CH720562B1 - Schuh ohne Fersennaht - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuh mit einem einstückigen Quartier (4) ohne Fersennaht und mit in das Quartier integrierter Fersen-Verstärkung (10). Gemäss einer Ausführungsart der Erfindung ist ein Abschnitt (4c) des Quartiers (4) in eine Außenschicht und eine Innenschicht gespalten, wobei die Fersen-Verstärkung (10) sandwichartig zwischen der Außenschicht und der Innenschicht des Quartiers (4) angeordnet ist.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuh, insbesondere einen Schuh mit einstückigem Quartier ohne Fersennaht und mit in das Quartier integrierter Fersen-Verstärkung. Offenbart wird außerdem ein Herstellungsverfahren für den vorgenannten Schuh.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Schuhe bekannt, die Quartiere mit Fersennaht aufweisen. Die Fersennaht wird häufig benötigt, um dem Schuh im Fersenbereich die gewünschte gewölbte Fersenform zu geben. Außerdem sind dem Stand der Technik Schuhe mit einer Fersen-Verstärkung zu entnehmen, die dem Schuh im Fersenbereich die nötige Stabilität gibt. Für die Schuhe aus dem Stand der Technik werden ein Deckleder oder Oberleder auf der Außenseite des Schuhs und der Verstärkung sowie ein Futterleder auf der Innenseite des Schuhs und der Verstärkung benötigt. Schuhe mit Oberleder und Futterleder haben also zwei Lagen Leder, die miteinander verbunden werden müssen, beispielsweise durch Vernähen, und sind arbeits-, material- und dadurch kostenintensiv. Alternativ oder zusätzlich werden Fersennaht und/oder Fersen-Verstärkung durch eine außen auf das Oberleder aufgesetzte Kappe kaschiert, wobei sich in diesem Fall die Verstärkung auf der Außenseite einer einzigen Lederschicht, also eines Oberleders, befindet. Die Nähte zum Vernähen von Futterleder und Oberleder im Bereich des Quartiers, die Fersennaht und/oder die Kappe und deren Naht können Einschränkungen in der Optik und/oder dem Tragekomfort mit sich bringen.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Schuh bereitzustellen.
[0004] Die Erfindung ist definiert durch den unabhängigen Patentanspruch. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Schuh mit einem einstückigen Quartier ohne Fersennaht und mit in das Quartier integrierter Fersen-Verstärkung.
[0005] Als Quartier kann jener Teil eines Schuhs verstanden werden, der das die Ferse umschließende Rückteil aufweist. Insbesondere wird nicht lediglich der die Schnürung einschließende Teil darunter verstanden, wobei dieser jedoch umgekehrt zum Quartier gehören kann. Insbesondere kann das Quartier einen fußaußenseitigen Abschnitt, einen fußinnenseitigen Abschnitt und einen Fersenabschnitt aufweisen.
[0006] Gemäß der Erfindung ist das Quartier einstückig, d.h. es besteht aus einem einzigen Materialstück des Hauptmaterials und/oder aus einem einzigen Schnittteil.
[0007] Unter Fersennaht wird eine Naht im Bereich des die Ferse umschließenden Teils des Quartiers verstanden. Insbesondere kann es sich um eine Hinternaht und/oder eine senkrechte Fersennaht, insbesondere eine senkrechte Fersenmittelnaht handeln. Die Fersennaht kann so positioniert sein, dass sie im Wesentlich mittig an der Ferse eines Trägers sitzt. Andere Positionen sind möglich.
[0008] Die Fersen-Verstärkung dient der Erhöhung der Stabilität des Schuhs im Fersenbereich im Vergleich zur Stabilität des Schuhs, die dieser ohne die Verstärkung hätte. Die weiteren Eigenschaften werden weiter nachfolgend diskutiert.
[0009] Erfindungsgemäß kann ein Abschnitt des Quartiers in eine Außenschicht und eine Innenschicht gespalten sein. „Außen“ und „innen“, wie auch alle weiteren Richtungs- und Positionsangaben beziehen sich hierbei auf den fertigen Schuh und gegebenenfalls auf den Schuh wie er am Fuß eines Trägers sitzt.
[0010] Gemäß einem optionalen Aspekt der Erfindung weist das Quartier eine fußaußenseitige Vorderkante, eine fußinnenseitige Vorderkante, eine sohlenseitige Kante und eine Oberkante auf, wobei das Quartier abschnittsweise in eine Außenschicht und eine Innenschicht gespalten ist, und wobei sich der gespaltene Abschnitt von der fußaußenseitigen Vorderkante zur fußinnenseitigen Vorderkante erstreckt und von der sohlenseitigen Kante teilweise in Richtung zur Oberkante erstreckt. Insbesondere kann also das Quartier entlang der gesamten sohlenseitigen Kante gespalten sein, während das Quartier entlang eines Teils, vorzugsweise entlang der gesamten Oberkante nicht gespalten sein kann.
[0011] Die Fersen-Verstärkung ist bevorzugt sandwichartig zwischen der Außenschicht und der Innenschicht des Quartiers angeordnet.
[0012] Das Quartier kann jedes geeignete Material aufweisen. Es ist bevorzugt, dass das Quartier ein Material aufweist, bevorzugt im Wesentlichen das Material aufweist, wobei das Material eine oder mehrere der folgenden, für Schuhe bzw. die Schuhherstellung adäquate Eigenschaften aufweisen kann: – Flexibilität; – Leichter Grad an Verformbarkeit; – Formstabilität nach der Formgebung; – Spaltbar; – Abriebfestigkeit, – Langlebigkeit, – Resistenz gegen Wasser.
[0013] Es ist bevorzugt, dass das Quartier wenigstens abschnittsweise, bevorzugt im Wesentlichen, ein spaltbares Material aufweist. Das Material kann eines oder mehrere der folgenden Materialien aufweisen: – Leder; – Filz; – Kunststoff, insbesondere Kunstleder; – Lederersatzprodukt, beispielsweise: o tierisches Retortenleder; o pflanzliches Leder, beispielsweise Ananasleder, Pilzleder.
