CH96232A - Zweitakt-Explosionsmotor. - Google Patents
Zweitakt-Explosionsmotor.Info
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B15/00—Reciprocating-piston machines or engines with movable cylinders other than provided for in group F01B13/00
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Description
Zweitakt-Explosionsmotor. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein Zweitakt-Explosionsmotor, bei welchem der Zylinder gekrümmte Schieber spiegel aufweist und mit diesen zwischen Führungswangen eingesetzt ist, derart, dass er oszillierende Bewegungen ausführen kann. Von einem dieser Schieberspiegel führt ein Brennstoffgemischzuführungskanal, dessen Mündung beim Oszillieren des Zylinders an einer Gas- und einer Lufteintrittsöffnung der anliegenden Führungswange vorbeigeführt wird, nach dem Saugraum des Zylinders.
Da bei besitzt der Brennstoffgemischzuführungs- kanal eine Abzweigung, durch welche die beim Aufwärtsgang des Kolbens in den Saug raum angezogene und beim Abwärtsgang des selben in diesem verdichtete Brennstoffmi schung in den Explosionsraum des Zylinders eintreten kann. Aus diesem entweichen die Abgase durch einen nach dem andern Schieber spiegel führenden Auspuffkanal, welcher in eine Abgasöffnung der am letztgenannten Schieberspiegel anliegenden Führungswange einmündet.
Auf der -beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführu ngsfor m desErfindungs- gegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigen die Fig. 1, 2 und 3 den Motor im senkrechten Schnitt bei drei verschiedenen Kolbenstellun gen, während Fig. 4 eine Vorderansicht und Fig. 5 eine Draufsicht desselben zur Darstel lung bringt. Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 3.
Der Motorzylinder 1 ist mit zwei seit lichen, nach einer Kreisbogenlinie gekrümmten Schieberspiegeln 2, 3 ausgerüstet, an welchen zwei Führungswangen 4, 5 passend anliegen. Die letzteren ruhen auf zwei Füssen 6. Die Führungswangen 4, 5 besitzen einwärtsragende Anpässe 7 (Fig. 4 und 6), durch welche eine Querverschiebung des zwischen den Führungs wangen schwingbar gelagerten Zylinders ver- hindert.wird. Der Zylinder 1 ist oben durch den Zylinderboden 8 abgeschlossen. Letzterer besitzt im mittleren Teil eine Bohrung, in welcher eine Zündkerze 9 steckt.
Am untern Ende ist in den Zylinder 1 ein Deckel 10 ge schraubt, an welchen eine Stopfbüchse 11 anschliesst. Durch diese ragt die Pleuelstange 12, die einerends den Kolben 13 trägt und andernends an einer Kurbel 14 angreift. Die letztere sitzt auf der Motorwelle 15. Ein vom Schieberspiegel 2 ausgehender Brennstoffzu- führungskanal 16, dessen Mündung beim Os zillieren des Zylinders an einer Gas- und einer Lufteintrittsöffnurig 17 bezw.18 der Führungs wange 4 vorbeigeführt wird, endigt in einem Saugranm 19.
Der Kanal 16 besitzt jedoch eine Abzweigung 20, durch welche die Brenn stoffmischung bei gegebener Kolbenstellung in den Explosionsraum 21 des Zylinders ein treten kann (Fig. 2). Die Ausmündung des an den Zylinder 1 anschliessenden Auspuff- kanals 22 liegt vor einer Abgasöffnung 23 der Führungswange 5, welche so weit ist, dass die Ausmündung des Kanals 22 beim Oszillieren des Zylinders von der Führungs wange 5 nicht verdeckt wird. An die Abgas öffnung 23 schliesst eine Auspuffleitung 24 an.
Die Führungswangen 4, 5 sind hohlwan- dig und je in zwei Kammern 25, 26 unter teilt. Diese Kammern werden von Kühlwasser durchströmt, welches durch zwei Zuleitungen 27 in die Kammern 25 eintritt, den Gas- und den -Lufteintrittskanal 17, 18 bezw. den Aus puffkanal 23 umspült und aus den Kammern 2 und 6 durch zwei an dieselben anschliessende Ableitungen 28 entweicht. Zwischen dem Zylinder 1 und den Schieberspiegeln 2, 1 sind durch Seitenwände 29 begrenzte Kühlwasser- kammern 30, 31 vorgesehen.
In diesen wird die Wasserzirkulation dadurch hergestellt, dass in den Schieberspiegeln 2, 3 liegende Öffnungen 32 an entsprechend angeordneten Öffnungen 33 (Fig. 1) der Führungswangen 4, 5 vorbeigeführt werden. Von den beiden Kammern 30 führen zwei Kanäle 34 nach einem zur Kühlung des Zylinderbodens 8 vor gesehenen Kühlwasserkanal 35.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Explosionsmotors ist folgende: Die LIotorwelle 15 dreht sich in der Pfeil richtung 36, wobei der Zylinder 1 in den Pfeilrichtungen oszilliert. Beim Aufwärtsgang des Kolbens 13 (Fig. 1) entsteht im Saug raum 19 des Zylinders vorerst ein Vakuum, wodurch beim Vorbeiführen der Mündung des Kanals 16 an den Öffnungen 17, 18, Gas und Luft angesogen wird. DieseBrennstoffmischung strömt nun in den Saugraum 19 und wird beim Niedergang des Kolbens 13 verdichtet, worauf sie beim Erreichen der in Fig. 2 ge zeigten Kolbenstellung in den Explosionsraum 21 eintritt, aus welchem die Abgase durch den Auspuffkanal 22 vorher abgezogen sind.
