CH643231A5 - 2,6-Dihalobenzyl esters, their preparation and their use - Google Patents

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CH643231A5
CH643231A5 CH915779A CH915779A CH643231A5 CH 643231 A5 CH643231 A5 CH 643231A5 CH 915779 A CH915779 A CH 915779A CH 915779 A CH915779 A CH 915779A CH 643231 A5 CH643231 A5 CH 643231A5
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CH
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chlorine
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general formula
fluorine
compounds
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CH915779A
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Michael John Bull
Robert John Griffith Searle
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Shell Int Research
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing carboxylic groups or thio analogues thereof, directly attached by the carbon atom to a cycloaliphatic ring; Derivatives thereof

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf 2,6-Dihalogenbenzylester, ihre Herstellung und Mittel zur Schädlingsbekämpfung, die diese Verbindungen als Wirkstoff enthalten, insbesondere 50 Insektizide und Akarizide.
Die BE-PS 862 109 (Bayer A.G.) bezieht sich auf eine allgemeine Klasse von Verbindungen der allgemeinen Formel
^CHrC
CO - 0 - CH^
in der Substituenten R gleich oder verschieden sein können und für Fluor, Chlor oder Brom stehen; wenn R Fluor oder Brom ist, bedeutet m eine Zahl von 0 bis 5 und n eine Zahl von 0 bis 5 mit der Massgabe dass m und n nicht gleichzeitig 0 sind; wenn R für Chlor steht ist m 0 bis 4 und 1 bis 5; wenn m 0 und n 5 ist, kann R auch die Methylgruppe bedeuten.
3
643 231
Die BE-PS erwähnt auch ganz allgemein die Existenz von ähnlichen Verbindungen, bei denen die Benzylgruppe ausschliesslich mit Chloratomen substituiert ist.
Es wurde nun gefunden, dass eine spezielle Gruppe von Verbindungen aus der oben genannten weiteren Gruppe von
Verbindungen besonders nützliche schädlingsbekämpfende Eigenschaften aufweist, vor allem überraschende mitizide Aktivität zusätzlich zur insektiziden Aktivität.
Die erfindungsgemässen 2,6-Dihalogenbenzylester ent-5 sprechen der allgemeinen Formel I
in der R1 und R2 unabhängig voneinander für Fluor, Chlor oder Brom stehen, Y1 Chlor und Y2 Fluor oder Chlor ist mit der Massgabe, dass wenn R1 und R2 beide für Brom stehen, Y2 Fluor bedeutet und dass wenn weder R1 und R2 Brom bedeuten, zumindest einer der Substituenten R1 und R2 der gleiche ist wie mindestens einer der Substituenten Y1 und Y2.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können als geometrische und optische Isomeren auftreten, als Isomerengemische und Razemate, da in dem substituierten Cyclo-propylring-System zwei Asymmetriezentren vorhanden sind, wie der Fachmann schnell erkennt. Die bevorzugten Verbindungen nach der Erfindung sind die cis-Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei insbesondere die l,R-cis-Ver-bindungen bevorzugt werden.
Vorteilhafterweise sind in den Verbindungen der allgemeinen Formel I die Substituenten R1, R2 und Y2 jeweils Fluor oder Chlor und Y1 steht für Chlor, wobei zumindest einer der Substituenten R1 und R2 die gleiche Bedeutung wie mindestens einer der Substituenten Y! und Y2 hat. Die Verbindungen, in denen zumindest zwei der Substituenten R1, R2 und Y2 Chlor bedeuten, wobei der andere Fluor oder Chlor ist, werden besonders bevorzugt.
Die 2,6-Dihalogenbenzylester der allgemeinen Formel I werden mit Hilfe von Verfahren hergestellt, die denjenigen, die für bekannte Verbindung angewandt werden, analog sind. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine Verbindung der allgemeinen Formel II
(II)
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III
25
Q - CH
(III)
in denen R1, R2, Y1 und Y2 wie oben definiert sind, einer der Substituenten Q und Z ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chlor- oder Bromatom und der andere der beiden Substituenten eine OH-Gruppe bedeutet, umgesetzt. Die Umset-35 zung wird vorzugsweise in Gegenwart einer geeigneten Base durchgeführt, beispielsweise in Gegenwart eines tertiären Amins wie Triäthylamin oder in Gegenwart eines Alkalicar-bonats wie Kalium- oder Natriumcarbonat, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels. Zweckmässigerweise steht Z 40 für eine OH-Gruppe und Q für ein Chlor- oder Bromatom.