[0014] Das Material des Quartiers kann eine Stärke von 1,5 mm - 4 mm, vorzugsweise 2,5 mm - 3 mm haben.
[0015] Der Schuh kann ferner ein Vorderblatt aufweisen. Bevorzugt weist der Schuh ein Oberteil aus lediglich zwei Teilen auf, nämlich dem Vorderblatt und dem Quartierteil. Das Vorderblatt kann generell und insbesondere im Falle des zweiteiligen Oberteils eine Zunge aufweisen. Unter dem Begriff Vorderblatt kann der vordere Teil des Schuhschaftes verstanden werden. Insbesondere weist das Vorderblatt die Schuhspitze auf. Das Vorderblatt kann eine Verbindung mit dem hinteren Teil (d.h. Quartier) eingehen.
[0016] Der Schuh kann ein Vorderblatt mit einem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, aufweisen. Hierbei kann die Innenschicht des Quartiers einen sich von der fußaußenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitz und einen sich von der fußinnenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitz aufweisen, wobei die Schlitze als Zugang für das Vorderblatt zum Bereich zwischen Außenschicht und Innenschicht des Quartiers konfiguriert sind. Die Schlitze erstrecken sich bevorzugt durch die gesamte Dicke der Innenschicht des Quartiers.
[0017] Das Vorderblatt kann in dem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, wenigstens abschnittsweise zum Rand hin dünner ausgebildet sein. Vorzugsweise verjüngt sich das Vorderblatt im genannten Bereich kontinuierlich zum Rand hin. Diese kann dazu beitragen, dass der Rand des sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegten Vorderblatt-Bereichs weniger stark durch die Außenschicht zu sehen und/oder zu fühlen ist, als dies ohne die Verdünnung bzw. kontinuierliche Verjüngung der Fall wäre.
[0018] Das Vorderblatt kann in dem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, wenigstens abschnittsweise mit dem Quartier verbunden sein, beispielsweise vernietet, verschraubt, verklebt und/oder vernäht sein.
[0019] Das Vorderblatt kann im Bereich der Spitze in eine Innenschicht und eine Außenschicht gespalten sein. Eine Spitzen-Verstärkung kann sandwichartig zwischen der Innenschicht und der Außenschicht des Vorderblatts angeordnet sein.
[0020] Das zum Material des Quartiers Gesagte gilt für das Vorderblatt entsprechend: Das Vorderblatt kann jedes geeignete Material aufweisen. Es ist bevorzugt, dass das Vorderblatt ein Material aufweist, bevorzugt im Wesentlichen das Material aufweist, wobei das Material eine oder mehrere der folgenden, für Schuhe bzw. die Schuhherstellung adäquate Eigenschaften aufweisen kann: – Flexibilität; – Leichter Grad an Verformbarkeit; – Formstabilität nach der Formgebung; – Spaltbar; – Abriebfestigkeit, – Langlebigkeit, – Resistenz gegen Wasser.
[0021] Es ist bevorzugt, dass das Vorderblatt wenigstens abschnittsweise, bevorzugt im Wesentlichen, ein spaltbares Material aufweist. Das Material kann eines oder mehrere der folgenden Materialien aufweisen: – Leder; – Filz; – Kunststoff, insbesondere Kunstleder; – Lederersatzprodukt, beispielsweise: o tierisches Retortenleder; o pflanzliches Leder, beispielsweise Ananasleder, Pilzleder.
[0022] Das Material des Vorderblatts kann eine Stärke von 1,5 mm - 4 mm, vorzugsweise 2,5 mm - 3 mm haben.
[0023] Die Fersen-Verstärkung und/oder die Spitzen-Verstärkung kann jeweils jedwede Art von Verstärkung sein. Beispielsweise kann die Fersen-Verstärkung und/oder die Spitzen-Verstärkung ein eingesetztes Teil, das heißt einen Festkörper, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann die Fersen-Verstärkung und/oder die Spitzen-Verstärkung eine versteifenden Komponente, beispielsweise Epoxidharz, aufweisen. Als versteifende Komponente wird ein Stoff verstanden, der zunächst formbar ist und nach der Formgebung aushärtet und/oder ausgehärtet werden kann. Nach dem Aushärten hat die Komponente bevorzugt eine höhere Steifigkeit bzw. weniger Flexibilität als der restliche Schuhschaft. Die Verstärkung ist an den auslaufenden Enden zum Fuß hin bevorzugt derart versteift bzw. flexibel, dass eine Bewegung des Schuhs mit der Abrollbewegung des Fußes möglich bleibt. Beispielsweise wird Leder oder Kunststoff für die Fersen- und/oder Spitzen-Verstärkung verwendet.
[0024] Das Oberteil kann frei von einem separaten Futterteil sein.
[0025] Das Quartier kann im Bereich der Ferse eine gewölbte Fersenform aufweisen. Das heißt, es kann ein Fersenbogen vorhanden sein.
[0026] Der Schuh und insbesondere das Quartier kann ein oder mehrere Verschlussteile aufweisen, bevorzugt eine oder mehrere Ösen, einen oder zwei komplementäre Reißverschlussschenkel, einen oder mehrere Teile einer Schnalle, einen oder mehrere Gummizüge, und/oder einen oder mehrere Teile eines Klettverschlusses. Die ein oder mehreren Verschlussteile können einen Verschluss bilden. Der Verschluss kann es ermöglichen, den Schuh zum Anziehen zu öffnen und nach dem Hineinschlüpfen auf den Fuß einzustellen und/oder am Fuß zu fixieren.
[0027] Der Verschluss, bspw. eine Schnürung kann so gestaltet sein, dass sich für die Durchschnittswerte des Rists und des Fersenmaßes Verstellmöglichkeiten in beide Richtungen, d.h. stärker schließen oder lockern, ergeben.
