CH91032A - Dampfmaschinensteuerung. - Google Patents

Dampfmaschinensteuerung.

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CH91032A
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Gysbertus Groenewegen
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Gysbertus Groenewegen
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      DampfmaschInensteuerung.       Gegenstand der Erfindung ist eine     Dampf-          maschinensteuerung    mit rotierendem Dampf  verteiler,. weicher von einer drehbaren Büchse       tiMschlossen    ist, die in einem Gehäuse an  geordnet ist und zwei einander diametral  gegenüberliegende Öffnungen besitzt. Der  Verteiler ist     mit    zwei einander diametral  gegenüberliegenden Öffnungen versehen, von  denen die eine mit einer     Dampfzuführungs-          kammer        und    die andere mit einer     Dampf-          abführungskammer    in Verbindung steht.

   Fer  ner sind zwei zum Dampfzylinder führende  Dampfwege vorhanden, die in<B>je</B> zwei Kanäle  mit voneinander getrennten     Mündunge   <B>'</B> n ge  teilt sind. Die Mündungen der beiden Ka  näle des einen Dampfweges stehen denen der  beiden Kanäle des andern Dampfweges dia  metral gegenüber. Ferner sind sowohl die  beiden Öffnungen, in dem Verteiler in der  Mittelstellung desselben, als auch die Mün  dungen der Kanäle symmetrisch zu einer die  Verteilerachse in     LängsriChtUng    schneidenden  Ebene angeordnet.  



  Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt, und zwar zeigen         Fig.   <B>1</B> einen Längsschnitt durch die  Steuerung,       Fig.    2 einen     Q#ierschnitt    bei einer Ein  stellung der Steuerung auf vorwärts,       Fig.   <B>3</B> einen Querschnitt bei einer     Ein-          stellung    der     Steuei:ung    auf     rückw-ärts,    und       Fig.    4 einen Querschnitt beim Stillstand  der     Maseliine.     



  An dein Arbeitszylinder<B>1</B> ist     seitlieli    der       Dampfverteilungskasten    2 angeordnet,     wel-          eher    durch die     Danipfwege   <B>3</B> und 4 mit  beiden Endräumen des Arbeitszylinders ver  bunden ist.  



  Der     Dampfverteilungskasten    ist auf der  einen Seite durch einen Boden<B>5</B> abgeschlos  sen, in dem sich eine Stopfbüchse<B>6</B> befindet,  während     auf    der andern Seite ein     abriebin-          barer    Deckel<B>7</B> angebracht ist, der gleichfalls  mit einer Stopfbüchse<B>8</B> versehen ist.     Der          Dampfverteilungskasten    2 besitzt zwei Kam  mern<B>11</B> und<B>13,</B> von denen erstere für     den     Dampfeintritt, die letztere für den Dampf  austritt in     bezw.    aus der Steuerung dient.

    Zwischen diesen Kammern sind die Dampf  wege<B>3</B> und 4     durüh        Dämine    14     bezw.   <B>15</B>       in    Kanäle<B>16</B> und<B>17</B>     beyw.   <B>18</B>     und   <B>19</B> mit      voneinander getrennten     3,lündungen    geteilt,  von denen die Mündungen der Kanäle<B>16</B>       bezw.   <B>17</B> den Mündungen der Kanäle<B>19</B>       bezw.   <B>18</B> diametral gegenüberliegen.  



  In dem     Dampfverteilungskasteri    ist eine  Büchse 20 dichtschliessend drehbar gelagert.  In der Büchse 20 befinden sich zwei ein  ander diametral gegenüberliegende     Offnungen   <B>-</B>  '24 und<B>25</B>     (Fig.2).    An dein einen Ende der  Büchse 20 ist ein Ring<B>23</B> befestigt, der  mittelst der Arme<B>27</B>     mit    einer Nabe<B>28</B>  verbunden ist. Mit letzterer ist ein durch  den Deckel<B>7</B> nach aussen geführter Achs  zapfen<B>29</B> fest verbunden, dessen Mittel  linie mit der der Büchse 20 zusammen  fällt und welcher an seinem äusseren Ende  als Vierkant ausgebildet ist.

   Es kann     dabei-          mittelst    der Achse<B>29</B> die Büchse 20 von       aufki    i gedreht werden. Die Nabe<B>28</B> ist mit  einer     achsialen        Ausbohrung    versehen, in wel  cher sich ein Futter<B>30</B> aus Metall befindet.  Letzteres dient als     Eridlager    einer Achse<B>31,</B>  weiche durch die Stopfbüchse<B>6</B> des Bodens  <B>5</B> nach aussen geführt und mit der nicht     ge-          'zeichneten    Kurbelwelle der Maschine so ver  bunden ist,     dass    sie dieselbe Anzahl Drehun  gen macht, wie diese.