Die Verbindung der allgemeinen Formel II und ihre einzelnen Isomeren werden zweckmässigerweise in an sich bekannter Weise hergestellt, beispielsweise wie in den GB-PSen 1 413 491 und 1 448 228.
45 Die Verbindungen der allgemeinen Formel III lassen sich leicht aus den bekannten Verbindungen 2,6-DichIortoIuol und 2-Chlor-6-fluortoluol herstellen mit Hilfe üblicher Halo-genierurigs-Verfahren, z.B. Umsetzung mit N-Bromsuccin-imid und anschliessende Hydrolyse, wenn gewünscht, so Die 2,6-Dihalogenbenzylester nach der Erfindung sind als Schädlingsbekämpfungsmittel von Bedeutung, vor allem Insektizide und Akarizide im Haushalt und in der Landwirtschaft. Die Erfindung bezieht sich daher auch auf Schädlingsbekämpfungsmittel, die einen Träger und/oder oberflä-55 chenaktives Mittel zusammen mit einem 2,6-Dihalogenbenzylester der allgemeinen Formel I als Wirkstoff enthalten. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Zecken und/oder Akariden, vor allem Milben an einem Ort ihres Vorkommens, indem dieser 60 Ort mit einer pestizid wirksamen Menge eines 2,6-Dihalo-genbenzylesters nach der Erfindung behandelt wird.
Träger im Sinne der Beschreibung sind anorganische oder organische Stoffe synthetischer oder natürlicher Herkunft, mit denen die wirksame Verbindung vermischt oder 65 angesetzt wird, um ihre Anwendung auf die Pflanze, die Aussaat, den Boden oder andere Gegenstände, welche behandelt werden sollen, oder ihre Lagerung, Transport und Handhabung zu erleichtern. Der Träger kann fest oder flüs
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4
sig sein. Alle zum Ansetzen von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Herbiziden oder Fungiziden gebräuchlichen Stoffe können als Träger Verwendung finden.
Geeignete feste Träger sind natürliche und synthetische Tone und Silicate, beispielsweise in der Natur vorkommende Kieselsäuren wie Diatomeenerde, Magnesiumsilicate, beispielsweise Talk, Magnesiumaluminiumsilicate wie Attapul-gite und Vermikuliie, Aluminiumsilicate wie Kaolinite, Montmorillonite und Glimmer, Calciumcarbonate, Cal-ciumsulfat, synthetische hydratisierte Siliciumoxide und synthetische Calcium- oder Aluminiumsilicate, elementare Stoffe wie Kohlenstoff und Schwefel, natürliche und synthetische Harze wie Kumaronharze, Polyvinylchlorid, Styrol-polymerisate und Copolymerisate, feste Polychlorphenole, Bitumen, Wachse wie Bienenwachs, Paraffinwachs und chlorierte Mineralwachse sowie feste Düngermittel wie Superphosphate.
Geeignete flüssige Träger sind Wasser, Alkohole wie Isopropanol und Glykole, Ketone wie Aceton, Methyläthyl-keton und Cyclohexanon, Äther, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Erdölfraktionen, beispielsweise Kerosin und leichte Mineralöle, chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Perchloräthylen, Trichloräthan und verflüssigte, normal, dampfförmige, gasförmige Verbindungen. Häufig sind Mischungen von verschiedenen flüssigen Verbindungen geeignet.
Das Oberflächen- oder grenzflächenaktive Mittel kann ein Emulgator oder ein Dispergiermittel oder ein Netzmittel sowie nichtionisch oder ionisch sein. Alle üblicherweise beim Ansetzen von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Herbiziden oder Fungiziden verwendeten grenzflächenaktiven Verbindungen können zur Anwendung kommen. Beispiele für geeignete grenzflächenaktive Mittel sind Natrium- oder Cal-ciumsalze von Polyacrylsäure und Ligininsulfonsäuren, die Kondensationsprodukte von Fettsäuren oder aliphatischen Aminen oder Amiden, die mindestens 12 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, mit Äthylenoxid und/oder Propyleno-xid, Fettsäureester von Glycerin, Sorbitan, Rohrzucker oder Pentaerythrit, Kondensationsprodukte dieser Verbindungen mit Äthylenoxid und/oder Propylenoxid, Kondensationsprodukte aus Fettalkoholen oder Alkylphenolen wie p-Octylphenol oder p-Octylkresol mit Äthylenoxid und/oder Propylenoxid, Sulfate oder Sulfonate dieser Kondensationsprodukte, Alkali oder Erdalkalisalze, vorzugsweise Natriumsalze oder Schwefelsäureester oder Sulfonsäureester die mindestens 10 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, beispielsweise Natriumlaurylsulfat, Natrium-sec.alkylsulfate, Natriumsalze von sulfoniertem Rizinusöl und Natriumalkyl-arylsulfonate wie Natriumdodecylbenzolsulfat sowie Polymerisate aus Äthylenoxid und Copolymerisate aus Äthylenoxid und Propylenoxid.
