Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einschussvorrichtung für Backofen zum Einschiessen von Backgut, wie Gross- und Kleinbackwaren, in einen Backofen.
Es sind bereits Einschussvorrichtungen der oben genannten Art bekannt, bei denen das Backgut unmittelbar auf die Einschussvorrichtung gebracht wird. Für verschiedene Backwaren oder für grosse Mengen von Backwaren sind dabei eine entsprechende Anzahl solcher Einschussvorrichtungen erforderlich. Im Hinblick darauf, dass diese Einschussvorrichtungen Abmessungen in der Grössenordnung von 200 cm x 60 cm aufweisen, ist die Lagerung dieser Einschussvorrichtungen sehr platzraubend. Da die Platzverhältnisse in den Backstuben im allgemeinen eher knapp sind, konnten sich Einschussvorrichtungen der vorstehend genannten Art nicht durchsetzen.
Im weiteren sind Einschussvorrichtungen bekannt, welche unmittelbar mit der oder den Einschiebeöffnungen des Backofens verbunden sind. Das bedingt, dass für jede der genannten Öffnungen eine besondere Einschussvorrichtung vorgesehen sein muss. Der Nachteil solcher bekannten Anlagen liegt einerseits darin, dass wiederum ein grosser Platzbedarf für die Anordnung der verschiedenen Vorrichtungen erforderlich ist. