CH93020A - Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Weichmetallen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Weichmetallen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Weichmetallen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schmelzen von Weichmetallen, z. B. Zinn oder Blei. Nach dem Verfahren wird das Schmelzgut in einen offenen Kessel unter Zudeckung mit einer luftabschliessenden Ab deckmasse geschmolzen und dann das jeweilig geschmolzene Metall mindestens einem zwei ten, luftdicht geschlossenen Kessel, gegen Luftzutritt gesichert, zugelassen,
unter Auf füllung des ersten Kessels mit Schmelzgut zur Erzeugung eines kontinuierlichen Betrie bes und möglichster Vermeidung der Bildung voll Oxydationsrückständen. Das Verfahren kann mit einem Ofen ausgeübt werden, der eine Serie von Schmelzkesseln besitzt, welche in der Nähe ihrer Böden durch einzeln ab schliessbare Röhren kommunizieren und von denen mindestens ein Schmelzkessel offen ist und mindestens einer luftdicht abgeschlossen ist.
Als Abdeckungsmasse kann eine Masse dienen, welche geeignet ist, auf dem Schmelz gut zu schwimmen, dasselbe luftdicht . ab zuschliessen, auf das Schmelzgut nicht che misch einzuwirken und welches einen höhere Entflammungspunkt als das Schmelzgut hat. In der Zeichnung ist ein Ofen zur bei spielsweisen Ausführung des Verfahrens dar gestellt, zum Teil in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt.
Es ist 1 ein Kessel, der im Ofengemäuer 2 gelagert ist, welches einen Heizraum 3 für diesen Kessel besitzt. Der Kessel ist oben bei 4 offen. Nahe seinem Boden 5 geht ein Rohr 6, das durch einen Schieber 7 abschliess bar ist, zu einem zweiten Kessel 8, der sich über dem Feuerraum 9 befindet. Dieser Kessel liegt etwas tiefer als der Kessel 1, um in dem Rohr 6 befindlichem flüssigen Schmelz gut Fliessneigung zu geben. Oben ist der Kessel 8 durch einen Deckel 10 luftdicht abgeschlossen. In dem Deckel 10 befindet sich ein Sicherheitsventil 11.
Der Kessel 8 ist durch ein Rohr 12, das wiederum durch einen Schieber 13 abschliessbar ist, mit einem etwas tiefer über einem Feuerraum 14 lie genden Ofen 15 verbunden, welcher ebenfalls durch einen Deckel 16 luftdicht verschlossen ist, der ein Sicherheitsventil 17 besitzt. Ein Rohrstutzen 18, der mit einem Abschluss- sehieber 19 versehen ist_, dient als Abfluss für den ganzen Ofen. Das Verfahren wird mit einem solchen Ofen beispielsweise folgendermassen ausge führt Zuerst wird im Feuerraum 3 angefeuert und wird der Kessel 1 bei geschlossenem Schieber 7 mit Schmelzgut z. B. Metallab fällen, so weit angefüllt, dass dieses geschmol zene Metall bis oberhalb der Einmündung des Rohres 6 in dem Kessel 1 zu stehen kommt.
Hierauf wird unter Beobachtung eines nicht dargestellten, am Kessel 1 angebrachten Thermo-Elektro-Pyrometers, mittelst welchem der erforderliche Hitzegrad oder Schmelzpunkt bei Zinn höchstens bis 250 und bei Blei bis 350 in Betracht gezogen wird, so viel von einer Abdeckmasse in den Kessel ge bracht, bis die ganze Oberfläche des ge schmolzenen bletalles mit einer ca. 1-2 Centimeter hohen Schicht überdeckt ist.
Als Abdeckmasse eignet sich eine solche, die auf dem Schmelzgut zu schwimmen und dasselbe luftdicht abzuschliessen vermag, wobei sie jedoch auf das Metall nicht che misch einwirken darf und einen höheren Entflammungspunkt als das Schmelzgut hat. Erfahrungsgemäss hat sich eine Komposition aus 45 Teilen reinem Kolophonium, 25 Teilen Glyzerin, 20 Teilen Stearin oder Palmöl und 10 Teilen Alaun als geeignet erwiesen, da diese die oben genannten Eigenschaften hat. Nun kann fortwährend unter intensiver Feue rung und unter Beobachtung der Einhaltung der vorgenannten Hitzegrade so viel Metall hinzugefügt werden, bis der Kessel 1 an nähernd bis an den Rand gefüllt ist. Die Abdeckungsmasse 20 schwimmt dann oben.