Die erfindungsgemässen Mittel können als netzbare Pulver, Stäubemittel, Granulate, Lösungen, emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Suspensionskonzentrate und Aerosole angesetzt werden. Netzbare Pulver enthalten üblicherweise 25, 50 oder 75% Wirkstoff und allgemein zusätzlich zum festen Träger 3-10 Gew.-% eines Dispergiermittels sowie wenn erforderlich, 0-10 Gew.-% Stabilisator(en) und/oder andere Zusätze wie Durchdringungsmittel oder Haftmittel. Stäubemittel werden üblicherweise als Staubkonzentrat angesetzt mit einer ähnlichen Zusammensetzung wie die netzbaren Pulver, jedoch ohne Dispergiermittel. Sie werden im freien Feld mit weiteren festem Träger zu einem Mittel verdünnt, das üblicherweise 0-10 Gew.-% Wirkstoff enthält. Die Granulate haben allgemein einen Durchmesser von 1,676-0,152 mm und werden mit Hilfe üblicher Agglomerier- oder Imprägnierverfahren hergestellt. Allgemein enthalten sie 0,5-25 Gew.-% Wirkstoff und 0-10 Gew.-% Zusätze wie Stabilisatoren, Abgabeverzögerer und Bindemittel. Emulgierbare Konzentrate enthalten üblicherweise zusätzlich zum Lösungsmittel und gegebenenfalls Colösungsmittel 10-50 Gew.-% Wirkstoff, 2-20% Gew./Vol. Emulgator und 0-20% Gew./Vol. geeignete Zusätze wie Stabilisatoren, Durchdringungsmittel und Korrosionsinhibitoren. Suspensionskonzentrate werden so angesetzt, dass man ein beständiges nichtsedimentierendes fliessfähiges Produkt erhält und enthalten üblicherweise 10-75 Gew.-% Wirkstoff, 0,5-15 Gew.-% Dispergiermittel, 0,1-10 Gew.-% Suspensionsmittel wie Schutzkolloide und thixotrope Stoffe, 0-10 Gew,-% Zusätze wie Antischaummittel, Korrosionsinhibitoren, Stabilisatoren, Durchdringungsmittel und Haftmittel und als Träger Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der der Wirkstoff im wesentlichen unlöslich ist. Bestimmte organische Feststoffe der anorganische Salze können in dem Träger gelöst sein, um der Sedimentation vorzubeugen oder als Frostschutzmittel für Wasser.
Wässrige Dispersion und Emulsionen, beispielsweise Mittel, die durch Verdünnen eines netzbaren Pulvers oder eines Konzentrats nach der Erfindung mit Wasser erhalten werden, liegen ebenfalls im Rahmen der Erfindung. Diese Emulsionen können vom Wasser-in-Öl oder Öl-in-Wasser Typus sein und eine dicke mayonnaisenartige Konsistenz aufweisen.
Die erfindungsgemässen Mittel können auch weitere Bestandteile enthalten, beispielsweise andere Verbindungen mit Pestiziden, herbiziden, oder fungiziden Eigenschaften.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
Herstellung von l,R-cis-2-Chlor-6-fluorbenzyl-2-(2,2-dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropancarboxylat a) Herstellung von 2-Chlor-6-fluorbenzylbromid 2-Chlor-6-fluortoluol (14,45 g) und N-Bromsuccinimid
(19,6 g) wurden mit Azo-bis-isobutyronitril (0,1 g) in wasserfreiem Kohlenstofftetrachlorid unter Rückfluss während 18 h mit Bestrahlung durch eine IR-Lampe erhitzt. Die entstandene Lösung wurde in Eis gekühlt, das Ganze filtriert und das Filtrat eingedampft; es blieb eine schwach orangenfarbene Flüssigkeit zurück, die unter vermindertem Druck (Stickstoff) destilliert wurde. Man erhielt die Titelverbindung (20,1 g, 90%) Kp 74 °C/3,00 mm Hg.
b) Herstellung von l,R-cis-2-Chlor-6-fluorbenzyl-2-(2,2-dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropancarboxylat.
