Metalldichtung für Rohrleitungen, Kessel, Gefässe und andere Behälter. Vorliegende Erfindung betrifft eine Metall dichtung für Rohrleitungen, Zylinder, Kessel, Gefässe und andere Behälter, in welchen Gase oder Flüssigkeiten gegenüber Räumen nied rigeren Druckes dicht abgeschlossen werden sollen.
Sie besteht darin, dass zwischen den ab zudichtenden Flächen schmale, in sich zurück laufende, geschlossene Dichtungsflächen vor gesehen sind an einem Körper aus elastischem Metall von so hoher Festigkeit, dass er unter den normalen Betriebsverhältnissen keinen bleibenden Deformationen ausgesetzt ist, und dass ausserdem eine dünne Schicht aus zähem, weichem, schmiegsamem Metall zwischen den Dichtungsflächen und den abzudichtenden Flächen angeordnet ist.
Dabei können die schmalen, in sich zurücklaufenden, geschlosse nen Dichtungsflächen an besonderen, das heisst von den abzudichtenden Teilen getrennten Körpern aus elastischem Material angeordnet werden, oder sie können auch unmittelbar aus den abzudichtenden Flächen als Dich tungsleisten herausgearbeitet werden, voraus gesetzt, dass das Material der abzudichtenden Flächen die hier verlangte Eigenschaft be sitzt, nämlich dass es elastisches Metall von so hoher Festigkeit ist, dass die Dichtungs flächen unter normalen Betriebsverhältnissen keine bleibenden Deformationen erleiden.
Die dünne Schicht aus zähem, weichem, schmieg samem Metall, die zwischen den Dichtungs flächen und den abzudichtenden Flächen an geordnet wird; kann zum Beispiel als Über zug der Dichtungsflächen ausgebildet sein, oder als von diesen gesonderte Zwischenlage zwischen die Dichtungsflächen und die ab zudichtenden Flächen gelegt werden.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Aus führungsformen des Erfindungsgedankens dar gestellt. In einigen Figuren ist die stets vor handene, genannte Metallschicht nicht ge zeichnet; sie bildet bei den betreffenden Varianten einen Überzug.
Fig. 1 zeigt eine Rohrverbindung im Schnitt, bei der zwischen den Flanschen ein besonderer Dichtungskörper mit zwei Dich tungsleisten und Metallschichten für jede Seite eingelegt ist. Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch einen seitlichen Rohrarischluss an ein Hauptrohr bezw. an ein Gefäss, wobei Dichtungsleisten aus der Mutter des Anschlussflansches heraus gearbeitet und zwischen den Dichtungsleisten und der abzudichtenden Fläche als genannte 31etallscliicht eine dünne Platte schmiegsamen Metalles eingelegt ist.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein Öl gefäss für Pleuelstangen oder dergleichen an Lokomotiven, bei welchern Dichtungsleisten aus der konischen Fläche des Dichtungskonus, der unter dem Druck einer Feder steht, herausgearbeitet sind. Fig. 4 zeigt im Schnitt ein Rohrkniestück mit verschiedenen Anschlüssen, wobei zwi schen dem obern Deckel und dem Flansch ein besonderer Dichtungskörper eingesetzt ist, der nur eine einzige schmale Dielitungsleiste auf jeder Seite besitzt.
Bei dem zweiten Rohranschluss (rechts) ist zwischen der) Flächen ein besonderer Dichtungskörper mit 3 bezw. 2 Diehtungsleisten vorgesehen, bei dem dritten Rohranschluss (links) ist zwischen der) Flächen ein hohler, federnder besonderer Dichtungs körper vorgesehen, der nach innen ringförmig geschlitzt ist, so dass die abzudichtende Press- flüssigkeit oder Gas in das Innere des Dich tungskörpers eindringen und ihn auseinander pressen kann.
An der vierten Stelle (unten) ist eine Schraube abgedichtet, wobei zwischen dem Flansch des Kopfes und der abzudich tenden Fläche ein hohler, nach innen geöffne ter, besonderer Dichtungskörper vorgesehen ist, der auf jeder Seite nur eine Dichtungs leiste besitzt.
Die Fig. 5-12 zeigen Schnitte durch verschieden gestaltete Ausführungsformen der Dichtungskörper, die aber alle denselben Grundgedanken verkörpern.
Fig. 5 und 6 zeigen einen besonderen Dichtungskörper, der auf jeder Seite mit 1 bezw. 2 schmalen Dichtungsflächen oder Dich tungsleisten ausgerüstet ist und daneben noch dünne Beilagen aus schmiegsamem Metall als die erwähnten Metallschichten besitzt. Fig. 7 zeigt einen Dichtungskörper, bei dem Dichtungsleisten mit Dichtungsflächen aus einer Platte bezw. einem Ring heraus gearbeitet sind, mit danebenliegenden dünnen Beilagen aus schmiegsamem Metall als Metall schichten.
Fig. 8 zeigt einen hohlen Dichtungsring mit einer bezw. mehreren Dichtungsleisten, der einen ringförinigenSchlitz nach innen besitzt, so dass das gepresste Mittel (Flüssig keit oder Gas) in den hohlen Raum hinein treten kann.
Fig. 9 zeigt einen hohlen Dichtungskörper, bei dem ein Ringschlitz nach aussen gerichtet ist.
Fig. 10 zeigt einen Dichtungskörper, bei dem die Höhlung völlig geöffnet ist.
Fig. 11 und 12 zeigen einen schmalen Dichtungsring im Querschnitt. Bei Fig. 11 besitzt dieser Ring zwei schmale Dichtungs leisten, bei der Ausführungsform gemäss Fig. 12 sind diese besonderen Dichtungs leisten fortgefallen, da die Flächen dieses Ringes, die an den zu dichtenden Wandungen liegen, in ihrer ganzen Ausdehnung als Dich tungsleisten wirken, das heisst die Flächen sind relativ zu den abgedichteten Flächen so schmal gedacht;
dass auch ohne besondere Dichtungsleisten der spezifische Flächendruck zwischen der) abzudichtenden Flächen durch normales Anziehen der Verbindungsschrauben ohne Schwierigkeiten so gross gemacht werden kann, dass die Flächen, unter Verwendung der nicht gezeichneten Metallschicht, gegen jeden Druck abdichten.
In den Figuren ist mit 1 der besondere Dichtungskörper bezeichnet, der aus einem harten, elastischen und widerstandsfähigen Material von solcher Festigkeit hergestellt ist, dass keine dauernden Deformationen unter normalen Betriebsverhältnissen eintreten. Mit 2 sind die besonderen, aus diesem Körper 1 herausgearbeiteten oder an ihm angebrachten Dichtungsflächen bezeichnet, mit 3 die dünne Schicht aus schmiegsamem und weichem Metall, mit welchem der Dichtungskörper bezw. nur die Dichtungsleisten 2 überzogen sind, oder die zwischen den Dichtungskörper bezw. die Dichtungsleisten einerseits und die abzudichtenden Wandungen anderseits gelegt ist.
Wenn das Material der Wandungen ge nügend hart und widerstandsfähig ist, um dauernde Deformationen -unter gewöhnlichen Verhältnissen auszuschliessen, dann können die Dichtungsleisten aus den abzudichtenden Wandungen selbst herausgearbeitet bezw. an ihnen angebracht sein. Dies ist ebenfalls auf der Zeichnung dargestellt. In solchem Falle entfällt der besondere Dichtungskörper und die Wandungen mit den Dichtungsleisten sind mit 1 in Klammern bezeichnet, so in Fig. 2 und 3.