CH567337A5 - Leakproof battery - with thermoplastic synthetic resin porous electrolyte carrier - Google Patents

Leakproof battery - with thermoplastic synthetic resin porous electrolyte carrier

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CH567337A5
CH567337A5 CH1381172A CH1381172A CH567337A5 CH 567337 A5 CH567337 A5 CH 567337A5 CH 1381172 A CH1381172 A CH 1381172A CH 1381172 A CH1381172 A CH 1381172A CH 567337 A5 CH567337 A5 CH 567337A5
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer auslaufsicheren Batterie.



   Zu den herkömmlichen Mitteln zur Fixierung des   Elektro-    lyten einer Batterie gehört ein Verfahren, welches einen säurebeständigen porösen Körper, wie z. B. eine Glasmatte, eine Folie aus tierischer und pflanzlicher Faser, filzähnlicher Gewebevlies, Bimssteinpulver, Diatomeenerde usw. als elektrolythaltige Masse verwendet und den porösen Körper im Zwischenraum zwischen Platten und um eine Plattengruppe herum anordnet.



   Ferner ist eine sogenannte Kolloidbatterie bekannt, welche durch Zugabe von Schwefelsäure zu Natriumsilikat oder im Handel erhältlichem Silicasol, anschliessendes Rühren der Mischung, Eingiessen derselben in eine Batterie und Gelieren zu einem porösen, elektrolythaltigen Körper erhalten wird.



   Das erstere Verfahren hat folgende Nachteile: es kommt nicht ohne einen flüssigen Elektrolyten aus, wodurch die Möglichkeit eines Auslaufens von Elektrolyt durch eine Einfüllöffnung, eine Entlüftungskappe oder die angrenzenden Teile gegeben ist, falls die Batterie zu Boden fällt oder wenn nach beendigtem Aufladen der Batterie Gas entwickelt wird.



  Der auslaufende Elektrolyt kann unter Umständen Geräte und Instrumente beschädigen. Im Fall, dass die Batterie für Spielzeuge gebraucht wird, sind die Benützer der Batterie Kinder, und die Batterie wird entsprechend unvorsichtig behandelt. Es besteht in diesem Fall die Möglichkeit des Auslaufens, und somit für die Kinder die Gefahr von Verätzungen.



  Eine solche Batterie ist dementsprechend recht gefährlich und lässt punkto Sicherheit viel zu wünschen übrig.



   Andererseits ist auch die zweitgenannte Art von Batterie mit verschiedenen Mängeln behaftet. Kolloid in Form einer elektrolythaltigen Masse ist sehr schwach und ein mit zunehmender Zahl von Ladung und Entladung einhergehender Flüssigkeitsverlust bricht Kolloid und hat eine Kapazitätseinbusse zur Folge.



   Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist somit die   Ent    wicklung einer auslaufsicheren Batterie, welche keinerlei Elektrolytausfluss aus einem Batteriebehälter zeigt.



   Ferner soll die Batterie eine hohe Leistung aufweisen, keinen Porositätsverlust von Silicagel zeigen und einen flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körper von hoher Porosität enthalten. Zudem sollte die Batterie sehr einfach anzufertigen und preisgünstig in der Herstellung sein.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer auslaufsicheren Akkumulatorenbatterie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung enthaltend eine Mischung von thermoplastischem, synthetischem Polymerpulver mit wasserhaltigem Silicagel um eine Plattengruppe herum angeordnet wird, in gesättigtem Dampf auf eine Temperatur von über 100    C    erhitzt und unter Bildung eines mit der Plattengruppe vereinigten, flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körpers verfestigt wird, die   flüssigkeitsaufnehmende,    poröse Masse mit einem Elektrolyten durchtränkt und schliesslich das Ganze in einen Batteriebehälter eingeschlossen wird.



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird eine Batterie geschaffen, welche alle geforderten Bedingungen erfüllt, indem mittels eines flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körpers der Elektrolyt fixiert, die Platten auf befriedigende Weise festgehalten und so auch eine Beschädigung der funktionellen Teile verhindert wird.



