<Desc/Clms Page number 1>
Verbindung zwischen Wänden, die zwei unter Druck stehende, gasförmige oder flüssige Stoffe trennen.
Die Erfindung betrifft die Verbindung von Wänden, die zwei gasförmige oder flüssige, unter Druck stehende Stoffe trennen und nicht unmittelbar beobachtet werden können. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf solche Verbindungen dieser Art, bei denen ein Hohlraum zwischen zwei Dichtungen angebracht ist, von denen die eine zwischen dem einen Stoff und dem Hohlraum und die andere zwischen dem andern Stoff und dem Hohlraum absperrt und bei denen von dem Hohlraum ein oder mehrere Kanäle od. dgl. in die Atmosphäre führen, so dass es möglich ist, eine etwaige Undichtheit zu beobachten.
Handelt es sich um Stoffe verschiedener Art, so wird hiedurch die Bedienung darüber unterrichtet, welche der beiden Dichtungen dieser an sich bekannten Verbindungen in-Unordnung ist, indem sich dies durch die Art des durch den Kanal bzw. die Kanäle ausdringenden Gases bzw. Flüssigkeit anzeigt.
Erfindungsgemäss werden nur solche Verbindungen derart ausgeführt, dass der Hohlraum durch einen Kragen gebildet wird, der von einem Teile der die beiden Stoffe trennenden Wand ausgeht und dessen freie Kante des Kragens gegen den andern Teil der Wand, von welcher der Kragen nicht ausgeht, abgedichtet ist, wobei die beiden Wandteile miteinander verbunden und durch eine beliebige, fest zusammengespannte Dichtung, z. B. Feder und Nut, abgedichtet sind. Hiedurch erzielt man zugleich eine feste und eine verschiebbare Verbindung, so dass im Falle die Dichtheit der festen Verbindung etwa durch den Druck eines der beiden Stoffe aufhört, die Dichtheit der verschiebbaren Verbindung nicht gleichzeitig aufgehoben wird.
Die Erfindung eignet sich besonders für die Verbindung zwischen dem Zylinderfutter und der Innenseite des Zylinderdeckels bei Verbrennungskraftmaschinen. In diesem Falle befindet sich die Verbindung somit in einer Wand, die das Gas im Zylinder von dem um das Zylinderfutter durch den Kühlmantel und den hohlen Zylinderdeckel strömenden Wasser trennt.
Die Zeichnung stellt, ein bei einer wassergekühlten Verbrennungskraftmaschine verwendetes Ausführungsbeispiel der Erfindung dar, wobei die Figur einen senkrechten Schnitt durch einen Teil des Zylinderdeckels und Zylinders zeigt.
1 ist das Zylinderfutter und 2 der Zylindermantel. Das Zylinderfutter kann in verschiedener Weise von dem Wassermantel getragen werden. z. B. durch Nocken am Zylinderfutter und Nocken 4 am Zylinderwassermantel, so dass der Durchtritt für das Kühlwasser zwischen diesen Nocken hinauf in den Zylinder deckel 5 frei ist. Die innere Wand des Deckels ist mit einer Feder 6 versehen, die in eine entsprechende Nut 7 im Zylinderfutter passt. Feder 6 und Nut 7 bilden somit die eigentliche, fest zusammengespannte Verbindung zwischen den beiden die unter Druck stehenden Gase oder Flüssig- keiten (im vorliegenden Falle Gas und Kühlwasser) trennenden Wänden.
Die Aussenwand des Zylinderdeckels ist in ebenfalls bekannter Weise mit der Innenwand desselben durch Rippen 5 od. dgl. verbunden, und der Zylinderdeckel ist durch Schraubenbolzen 8 gegen den Boden der Nut 7 festgespannt.
Erfindungsgemäss springt von der die beiden unter Diuek stehenden Gase oder Flüssigkeiten voneinandertrennenden Wand auf einer Seite der Verbindung 6, 7-bei der dargestellten Ausführungsform von der Innenfläche des Zylinderdeckels-ein Kragen 9 vor, dessen freie Kante gegen die zur ändern Seite der Verbindung 6,7 liegende Wand-in der dargestellten Ausführungsform gegen das
<Desc/Clms Page number 2>
Zylinderfutter-abgedichtet ist. Die letztere Dichtung besteht aus einem Gummiring 10, kann aber auch in anderer Weise ausgeführt sein.
Der Kragen 9 bildet somit einen die Verbindung 6, 7 umgebenden Hohlraum l ?. Von diesem führt in bekannter Weise ein Kanal 13 oder mehrere solcher Kanäle durch einen oder mehrere Rippen-M, die den Kragen 9 mit der äusseren Wand des Zylinderdeckels verbinden, in die Atmosphäre. Eine Undichtheit in der Verbindung 6, 7 bewirkt also, dass z. B. Verbrennungsgase durch den Kanal 1. ausströmen, wogegen eine Undichtheit in der Dichtung 10 bewirken wird, dass Kühlwasser aus dem Kanal strömt.
Die Erfindung ist nicht auf Verbindung zwischen Zylinderfutter und-deckel einer Verbrennungskraftmaschine beschränkt, sondern ist allgemein bei Verbindungen zwischen Wänden verwendbar, die zwei unter Druck stehende Gase oder Flüssigkeiten trennen.