[0028] Der Schuh kann eine Sohle aufweisen. Auch mehrere, über die Fußsohle verteilte Sohlenabschnitte sind möglich.
[0029] Der Schuh kann im Rahmen der beschriebenen Randbedingungen einen beliebigen Schnitt aufweisen, beispielsweise einen Derby-Schnitt oder Oxford-Schnitt. Der Schuh kann ein Schuh mit oder ohne Oberteil oberhalb des Knöchels sein. Der Schuh kann ein Halbschuh, eine Stiefelette, ein Stiefel, ein Chelsea-Boot, ein Mokassin, ein Jodhpur-Boot, oder ein Slipper sein.
[0030] Die vorliegende Offenbarung betrifft gemäß einem weiteren Aspekt ein Verfahren zur Herstellung eines Schuhs mit fersennahtfreiem Quartier, aufweisend: – Bereitstellen eines einstückigen Quartier-Schnittteils mit einer fußinnenseitigen Vorderkante, einer fußaußenseitigen Vorderkante, einer Oberkante und einer sohlenseitigen Kante; und – Integrieren einer Fersen-Verstärkung in das Quartier-Schnittteil.
[0031] Hierbei ist das Quartier-Schnittteil für die Herstellung eines Quartiers ohne Fersennaht konfiguriert.
[0032] Das Verfahren kann ferner aufweisen: – abschnittsweises Spalten des Quartier-Schnittteils in eine Außenschicht und eine Innenschicht, wobei sich der gespaltene Abschnitt von der fußaußenseitigen Vorderkante bis zur fußinnenseitigen Vorderkante des Quartiers erstreckt und von der sohlenseitigen Kante teilweise in Richtung zur Oberkante erstreckt; – sandwichartiges einbringen der Verstärkung zwischen der Außenschicht und der Innenschicht des Quartier-Schnittteils.
[0033] Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren aufweisen: – Formen des Quartier-Schnittteils zur Herstellung einer gewölbten Fersenform, insbesondere Walken.
[0034] Das Walken des Quartier-Schnittteils kann aufweisen: Anfeuchten des Quartier-Schnittteils und Aufziehen des angefeuchteten Quartier-Schnittteils auf eine, bevorzugt metallene, Positiv-Negativ-Form der gewünschten Fersenform, wobei die Positiv-Negativ-Form bei aufgezogenem Quartier-Schnittteil eine dem Material des Quartier-Schnittteils angepasste Temperatur aufweist, wobei optional die Temperatur beträgt: – 55°C bis 65°C, vorzugsweise 60°C, für pflanzliche Leder; und/oder – 75°C bis 85°C, vorzugsweise 80°C, für chromgegerbte Leder.
[0035] Der Schritt des Walkens betrifft insbesondere die Bearbeitung des Quartier-Schnittteils, wenn es sich bei dessen Material um tierisches Leder, Retortenleder, und/oder pflanzliches Leder handelt. Andere Materialien können entsprechend der für diese Materialien bekannten Formgebungsverfahren in Form gebracht werden. Beispielsweise können auch Filz und/oder Kunststoff durch mechanisches Ziehen und Drücken und unter Nutzung von Positiv-Negativformen mit Feuchtigkeit und Hitze in Form gebracht werden.
[0036] Das Verfahren kann aufweisen: abschnittsweises Einlegen eines Vorderblatts zwischen die Außenschicht und die Innenschicht des Quartier-Schnittteils. Für diesen Fall und/oder aus anderen Gründen kann das Verfahren aufweisen: – Herstellen eines sich von der fußaußenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes und eines sich von der fußinnenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes jeweils in der Innenschicht des Quartier-Schnittteils, wobei die Schlitze als Zugang für das Vorderblatt zum Bereich zwischen Außenschicht und Innenschicht des Quartier-Schnittteils konfiguriert sind.
[0037] Vorzugsweise werden einer oder beide Schlitze derart hergestellt, dass er bzw. sie sich durch die gesamte Dicke der Innenschicht erstreckt bzw. erstrecken.
[0038] Das Verfahren kann aufweisen: – wenigstens abschnittsweises Verbinden des Vorderblatts und des Quartier-Schnittteils im Überlappungsbereich, wobei das Verbinden optional aufweist: Verkleben, Vernieten, Verschrauben und/oder Vernähen.
[0039] Das Verfahren kann aufweisen: Verbinden von Vorderblatt und Quartier mit einer Sohle.
[0040] Die Verfahren können zur Herstellung der hierin beschriebenen erfindungsgemäßen Schuhe dienen.
[0041] Aus einzelnen oder einer Kombination der vorgenannten Aspekte können vorteilhafte Eigenschaften resultieren: – Erhöhte Haltbarkeit: am gesamten Schaft sind kaum Nähte vorhanden. Nähte sind grundsätzlich anfällig für Verschleiß und das Eindringen von Wasser. Verschlissene Nähte führen dazu, dass Futter und Oberleder sich trennen oder Oberlederteile sich voneinander lösen. Die Oberkante und Ferse kommen komplett ohne Nähte aus. – Form, Halt: durch die teilweise Einspaltung des Vorderblatts und des Quartierteils wird das Einsetzen von Steifkappen (d.h. Verstärkungen) ermöglicht, die Formstabilität sowie Halt und Schutz in sensiblen Bereichen gewährleisten. – Stabilität, Festigkeit: durch die Sandwichtechnik beim Übergang von Vorderblatt und Quartierteil wird eine sehr stabile Verbindung erzielt, die die klassische Verbindung durch Zusammennähen zweier Teile an Stabilität und Haltbarkeit übertreffen kann. – Ressourcen: durch die funktionale Integration von Futterschicht und Außenschicht (bspw. Futterleder und Oberleder) in nur einem Schnittteil wird eine Materialersparnis von 50% erreicht. So werden finanzielle und tierische Ressourcen geschont. – Geringer Produktionsaufwand: Die Zeitersparnis im Arbeitsprozess durch den Verzicht von Ausschneiden von doppeltem Material und dem Zusammennähen aller Teile beim landläufigen Schuh steht den Arbeitsschritten des Spaltens und Walkens/Formgebens beim erfindungsgemäßen Schuh gegenüber. Letztlich kann man von einer Zeitersparnis und/oder Arbeitserleichterung beim erfindungsgemäßen Schuh ausgehen. – Bei gespaltenem Material können Funktionen des im Stand der Technik üblichen Futters, beispielsweise Feuchtigkeitsaufnahme, und der Oberschicht, beispielsweise Strapazierfähigkeit, erhalten bleiben, insbesondere bei Leder.