   Die genannten und weiteren Vorteile der nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Batterie gehen aus den folgenden Beispielen hervor, wobei zur besseren Anschaulichkeit auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genom men wird. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht einer Plattengruppe;
Fig. 2 eine Perspektivansicht, welche einen Formkasten derselben Grösse und Form wie der Behälter zur Aufnahme der in Fig. 1 gezeigten Plattengruppe darstellt und in welche gemischtes Pulver zur Herstellung eines flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körpers gegeben wird;
Fig. 3 eine Perspektivansicht des zerlegten Formkastens von Fig. 2;
Fig. 4 eine Längsschnitt-Vorderansicht der in Fig. 3 gezeigten Zusammensetzung, welche nach der Behandlung in den Behälter eingesetzt worden ist;

  ;
Fig. 5 eine Perspektivansicht einer Reihe von Platten, eine Positiv-Platte und eine Negativ-Platte, zwischen denen ein besonderes Trennelement eingesetzt wird; und
Fig. 6 eine Längsschnitt-Vorderansicht der Plattengruppe von Fig. 4, welche in einer Hülle verpackt und in den Behälter eingesetzt ist Beispiel 1
Dieses Beispiel zeigt die Verbindung einer Plattengruppe mit einem flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körper durch Verwendung eines Formrahmens. Als Material für den   feuch    tigkeitsaufnehmenden porösen Körper zur Überdeckung und Fixierung der Plattengruppe wurde eine Zusammensetzung aus einer Mischung von 1 Gewichtsteil pulverförmigem Polyäthylen hoher Dichte (0,29-0,05 mm Teilchengrösse), mit 3 Gewichtsteilen eines wasserhaltigen Silicagelpulvers (Wassergehalt 70%, 0,29-0,05 mm Teilchengrösse) verwendet.

  Eine Plattengruppe 4, wie sie in Fig. 1 gezeigt wird, aus Bleidioxid-Positivplatten 1 und Blei-Negativplatten 2 mit dazwischen angeordneten Trennelementen 3, wurde in einem zerlegbaren Metallkasten aus vier Platten von der Grösse und Form des Behälters eingeschlossen. Dann wurde die genannte Gruppe pulverförmige Zusammensetzung 6 zwischen die Plattengruppe 4 und die Innenwandung des Formrahmens 5 eingefüllt. Im vorliegenden Fall füllte sich der Zwischenraum zwischen der Plattengruppe und dem Formkasten unter Einwirkung leichter Vibration auf den Rahmen rasch. Der mit der pulverförmigen Zusammensetzung 6 gefüllte Formrahmen 5 wurde   X    bis 2 Stunden in gesättigtem Dampf von über 100    C    bei einem Druck von 5 bis 9 atü behandelt, bis das Polyäthylen in der Zusammensetzung geschmolzen und verfestigt war.

  Dann wurde der Formrahmen der Dampfbehandlung entnommen und wie in Form 3 gezeigt, zerlegt. Es wurde eine in einen porösen Körper von 70-80% Porosität eingebettete Plattengruppe erhalten, welche keine Behandlung mit oberflächenaktiven Mitteln benötigte, ausgezeichnete Absorptionsfähigkeit zeigte und mechanisch stabil war. Das Ganze wurde in Heissluft unterhalb von 100    C    getrocknet und in einen speziellen Elektrolyten, beispielsweise verdünntes Schwefelsäurebad, mit einem spezifischen Gewicht von 1,240, eingetaucht, wobei der poröse Körper vom Elektrolyten durchtränkt wurde. Der so behandelte Körper wurde dann in einen Behälter 7 gebracht und ein Verschlussdeckel 9 mit einer Füllschraube 8 wurde aufgebracht (Fig. 4).



   Beispiel 2
Das vorliegende Beispiel beschreibt die Einsetzung einer Plattengruppe und eines flüssigkeitsaufnehmenden Körpers in einen Behälter. Dabei wird auf die Verwendung eines Formkastens verzichtet, um auf leistungsfähigere Weise die Plattengruppe mit dem flüssigkeitsaufnehmenden Körper zu erhalten. Dazu wurde die Plattengruppe zuerst in einen Batteriebehälter 7 aus thermoplastischem Polymer, wärmeaushärtendem Harz oder Hartgummi, welcher in gesättigtem Dampf einer Temperatur von über 100    C      'S    bis 2 Stunden aus hält, eingesetzt und die in Beispiel 1 beschriebene Zusammensetzung aus pulverförmiger Mischung zwischen die Platten  und in den Zwischenraum zwischen der Plattengruppe und dem Behälter eingefüllt.

