CH667293A5 - Rad. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung bezieht sich auf ein Rad, bestehend aus einer Radnabe und einem damit wirkverbundenen Radkörper.
Aus der CH-PS 629 859 ist für den Schusseintrag an einer Webmaschine ein oszillierend angetriebenes Bandrad bekannt, welches eine Radnabe sowie einen aus einer Vielzahl parallel zur Radachse angeordneten Zellen als Wabenstruktur ausgebildeten Radkörper aufweist, der beidseitig je von einer kreisförmigen Platte verschlossen und mit der Radnabe wirkverbunden ist.
Die für die modernen Hochleistungs-Webmaschinen erforderliche Steifigkeit ist bei dem vorstehend beschriebenen Bandrad nicht ausreichend genug gewährleistet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Bandrad der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem eine Erhöhung der Steifigkeit bei gleichzeitig geringem Eigengewicht und raumsparender Anordnung an der Webmaschine erreicht werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Radkörper im Bereich einer auf der axialen Breite liegenden radialen Verbindungsebene in eine erste Radscheibe mit Stirnwand sowie in eine zweite Radscheibe mit Stirnwand unterteilt ist, und dass die Stirnwände in am Umfang verteilt und korrespondierend zueinander angeordnete erste Speichenteile und zweite Speichenteile unterteilt sind, von welchen die zweiten Speichenteile je eine taschenartig nach innen gerichtete und auf der Verbindungsebene eine sich im wesentlichen kreuzende Wandstruktur bildende Wandung aufweisen, welche Wandungen mit am Umfang in Segmente unterteilten, kreisringartig ausgebildeten Wand-Teilstücken wirkverbunden sind.
Durch die in Umfangsrichtung abwechselnde Anordnung der ersten und zweiten Speichenteile, insbesondere aber aufgrund der zweiten Speichenteile mit kreuzender Wandstruktur wird eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Beanspruchung in Querrichtung erreicht, so dass ein gleichmäs-siger Lauf und hohe Standfestigkeit auch beim Auftreten von Querkräften erreicht wird. Gleichzeitig kann das erfindungs-gemässe Bandrad aus einem Material, zum Beispiel aus glasfaserverstärktem Kunststoff, hergestellt werden, das ein geringes spezifisches Gewicht (Dichte) aufweist, wodurch ein geringes Massenträgheitsmoment erreicht wird. Damit ist sowohl die Querkraftbelastungsfähigkeit als auch die Herstellung des Bandrades verbessert.
Weitere, zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung und den Patentansprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung die Vorderansicht eines Bandrades,
Fig. 2 das in Seitenansicht dargestellte Bandrad
Fig. 3 die in Ansicht dargestellte Rückseite des Bandrades gemäss Fig. 2,
Fig. 4 das gemäss der Linie A-A in Fig. 3 im Schnitt und als Sprengzeichen dargestellte Bandrad, und
Fig. 5 das gemäss der Linie A-A in Fig. 3 im Schnitt und in zusammengebautem Zustand dargestellten Bandrad.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Vorderansicht ein in seiner Gesamtheit mit 50 bezeichnetes Bandrad dargestellt, welches um eine in Fig. 1 nicht näher dargestellte Drehachse angetrieben, für den Schusseintrag an einer Webmaschine vorgesehen und ausgebildet ist. Das Bandrad 50 umfasst im wesentlichen eine erste Radscheibe 2, eine Radnabe 10 sowie eine in Fig. 1 nicht sichtbare zweite Radscheibe 12, wobei die s
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beiden Radscheiben 2,12 einen Radkörper 1 bilden und mit der Radnabe 10 in nicht näher dargestellter Weise wirkverbunden sind. Die Radnabe 10 ist aus Metall, vorzugsweise aus Leichtmetall hergestellt. Die beiden Radscheiben 2, 12 sind aus geeignetem Kunststoff, beispielsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff im Press-, Vakuum-, Tiefziehverfahren oder dergleichen hergestellt.