[0042] Insbesondere sind die nachfolgenden Aspekte bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung (Schuh) bzw. erläuternde Offenbarung (Verfahren): 1. Schuh mit einem einstückigen Quartier ohne Fersennaht und mit in das Quartier integrierter Fersen-Verstärkung. 2. Schuh nach Aspekt 1, wobei ein Abschnitt des Quartiers in eine Außenschicht und eine Innenschicht gespalten ist. 3. Schuh nach Aspekt 1 oder 2, wobei das Quartier eine fußaußenseitige Vorderkante, eine fußinnenseitige Vorderkante, eine sohlenseitige Kante und eine Oberkante aufweist, wobei das Quartier abschnittsweise in eine Außenschicht und eine Innenschicht gespalten ist, und wobei sich der gespaltene Abschnitt von der fußaußenseitigen Vorderkante zur fußinnenseitigen Vorderkante erstreckt und von der sohlenseitigen Kante teilweise in Richtung zur Oberkante erstreckt. 4. Schuh nach Aspekt 2 oder 3, wobei die Fersen-Verstärkung sandwichartig zwischen der Außenschicht und der Innenschicht des Quartiers angeordnet ist. 5. Schuh nach einem der Aspekte 1 bis 4, ferner aufweisend ein Vorderblatt mit einem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, wobei vorzugsweise das Vorderblatt in dem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, wenigstens abschnittsweise mit dem Quartier verbunden ist, beispielsweise vernietet, verschraubt, verklebt und/oder vernäht ist. 6. Schuh nach Aspekt 5, wobei die Innenschicht des Quartiers einen sich von der fußaußenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitz und einen sich von der fußinnenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitz aufweist, wobei die Schlitze als Zugang für das Vorderblatt zum Bereich zwischen Außenschicht und Innenschicht des Quartiers konfiguriert sind. 7. Schuh nach einem der Aspekte 5 oder 6, wobei das Vorderblatt in dem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht und die Außenschicht des Quartiers eingelegt ist, wenigstens abschnittsweise zum Rand hin dünner ausgebildet ist. 8. Schuh nach einem der Aspekte 5 bis 7, wobei das Vorderblatt im Bereich der Spitze in eine Innenschicht und eine Außenschicht gespalten ist, und wobei eine Spitzen-Verstärkung sandwichartig zwischen der Innenschicht und der Außenschicht des Vorderblatts angeordnet ist. 9. Schuh nach einem der Aspekte 1 bis 8, wobei das Quartier ein Material aufweist, bevorzugt im Wesentlichen das Material aufweist, wobei das Material eine oder mehrere der folgenden, für Schuhe bzw. die Schuhherstellung adäquate Eigenschaften aufweist: – Flexibilität; – Leichter Grad an Verformbarkeit; – Formstabilität nach der Formgebung; – Spaltbar; – Abriebfestigkeit, – Langlebigkeit, – Resistenz gegen Wasser. 10. Schuh nach einem der Aspekte 1 bis 9, wobei das Quartier im Bereich der Ferse eine gewölbte Fersenform aufweist. 11. Verfahren zur Herstellung eines Schuhs mit fersennahtfreiem Quartier, aufweisend: – Bereitstellen eines einstückigen Quartier-Schnittteils mit einer fußinnenseitigen Vorderkante, einer fußaußenseitigen Vorderkante, einer Oberkante und einer sohlenseitigen Kante; und – Integrieren einer Fersen-Verstärkung in das Quartier-Schnittteil. 12. Verfahren nach Aspekt 11, ferner aufweisend: – abschnittsweises Spalten des Quartier-Schnittteils in eine Außenschicht und eine Innenschicht, wobei sich der gespaltene Abschnitt von der fußaußenseitigen Vorderkante bis zur fußinnenseitigen Vorderkante des Quartiers erstreckt und von der sohlenseitigen Kante teilweise in Richtung zur Oberkante erstreckt; – sandwichartiges einbringen der Fersen-Verstärkung zwischen der Außenschicht und der Innenschicht des Quartier-Schnittteils. 13. Verfahren nach einem der Aspekte 11 oder 12, ferner aufweisend: – Formen des Quartier-Schnittteils zur Herstellung einer gewölbten Fersenform, insbesondere Walken. 14. Verfahren nach Aspekt 13, wobei das Walken des Quartier-Schnittteils aufweist: Anfeuchten des Quartier-Schnittteils und Aufziehen des angefeuchteten Quartier-Schnittteils auf eine, bevorzugt metallene, Positiv-Negativ-Form der gewünschten Fersenform, wobei die Positiv-Negativ-Form bei aufgezogenem Quartier-Schnittteil eine dem Material des Quartier-Schnittteils angepasste Temperatur aufweist, wobei optional die Temperatur beträgt: – 55°C bis 65°C, vorzugsweise 60°C, für pflanzliche Leder; und/oder – 75°C bis 85°C, vorzugsweise 80°C, für chromgegerbte Leder. 15. Verfahren nach einem der Aspekte 11 bis 14, ferner aufweisend: – abschnittsweises Einlegen eines Vorderblatts zwischen die Außenschicht und die Innenschicht des Quartier-Schnittteils, wodurch ein Überlappungsbereich gebildet wird. 16. Verfahren nach Aspekt 15, ferner aufweisend: – Herstellen eines sich von der fußaußenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes und eines sich von der fußinnenseitigen Vorderkante Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes jeweils in der Innenschicht des Quartier-Schnittteils, wobei die Schlitze als Zugang für das Vorderblatt zum Bereich zwischen Außenschicht und Innenschicht des Quartier-Schnittteils konfiguriert sind. 17. Verfahren nach einem der Aspekte 15-16, aufweisend: – wenigstens abschnittsweises Verbinden des Vorderblatts und des Quartier-Schnittteils im Überlappungsbereich, wobei das Verbinden optional aufweist: Verkleben, Vernieten, Verschrauben und/oder Vernähen. 18. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei das Quartier einen fußaußenseitigen Abschnitt, einen fußinnenseitigen Abschnitt und einen Fersenabschnitt aufweist. 19. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei das Quartier ein oder mehrere Verschlussteile aufweist, bevorzugt eine oder mehrere Ösen, einen oder zwei komplementäre Reißverschlussschenkel, einen oder mehrere Teile einer Schnalle, einen oder mehrere Gummizüge, und/oder einen oder mehrere Teile eines Klettverschlusses. 20. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei der Schuh eine Sohle aufweist. 21. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei der Schuh einen Derby-Schnitt aufweist. 22. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei der Schuh einen Oxford-Schnitt aufweist. 23. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei der Schuh ein Schuh mit oder ohne Oberteil oberhalb des Knöchels ist. 24. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei der Schuh ein Halbschuh, eine Stiefelette, ein Stiefel, ein Chelsea-boot, ein Mokassin, ein Jodhpur-Boot, ein Slipper ist. 25. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei das Quartier wenigstens abschnittsweise, bevorzugt im Wesentlichen, ein spaltbares Material aufweist. 26. Schuh oder Verfahren nach dem vorhergehenden Aspekt 25, wobei das Material eines oder mehrere der folgenden Materialien aufweist: – Leder; – Filz; – Kunststoff, insbesondere Kunstleder; – Lederersatzprodukt, beispielsweise: o tierisches Retortenleder; o pflanzliches Leder, beispielsweise Ananasleder, Pilzleder. 27. Schuh oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Aspekte, wobei die Fersen-Verstärkung und oder die Spitzen-Verstärkung aufweist: – ein eingesetztes Teil; – eine versteifenden Komponente, beispielsweise Epoxidharz.
[0043] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schuhs; Fig. 2 ein flach ausgelegtes Quartier -Schnittteil in Draufsicht; Fig. 3 ein flach ausgelegtes Vorderblatt-Schnittteil in Draufsicht; Fig. 4 die Ansicht aus Fig. 1, wobei das Vorderblatt, das Quartier und deren Überlappung verdeutlicht sind; Fig. 5 ein Detail im Überlappungsbereich von Vorderblatt und Quartier; Fig. 6 Schuh aus dem Stand der Technik mit Fersennaht in einer Ansicht von hinten; Fig. 7 die Ansichten aus Fig. 1, 3 und 2, jeweils mit Verstärkung(en).
[0044] Gleiche Bezugszeichen in den Figuren verweisen auf die gleichen Elemente.
[0045] Figur 1 zeigt einen Schuh 2 in dreidimensionaler Ansicht, wobei die fußaußenseitige Schuhseite dem Betrachter zugewandt ist. Gezeigt ist ein Derby-Schnitt, jedoch sind andere Schnitte möglich. Der Schuh weist ein Quartier 4 auf. Wie gezeigt, kann der Schuh 2 ein Vorderblatt 6 und eine Sohle 8 aufweisen.
[0046] Figur 2 zeigt das Quartier 4 als flach ausgelegtes Schnittteil. Eine Oberkante 4a ist auch in der Zeichnung oben angeordnet, die sohlenseitige Kante 4b, auch Unterkante 4b genannt, ist in der Zeichnung unten angeordnet. Wie in Fig. 2 gezeigt, besteht das Quartier 4 aus einem einzigen Schnittteil, das insbesondere keine Vorbereitung für eine Fersennaht, etwa eine keilförmige Aussparung, aufweist. Wie dargestellt, kann das Quartier 4 teilweise in eine Innenschicht 4c1 und eine Außenschicht 4c2 gespalten sein (vergleiche Fig. 4, Detailansicht). Ein gespaltener Bereich 4c des Quartiers 4 kann sich beispielsweise abschnittsweise entlang der Unterkante 4a erstrecken, bevorzugt entlang der gesamten Unterkante 4b erstrecken, wie in Fig. 2 durch Schraffur gekennzeichnet ist. Der gespaltene Bereich 4c kann sich von der Unterkante 4b in Richtung Oberkante 4a erstrecken. Das Quartier kann den gespaltene Bereich 4c in einem unteren Bereich aufweisen, während ein oberer Bereich, der sich näher an der Oberkante 4a befindet, ungespaltenes Material aufweist. Mit anderen Worten kann das Quartier 4 unvollständig gespalten sein.
[0047] Figur 2 zeigt außerdem Löcher 4d (d.h. Verschlussteile) für Ösen einer Schnürung (d.h. eines Verschlusses). Aus Übersichtlichkeitsgründen sind jeweils nur die oberste und die unterste Öse 4d mit einem Bezugszeichen versehen.
[0048] Das Quartier 4 kann eine fußaußenseitige Vorderkante 4e und eine fußinnenseitige Vorderkante 4f aufweisen, die sich auf der jeweiligen Seite von der Oberkante 4a zur Unterkante 4b erstrecken. Das Quartier 4 kann einen fußaußenseitigen Abschnitt 4g, einen fußinnenseitigen Abschnitt 4h und einen Fersenabschnitt 4i aufweisen, wobei der Fersenabschnitt 4i zwischen dem fußinnenseitigen Abschnitt 4h und dem fußaußenseitigen Abschnitt 4g angeordnet ist.
