CH87296A - Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen. - Google Patents

Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen.

Info

Publication number
CH87296A
CH87296A CH87296DA CH87296A CH 87296 A CH87296 A CH 87296A CH 87296D A CH87296D A CH 87296DA CH 87296 A CH87296 A CH 87296A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
resistance
oven
furnace
grate
oven according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Erichsen Abraham Marthinius
Original Assignee
Erichsen Abraham Marthinius
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erichsen Abraham Marthinius filed Critical Erichsen Abraham Marthinius
Publication of CH87296A publication Critical patent/CH87296A/de

Links

Landscapes

  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description


  Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Ofen, insbesondere zum     Schmelzen     von Metallen, mit über der Beschickung an  geordneten elektrischen Widerstandskörpern.  Die Erfindung besteht darin, dass die Wider  standskörper über der Beschickung nach Art  eines Rostes frei beweglich nebeneinander an  geordnet sind.  



  Auf der Zeichnung sind vier Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes dar  gestellt, und zwar zeigen  Fig. 1 den elektrischen Schmelzofen im  senkrechten Längsschnitte,  Fig. 2 im senkrechten Querschnitte,  Fig. 3-5 drei andere Ausführungsformen  des Ofens im Schnitte.  



  Der Ofen besteht in allen Ausführungs  formen aus einem mit feuerfestem Material 1,  z.B. mit Schamotte, ausgefütterten Ofenkasten 2  aus Eisen oder dergleichen, der in Drehzapfen  3, 4 kippbar gelagert ist.  



  In Fig. 1 und 2 der Zeichnung ruht der  Ofen in Ständern 5, 6 und kann mittelst  eines auf dem Zapfen 4 sitzenden Schnecken-    rades 7 gekippt werden. 8 ist die     Beschik-          kungsöffnung,    die auch für die Entleerung  des Ofens nach beendeter Schmelzung benutzt  werden kann. Im Abstande über dem Bad 11  sind eine grössere Anzahl elektrischer Wider  standsstäbe 10 in einer Reihe mit geringem  Abstande parallel nebeneinander angeordnet,  so dass ein flacher, langgestreckter Wider  standsrost entsteht, der das Schmelzgut auf       seiner    ganzen     Länge    durch seine strahlende  Wärme gleichmässig auf hohe Temperatur  erhitzt.

   Die     Widerstandsstäbe    sind frei be  weglich in den Ofen eingehängt und treten  durch     Öffnungen    16 in der Ofenwand nach  aussen, so dass sie sich bei den entstehenden       Temperaturänderungen    ausdehnen und zu  sammenziehen     kennen.     



  Infolge der     Iiippbarkeit    des Ofens kann  nicht nur die Beschickung nach erfolgter       Schmelzung    bequem durch die     Öffnung    8  entleert     werden,    sondern es kann auch wäh  rend der     Schmelzung    durch Schrägstellung  des Ofens der Abstand zwischen dem Heiz  stabroste 10 und der Oberfläche des Metall-      bades 11 geändert und dadurch das Schmelz  gut nach Erfordernis örtlich stärkeren oder  schwächeren Erhitzungen ausgesetzt werden.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 der  Zeichnung ist ein zweireihiger Heizstabrost 10  im Abstande über der Beschickung 11 auf  gehängt, der in der Mitte durch den     Beschik-          kungstrichter    13 unterbrochen wird. Durch  diese Anordnung des     Beschickungstrichters     wird erreicht, dass das Schmelzgut während  der Beschickung durch den beiderseits des  Beschickungstrichters 13 angeordneten     Heiz-          stabrost    10 gut vorgewärmt wird.  



  Damit die während des Schmelzens ent  stehenden Metall- oder sonstigen Dämpfe von  den Öffnungen 16 in der Ofenwand, durch  welche die Widerstandsstäbe nach aussen  treten, ferngehalten werden und die freie     Be-          wegiiehkeit    der Heizstäbe 10 nicht dadurch  beeinträchtigt wird, dass sich die entstehen  den Dämpfe in den Öffnungen 16 konden  sieren. wird der Ofenraum über der     Beschik-          kung    11 unter sehwachem Unterdrucke ge  halten. In Fig. 3 ist zu diesem Zwecke im  Deckelstein eine Lüftungsöffnung 14 ange  ordnet, die ein sehwaches Abziehen der     Metall-          oder    sonstigen Dämpfe durch den Fülltrichter  13 bewirkt.