  Der gefüllte Behälter wurde dann in gesättigtem Dampf von über 100    C    gebracht und Wärme zugeführt, bis das synthetische Polymer schmolz. Dabei wurde eine Batterie erhalten, bei der die Plattengruppe, der flüssig keitsaufnehmende, poröse Körper und der Behälter als Ein heit erhalten wurde. Nach dieser Ausführung kann dank der
Einsparung eines besonderen Formkastens eine Batterie zu niedrigen Kosten hergestellt werden. Diese arbeitssparende Ausführung eignet sich gut zur Massenproduktion von Batterien.



   Beispiel 3
Das vorliegende Beispiel beschreibt eine Ausführung, bei der auf ein plattenähnliches Trennelement zwischen den Plat ten verzichtet wird. Dabei wurde, wie in Fig. 5 gezeigt, eine
Plattengruppe durch Parallelanordnung von mehreren Einzelelementen aus einer Bleidioxid-Positivplatte 1, einer Blei-Ne gativplatte 2 und einem dazwischenliegenden   U-förmigen    Trennelement 3 gebildet. Diese Plattengruppe wurde, wie in
Beispiel 1, in einen Formkasten eingesetzt, worauf eine Zu sammensetzung 6 aus einer Mischung von 1 Gewichtsteil pulverförmigem Polyäthylen mit 2-3 Gewichtsteilen wasserhaltigem Silicagelpulver zwischen Plattengruppe und Formkasten unter Vibration eingefüllt wurde.

  Der so mit der Zusammensetzung 6 gefüllte Formkasten wurde   L    bis 2 Stunden gesättigtem Dampf von über 100    C    ausgesetzt und nach dem Verfestigen wieder unter Normalbedingungen gebracht.



   Die so hergestellte Batterie wies einen flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körper auf, der ohne Gebrauch eines plattenförmigen Trennelements zwischen den Platten ausgebildet worden war. Dementsprechend hat eine solche Batterie den Vorteil, dass sie sich mit einer grossen Elektrolytmenge vollsaugt. Ausser dem obigen U-förmigen Trennmaterial kann nicht nur ein V-förmiges Trennmaterial, pektiniertes Trennmaterial oder eine wellenförmige perforierte Platte verwendet werden, sondern auch irgendein anderes, passendes Trennmaterial, sofern zwischen den Platten ein Zwischenraum ausgebildet wird, wie er durch Verwendung von Platten mit Randüberzügen aus synthetischem Harz erhalten wird.



  Beispiel 4
In diesem Beispiel wird die Ummantelung der Einheit aus Plattengruppe und flüssigkeitsabsorbierendem porösen Körper mit einem Überzug, wie er in Fig. 6 als Element 13 gezeigt wird, beschrieben. Dabei wurde eine Plattengruppe 4 in einen passenden Formkasten oder Behälter gegeben und die Zusammensetzung 6 aus einer Mischung von 1 Gewichtsteil pulverförmigem Polyäthylen mit 3 Gewichtsteilen pulverförmigem Silicagel gleichmässig um die Plattengruppe herum und in die Zwischenräume zwischen den Platten eingefüllt. Es wurde in gesättigtem Dampf über 100    C    bei 4 bis 5 atü erhitzt, dann getrocknet und   ¯libis    1 Stunde unter erniedrigtem Druck in den Elektrolyten eingetaucht.

  Darauf wurde eine Deckplatte 12 aus einem säurebeständigen, oxidationsbeständigen Gummi oder synthetischen Harz mit einem Luftloch 10 und Öffnungen 11 zur Durchführung der Pole aufgesetzt. Schliesslich wurde der ganze Block in eine Hülle 13 aus hitzeschrumpfbarem, synthetischem Polymer, z. B. PVC, Polyäthylen, Siliconharz usw., verpackt und mit heissem Wasser oder Heissluft zur Schrumpfung der Hülle 13 von aussen behandelt, worauf die Hülle 13 auf dem flüssigkeitsabsorbierenden, porösen Körper eng auflag. Wenn dabei die Oberfläche der Deckplatte vorgängig mit einem Klebstoff versehen wird, ist diese Behandlung besonders wirksam, indem die Klebwirkung zwischen Hülle und Deckplatte ein Auslaufen von Flüssigkeit verhindert.