[0049] Das Quartier kann eine Fersen-Verstärkung 10 aufweisen, die Im Fersenabschnitt 4i angeordnet sein kann. Hierbei kann es sich um eine der vorstehend beschriebenen Varianten handeln, beispielsweise eine Verstärkungsplatte und/oder Epoxyd-Harz.
[0050] Figur 2 zeigt außerdem zwei gestrichelte Linien, welche jeweils die Position einer Verbindungsnaht 12 von Quartier 4 und Vorderblatt 6 zeigen.
[0051] Außerdem zeigt Fig. 4 die Spaltlinie 14 als gestrichelte Linie, d.h. die Grenze zwischen dem gespaltenen Bereich 4c und dem ungespaltenen Bereich des Quartiers 4.
[0052] Bevorzugt ist der gespaltene Bereich 4c des Quartiers 4 in jenem Bereich ausgeführt, in dem die Fersen-Verstärkung 10 angeordnet ist (vgl. Fig. 7, siehe unten). Vorteilhafterweise ist die Fersen-Verstärkung zwischen der Innenschicht 4c1 und der Außenschicht 4c2 des gespaltenen Bereichs 4c angeordnet.
[0053] Bevorzugt ist der gespaltene Bereich 4c des Quartiers 4 in jenen Bereichen ausgeführt, die der Verbindung mit dem Vorderblatt 6 dienen, also im Bereich der Verbindungsnähte 12.
[0054] Der gespaltene Bereich 4c kann zusammenhängend sein. Alternativ kann der gespaltene Bereich 4c mehrere Abschnitte (beispielsweise zwei, drei oder vier Abschnitte) aufweisen, die durch ungespaltenes Material voneinander getrennt sind. Insbesondere kann das Quartier 4 einen einzigen zusammenhängenden gespaltenen Bereich 4c aufweisen. Alternativ kann der gespaltene Bereich 4c einen Abschnitt für die Fersen-Verstärkung, einen Abschnitt für die fußaußenseitige Überlappung mit dem Vorderblatt 6 und einen Abschnitt für die fußinnenseitige Überlappung mit dem Vorderblatt 6 aufweisen.
[0055] Wie in Fig. 3 gezeigt, kann das Vorderblatt 6 eine Spitze 6a und/oder eine Zunge 6b aufweisen. Im Bereich der Spitze 6a kann das Vorderblatt 6 einen gespaltenen Bereich 6c (schräge Schraffur) aufweisen, in dem das Vorderblatt 6 in eine Innenschicht und eine Außenschicht gespalten ist. Der übrige Teil des Vorderblatts 6 kann ungespalten sein. Außerdem sind zwei gestrichelte Linien gezeigt, welche wiederum jeweils die Position einer Verbindungsnaht 12 von Quartier 4 und Vorderblatt 6 zeigen. Eine weitere, etwas gröber gestrichelte Linie markiert die Spaltlinie 16 des Vorderblatts, also die Grenze zwischen dem gespaltenen Bereich 6c und dem ungespaltenen Bereich des Vorderblatts.
[0056] Im gespaltenen Bereich 6c des Vorderblatts 6 kann zwischen Innenschicht und Außenschicht eine Spitzen-Verstärkung 11 mit den bereits beschriebenen Eigenschaften angeordnet sein (vgl. Fig. 7, siehe unten).
[0057] Zum Zwecke der Verbindung von Vorderblatt 6 und Quartier 4 können die beiden Teile überlappen. Vorteilhafterweise, wird hierzu der Ausläufer des Vorderblatts 6 zwischen die Innenschicht 4c1 und die Außenschicht 4c2 des Quartiers eingelegt, sodass sich im Überlappungsbereich eine geschichtete, d.h. sandwichartige, Anordnung ergibt. Dies kann sowohl fußaußenseitig als auch fußinnenseitig der Fall sein. In den Überlappungsbereichen können das Quartier 4 und das Vorderblatt 6 miteinander verklebt werden und/oder mittels Nähten 12 vernäht werden. Andere Verbindungstechniken sind möglich, siehe Fig. 4. In Fig. 4 ist das Quartier durch eine dicke Linie verdeutlicht, während das Vorderblatt durch eine durchgezogene Linie mit überlagerter gestrichelter Linie dargestellt ist. Die Detailansicht verdeutlicht die Überlappung von Quartier 4 und Vorderblatt 6 in Querschnittsansicht.
[0058] Um das Vorderblatt fußaußenseitig und fußinnenseitig in den gespaltenen Bereich 4c des Quartiers einlegen zu können, kann das Quartier 4 fußaußenseitig und fußinnenseitig jeweils einen Schlitz 4k durch die Innenschicht 4c1 aufweisen. Die Schlitze 4k können sich im Überlappungsbereich jeweils von der entsprechenden Vorderkante 4e, 4f in Richtung Ferse (vgl. Fig. 5) erstrecken. Der genaue Verlauf hängt von den spezifischen Schnittteilformen ab. Beispielsweise können sich der fußinnenseitige und/oder der fußaußenseitige Schlitz von der jeweiligen Vorderkante 4e, 4f entlang der Spaltlinie 14 Richtung Ferse erstrecken. Die Länge der Schlitze 4k kann wenigstens den Überlappungsbereich überspannen. Ein Schlitz 4k ist in Fig. 5 verdeutlicht, wobei die den Schlitz 4k definierenden Materialränder mit dem Bezugszeichen 4k versehen wurden. Dort sind Vorderblatt 6 und Quartier 4 ausschnittsweise und mit Sicht auf die Innenseite dargestellt. Im gezeigten Beispiel erstreckt sich der Schlitz 4k von der Vorderkante 4e, 4f entlang der Spaltlinie 14 Richtung Ferse. Durch den Schlitz 4k ist die Innenschicht 4c1 des gespaltenen Bereichs auf der Breite des Schlitzes 4k nach innen klappbar (und auch nach innen geklappt dargestellt; vgl. schraffierten Bereich von Quartier 4). Dieser klappbare Bereich, sowie der entsprechende Bereich der Außenschicht 4c2 kann dem Überlappungsbereich mit dem Vorderblatt (vgl. schraffierter Bereich des Vorderblatts 6) entsprechen.