   Die Öffnungen 16 in der Ofen  wand werden somit von den Dämpfen frei  gehalten.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 der  Zeichnung ist im Abstande über dem Metall  bad 11 gleichfalls ein zweireihiger Wider  standsrost 10 angeordnet. Der Ofen ist hier  noch mit einem besonderen Vorwärmeraume 12  über     dem    eigentlichen Schmelzherde versehen.  der von unten durch den zweireihigen     Heiz-          stabrost    10 erhitzt wird. Die über dein Schmelz  herde entstehenden Dämpfe entweichen bei  dieser Ausführung entweder durch den Ver  bindungstrichter 1 7 oder durch Seitenöffnun  gen 15 nach der Vorwärmekammer 12 und  von da aus durch die Lüftungsöffnung 14 im  Deckelstein ins Freie.  



  Bei dem Ofen nach Fig. 5 liegen die     Heiz-          stäbe    10 senkrecht zur Kippachse. Der Füll  trichter 13 ist hier seitlich angebracht, doch    ist bei dieser Anordnung die V orwärmung  des Schmelzgutes nicht so gut wie bei der  Ausführung nach Fig. 3 und 4, w o der das  Gut in den Herdraum bringende Trichter 13,  bezw. 17 den Heizstabrost in der Mitte     durch-          brieht,    so dass das Gut von beiden Seiten  durch Wärmeausstrahlung des Heizrostes er  hitzt wird. Die Lüftung, beziehungsweise der  Abzug der entstehenden Dämpfe erfolgt in  Fig. 5 entweder durch den seitlich angebrach  ten Fülltrichter 13 und durch die obere Öff  nung 14 oder durch ein besonderes, über  dem Heizstabroste in den Herdraum münden  des Lüftungsrohr 18.

   Der Ofen ist in Fig. 5  auf Rädern 19 gelagert und fahrbar gemacht.  Die Räder 19 sind um die Kippachse 4 des  Ofens drehbar.  



  Die     Lüftungsöffnungen    werden in allen  Ausführungsformen zweckmässig verstelibar  eingerichtet, um den im Ofen Herrschenden  Unterdruck regeln und die Lüftungsöffnun gen  besonders während des letzten Teils der  Schmelzung ganz klein stellen zu können.  Die Verstellbarkeit der Lüftungsöffnungen  kann durch bekannte Mittel, z. B. durch Steh  platten, Stellschieber, Klappen oder derglei  chen, erreieht werden.  



  Die ein- oder     mehrreihig    angeordneten  Widerstandsstäbe können rund, eckig oder  von sonstigem Quersehnitte sein. Anstatt  parallel können sie auch in anderer Weise  rostartig angeordnet sein, so können sie zum  Beispiel auch radial zueinander stehen     oder     konzentrisch angeordnet sein. Aueh können  die Widerstandsstäbe durch nebeneinander  angeordnete Platten ersetzt werden.  



  Die     Widerstandsstäbe    bestehen     zweck-          mässigerweise    aus zu     deii    Stromleitern zwei  ter Klasse zählendem Material, vorzugsweise  aus Karbiden, z. B.     Siliziumkarbid,    und     k;;n-          neu    ständig Temperaturen von 1400 bis     l.tiüt!'-'        G     aushalten.