   Auf der Achse<B>31</B> ist  der hohlzylindrische Dampfverteiler<B>32 be-</B>  festigt, welcher mit zwei einander diametral  gegenüber gelegenen Öffnungen<B>33</B> und 34  und einer zwischen denselben liegenden Wand  <B>35</B> versehen ist, durch welche das Innere des       Dampfverteilurs    in zwei Räume getrennt ist.  Jeder dieser Räume ist durch<B>je</B> eine     Stirn-          wand'36        bezw.   <B>37</B> abgeschlossen, so     dass    der  die Öffnung<B>333</B> aufweisende Raum fortwäh  rend mit der     Dampfzufuhrkammer   <B>11</B> und  der die Öffnung 34 aufweisende fortwährend  mit der     Dampfabfuhrkaimner   <B>13</B> in Verbin  dung steht.

   Die     Umfangsflache    des Verteilers  <B>32</B> liegt dichtschliessend an der Innenwand  der Büchse<B>'230</B> an. Um diesen     danipfdichten          Anschluss    zu erzielen,     ki-)iineii    an den betref  fenden Stellen besonders bewegliche Teile  vorgesehen sein, die durch     den        Danipfdruck     abdichtend angedrückt werden.  



  Die Steuerung wirkt folgendermassen:  Beim     Torwärtsgang    der Maschine dreht    sich die Achse<B>31,</B>     bezw.    der Verteiler 3321 in  der Richtung des     Pfeils    in     Fig.    2, und es  steht die     Offnung    24- der Büchse 20 vor dein  Kanal<B>16</B> und die     Öffnupg   <B>25</B> vor dein Kanal  <B>19.</B> Befindet sich der Kolben in seinem höch  sten Stand, dann ist der den Dampf dem  Zylinder zuführende Kanal<B>16</B> schon um die       Vorbffnung    geöffnet,<B>d.</B> h.

   die Kante e der  Öffnung<B>33</B> des Verteilers<B>32</B> (siehe     Fig.        '21)     ist soweit von der Kante a der     Off        nung    24  der Büchse 20 nach links entfernt, als die  Grösse. der     Voröffnung    beträgt. Zu gleicher  Zeit     bat    auch<B>der</B>     Vorauslass    stattgefunden,  <B>d.</B> h-. die Kante<B>y</B> der     Offnung    34 in     dem     Verteiler 32 ist so viel von der Kante d der       Offiiurig   <B>25</B> der Büchse<B>20</B> nach rechts ent  fernt, als der     Vorauslass   <B>'</B> beträgt.

   Der     Einlass-          dampf,    welcher durch die Kammer<B>11</B> in den  Verteiler eintritt, wird durch die Öffnung  die     Offnung    24 und den Kanal<B>16</B> des Dampf  weges<B>3</B> über dem Kolben in den     Arbeits-          7ylinder    treten. Der verbrauchte Dampf     vcii     der andern Zylinderseite wird durch den  Kanal<B>19</B> des Dampfweges 4, durch die<B>Öff-</B>  nung<B>25</B> in der verstellbaren     Bliehse    20 und  durch die Öffnung 34 in die     Auslasskammer     <B>13</B>     (Fig.   <B>1)-</B> entweichen.

   Die     Offnungen     und 34 sind nun so bemessen und angeordnet,       dass    sie bei der Stellung des Dampfverteilers  am Ende der     Voriiffnung    durch eine senk  rechte halbiert werden, welche durch die  Achse<B>'31</B> und die Mitte der Abstände     zwi-          scheu    den Kanälen<B>16</B> und<B>17,</B> sowie<B>18</B> und  <B>19</B> geht,<B>d.</B> h.     dass    die Kanten e und<B>I'</B>     bezw.     <B>g</B> und h. symmetrisch zu dieser Senkrechten  liegen.

   Diese Symmetrie liegt auch vor, wenn  <B>die</B> Öffnungen 24 und<B>25</B> vor die Kanäle<B>17</B>       bezw.   <B>18</B> eingestellt werden; hierauf     gründut     sich die     UmsteuerungsmÖglichkeit    der Ma  schine.  



  Bei der dein Vorwärts gang entsprechen  den Drehrichtung der Maschine dienen die  Kanäle<B>16</B> und<B>19</B> abwechselnd für die Zu  fuhr und die Abfuhr des Dampfes, während  dabei die Grösse der Füllung und des     Aus-          lasses    abhängig<B>-</B> ist -von der -Länge der-     Öff-          nungen   <B>33</B> und 34.     Wem)    die Drehrichtung  der Maschine geändert werden soll, wird die      Achse<B>'29</B> so gedreht,     dass    die     Offnungen    24  und<B>25</B> der Büchse 20 vor die Kanäle<B>17</B>       bezw.   <B>18</B> zu liegen kommen     (Fig.   <B>3).</B>  



  <B>C</B>  Die Büchse 20 und der Dampfverteiler<B>32</B>  sind so ausgeführt,     dass,    wenn der Dampf  verteiler mit     Voröffnung    für     Vorwärts-Dreh-          richtung    eingestellt ist, und die Büchse 20  in ihre andere Endlage gedreht wird, dem  Dampfverteiler<B>32</B>     wiederdieselbeVoröffnung     gegeben wird, aber jetzt für die andere Dreh  richtung.