1 ,R-cis-2-(2,2-dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropancar-bonsäure (1,1 g), 2-Chlor-6-fluorbenzylbromid (1,1 g) und wasserfreies Kaliumcarbonat (0,7 g) wurden unter Rühren zusammen in Aceton 2 h unter Rückfluss erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, mit Wasser verdünnt und 3 x mit jeweils 50 ml Diäthyläther extrahiert. Die vereinigten Auszüge wurden mit wässriger Natriumbicarbonat-lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, eingedampft und auf einer Sx02-Kolonne gereinigt, wobei mit Toluol eluiert wurde; beim Verdampfen des Eluats erhielt man 1,8 g (100%) Titelverbindung;
nD19 = 1,5420 Md24 = -22,4° (c2, CHC13)
Beispiel 2
Herstellung von l,R-cis-2,6-Dichlorbenzyl-2-(2,2-
dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropancarboxylat l,R-cis-2-(2,2-Dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carbonsäure (3,5 g), 2,6-Dichlorbenzylchlorid (3,0 g), Ka-
s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
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liumjodid (0,5 g) und Kaliumcarbonat (2,3 g) wurden unter Rühren zusammen in Aceton 2 h unter Rückfluss erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde wie in Beispiel 1 aufgearbeitet und man erhielt 5,6 g (100%) Titelverbindung.
nD23 = 1,5638 Ia]D25 = -26,50 (c2.CHC13)
Beispiel 3 bis 11 Die folgenden Beispiele wurden in gleicher Weise wie in den Beispielen 1 und 2 beschrieben, hergestellt. In Klammern ist jeweils die Ausbeute angegeben. cis-2,6-Dichlor-benzyl-2-(2-chlor-2-fluor-vinyl)-3,3-dime-
thylcyclopropan-carboxylat (86%) tiD18 = 1,541 cis-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-di-
methylcyclopropan-carboxylat(98%) nD19 = 1,5401 trans-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxyIat(98%) nD19 = 1,5360 cis-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dibrom-vinyl)-3,3-di-
methylcyclopropan-carboxylat (98%) nD23 = 1,5664 cis-2,6-Dichlor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-di-
methylcyclopropan-carboxylat(87%) Fp 91-95 °C cis-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2-chlor-2-fluor-vinyl)-3,3-di-
methylcyclopropan-carboxylat(72%) nD19 = 1,521 l,R-cis-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2,2-difluor-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxylat (91%) nD22 = 1,4987, [a]D24 = —9,50° (c2 CHC13) l,R-cis-2-Chlor-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dibrom-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxylat (63%) nD19 = 1,565, [a]D25 = — 7,69° (c2 CHC13) 1 : l-cis/trans-2,6-Dichlor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat (70%)
Versuche zur Wirkung als Schädlingsbekämpfungsmittel Die insektizide Wirkung der erfindungsgemässen Verbindungen und ihre Wirkung gegen Zecken wurde unter Verwendung folgender Schädlinge untersucht und geprüft.
Insekten Stubenfliege
Ägypt. Baumwollblattwurm schwarze Bohnenblattlaus Kornkäfer Milben Gewächshaus-Spinnmilbe Zecken Rinderzecke
Nachfolgend sind die Untersuchungsmethoden für jede Schädlingsart angegeben.
a) Stubenfliege - Musca domestica (M.d.)
Eine 0,4 gew.-%ige Lösung der Testverbindung in Aceton wurde hergestellt und in eine Mikrometer-Spritze aufgenommen. 2 bis 3 Tage alte, erwachsene weibliche Hausfliegen wurden mit C02 anästhesiert und jeweils 1 )xl der Testlösung auf die Bauchseite des Unterleibs jeder Fliege gegeben; insgesamt wurden 20 Fliegen für den Versuch eingesetzt. Die behandelten Fliegen wurden in Gläsern gehalten, die mit saugfahigem Papier abgedeckt und zugebunden waren. Mit verdünnter Zuckerlösung getränkte Baumwollbäusche wurden als Nahrungsquelle auf die Papierabdeckung gegeben. Nach 24 Stunden wurde der Prozentsatz an toten und sterbenden Fliegen festgestellt.
b) Ägyptischer Baumwollblattwurm - Spodoptera littoralis (S.l.)