   Der Ofen wird daher     vorzugsweise     zum Schmelzen schwer     sehmelzbarer    Metalle  benutzt, deren     Schmelzpunkt        urfiter        dieser     Temperatur liegt, zum Beispiel Kupfer,     Nickel.     Aluminium, Eisen     ete.,    und Legierungen die  serMetalle, besonders auch     Messinglegierungen.     Der Ofen kann aber auch zum     Schmelzen         anderer Materialien und zu andern Zwecken,  zum Beispiel zu Destillationszwecken, An  wendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen, mit über der Beschickung ange ordneten elektrischen Widerstandskörpern, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstands körper über der Beschickung nach Art eines Rostes frei beweglich nebeneinander ange ordnet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Widerstandskörper durch Öffnungen in der Ofenwand nach aussen treten und der Ofenraum oberhalb der Beschickung, um eine Verstopfung dieser Öffnungen durch kondensierte Dämpfe zu verhindern und die freie Beweglichkeit der Widerstandskörper nicht zu beeinträch tigen, während der Arbeit unter schwa chem Unterdrucke steht. 2.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Widerstandsroste Lüftungsöffnun gen angeordnet sind, die einen schwachen Zug auf den Ofenraum oberhalb der Be schickung ausüben. 3. Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die Lüftungsöffnungen verstell bar sind, um den Unterdruck im Ofen raume regeln zu können. 4. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeiehnet, dass der Abstand zwischen dem Widerstandsroste und der Oberfläche der Beschickung durch Kippbarkeit des Ofens veränderlich ist. 5.
    Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Widerstandsrost durch einen Beschickungstrichter unterbrochen und somit gleichzeitig eine Vorwärinung des Gutes durch beiderseitige Wärme bestrahlung mittelst des Widerstandsrostes erzielt wird. 6. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass über dein Widerstandsrost ein besonderer Vorwärmerauni eingebaut ist, der von dem Widerstandsroste von unten erhitzt wird. . 7. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ofen auf Rädern fahr bar ist, welche um eine Kippachse des Ofens drehbar sind.
CH87296D 1918-06-26 1919-12-29 Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen. CH87296A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO87296X 1918-06-26
NO50919X 1919-09-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH87296A true CH87296A (de) 1920-11-16

Family

ID=26647555

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH87296D CH87296A (de) 1918-06-26 1919-12-29 Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH87296A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3203433C2 (de) Anwärmofen für langgestrecktes Gut
DE2221635A1 (de) Pflugschar fuer hochtemperatur-anwendung
CH87296A (de) Ofen, insbesondere zum Schmelzen von Metallen.
DE2200575A1 (de) Widerstandsbeheizter Schmelz- oder Warmhalteofen fuer horizontale Stranggiessvorrichtungen
DE1758058A1 (de) Vorrichtung zur Waermebehandlung
EP0019007B1 (de) Schmelzofen hoher Leistung für das Schmelzen aggressiver Mineralstoffe mit steilen Viskositätskurven
DE431357C (de) Anordnung zur Beheizung von Glueh- und Haerteoefen
DE1285676B (de) Ofen zum Trocknen oder graphitisierenden Gluehen von Kohleelektroden
US1367364A (en) Electric furnace
DE680185C (de) Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum Blankgluehen
DE521201C (de) Direkt beheizter Destillationsofen
DE258202C (de)
DE2553697A1 (de) Metallschmelzofen
DE2616710C3 (de) Vorrichtung zur Vakuumdestillation von schmelzflüssigen Metallen
DE715847C (de) Bewegungsvorrichtung in mit Schutzgas gefuellten Muffeln von Gluehoefen zum Vorwaermen von Plattiergut
DE428757C (de) Verfahren zur Erhoehung der Waermeuebertragung in industriellen OEfen (besonders Walzwerksoefen)
DE1210132B (de) Tiegelschoepfofen zum Schmelzen von Nichteisenmetallen
DE662761C (de) Um 360íÒ drehbarer Metallschmelzofen
DE385367C (de) Schwelvorrichtung
DE592921C (de) Elektrischer Schmelzofen fuer Aluminiumlegierungen
DE690921C (de) Elektrischer Lichtbogen-Reduktionsofen mit ringfoermiger Abstichrinne
DE2019490C (de) Durchstoßofen
DE28874C (de) Gyps-Brennofen
DE1252222B (de) Tiefofen
DE7200427U (de) Widerstandsbeheizter Schmelz- oder Warmhalteofen für horizontale Stranggießvorrichtungen