Die erste Radscheibe 2 besitzt, wie in Fig. 1 dargestellt, einen äusseren Radkranz 6, eine innere Ringscheibe 7 und ist ferner mit am Umfang verteilt angeordneten, die Teile 6,7 miteinander verbindenden ersten Speichenteilen 3 und zweiten Speichenteilen 5 versehen. Im Bereich eines der zweiten Speichenteile 5 ist ein zur Krafteinleitung ausgebildetes Befestigungsteil 25 für ein nicht dargestelltes Schussein-tragsband vorgesehen.
Fig. 2 zeigt das Bandrad 50 in Seitenansicht und man erkennt die erste, beispielsweise die Bandrad-Vorderseite bil- -dende Radscheibe 2 mit den in Richtung zur zweiten Radscheibe 12 geneigt ausgebildeten Speichenteilen 3, sowie die zweite, die im wesentlichen plan ausgebildete Bandrad-Rückseite bildende Radscheibe 12. Am äusseren Umfang der beiden Radscheibén 2,12 ist ein mit nicht dargestellten Mitteln befestigtes Laufflächenprofil 26 für das Schusseintrags-band angeordnet und befestigt.
In Fig. 3 ist die die Rückseite des Bandrades 50 bildende Radscheibe 12 in Ansicht dargestellt, welche ebenfalls mit am Umfang verteilt angeordneten ersten Speichenteilen 13 und zweiten Speichenteilen 15 versehen ist. Im Bereich des einen Speichenteils 15 ist korrespondierend zu dem Teil 25 der Radscheibe 2 das als Gegenstück ausgebildete Befestigungsteil 25' angeordnet!
Die besondere Formgebung der ersten Radscheibe 2 mit den Speichenteilen 3, 5 sowie die Formgebung der zweiten Radscheibe 12 mit den Speichenteilen 13,15 wird nachstehend anhand der Figuren 4 und 5 näher beschrieben.
Die in Fig. 4 im Profilquerschnitt dargestellte erste Radscheibe 2 besitzt den als Aussenbund ausgebildeten Radkranz 6 sowie einen Innenbund 7". Die Teile 6 und 7" sind im Bereich der Speichenteile 5 durch eine aus mehreren Teilstücken 7, 7', 6" und 6' gebildete Wandung 8 und im Bereich der Speichenteile 3 durch eine Stirnwand 4 miteinander verbunden. Die Wandung 8 umfasst die kegelförmig ausgebildete Ringscheibe 7, das kegelförmige Teilstück 7', das weitgehend senkrecht, oder aber geneigt zur Dreh- und Symmetrieachse X orientierte Teilstück 6" sowie das kegelförmige Teilstück 6'. An die im wesentlichen aus den Teilstücken 7', 6", 6' gebildete Wandung 8 für die Speichenteile 5 sind, wie in Fig. 1 dargestellt, in Umfangsrichtung gesehen entsprechende Seitenwände 4', 4" angeformt, die sich an die kegelförmig ausgebildete Stirnwand 4 der Speichenteile 3 anschliessen. Die Speichenteile 3 sind auf der der Radnabe 10 zugewandten inneren Seite und die Speichenteile 5 auf der gegenüberliegenden äusseren Seite taschenartig ausgebildet.
Die ebenfalls in Fig. 4 im Profilquerschnitt dargestellte Radnabe 10 ist mit einem ersten Flansch 9 mit kegelförmiger Anlagefläche 9' und mit einem zweiten Flansch 11 mit senkrecht zur Drehachse X orientierter Anlagefläche 11 ' sowie mit Ausnehmungen 10', 10" versehen.