  Beispiel 5
Dieses Beispiel zeigt die Herstellung einer auslaufsicheren Schicht als Einheit mit einer Plattengruppe und einem flüssigkeitsaufnehmenden, porösen Körper. Dazu dienen fliessfähige Kunststoffe (Thermoplaste oder wärmeaushärtende Kunststoffe) von ausgezeichneter Säurebeständigkeit, welche auf den flüssigkeitsaufnehmenden Körper aufgetragen werden, oder in welche der Körper eingetaucht wird.



   Dazu wurde die Plattengruppe in einen geeigneten Formkasten oder Behälter eingesetzt, eine gemischte Zusammensetzung aus 1 Gewichtsteil Polyäthylenpulver und 3 Gewichtsteile wasserhaltigem Silicagel gleichmässig um die Plattengruppe herum und zwischen diese hinein eingefüllt und das Ganze bis zur Verfestigung in gesättigtem Dampf von 4 bis 5 atü behandelt. Die so erhaltene Einheit aus porösem Körper und Plattengruppe wurde getrocknet, und fliessfähiger Kunststoff von ausgezeichneter Säurebeständigkeit, wie z. B. Epoxiharz, Phenolharz, Melaminharz, Polyäthylen, Polypropylen, Styrol usw., wurde auf die Oberfläche aufgebracht oder der Gesamtkörper wurde in einen solchen Kunststoff eingetaucht, worauf 3 Stunden in Heissluft von 100    C    zu einer auslaufsicheren Schicht verfestigt wurde.

  Anschliessend wurde die mit der auslaufsicheren Schicht versehene Einheit zur Sättigung mit Elektrolyt in verdünnte Schwefelsäure eingetaucht. Die in diesem Beispiel beschriebene Dichtungsschicht kann durch Verwendung von Kunststoffen verschiedener Viskosität in ihrer Stärke frei verändert werden.



  Um nämlich eine dicke Dichtungsschicht zu erhalten, muss ein Kunststoff von niedriger Viskosität eingesetzt werden, während für eine dünne Schicht ein Kunststoff von hoher Vis kosität gebraucht wird. Um ferner eine vollkommene Schicht zu erhalten, kann die Aufbringung des Kunststoffs und die vorhergehende Vorbereitungsbehandlung wiederholt werden. Zusätzlich können zur Verhinderung des Eindringens des Kunststoffs bis zu den Platten Spacers (Distanzstücke) zwischen die flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körper eingesetzt werden.



   Als Spacers können dünne Folien, beispielsweise aus Poly äthylen, Polypropylen, PVC oder auch aus Papier verwendet werden, solange das betreffende Material von niedriger Porosität ist und das Durchtreten von Flüssigkeit verhindert.



  Beispiel 6
Das vorliegende Beispiel zeigt die Herstellung einer Einheit aus einer Plattengruppe mit einem flüssigkeitsabsorbierenden Körper, welcher eine dritte Komponente mit katalytischer Wirkung enthält. Dazu wurde die Plattengruppe in einen geeigneten Formkasten oder Behälter eingebracht und eine gemischte Zusammensetzung gleichmässig um die Platten herum und zwischen die Platten eingefüllt. Diese Zusammensetzung wurde durch Vermischen von nicht mehr als 0,1 Gewichtsteilen Aktivkohle als Drittkomponente mit 1 Gewichtsteil Polyäthylenpulver und anschliessendes Zumischen von 200 bis 700 Gewichtsteilen wasserhaltigem Silicagel erhalten. Das Ganze wurde zur Herstellung einer Einheit aus flüssigkeitsaufnehmendem, porösem Körper und der Plattengruppe 30 Minuten bis zu 2 Stunden in gesättigtem Dampf von 5 bis 8 atü erhitzt.

   Diese wurde der Dampfbehandlung in dem Zeitpunkt entnommen, als das Polyäthylen der Zusammensetzung geschmolzen und verfestigt war. Es wurde getrocknet und 30 Minuten bis zu einer Stunde unter reduziertem Druck in verdünnte Schwefelsäure eingetaucht, um eine Anfangsaufladung zu erhalten.



   Nach beendigter Anfangsaufladung wurde der Formkasten oder Behälter gestürzt, um die darin enthaltene Flüssigkeit auszugiessen. Darauf wurde ein Deckel auf den für die definitive Batterie bestimmten Behälter aufgesetzt.



