Verfahren zum Begiessen von gedrillten Kulturen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Begiessen von gedriti- ten Kulturen. wie unsere Hackfr#chte. die gedrillt, das heisst in Reihen gesät, also mit der Pferdehacke und dem Jauchewagen be fahren werden können.
Bisher war es üblich, die zuzuf#hrende Flüssigkeit, wie Jauche oder auch Wasser, mit Gie#kannen ins Feld hinein zu tragen, oder man fuhr mit dem Jauchewagen derart, dass die Kulturen von den Rädern und Pferdehufen versehont blieben, ins Feld hinein, (iffnete de . Tauchehahnen am Fa#. wodurch die Jauche in einem starken Strahl zwischen die Reihen der Runkeln, Rüben etc. #str#tzte#.
Diese Methoden hatten jedoch folgende Nachteile :
1. Das Begiessen mit der Giesskanne lasst sich nur bei kleineren Kompexen lohnend ausführen ; die Arbeit ist sehr zeitraubend.
#u#erst sehmutzig und der Bodeii wird durci das viele Hin-nnd Herlau feu stark zertreten.
2. Beim zweiten Verfahren, bei welchem der Jauchehahnen geöffnet wird und die Jauche direkt vom Fass oder Jauchekasten zwischen die P@anzenreihen str#tzt, wird der Boden zwischen den Reihen stark ausgeschwemmt.
Wo das Torain uneben ist. fliesst die Jauche sofort dem tiefsten Punkte zu. und so bleiben die Pflanzen, die Iiiiii stehen, trocken. Bei diesem Verfahren wird viel Jauche vergeudet. indem s sie nichet den Pflanzen direkt zugef#hrt wird. sondern zwischen den Reihen in den Boden geht. und somit verh#ltnism##ig wenig Jauche von den Pflanzen erlangt werden kans. Da sich ferner die Jauche in einem starken Strahle zwischen die Reihen ergie#t, werden die Bl#tter der jungen Pflanzen arg bespritzt und so gerne verbrannt, bekommen nachher eine gelbe Farbe und sterben ab.
Durch die nachstehend beschriebene Er findung soll nun all den genannten #belst#n- den abgeholfen werden.
Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Bei spiel der Einrichtung zum Aus#ben des Ver fahrens. Gem## derselben kann Jauche in einer kurzen Leitung (Schlauch oder auelh. Rohr) von einem Jauchefa# oder Jauchekasten aus wu Boden geleitet und durch einen am un- tern Ende der Leitung angebrachten Ver- teiler -- zum Beispiel aus galvanisiertem Blech-den Pflanzen direkt zugeführt wer den,
indem die Jauche sich von beiclen Off- nungen de"Verteilers aus in auseinander- jiiessenden Zweigstrahlen unter die Blätter in direkteste N#he der Wurzelst#cke ergie#en kann. Die Bl#tter werden w#hrend des Fahrens vom Verteiler leicht nach vorn gedr#ckt und bleiben dadurch vom Bespritztwerden ver schont.
Die Fig. 1 und 2 stellen Seitenansicht und Draufsicht dar. Mit A ist ein Verbin dungsst#ck vom Fa# zum Verteiler, mit B ein Einf#@nungsst#ck und mit C ein Bogen s@#ck bezeichnet. D bezeichnet einen nach einem Winkel von 45# gekr#mmten Stutzen.
I) Verbindungsst#ck A besteht zweck- m##ig aus einem Schlaueh aus imprägniertem Segeltuch (eventuell R#hre), dessen L#nge jeweils durch den Abstand vom Auslauf hahnen am Jauchefa# bis zum Erdboden be stimmt wird. Dieses Verbindungsst#ck kann tibf-n am Fassauslaufe mittelst des Stutzens D beiestigt werden. Dieser besitzt eine Kreis rinne, um am Ausgu#st#ck des Jauchefasses drehbar befestigt werden zu k#nnen. Es kann zum Beispiel das Ausg'ussstück nach Patent Xr. @r. 56732 oder 61751 ben#tzt werden.
Unten ist das Verbindungsst#ck A #ber das Einf#hrungsst#ck B gestülpt und zum Beispiel mittelst galvanisiertem Eisendraht, der r um die Rinnen a und b gespannt wird (oder mittelst Schnur), festgemacht. Der g anze Verteiler (B--C) wird zweckmässig aus gaz alvanisiertem Blech verfertigt.
Das Einf#hrungsst#ck B ist leicht nach oben gew#lbt und ist mit den zwei Rinnen n und b, die nach einw#rts geschlagen sind, versehen, um das Verbindungsst#ck A -- wie os oben dargetan-befestigen zu kön- nen. Die Verbindung von B und C wird erm#glicht durch Umschlagen von B bei c, und es wird dieser Umsehlag mit C auf der Aussenseite vernietet.
Beim Bogenstück C, dem eigentliehen Ver teiler, wird bei c ein Loch gestanzt, genau so, dass das Einführungsstück B eingef#hrt wer- den kann. Der Abstand e--f betr#gt zweck- m##ig 10 cm. Die Biegung des Rohres C hat einen Winkel von 120 , damit ein Verstopfen desselben durch ganz dicke Jauche, ausge- schlossen ist. Die Lange. f--g und f--h kann je nach Reihenabstand der Kulturen beliebig gew#hlt werden.
Bei f wird die Jauche zu- r#ckgeschlagen, verteilt sich gleichm##ig auf beide Seiten und kommt spiralförmig bei g. resp. h aus dem Rohr. Es l##t sich durch das Verfahren selbst dicke Jauche gut und zweckmässig verteilen.