Von Saubohnenpflanzen wurden paarweise Blätter entnommen und auf Filterpapier in Kunststoff-Petrischalen gegeben. Die Blätter wurden auf der Unterseite mit einem wässrigen Mittel besprüht, das 20 Gew.-% Aceton, 0,05
Gew.-% TRITON X-100 als Netzmittel und 0,4 Gew.-% Verbindung, welche geprüft werden sollte, enthielt. Durch Verdünnen der Ansätze erhielt man unterschiedliche Konzentrationen an Testverbindung. Nach dem Besprühen Hess man die Blätter 0,5 bis 1 Stunde trocknen; dann wurde jedes Blattpaar mit jeweils 10 Larven des Ägyptischen Baumwollblattwurms (Spodoptera littoralis (S.l.)) besetzt. Nach 24 Stunden wurde der Prozentsatz an toten und sterbenden Larven bestimmt.
c) Schwarze Bohnenblattlaus - Aphis fabae (A.f.)
Die Untersuchungen wurden mit erwachsenen Bohnenblattläusen analog dem unter b) beschriebenen Prüfverfahren durchgeführt.
d) Kornkäfer - Heliothis zea (H.z.)
Die Testverbindungen wurden in wässrige Lösungen eingearbeitet, die 20 Gew.-% Aceton, 0,04 Gew.-% Atlox 1045A und 0,2 Gew.-% Testverbindung enthielten. Für die Dosis-Mortalitätkurven wurden diese Lösungen mit einer wässrigen Lösung enthaltend 0,05 Gew.-% Atlox 1045A weiter verdünnt. Geschnittene Windsor-Saubohnenpflanzen wurden auf einen Drehtisch gegeben und mit 4 ml Testlösung besprüht. Unmittelbar nach dem Besprühen wurden 5 Larven des Kornkäfers auf jede Pflanze gesetzt, die ihrerseits durch ein Loch in einem Versuchsbrett in Wasser gesteckt wurde; die Umgebung wurde bei 271C und 40 bis 50% relativer Feuchte gehalten. Nach 44 bis 46 Stunden wurden die Mortalitätszählungen vorgenommen.
e) Gewächshaus-Spinnmilbe- Tetranychus urticae (T.u.)
Aus den Blättern von grünen Bohnenpflanzen wurden
Scheiben ausgeschnitten und auf Filterpapier gesetzt, das durch einen Baumwollpfropfen, der in Wasser eintauchte, feucht gehalten wurde. Jede Scheibe wurde mit 10 erwachsenen Spinnmilben besetzt; anschliessend wurden die Scheiben mit einer Lösung oder einer Suspension der Testverbindung in Aceton-Wasser (20 : 80) enthaltend 0,05% TRITON X-100 als Netzmittel besprüht. Nach 24 Stunden wurden die toten und sterbenden Milben ausgezählt.
f) Rinderzecke - Boophilus microplus (B.m.)
Es wurde 0,1 gew.-%ige Lösung der Testverbindung in Aceton hergestellt, das 10 Gew.-% Polyäthylenglykol enthielt. Durch Verdünnen dieser Lösung wurden unterschiedliche Konzentrationen der Testverbindungen erhalten. Jeweils 1 ml Testlösung wurde gleichmässig auf ein Filterpapier in einer Petrischale gegeben. Sobald das Filterpapier ausreichend trocken war, wurde es zur Hälfte gefaltet und entlang der Aussenseite eingebogen, um ein Päckchen oder eine Tasche zu bilden. Etwa 80 bis 100 2 bis 3 Wochen alte Rinderzeckenlarven (one-host cattle tick) wurden in die Tasche gegeben, die dann vollständig verschlossen wurde. Die Tasche wurde dann 24 Stunden in einem Brutschrank bei 27 C und 80% relativer Feuchte gehalten. Danach wurde die Tasche geöffnet und der prozentuale Anteil an toten und sterbenden Larven festgestellt.