   Als Drittkomponente mit katalytischer Wirkung kann  auch Russ, Palladium, Platin, säurebeständiger Ionenaustauscherharz zusätzlich zur Aktivkohle zugegeben werden. Ferner übt ein Gehalt von mehr als 0,1 Gewichtsteilen an Drittkomponente eine hemmende Wirkung auf die Verfestigung des porösen Körpers aus, oder es wird ein poröser Körper von mangelnder Festigkeit und geringer Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit erhalten, wodurch die Batterieleistung beeinträchigt wird. Die Wirkung der Beimischung einer   Drittkompb    nente liegt in der Unterdrückung der Gasentwicklung beim Aufladen, wodurch eine auslaufsichere Batterie mit langer Lebensdauer erhalten wird.



   Erfindungsgemäss wird eine Zusammensetzung aus einer Mischung von wasserhaltigem Silicagel mit thermoplastischem, synthetischem Kunststoff zwischen den Platten und um die Plattengruppe herum angeordnet, und in gesättigtem Dampf von einer über dem Erweichungspunkt des Polymers liegenden Temperatur erhitzt und verfestigt, wodurch ein flüssigkeitsabsorbierender, poröser Körper erhalten wird.



   Da die Zusammensetzung über die Erweichungstemperatur des Polymers hinaus erwärmt wird, schmelzen Polymerteilchen und verbinden sich fadenartig entlang den   Berüh    rungspunkten des Silicagelpulvers, während andererseits das Wasser im Silicagel verdampft. Da jedoch das wasserhaltige Silicagel in gesättigtem Dampf erhitzt wird, erleidet das Gel, im Gegensatz zur Trocknung in normaler Heissluft, wenig oder keine Volumeneinbusse. Demzufolge wird das   geschmol-    zene Polyäthylen durch das Silicagel unterbrochen und verkettet sich nur dünn und fadenartig entlang den Berührungspunkten zwischen Silicagelteilchen. Dabei besteht keine Möglichkeit einer lokalen Ansammlung oder vollständigen Bedekkung des Silicagels durch das flüssige Polymer.



   Dies ist ein wesentliches Merkmal, welches durch das Erwärmen in gesättigtem Dampf erreicht wird. Überdies werden gleichmässig im ganzen Silicagel durchgehende feine Poren von etwa 30   llm    gebildet und eine allgemeine Porosität von 70% kann erzielt werden.



   Die in der vorliegenden Erfindung gebrauchten Arten von synthetischen Polymeren für den flüssigkeitsaufnehmenden Körper und ein bevorzugtes Mischungsverhältnis des synthetischen Polymers zum Silicagel werden in der untenstehenden Tabelle aufgeführt.



   Die Bestimmung der Porosität kann nach der folgenden Formel erfolgen:
W1-W x100'i#    W1-W2    Dabei bezeichnet W das Gewicht eines porösen Körpers,   Ws    das Gewicht des porösen Körpers mit vollständig wassergefüllten Poren, W2 das Gewicht des porösen Körpers in Wasser und P die Porosität   ( /0).   



   Tabelle Nr. Synthe- Wasser- Mischver- Atmo- Porosität Eigenschaft tisches gehalt hältnis sphäre des porö- des porösen
Polymer des (Gewichts- bei Sin- sen Kör- Körpers
Silica- verh.) terung pers    gels von (01o)  (%) Harz zu
Silicagel    A Polyäthylen 70 2 4 gesät- 69 hart tigter
Dampf B Polyäthylen 70 2 5 dito 72 hart C Polyäthylen 70 2 10 dito 79 weich, leicht pulverisier bar D Polyäthylen 40 2 5 dito 64 hart E Polyvinyl- 70 3 2 dito 55 hart chlorid F ABS 70 2 2 dito 49 hart G ABS 70 2 3 dito 59 hart H Polypropylen 70 2 4 dito 63 hart   Polypropylen    70 2 5 dito 91 hart J Polystyrol 70 2 5 dito 73 hart für allg.



