CH83602A - Inhalationsvorrichtung - Google Patents
InhalationsvorrichtungInfo
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Description
Inhalationsvorrichtung. Es sind Vorricbtungen bekannt, die unter Druck feinst verteilte Medikamente in die Atmungsorgane bringen; ebenso sind Vor richtungen bekannt, die vibrierende Luft ströme in die Atmungsorgane treiben. Die Leistungen derartiger Vorrichtungen sind ungenügend, weil die Medikamente einer seits nur in einer der normalen Atmung ent sprechenden Dosis, anderseits durch die mit vibrierenden Luftströmen arbeitenden Vor richtungen nicht zur Gänze, sondern höch stens mit ihren flüchtigen Bestandteilen in die Lungen gelangen.
Die Erfindung betrifft eine Inhalations vorrichtung, bei welcher stossweise einge führte Pressluft durch medikamentöse Stoffe geleitet wird und dabei die vorgenannten Nachteile vermieden werden.
Zu diesem Zweck ist in einer Hauptluft leitung zwiscben einer Pressluftquelle und einem Inhalationsmundstücke der obere Teil eines Behälters für die Medikamente etc. ein geschaltet, für deren Aufnahme in flüssigem Zustande sein unterer Teil bestimmt ist, welch letzteren Zerstäuber reichen, die an eine mit der Pressluftquelle verbundene Nebenleitung angeschlossen sind, zum Zwecke, dass die medikamentösen Stoffe feinst zerstäubt in den obern Behälterteil und aus diesem gemeinsam mit lern stoss weise arbeitenden Hauptluftstrom in die ent ferntesten Luftwege der Atmungsorgane ge langen.
In der Zeichnung ist, in Fig. 1 ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des in Ansicht, zum Teil im vertikalen Längsschnitte dargestellt; die Fig. 2 bis 13 veranschaulichen Einzelheiten, zum Teil in verschiedenen Ausführungsformen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausfüh rungsbeispiel ist auf einem Gestell 1 ein an jede Lichtleitung anschliessbarer Elektro motor 2 angebracht, durch den eine Druck pumpe 3 und eine Saugpumpe 4 mittelst einer Kurbelwelle 5 abwechselnd betätigt -\verden. Die von der Druckpumpe 3 gelie ferte Pressluft gelangt in die Hauptluftleitiang 6 und in die Nebenluftleitung 'i. Erstere führt durch einen Hahn 8 in das Untersatz- rohr 9 eines Filters 10 und aus diesem letz teren durch einen Hohlkörper 11 in den obern Teil eines Medikamentenbehälters 12,
in dessen unterem Teil sich die zur Inhala tion bestimmten medikamentösen Stoffe 73 etc. in flüssigem Zustande befinden. In die sen untern Teil des Behälters 12 reichen Zerstäuber 14, die durch den Pressluftstrom aus der Nebenluftleitung 7 zur Wirkung ge bracht werden. Hierdurch wird das Medika ment in feiest zerstäubter Form oder ver nebelt in den obern Behälterteil gebracht und gelangt aus dieseln gemeinsam mit lern stossweise arbeitenden Luftstrom aus der Hauptluftleitung 6 in das Mundstückrohr 15 und bis in die entferntesten Luftwege. Das Mundstückrohr 15 ist mit einem von ihm ab zweigenden Abflussröhrchen 16 für abgeson derten Speichel und für sich ausscheidende.
tropfenförmige Medikamententeilchen ver sehen und steht mittelst einer Leitung 17, die durch einen Hahn 18 führt, mit der Saugpumpe 4 in Verbindung. Der Behälter 12 ist mittelst eines Armes 19 mit dem Trä ger 20 des Hohlkörpers 11 verbunden, der eine pneumatische Kammer bildet, um die Luftstösse nach Bedarf abzuschwächen und zu abgerundeten Wellen zu gestalten.