[0059] Wie bereits erwähnt, kann der Schuh jedwedes geeignete Material aufweisen, insbesondere ein spaltbares Material. Besonders geeignet ist hierfür Leder, aber auch die bereits erwähnten Materialien, bspw. Lederersatzprodukte. Jedenfalls der gespaltene Bereich 4c des Quartiers und/oder der gespaltenen Bereich 6c des Vorderblatts kann/können das spaltbare Material aufweisen.
[0060] Bevorzugt weist der Schuh 2 einen Fersenbogen auf.
[0061] Der Schuh kann einen Verschluss aufweisen, der dafür konfiguriert ist, den Schuh an den Fuß eines Trägers anzupassen. In den Figuren sind Ösen 4d (d.h. Verschlussteile) einer Schnürung (d.h. eines Verschlusses) gezeigt, jedoch sind andere Verschlüsse möglich (siehe oben). Der Verschluss kann sowohl das Aufweiten als auch das Verengen des Schuhs gegenüber der Durchschnittsweite ermöglichen.
[0062] Zur Herstellung der Wölbung des Quartiers 4 im Fersenbereich, d.h. des Fersenbogens, wird auf die sonst übliche Fersennaht verzichtet. Eine solche Fersennaht 18, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist, ist beispielhaft an einem Schuh 20 in Fig. 6 gezeigt (Fig. 6: Schuh in Ansicht von hinten). Stattdessen, wird bevorzugt eine nahtfreie Formgebungstechnik angewandt. Solche Formgebungstechniken sind für die verschiedenen Materialien im Bereich der Schuhherstellung bekannt. Das Schnittteil des Quartiers kann angefeuchtet auf eine Positiv-Negativ-Form, in der Regel aus Metall, aufgezogen werden. Die Positiv-Negativ-Form wird auf die notwendige Temperatur erwärmt (siehe oben für die verschiedenen Materialien). Dadurch erhält das Quartierschnittteil die der Positiv-Negativ-Form entsprechende Form, d.h. die gewünschte Wölbung. Für Leder ist dieser Prozess als „Walken“ bekannt.
[0063] Das Vorderblatt 6 kann durch das gleiche (bzw. bei unterschiedlichen Materialien an Vorderblatt und Quartier durch das entsprechende) Verfahren wie das Quartier 4, jedoch mit einer entsprechenden Spitzen-Positiv-Negativ-Form und/oder Zungen-Positiv-Negativ-Form in Form gebracht werden.
[0064] Der erfindungsgemäße Schuh 2 kommt ohne Fersennaht aus. Des Weiteren ist kein zusätzliches Schnittteil für eine Futterschicht nötig. Der Schuh 2 kann frei von einer Naht entlang der Oberkante des Quartiers sein, die im Stand der Technik zum Verbinden Von Oberleder und Futterleder (bzw. im Allgemeinen Obermaterialschicht und Futterschicht) dient. Dies reduziert den Materialverbrauch und kann den Tragekomfort erhöhen.
[0065] Figur 7 zeigt von oben nach unten noch einmal die Ansichten aus Fig. 1, 3 und 2, d.h. den ganzen Schuh 2, das Vorderblatt 6 und das Quartier 4 mit Fersenverstärkung 10 und Spitzen-Verstärkung 11 jeweils in Kreuzschraffur im gespaltenen Bereich von Quartier 4 bzw. Vorderblatt 6, welche wiederum durch die Spaltlinien 14, 16 angedeutet sind.
[0066] Ein Herstellungsverfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Schuhs 2 kann beispielsweise folgende Schritte beinhalten: – Bereitstellen eines einstückigen Quartier-Schnittteils 4 ohne Fersennaht mit einer fußinnenseitigen Vorderkante 4f, einer fußaußenseitigen Vorderkante 4e, einer Oberkante 4a und einer sohlenseitigen Kante 4b; – abschnittsweises Spalten des Quartier-Schnittteils 4 in eine Außenschicht 4c2 und eine Innenschicht 4c1, wobei sich der gespaltene Abschnitt 4c von der fußaußenseitigen Vorderkante 4e bis zur fußinnenseitigen Vorderkante 4f des Quartiers 4 erstreckt und von der sohlenseitigen Kante 4b teilweise in Richtung zur Oberkante 4a erstreckt; – Formen des Quartier-Schnittteils 4 zur Herstellung einer gewölbten Fersenform, insbesondere Walken. – sandwichartiges einbringen einer Fersen-Verstärkung zwischen der Außenschicht 4c2 und der Innenschicht 4c1 des Quartier-Schnittteils 4.
[0067] Das Walken des Quartier-Schnittteils 4 kann aufweisen: Anfeuchten des Quartier-Schnittteils 4 und Aufziehen des angefeuchteten Quartier-Schnittteils 4 auf eine, bevorzugt metallene, Positiv-Negativ-Form der gewünschten Fersenform, wobei die Positiv-Negativ-Form bei aufgezogenem Quartier-Schnittteil eine dem Material des Quartier-Schnittteils 4 angepasste Temperatur aufweist, wobei optional die Temperatur beträgt: o 55°C bis 65°C, vorzugsweise 60°C, für pflanzliche Leder; und/oder o 75°C bis 85°C, vorzugsweise 80°C, für chromgegerbte Leder.