Die Ergebnisse sind in der beigefügten Tabelle 1 aufgeführt. Die Wirksamkeit der Verbindungen wird in Form des Toxizitätsindex (T.I.) angegeben, der sich folgendermassen errechnet
LC5o Äthylparathion (Standard) Toxizitätsindex (T.I.) = —
LC50 Testverbindung
Die Anfangswirkung (knockdown)-Aktivität der erfindungsgemässen Verbindungen wurde anhand der Stubenfliege mit Hilfe des Kearns-March Kammertests bestimmt.
s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
643 231
6
Die Kearns-March-Kammer besteht aus einem durchsichtigen 0,61 x 0,305 m grossen Glaszylinder, in welchen die Fliegen mit Hilfe einer Gleitschiene oder Gleitwand an einem Ende angebracht werden könne. 0,2 ml einer 20% MeCl2/80% Shellsol K Lösung, die den Wirkstoff enthielt, wurde 1,5 Sekunden bei 687 mbar (lOpsi) in die Kammer gesprüht und die Luftzufuhr weitere 2 Sekunden aufrechterhalten, um die gleichmässige Verteilung des Sprays zu unterstützen. Etwa 70 Fliegen wurden für jeden Versuch eingesetzt und die Zählungen bezüglich der sofort einsetzenden Anfangswirkung in Abständen von 1, 2, 3,4, 5, 7 und 10 Minuten nach dem Sprühen durchgeführt. Die Verbindungen wurden in 6 Klassen eingeteilt, je nach der für 90%ige Anfangswirkung nach 10 Minuten benötigten Wirkstoffkonzentration, Hieraus ergibt sich folgendes Schema:
Klasse 0 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 Klasse 6
90% 90% 90% 90% 90% <90%
10 Minuten : 10 Minuten ■ 10 Minuten = 10 Minuten ; 10 Minuten • 10 Minuten
Konzentration 0,025% Konzentration 0,05% Konzentration 0,1% Konzentration 0,2% Konzentration 0,4% Konzentration 0,4%
keine Anfangswirkung bei
0,4%
Die Ergebnisse dieser Versuche sind ebenfalls in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Tabelle I
Verbindung Toxizitätsindex Knock aus Beispiel down
M.d. S.l. A.f. H.z. T.u. B.m. Klasse
1
44
96
26
30
98
908
0
2
44
98
12
28
33
1110
1
3
13
44
5
+
34
1200
2
4
23
41
22
34
72
400
1
5
32
24
9
25
31
57
1
6
14
35
20
53
20
-
2
7
17
107
26
80
61
381
2
8
12
79
29
+
19
482
0
9
17
121
19
19
4
240
1
10
32
137
75
+
10
343
0
11
21
77
26
+
17
178
2
+ noch nicht geprüft s

Claims (8)

  1. 643 231
    2
    PATENTANSPRÜCHE I. 2,6-Dihalogenbenzylester der allgemeinen Formel I
    „1
    H HC=C
    \r2
    — CO - 0 - CH
    (I)
    in der R1 und R2 jeweils Fluor, Chlor oder Brom, Y1 Chlor und Y2 Fluor oder Chlor bedeuten mit der Massgabe, dass wenn R1 und R2 beide Brom bedeuten, Y2 für Fluor steht und wenn weder R1 noch R2 Brom bedeuten, mindestens einer der Substituenten R1 und R2 die gleiche Bedeutung hat wie mindestens einer der Substituenten Y1 und Y2.
  2. 2. Esternach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1, R2 und Y2 jeweils für Fluor oder Chlor stehen und Y1 Chlor bedeuten, wobei mindestens einer der Substituenten R' und R2 die gleiche Bedeutung hat wie mindestens einer der Substituenten Y1 und Y2.
  3. 3. Ester nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Substituenten R\ R2 und Y2 Chlor bedeuten und der andere Substituent für Chlor oder Fluor steht.
  4. 4. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in Form seiner cis-Isomeren.
  5. 5. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in Form seiner 1 ,R-cis-Isomeren.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung eines 2,6-DihaIogenbenzyl-ester der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II
    mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III
    •ft
    .R1
    H ' CH=C
    20
    25
    Q - CH,
    in denen R1, R2, Y1 und Y2 wie in Anspruch 1 definiert
    30 sind, einer der Substituenten Q und Z für ein Halogenatom und der andere dieser beiden Substituenten für eine OH-Gruppe steht, zur Umsetzung bringt.
  7. 7. Schädlingsbekämpfungsmittel enthaltend einen Träger und/oder ein ganzflächenaktives Mittel zusammen mit einem
    35 2,6-Dihalogenbenzylester der Formel I als Wirkstoff.
  8. 8. Verfahren zum Bekämpfen von Schädlingen am Ort ihres Vorkommens, dadurch gekennzeichnet, dass man auf diesen Ort einen 2,6-Dihalogenbenzylester der Formel I aufbringt.
    40
CH915779A 1978-10-13 1979-10-11 2,6-Dihalobenzyl esters, their preparation and their use CH643231A5 (en)

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