Nachdem nun inzwischen die Feuerung 9 in Tätigkeit gesetzt ist, wird das geschmolzene Metall aus dem Kessel 1 durch Offnen des Schiebers 7 im Rohr 6 in den Kessel 8 ab gelassen, und im Kessel 1 wird fortwährend mit der Nachfüllung des zu schmelzenden Metalles, über dem sich die Schicht 20 fort während wieder schliesst, weiter gefahren, bis beide Kessel fast bis an den Rand ge füllt sind. Darauf kann unter gleicher Be achtung des Arbeitsverfahrens wie beim Kessel 1 nach in Tätigkeitsetzung der Feue- rung 14 auch der Schieber 13 geöffnet und der Kessel 15 gefüllt werden.
Alle drei Kessel stehen dann unter -luftdichtem Abschluss, so dass eine Oxydation, ein sog. Abbrand, nicht eintritt, da kein Sauerstoff der Luft an das Schmelzgut heran kann. Die zuerst in den Kesseln 8 und 15 befindliche Luft ist beim Füllen der Kessel durch die Ven tile 11 und 17 entwichen. Auf diese Weise lässt sich ein kontinuierlicher Betrieb aufrecht halten und ist durch Regulierung der drei Feuerungen es möglich, Weichmetalle ohne Metallverlust zu verarbeiten, unter Ersparnis an Feuerungskosten.
Es ist auch möglich, den Ofen so in Be zug auf die Feuerungen zu bauen, dass er mit Teeröl, elektrisch oder mit andern Mitteln geheizt werden kann. Bei elektrischer Feuerung kann das Mauerwerk in Wegfall kommen, und würden die Kessel mit isolier tem Blechmantel versehen auf Lagerstützen zu liegen kommen. Versuche ergaben, dass, selbst wenn das Schmelzgut bedeutend über den Schmelzpunkt erhitzt wird, wie z. B. Zinn bis 400 und Blei bis 600 C, dennoch trotz kontinuierlichem Betrieb die Entstehung von Oxydationsrückständen möglichst ver mieden und so auch die Ausbeutung erhöht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Schmelzen von Weich metallen, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzgut in einem offenen Kessel unter Zudeckung mit einer luftabschliessenden Ab deckmasse geschmolzen und dann das je weilig geschmolzene Metall mindestens einem zweiten, luftdicht geschlossenen Kessel gegen Luftzutritt gesichert zugelassen wird, unter Auffüllung des offenen Kessels mit Schmelz gut zur Erzielung eines kontinuierlichen Be triebes und möglichster Vermeidung der Bil dung von Oxydationsrückständen.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Ofen, der eine Serie von Schmelzkesseln aufweist, die in der Nähe ihrer Böden durch einzeln abschliessbare Röhren kommunizieren und von denen mindestens einer offen und mindestens einer luftdicht abgeschlossen ist. UNTERANSPRÜOHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch Il, ge kennzeichnet durch eine Abdeckmasse, welche geeignet ist, auf dem Schmelzgut schwimmend dasselbe luftdicht abzuschlie ssen, wobei sie auf das Metall nicht che misch einwirkt und einen höheren Ent- flammungspunkt besitzt als das Schmelzgut. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Abdeck- masse 45 Teile reines Kolophonium, 25 Teile Glyzerin, 20 Teile Stearin und 10 Teile Alaun aufweist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abdeck- masse 45 Teile reines Kolophonium, 25 Teile Glyzerin, 20 Teile Palmöl und 10 Teile Alaun aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH93020T | 1921-02-03 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH93020D CH93020A (de) | 1921-02-03 | 1921-02-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Weichmetallen. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH93020A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3467167A (en) * | 1966-09-19 | 1969-09-16 | Kaiser Ind Corp | Process for continuously casting oxidizable metals |
-
1921
- 1921-02-03 CH CH93020D patent/CH93020A/de unknown
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