   Gebrauch K hochschlag- 70 2 2 dito 51 hart festes Poly styrol L Niederdruck- 70 2 5 dito 71 hart
Polyäthylen M Polyamidharz 70 2 3 dito 61 hart N Polyäthylen 70 2 5 Heissluft 37 hart O Polyäthylen 70 2 10 dito 42 hart, jedoch brüchig
In der Tabelle zeigen A-M die Eigenschaften eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen porösen Körpers, während N und 0 Vergleichsbeispiele zeigen, bei denen die Sinterung in Heissluft durchgeführt worden war und die erhaltenen, porösen Körper sehr verschieden waren, obgleich die übrigen Bedingungen dieselben wie in B und C  waren. Die angegebene Porosität und Festigkeit können durch Änderung des Mischverhältnisses von wasserhaltigem Gel zu thermoplastischem Polymer im Bereich zwischen 1-7 Gewichtsteilen wasserhaltigem Gel pro 1 Gewichtsteil thermoplastisches Polymer frei gewählt werden.

  Die Hitzebehandlungsbedingungen können je nach Polymer verschieden sein, die Temperaturen liegen jedenfalls oberhalb der Erweichungstemperatur der Polymere und vorzugsweise nahe bei der Erweichungstemperatur. Der nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene, flüssigkeitsaufnehmende poröse Körper ist zur Aufnahme einer grossen Elektrolytmenge fähig. Sogar wenn der Elektrolyt infolge Gaserzeugung in der Batterie in Blasen an die Oberfläche des flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körpers kommt, brechen die Blasen sogleich und der Elektrolyt wird vom porösen Körper absorbiert, so dass dadurch kein flüssiger Elektrolyt freigesetzt wird. Demzufolge muss dank dem erfindungsgemäss hergestellten, porösen Körper keine besonders verbesserte Batteriekonstruktion gesucht werden, sondern ein herkömmlicher Batteriebehälter kann mit Vorteil verwendet werden.

  Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist sodann, dass dank der Umhüllung und festen Verankerung der Plattengruppe durch den flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körper die Batterie gegen Beschädigung durch starke Vibration und Schläge geschützt ist und ein Bruch der funktionellen Bestandteile verhindert wird.



   Ferner bereitet bei den herkömmlichen Batterietypen die Aufeinanderlegung von Platten, Trennelementen und Glasmatten Schwierigkeiten, während die vorliegende Erfindung z. B. durch die in Beispiel 3 gezeigte Ausführung erfolgreich den Montageschritt der Batterie vereinfachen kann.



   Es dürfte klar sein, dass, obschon in den Beispielen auf Bleisäure Akkumulatoren Bezug genommen wird, die Erfindung nicht auf solche beschränkt ist, sondern im Rahmen der Erfindungsidee und ihres Geltungsbereiches auch auf verschiedene, andere Batterien Anwendung finden kann.



   PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung einer auslaufsicheren Batterie, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung, enthaltend eine Mischung von thermoplastischem, synthetischem Polymerpulver mit wasserhaltigem Silicagel, um eine Plattengruppe herum angeordnet wird, in gesättigtem Dampf auf eine Temperatur von über 100    C    erhitzt und unter Bildung eines mit der Plattengruppe vereinigten, flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körpers verfestigt wird, diesen Körper mit einem Elektrolyten durchtränkt und in einen Batteriebehälter eingeschlossen wird.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch   gekennzeich    net, dass die Plattengruppe so ausgebildet ist, dass zwischen den einzelnen Platten mit Hilfe von Trennelementen Zwischenräume ausgebildet   sind.   



   2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass die Plattengruppe in einem Batteriebehälter angeordnet ist
3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltene Einheit aus porösem Körper und Plattengruppe nach dem Durchtränken mit Elektrolyt mit einer Hülle aus thermoplastischem, synthetischem Polymer versehen wird.



     4.    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung aus einer Mischung von 1 Gewichtsteil des thermoplastischen, synthetischen Polymers mit 2-4 Gewichtsteilen des wasserhaltigen Silicagels besteht.



   5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Aufbringen eines fliessfähigen Kunststoffs von ausgezeichneter Säurebeständigkeit die Oberfläche des erhaltenen porösen Körpers mit einer auslaufsicheren Schicht überzogen wird.



   6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch   gekennzeich-    net, dass das Aufbringen des Kunststoffs durch Tauchbeschichtung erfolgt.



   7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung eine Drittkomponente beigemischt enthält.