   Dasselbe gilt für den     Vorauslass.     Hieraus folgt,     (lass    die Grüsse der     Dampf-          zulassöffnung   <B>33</B> gleich ist dein Abstand der  Innenseite der Öffnung 24 in deren beiden       Endlagen,    vermehrt um die doppelte     Voröff-          nung.    In derselben Weise     ist    die Grüsse der       Auslassöffnung    34 gleich dem Abstand der  Innenseite der Öffnung<B>25</B> in deren beiden  äussersten Lagen,

       verniehrt    tun den doppelten       Vorauslass.    Nach Umstellung der     BüChse    20  auf Rückwärtsgang werden bei Stellung des  Kolbens in der oberen Endlage die verschie  denen Teile die     in        Fig.   <B>3</B> dargestellte Stel  lung einnehmen, und der Verteiler 32 wird  sich im Sinne des eingezeichneten Pfeils  drehen.

   Der Abstand der Kanten<B>b</B> und<B>f</B>       bezw.   <B>c</B> und h, in der Mittelstellung des Ver  teilers, ist massgebend für die Grösse der       Voröffnung    und des     Vorauslasses.    Weiter sei  noch erwähnt,     dass,    wenn die Büchse 20 so  gedreht wird,     dass    die     Offnungen    24 und<B>25</B>  in der Mitte zwischen den Kanälen<B>16</B> und,  <B>17</B>     bezw.   <B>18</B> und<B>19</B> zu liegen kommen, die       Dampfzu-    und -abfuhr ganz abgeschlossen ist  und die Maschine infolgedessen stillsteht       (Fig.    4).

      Die symmetrische Anordnung der     Zulass-          und    der     Auslassöffnung   <B>33</B>     bezw.    34 in dein  Verteiler bei der Mittelstellung desselben,  und der     Kanalausmündungen    in dein den  Verteiler umschliessenden Gehäuse ermöglichen  in Verbindung mit der drehbaren, die eine  oder die andere der Kanalmündungen in     Wir-          samkeit    setzenden Büchse, in besonders ein  facher Weise die Umsteuerung der Maschine;  gleichzeitig aber wird eine bessere Dampf  verteilung und     -ausnützung        ei-zielt,    als bei    bekannten Maschinen mit rotierendem Dampf  verteiler.  



  Durch die beschriebene und dargestellte  Ausführung des Verteilers 32 und der ver  stellbaren Büchse 20 entstellt bei einer     Fül-          Iung    von     37'/2        "/'0    und einer Kompression  gleich dein Anfangsdruck eine Dampfvertei  lung, durch welche die     31aschine        ebensoviel     leistet wie Maschinen mit bekannter rotieren  der Steuerung bei einer bedeutend höheren  Füllung, weil alle dein Dampf innewohnende  Kraft<B>der</B> Umdrehung der     31aschine    zu gute  kommt, wodurch die Durchschnittsleistung  der letzteren     ei-lieblich    erhöht wird.  



  Die dargestellte und     besehriebeneDampf-          niaschinensteuerung    hat     gegenÜber    hin- und       bergehenden        Schiebersteuerungen    den Vorteil,       dass    keine     Exzenterstange    vorhanden ist,  deren Länge bekanntlich einen schädlichen       Einfluss)    auf<B>die</B>     Dam        pfverteilung    hat,     dass     ferner die Funktion der Dampfverteilung so  rasch vor sieh gehen kann,     dass    eine nennens  werte Expansion des Dampfes während der  Zufuhr in den Zylinder nicht eintritt,

   und       dass    der Spannungsabfall. beim     Abschluss    der  Dampfzufuhr bis auf     ein    -Minimum beschränkt  wird. Endlich besteht die Möglichkeit, wah  rend des Betriebes der Maschine die     einzel-          neu    Perioden der     Danipfverteilung    zu ändern.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Dampfinaseliinensteuerung mit rotierendem Dampfverteiler, dadurch gekennzeichnet, dass der Danipfverteiler zwei einander diametral gegenüberliegende Öffnungen besitzt, von denen die eine init einer Danipfzuführurigskammer und die andere mit einer Dampfabführungs,- kammer in Verbindung steht, und dass der Verteiler von einer Büchse unischlossen ist-, die zwei einander diametral gegenüberstehende Öffnungen aufweist und drehbar in einem Glehäuse angeordnet ist,
    in welchem zwei nach dein Dampfzylinder führende Dampf wege vorhanden sind, die in<B>je</B> zwei Kanäle mit voneinander getrennten Mündungen ge teilt sind, von denen die Mündungen der Kanäle des einen Dampfweges den Mün dungen der Kanäle des andern Dampfweges diametral gegenüberliegen, wobei sowohl die Öffnungen des Verteilers in der Mittelstel lung desselben, als auch die Mündungen der ,Kanäle symmetrisch zu einer die Verteiler- achse in Längsrichtung schneidenden Ebene angeordnet sind.
CH91032D 1918-01-26 1918-08-28 Dampfmaschinensteuerung. CH91032A (de)

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