Die im Profilquerschnitt dargestellte zweite Radscheibe 12 hat den als Aussenbund ausgebildeten Radkranz 16 sowie einen Innenbund 17". DieTeile 16,17" sind im Bereich der Speichenteile 15 durch eine aus mehreren Teilstücken 17, 17', 16" und 16' gebildete Wandung 18 und im Bereich der Speichenteile 13 durch eine Stirnwand 14 miteinander verbunden. Die Wandung 18 umfasst die senkrecht zur Drehachse X orientierte Ringscheibe 17, das kegelförmige Teilstück 17', das senkrecht zur Drehachse X angeordnete Teilstück 16" sowie das kegelförmige Teilstück 16'. An die aus den Teilstücken 17', 16", 16' gebildete Wandung 18 der Speichenteile 15 sind, wie in Fig. 3 dargestellt, in Umfangsrichtung gesehen entsprechende Seitenwände 14', 14" angeformt, die sich an die einzelne, senkrechte Stirnwand 14 der Speichenteile 13 anschliessen. Die Speichenteile 15 der zweiten Radscheibe 12 sind auf der äusseren Seite taschenartig ausgebildet, während die Speichenteile 13 durch die Stirnwand 14 als eine senkrecht zur Drehachse X orientierte und segmentartig am Umfang verteilte Stirnfläche ausgebildet ist.
Fig. 5 zeigt im Profilquerschnitt das gesamte Bandrad 50 (ohne Teil 26) und man erkennt den aus der ersten und zweiten Radscheibe 2,12 gebildeten Radkörper 1 sowie die Radnabe 10. Die beiden Radscheiben 2,12 sind an den äusseren Radkränzen 6,16 sowie in einer mit VE bezeichneten Verbindungsebene an den segment- und flächenartig ausgebildeten, am Umfang verteilten und jeweils eine Verbindungsstelle VS bildenden Wand-Teilstücken 6", 16" miteinander wirkverbunden. Ferner ist die erste Radscheibe 2 mit dem Innenbund 7" und die zweite Radscheibe 12 mit dem Innenbund 17" mit der Radnabe 10 wirkverbunden. Die beiden Radscheiben 2, 12 bilden, wie in Fig. 5 dargestellt, einen Ringraum 20, welcher im Bereich der Speichenteile 5, 15 durch die am Umfang verteilten Verbindungsstellen VS in einen äusseren Ringraum 22 und in einen inneren Ringraum 21 unterteilt ist.
Die Radscheiben 2,12 sowie die Radnabe 10 sind durch ein geeignetes Verbindungs-Verfahren, beispielsweise durch eine Klebverbindung an den Elementen 6,16; 6", 16" sowie 10', 17" und 10", 7" miteinander wirkverbunden.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass aus Gründen der deutlicheren Darstellung in Fig. 4 und Fig. 5 von den am Umfang verteilt angeordneten Speichenteilen 3,13 und 5,15 nur die unmittelbar in der Schnittebene A-A liegenden Speichenteile dargestellt sind.
Wie in Fig. 5 im Profilquerschnitt dargestellt, bilden die mittels der Wand-Teilstücke 6", 16" fest miteinander wirkverbundenen Wandungen der einzelnen am Umfang verteilten Speichenteile 5,15 (Fig. 1,3) eine in der Verbindungsebene VE sich im wesentlichen kreuzende Wandstruktur, wodurch eine erhöhte Steifigkeit des Bandrades 50 erreicht und durch die bevorzugte kegelförmige Ausbildung und in bezug auf die Verbindungsebene VE asymmetrische Formgebung der ersten Radscheibe 2 noch erhöht wird.
Das vorstehend beschriebene Bandrad 50 mit der plan und senkrecht zur Drehachse X angeordneten Rückseite (Fig. 2) hat den Vorteil der raumsparenden Anordnung an der nicht näher dargestellten Webmaschine.
Gemäss einer nicht dargestellten Variante besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Bandrad mit den beiden Radscheiben in bezug auf die Verbindungsebene VE symmetrisch auszubilden, das heisst, der Radkörper 1 umfasst entweder zwei Radscheiben 2 oder Radscheiben 12, die an den Verbindungsstellen VS miteinander wirkverbunden sind.