Der Hohlkörperträger 20 ruht mittelst einer Schraubenspindel 21 im Ständer 22, so dass der Hohlkörper 11 samt dem Behälter 12 und dem Mundstückrohr 15 verschieden hoch einstellbar ist, während das den Hohl körper 11 mit dem Filter 10 verbindende Luftrohr 23 in einem vom Filterstoffbehälter aufwärtsreichenden Rohrstücke 24 teleskop artig verschiebbar ist, so dass die Vorrich tung für die entsprechende Mundhöhe eines sitzenden Patienten eingestellt werden kann.
Die Filtrierung der der Vorrichtung zu geführten Luft erfolgt mittelst des nach Art eines Saugkorbes ausgeführten Filters 10. Derartige Filter haben aber bekanntlich den Nachteil, dass die eingepresste Luft an der Wandung des Filtergefässes weniger Wider stand findet als in der Filtermasse, so dass sie dieser auszuweichen sucht. Um diesem Übelstande zu begegnen, ist die Ein- und Austrittsöffnung des Filterstoffbehälters t0 derart verengt, dass die zu filtrierende Luft gegen den mittfern Teil des Filterstoffes ge- drängt und durch Ringrippen 25, die von der Innenwanclung des Behälters abstehen, wiederholt gegen die Behältermitte abge drängt wird, so dass sie möglichst zur Gänze den Filterstoff durchziehen muss.
Um die Reinigung des Zerstäubers 14 leicht vornehmen zu können, ist das An schlussrohr 26 für die Nebenluftleitung 7, das zwecks Zerstäuberwirkung in ein düsen- förmiges Blasröhrchen endet und diesem zu- näichst entsprechende Saugröhrchen trägt unterhalb dieser Röhrchen mit einer stöpsel artigen Verstärkung 26' versehen, die das flaschenhalsartige Ende 12' des Medika mentenbehälters abschliesst, so dass das Röhrenbündel als Ganzes leicht aus denn Behälter genommen werden kann.
Um die Pressluft sowohl aus der Hauptluftleitung 6, als auch aus der Nebenluftleitung 7 vor Ein tritt in den Filter, bezw. in den Behälter 12 in regelbaren Mengen freigeben zu können, ist in der Hauptlufleitung, und zwar im Untersatzrohr 9 des Filters eine Öffnung 9' vorgesehen, die mittelst einer drehbaren Verschlussplatte 27 mehr oder weniger frei gelegt werden kann, welch letztere an einer am Untersatzrohre 9 befestigten Skala 28 (Fig. 2) nach Bedarf einstellbar ist.
Der in der Hauptluftleitung 6 eingeschal tete Hahn 8 und der in der Saugleitung ein geschaltete Hahn 18 sind auf einer gemein samen Welle 32 angeordnet, auf deren einem Ende ein Malteserkrerrz 33 (Fig. I und 6) anfgekeilt ist, in das ein von der Motorwelle angetriebenes Schalt.racl 34 mittelst zweier Zapfen eingreift. die auf an verschiedenen Stellen des Umfan;
-es dieses Schaltrades feststellbaren Trägern 35 befestigt sind #_Fig. 1, 6 und %, irr welch letzterer Figur ein solcher Zapfenträger im Längsschnitte mit einem Teil des Sclialtracles 34 in Ansicht dargestellt ist). Einer der beiden Zapfen träger ist an einem um die Radachse dreh- haren Arme 36 angebracht, so class er leicht beliebig eingestellt werden kann.
Bei der in Fig. 6 dargestellten normalen Einstellung entspricht die eine Hälfte der Umdrehung des Schaltrades der Einatmung und die an- dere Hälfte der Ausatmung. Durch Drehung und Einstellung des Armes 36 kann die Ein- atmungs- oder Ausatmungsperiode verlän gert oder verkürzt werden.
Werden die bei den Zapfenträger 35 um je 180 gedreht, so dass die Zapfen aus dem Bereiche des Malteserkreuzes 33 gebracht sind, so findet keine Schaltung statt, und es kann bei ent sprechender Halmstellung die Druckpumpe allein betätigt werden, cl. h. die Vorrichtung kann als Massierungsapparal verwendet werden, und die Saugpumpe ist ausge schaltet.
