckmässigsten Höhe gehalten. i v en- tuell lässt man Kühlluft von geeigneter Teni- heratur durch einen Mantel strömen, welcher aussen diejenigen Teile des Kondensators um gibt, die innen in Berührung mit dem Metall bad stehen.
Die Temperatur im Metallbad kann fort laufend durch eine geeignete Pyronieter- a.nordnung gemessen und durch zweckmässige Regelung der Menge, bezw. der Temperatur des Kühlmittels konstant gehalten werden. hm auf diese Weise eine gleichmässige Kon densationstemperatur zu erhalten, ist Sorge zu tragen, dass die Kondensation ini wesent lichen an der Oberfläche des Metallbades als Kühlflächo stattfindet. Zu diesem Zwecke werden die sonstigen Flächen des Kondensa tors auf einer Temperatur gehalten, die über der Kondensationstemperatur liegt.
Die ses kann dadurch erreicht werden, dass .diese Flächen so gut gegen Wä rinedurchfluss iso liert werden, dass sie wenig Wä.rrne abgeben. 1Man kann gegebenenfalls auch die Tempera tur dieser Flächen durch Wärmezufuhr auf der gewünschten Höhe erhalten, beispiels weise indem man diese Teile des Kondensa tors mit einem besonderen Mantel umgibt, durch welchen heisse Gase, bezw. erhitzte Luft strömen. Auf diese Weise kann die Be seitigung der fühlbaren Wärme sowohl als deren Kondensationswärme im wesentlichen mittelst des flüssigen Metallbades erreicht werden.
Es hat sich herausgestellt, dass es zur Vermeidung der Pulverbildung zweckmii.ssig ist, die Oberfläche des Metallbades, an der die Kondensation stattfindet, metallisch blank zii halten. Es sind deshalb zweckmässig An ordnungen getroffen, um während des Be- triebes den dünnen Belag vom Pulver, der sich hier absetzen kann, zu entfernen. Dieses kann in mehrfacher- Weise erreicht werden. So kann man während des Betriebes dem Metallbad von aussen eine grössere Menge flüssiges Zink zuführen, wodurch in der Oberfläche des Metallbades eine nach einem Oberlauf hin gerichteten Strömung eintritt.
Durch diese Bewegung der Badoberfläclie wird der jeweilige Oberflächenbelag in den Gberlauf hinübergeschoben und immerfort blanke Metallflächen blossgelegt. Man kann indessen auch durch geeignete Geräte, die über die Badfläche hinweggeführt werden, einen eventuellen Belag auf derselben ent fernen. Selbstverständlich können auch noch andere gleichwertige Massnahmen benutzt werden, um die Badoberfläche blank zu er halten.
Auf der beifolgenden Zeichnung ist sche matisch eine beispielsweise Ausführungsform eines zur Ausführung des Verfahrens die nenden Kondensators durch Fig. 1 in einem Längsschnitt, und durch Fig. Z in einem Querschnitt nach der Linie 1-1 der Eig. 1 dargestellt.
Vom Destillationsraum 3 kommend, ge langen die Zinkdämpfe im Kondensatorrauin mit dem auf dessen Boden befindlichen Metallbad C in Berührung, wo sie sich kon densieren. Es ist selbstverständlich, dass die ses Metallbad bei der Ingangsetzung des Be triebes durch Einführung von flüssigem Zink durch die Zufuhröffnung H hergestellt wer den muss.
In dem Masse, wie die Kondensas tion stattfindet, wird eine entsprechende Menge Metall über den Überlauf D in den Behälter E übertreten, von wo es abgezogen werden kann. Gewünschtenfa.lls kann der Kondensator mit mehreren Metallbädern C und Behältern E ausgerüstet werden. In Fig. 1 sind deren je zwei gezeigt. Von dein letzten Metallbad können die nunmehr zink armen Gase durch den Abzug G in die Luft austreten, gegebenenfalls nach vorherigem Durchgang durch einen besonderen Behälter, in dein die letzten Peste des Zinkes sich als Pulver absetzen.
Die Kühlanordnungen sind der Einfach heit halber in der Zeichnung fortgelassen. H ist die Zuführöffnung für flüssiges Zink zu dem Metallbad C zur Beschickung, bezw. zur Reinigung desselben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von flüch tigen Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalldämpfe mit einem aus flüssigem Metall bestehenden Bade in Berührung ge bracht werden, dessen Masse stets genügend gross gehalten wird, um grössere Änderunben in der für die Kondensation günstigsten Tem peratur zu vermeiden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Beseitigung der fühlbaren Wärme der Metalldämpfe so wohl als deren Kondensationswärme im wesentlichen mittelst des flüssigen Metall bades erfolgt, an dem die Kondensation stattfindet. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallflächen, an denen die Kondensation erfolgt, metallisch blank gehalten werden, um das Zusammen fliessen des kondensierten Metalles mit dem im voraus flüssigen Metallbade zu er leichtern. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Flächen des Kondensators, die nicht vom Metallbad berührt werden, auf einer über der Kondensationstempe ratur liegenden Temperatur gehalten wer den. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die nötige höhere Tempera tur derjenigen Flächen des Kondensators, an denen keine Kondensation angestrebt wird, .durch geeignete Wärmeisolation die ser Flächen hochgehalten wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Flächen des Kondensa- tors, an denen keine Kondensation ange strebt wird, durch Wärmezufuhr auf einer der Kondensationstemperatur liegenden Temperatur gehalten werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH99327T | 1922-01-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH99327A true CH99327A (de) | 1923-05-16 |
Family
ID=4357241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH99327D CH99327A (de) | 1922-01-03 | 1922-01-03 | Verfahren zur Herstellung von flüchtigen Metallen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH99327A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0474956A1 (de) * | 1990-08-30 | 1992-03-18 | Sumitomo Heavy Industries, Ltd | Metalldampfkondensator mit der Möglichkeit Flüssigmetall umzuwälzen |
-
1922
- 1922-01-03 CH CH99327D patent/CH99327A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0474956A1 (de) * | 1990-08-30 | 1992-03-18 | Sumitomo Heavy Industries, Ltd | Metalldampfkondensator mit der Möglichkeit Flüssigmetall umzuwälzen |
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