Das beschriebene Rad mit den gleichmässig am Umfang verteilt angeordneten sowie mit einer sich im wesentlichen kreuzenden Wandstruktur versehenen Speichenteilen hat eine relativ grosse Steifigkeit und ist gegen auftretende Querkräfte nahezu unempfindlich. Der Anwendungsbereich ist somit nicht nur auf ein Bandrad für den Schusseintrag an einer Webmaschine begrenzt.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Rad, bestehend aus einer Radnabe (10) und einem damit wirkverbundenen Radkörper ( 1 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Radkörper (1) im Bereich einer auf der axialen Breite liegenden radialen Verbindungsebene (VE) in eine erste Radscheibe (2) mit Stirnwand (4) sowie in eine zweite Radscheibe (12) mit Stirnwand (14) unterteilt ist, und dass die Stirnwände (4, 14) in am Umfang verteilt und korrespondierend zueinander angeordnete erste Speichenteile (3, 13) und zweite Speichenteile (5, 15) unterteilt sind, von welchen die zweiten Speichenteile (5,15) je eine taschenartig nach innen gerichtete und auf der Verbindungsebene (VE) eine sich im wesentlichen kreuzende Wandstruktur bildende Wandung (8, 18) aufweisen, welche Wandungen (8,18) mit am Umfang in Segmente unterteilten, kreisringartig ausgebildeten Wand-Teilstücken (6", 16") wirkverbunden sind.
2. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden, mit den Stirnwänden (4,14) versehenen Radscheiben (2, 12) in bezug auf die Verbindungsebene (VE) asymmetrisch oder symmetrisch ausgebildet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Rad nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den am Umfang verteilten Speichenteilen (3, 5) versehene Stirnwand (4) der ersten Radscheibe (2) in Richtung der Verbindungsebene (VE) geneigt und die mit den am Umfang verteilten Speichenteilen (13, 15) versehene Stirnwand (14) der zweiten Radscheibe (12) parallel zur Verbindungsebene (VE) angeordnet ist.
4. Rad nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den ersten und zweiten Speichenteilen (3, 13 und 5, 15) versehenen Stirnwände (4, 14) der beiden Radscheiben (2, 12) zur Verbindungsebene (VE) geneigt oder parallel angeordnet sind.
5. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich kreuzende Wandung (8,18) der zweiten Speichenteile (5, 15) je aus dem im wesentlichen die Verbindungsebene (VE) bildenden Wand-Teilstück (6", 16") sowie aus daran anschliessenden, radial nach aussen und radial nach innen gerichteten, kegelförmigen Wand-Teilstücken (6', 16' und7', 17') gebildet ist.
6. Rad nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Verbindungsebene (VE) bildenden und am Umfang in Segmente unterteilten Wand-Teilstücke (6", 16") in bezug auf eine Drehachse (X) der Radnabe (10) senkrecht oder zu der einen oder anderen Seite etwas geneigt ausgebildet ist.
7. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Radscheiben (2, 12) an einem äusseren Radkranz (6, 16) sowie an den Wand-Teilstücken (6", 16") miteinander und je mit einem Wandteil (7, 17) sowie einem Innenbund (7", 17" ) mit der Radnabe (10) wirkverbunden sind.
8. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichenteile (3,5) der ersten Radscheibe (2) sowie die Speichenteile (13,15) der zweiten Radscheibe (12) gleich-mässig am Umfang verteilt angeordnet und segmentartig ausgebildet sind.
9. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich eines der zweiten Speichenteile (5,15) ein Befesti-gungs- und Krafteinleitungsteil (25, 25') aus Metall angeordnet ist.
10. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Radscheiben (2,12) aus Kunststoff, vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff im Press-, Vakuum-, Tiefzieh- oder einem vergleichbaren Verfahren hergestellt und durch Verkleben mit der Radnabe (10) fest wirkverbunden sind.
11. Verwendung des Rades nach Anspruch 1 als Bandrad für den Schusseintrag an einer Webmaschine.
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