[0068] Das Verfahren kann außerdem aufweisen: abschnittsweises Einlegen eines Vorderblatts 6 zwischen die Außenschicht 4c2 und die Innenschicht 4c1 des Quartier-Schnittteils 4. Für diesen Fall und/oder aus anderen Gründen kann das Verfahren aufweisen: Herstellen eines sich von der fußaußenseitigen Vorderkante 4e Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes 4k und eines sich von der fußinnenseitigen Vorderkante 4f Richtung Ferse erstreckenden Schlitzes 4k jeweils in der Innenschicht 4c1 des Quartier-Schnittteils 4, wobei die Schlitze 4k als Zugang für das Vorderblatt 6 zum Bereich zwischen Außenschicht 4c2 und Innenschicht 4c1 des Quartier-Schnittteils konfiguriert sind. Vorzugsweise werden einer oder beide Schlitze 4k derart hergestellt, dass er bzw. sie sich durch die gesamte Dicke der Innenschicht 4c1 erstreckt bzw. erstrecken.
[0069] Das Verfahren kann aufweisen: wenigstens abschnittsweises Verbinden des Vorderblatts 6 und des Quartier-Schnittteils 4 im Überlappungsbereich, wobei das Verbinden optional aufweist: Verkleben, Vernieten, Verschrauben und/oder Vernähen. Das Vernähen kann in den Nähten 12 resultieren. Insbesondere ist die Kombination von Verkleben mit einer der anderen Techniken (Nähen, Schrauben, Nieten) bevorzugt, insbesondere Verkleben und Verschrauben. Verschlussteile, wie bspw. Ösen 4d, können zu gegebener Zeit während des Herstellungsverfahrens angebracht oder eingearbeitet werden.
[0070] Nach dem Verbinden von Vorderblatt 6 und Quartier 4 kann das daraus resultierende Teil mit einer Sohle 8 verbunden werden, bspw. vernäht, verklebt, vernietet, holzgenagelt, geflochten und/oder verschraubt werden.
Bezugszeichenliste
[0071] 2 Schuh 4 Quartier 4a Oberkante Quartier 4b Unterkante Quartier 4c gespaltener Bereich des Quartiers 4c1 Innenschicht 4c2 Außenschicht 4d Öse 4e fußaußenseitige Vorderkante 4f fußinnenseitige Vorderkante 4g fußaußenseitigen Abschnitt 4h fußinnenseitigen Abschnitt 4i Fersenbereich 4k Schlitz 6 Vorderblatt 6a Spitze des Vorderblatts 6b Zunge 6c gespaltener Bereich des Vorderblatts 8 Sohle 10 Fersen-Verstärkung 11 Spitzen-Verstärkung 12 Verbindungsnaht 14 Spaltlinie des Quartiers 16 Spaltlinie des Vorderblatts 18 Fersennaht (Stand der Technik) 20 Schuh aus dem Stand der Technik
Claims (7)
1. Schuh (2) mit einem einstückigen Quartier (4) ohne Fersennaht (18) und mit in das Quartier (4) integrierter Fersen-Verstärkung (10).
2. Schuh (2) nach Anspruch 1, wobei ein Abschnitt (4c) des Quartiers (4) in eine Außenschicht (4c2) und eine Innenschicht (4c1) gespalten ist.
3. Schuh (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Quartier (4) eine fußaußenseitige Vorderkante (4e), eine fußinnenseitige Vorderkante (4f), eine sohlenseitige Kante (4b) und eine Oberkante (4a) aufweist, wobei das Quartier (4) abschnittsweise in eine Außenschicht (4c2) und eine Innenschicht (4c1) gespalten ist, und wobei sich der gespaltene Abschnitt (4c) von der fußaußenseitigen Vorderkante (4e) zur fußinnenseitigen Vorderkante (4f) erstreckt und von der sohlenseitigen Kante (4b) teilweise in Richtung zur Oberkante (4a) erstreckt.
4. Schuh (2) nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Fersen-Verstärkung (10) sandwichartig zwischen der Außenschicht (4c2) und der Innenschicht (4c1) des Quartiers (4) angeordnet ist.
5. Schuh (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner aufweisend ein Vorderblatt (6) mit einem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht (4c1) und die Außenschicht (4c2) des Quartiers (4) eingelegt ist, wobei vorzugsweise das Vorderblatt (6) in dem Bereich, der sandwichartig zwischen die Innenschicht (4c1) und die Außenschicht (4c2) des Quartiers (4) eingelegt ist, wenigstens abschnittsweise mit dem Quartier (4) verbunden ist, beispielsweise vernietet, verschraubt, verklebt und/oder vernäht ist.
6. Schuh (2) nach Anspruch 5, wobei die Innenschicht (4c1) des Quartiers (4) einen sich von der fußaußenseitigen Vorderkante (4e) Richtung Ferse erstreckenden Schlitz (4k) und einen sich von der fußinnenseitigen Vorderkante (4f) Richtung Ferse erstreckenden Schlitz (4k) aufweist, wobei die Schlitze (4k) als Zugang für das Vorderblatt (6) zum Bereich zwischen Außenschicht (4c2) und Innenschicht (4c1) des Quartiers (4) konfiguriert sind.
7. Schuh (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Quartier (4) im Bereich der Ferse (4i) eine gewölbte Fersenform aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH000914/2023A CH720562B1 (de) | 2023-08-28 | 2023-08-28 | Schuh ohne Fersennaht |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH000914/2023A CH720562B1 (de) | 2023-08-28 | 2023-08-28 | Schuh ohne Fersennaht |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH720562B1 true CH720562B1 (de) | 2024-09-13 |
Family
ID=92761965
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH000914/2023A CH720562B1 (de) | 2023-08-28 | 2023-08-28 | Schuh ohne Fersennaht |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH720562B1 (de) |
-
2023
- 2023-08-28 CH CH000914/2023A patent/CH720562B1/de unknown
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