   8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch   gekennzeich    net, dass die Drittkomponente eine katalytische Wirkung hat und dass sie in einer Menge von nicht mehr als 0,1   Gewichts-    teil pro Gewichtsteil thermoplastischem, synthetischem Polymerpulver beigemischt ist.



     PATENTANSPRUCH II   
Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellte Batterie.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. waren. Die angegebene Porosität und Festigkeit können durch Änderung des Mischverhältnisses von wasserhaltigem Gel zu thermoplastischem Polymer im Bereich zwischen 1-7 Gewichtsteilen wasserhaltigem Gel pro 1 Gewichtsteil thermoplastisches Polymer frei gewählt werden. Die Hitzebehandlungsbedingungen können je nach Polymer verschieden sein, die Temperaturen liegen jedenfalls oberhalb der Erweichungstemperatur der Polymere und vorzugsweise nahe bei der Erweichungstemperatur. Der nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene, flüssigkeitsaufnehmende poröse Körper ist zur Aufnahme einer grossen Elektrolytmenge fähig.
    Sogar wenn der Elektrolyt infolge Gaserzeugung in der Batterie in Blasen an die Oberfläche des flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körpers kommt, brechen die Blasen sogleich und der Elektrolyt wird vom porösen Körper absorbiert, so dass dadurch kein flüssiger Elektrolyt freigesetzt wird. Demzufolge muss dank dem erfindungsgemäss hergestellten, porösen Körper keine besonders verbesserte Batteriekonstruktion gesucht werden, sondern ein herkömmlicher Batteriebehälter kann mit Vorteil verwendet werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist sodann, dass dank der Umhüllung und festen Verankerung der Plattengruppe durch den flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körper die Batterie gegen Beschädigung durch starke Vibration und Schläge geschützt ist und ein Bruch der funktionellen Bestandteile verhindert wird.
    Ferner bereitet bei den herkömmlichen Batterietypen die Aufeinanderlegung von Platten, Trennelementen und Glasmatten Schwierigkeiten, während die vorliegende Erfindung z. B. durch die in Beispiel 3 gezeigte Ausführung erfolgreich den Montageschritt der Batterie vereinfachen kann.
    Es dürfte klar sein, dass, obschon in den Beispielen auf Bleisäure Akkumulatoren Bezug genommen wird, die Erfindung nicht auf solche beschränkt ist, sondern im Rahmen der Erfindungsidee und ihres Geltungsbereiches auch auf verschiedene, andere Batterien Anwendung finden kann.
    PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung einer auslaufsicheren Batterie, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung, enthaltend eine Mischung von thermoplastischem, synthetischem Polymerpulver mit wasserhaltigem Silicagel, um eine Plattengruppe herum angeordnet wird, in gesättigtem Dampf auf eine Temperatur von über 100 C erhitzt und unter Bildung eines mit der Plattengruppe vereinigten, flüssigkeitsaufnehmenden porösen Körpers verfestigt wird, diesen Körper mit einem Elektrolyten durchtränkt und in einen Batteriebehälter eingeschlossen wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass die Plattengruppe so ausgebildet ist, dass zwischen den einzelnen Platten mit Hilfe von Trennelementen Zwischenräume ausgebildet sind.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass die Plattengruppe in einem Batteriebehälter angeordnet ist 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltene Einheit aus porösem Körper und Plattengruppe nach dem Durchtränken mit Elektrolyt mit einer Hülle aus thermoplastischem, synthetischem Polymer versehen wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung aus einer Mischung von 1 Gewichtsteil des thermoplastischen, synthetischen Polymers mit 2-4 Gewichtsteilen des wasserhaltigen Silicagels besteht.
    5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Aufbringen eines fliessfähigen Kunststoffs von ausgezeichneter Säurebeständigkeit die Oberfläche des erhaltenen porösen Körpers mit einer auslaufsicheren Schicht überzogen wird.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich- net, dass das Aufbringen des Kunststoffs durch Tauchbeschichtung erfolgt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung eine Drittkomponente beigemischt enthält.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Drittkomponente eine katalytische Wirkung hat und dass sie in einer Menge von nicht mehr als 0,1 Gewichts- teil pro Gewichtsteil thermoplastischem, synthetischem Polymerpulver beigemischt ist.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellte Batterie.
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