Beim nun folgenden Aufwärtsgang des kol- bens (Fig. 1) wird die Brennstoffmischung im Explosionsraum 21 verdichtet, worauf sie beim Erreichen der Höchstlage des Kolbens 13 durch die Zündkerze 9 zur Explosion gebracht wird. Beim letztgenannten Aufwärtsgang des Kol bens wird aber von diesem wieder Gas und Luft angesogen, welche Brennstoffmischung beim Erreichen der Tiefstlage des Kolbens wieder in den Explosionsraum eintritt, so dass bei jedem zweiten Kolbenhub eine Explosion erfolgt.
Nach stattgefundenem Auspuff im Zylinder allenfalls noch zurückbleibende Ab gase werden durch das frisch eintretende Brennstoffgemisch ausgetrieben, indem dabei die Mündung des Auspuffkanals 22 durch den Kolben 13 freigelegt bleibt. Dadurch, dass im Saugraum 19 zuerst ein Vakuum entsteht, werden beim nachfolgenden Vorbeiführen der Mündung des Kanals 16 an den Öffnungen 17,18 dieLuft undderBrennstoffmitHeftigkeit angesogen; so dass einegutc Zerstäubungdes letz teren erreicht wird. Daher kann zum Betriebe des Motors auch schwereres Öl verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Motors besteht darin, dass der Kolbendruck stets senkrecht auf die Pleuelstange wirkt, so dass der- Kolben 13 keine die Zylinderwandung schädigenden Seitendrücke aufzunehmen hat.
Die beiden Schieberspiegel 2, 3 können Teile eines ringförmigen, um den Zylinder herumführenden Kranzes bilden. Die Einmün dung des Kanals 16 kann durch Auswechseln des Einsatzstückes 38 in ihrer Grösse ver ändert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCH: Zweitakt-Explosionsmotor, dadurch gekenn zeichnet, dass dessen Zylinder gekrümmte Schieberspiegel aufweist und mit diesen zwi schen Führungswangen derart eingesetzt ist, dass er oszillierende.Bewegungen ausführen kann, und dass von einem Schieberspiegel ein Brennstoffgemischzuführungskanal, dessen Mündung beim Oszillieren des Zylinders an einer Gas- und einer Lufteintrittsöffnung der anliegenden Führungswange vorbeigeführt wird, nach dem Saugraum des Zylinders führt, wobei der Brennstoffgemischzuführungskanal eine Abzweigung besitzt, durch die beim Auf wärtsgang des Kolbens in den Saugraum an- gesogene und beim Abwärtsgang desselben in diesem verdichtete Brennstoffmischung in den Explosionsraum des Zylinders eintreten kann;während die Abgase aus dem letzteren durch einen nach dem andern Schieberspiegel führenden Auspuffkanal abziehen und von diesem durch eine Abgasöffnung der am letzt genannten Schieberspiegel anliegenden Füh rungswange entweichen können. UNTERAN SPRtrCHE 1. Explosionsmotor nach Patentanspruch, da- durcb gekennzeichnet, dass die Führungs wangen hohlwandig sind uud Ein- und Austrittsöffnungen für durch diese Hohl räume zu leitendes Kühlwasser aufweisen. 2. Explosionsmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet,.dass zwischen dem Zylinder und den Schie- berspiegeln gühlwasserkammern vorgesehen sind, welche Ein- und Austrittsöffnungen besitzen, die beim Oszillieren des Zylinders an entsprechenden Öffnungen der Kühl wasserkammern der -Führungswangen vor beigeführt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH96232T | 1921-06-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH96232A true CH96232A (de) | 1922-09-16 |
Family
ID=4353915
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH96232D CH96232A (de) | 1921-06-06 | 1921-06-06 | Zweitakt-Explosionsmotor. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH96232A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2454533A (en) * | 2007-11-12 | 2009-05-13 | Adrian Meynell Vale | Internal combustion engine with oscillating cylinder(s) |
| RU2705704C1 (ru) * | 2019-02-26 | 2019-11-11 | федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Белгородский государственный технологический университет им. В.Г. Шухова" | Четырехтактный двигатель внутреннего сгорания с качающимся цилиндром |
-
1921
- 1921-06-06 CH CH96232D patent/CH96232A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2454533A (en) * | 2007-11-12 | 2009-05-13 | Adrian Meynell Vale | Internal combustion engine with oscillating cylinder(s) |
| RU2705704C1 (ru) * | 2019-02-26 | 2019-11-11 | федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Белгородский государственный технологический университет им. В.Г. Шухова" | Четырехтактный двигатель внутреннего сгорания с качающимся цилиндром |
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