Die Hähne 8 und 18 Haben keine durch- bolirten Kücken. sondern besitzen in ler Kückenumfangsfläche rillenartige Ausneh- mungen, die bei den beiden Hähnen uns 90 gegeneinander versetzt angeorduet sind.
Nach der in Fig. 3 dargestellten Einzel heit kann die Öffnung 9' auch einen mit Muttergewinde versehenen Rohransatz 9" erhalten und mittelst eines Schraubenbol zens 29 mit eingefeilter konischer Rinne 30 nach Bedarf freigegeben werden. Die zum Behälter 12 führende Nebenluftleitung 7 kann mittelst eines Hahnes 31 nach Belieben gedrosselt oder abgesperrt werden.
In den Fig. 4 und 5 ist der Hahn 8 im Querschnitt in grösserem Massstabe darge stellt, und zwar in Fig. 4 in der Stellung, in der die Pressluft ins Freie tritt und in Fig. ö in der Stellung, in der sie durch den Filter gedrückt wird.
Die Fig. 8 bis 13 zeigen Varianten der Hähne 18 und S. und zwar ist Fig. 8 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, zum Teil im Schnitte, und die Fig. 9 his 12 sind Quer- sclinitte entsprechend den Fig. 4 und 5. Der Hahn 18, der in Saugluftstrom eingeschaltet ist, erscheint in Fig. 9 in der Stellung, in der die Saugluft aus dem Mundstückrohr 15 gesaugt wird, während er in Fig. 10 in der Stellung gezeigt ist, in der die Luft vrni aussen in die Pumpe 4 gesaugt wird. Der Hahn 8 ist in Fig. 11 in der Stellung darge stellt in der die Pressluft aus der Pumpe 2 ins Freie tritt, und in Fig. 12 in der Stellung. in der sie durch den Filter gedrückt wird.
Bei dieser Variante dient zur Freigabe ler Pressluft in regelbaren Mengen ein an der Oberseite des Halmgehäuses 8' mündender Kanal 37, der mittelst einer mit zwei Hand griffen 38 drehbaren Platte 39 (Fig. 13) nach Bedarf abgeschlossen werden kann, die zu diesem Zwecke mit einem nach einem Ende hin sich verengenden Schlitze 40 versehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Inhalationsvorrichtung, bei welcher stoss weise eingeführte Pressluft durch medika mentöse Stoffe geleitet wird, dadurch ge kennzeichnet, dass in einer Hauptluftleitung zwischen einer Pressluftquelle und eineng lnhalationsstücke der obere Teil eines Be hälters für die Medikamente etc. einge schalt, ist, für deren Aufnahme in flüs sigem Zustande sein unterer Teil bestimmt ist, in welch letzteren Zerstäuber reichen. die an eilte llt der Pressluftquelle verbun dene Nebenleitung angesclllossen sind, ZUM Zwecke, dass die medikamentösen Stoffe, feinsl zerstäubt in den obern Behälterteil und ans diesem geineinsam mit dein stoss weise arbeitenden Hauptluftstrom in die entferntesien Luftwege der Atmungsorgane gelangen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein Mundstückrohr 15 mit mindestens einem von ihm ab zweigenden Alnflussröhrchen 16 für ab gesonderten Speichel und tropfenförmige Medikamententeilchen. 2. Vorrichtulg flach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen in der Haupt luftleitung 6 zwischen der Pressluftquelle und dem Medikamenlenbehälter 12 ein- gesclialt-eten Hohlkörper 11. der als pneu matische Kaieimer dazu dient, die Luft stösse abzuschwächen. 3.Vorri'c.htung nach Patentanspruch, mit all die Druckluftquelle anscIdiessen- dein Filter, --ekeniizeiclinet durch von der Innenwandung des Filterstoff- behälters 10 abstehende Ringrippen 25. mittelst deren die durch ein Unter satzrohrstück 9 und eine Verengung des Behälters in diesen eingepresste Luft wie derholt gegen die Behältermitte abge drängt werden soll, zum Zwecke, dass sie zur Gänze den Filterstoff durchziehen muss. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Medikamenten behälter 12 an dem als pneumatische Kammer wirkenden Hohlkörper 11 be festigt und samt diesem verschieden hoch einstellbar ist, während das den Hohl körper mit dem Filter verbindende Luft rohr 23 in eineng vom Filterstoffbehälter aufwärtsreichenclen Rohrstücke 24 tele- sk opartig verschiebbar ist, zum Zwecke, dass die Vorrichtung für die Mundhöhe des Patienten eingestellt werden kann. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auschlussrohr 26 für die Nebenluftleitung 7, das zwecks Zerstäuberwirkung in ein düsenförmiges Blasröhrchen endet und cliesem zunächst entsprechende Saugröhrchen trägt, unter halb dieser Röhrchen mit einer stöpsel artigen Verstärkung 26' versehen ist, die las flaschenhalsartige Ende 12' des Me dikamentenbehälters abschliesst, züm Zwecke, dass die Zerstäuberröhrchen als Ganzes aus dem Behälter genommen werden können. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenuzeichnet, dass die Pressluft sowohl aus der Hauptluftleitung 6, als auch aus der zum Medikamentenbehälter führen den Nebenleitung 7 vor Eintritt in den Filter, bezw. in den Medikamenten behälter mittelst einsteillbarer Organe in regelbarer Menge freigegeben werden kann, wodurch sowohl die vibrierenden Luftströme, als auch die die Vernebelung bewirkende Luft auf die gewünschte Stärke einstellbar werden, zum Zwecke. lass sie nur massierend oder nur durch Glas mitgeführte, vernebelte Medikament oder sowohl mechanisch, als auch gleich zeitig stofflich wirksam werden. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass zur regel baren Freigabe der Pressluft in der Haupfluftleitung eine Öffnung vorge sehen ist, die mittelst einer drehbaren Verschlussplatte nach Bedarf freigegeben werden kann. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass zur regel baren Freigabe der Pressluft in der Haupt luftleitung eine Offnung vorgesehen ist, die mittelst eines Schraubenbolzens reit eingeteilter konischer Rinne nach Be darf freigegeben werden kann. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass zur regel baren Freigabe der Pressluft in der Hauptluftleitung eine Öffnung vorge sehen ist, die mittelst einer verschieb baren, mit einem sich verengenden Schlitze versehenen Platte nach Bedarf freigegeben werden kann. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch, mit je einer Druck- und einer Saugpumpe, in deren Druck-, bezw. Saugstrom Un terbrechungsorgane eingebaut sind, da durch gekennzeichnet, dass diese Organe aus zwei auf einer gemeinsamen Welle 32 befestigten Hähnen bestehen, mittelst, deren die Luftleitung aus der einen oder der andern Pumpe dadurch abwech selnd geschlossen oder geöffnet werden kann, dass die Halmkücken an ihrem Umfange mit um 90 gegeneinander ver setzten, rillenartigen Ausnehmungen ver sehen sind. 1 t.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 6,<B>7</B>, 8, 9 und 10. dadurch gekennzeichnet., dass die Welle der die Luftleitungen der beiden Pumpen schliessenden Hähne mit einer Schaltvorrichtung versehen ist, mit. von der i@Iotorwelle angetriebenem Schaltrade 34, (-las zwei drehbare Zap- fe@nlr < iger 35 besitzt. von denen einer an- einem um die Radachse verstellbaren Arm 36 angebracht ist, so dass durch Dre hung und Einstellung des Armes die Einatmungs- und Ausatmungsperiode verlängert, bezw.verkürzt werden kann, oder durch Drehung der Zapfenträger die Saugpumpe ausgeschaltet. werden Kann,
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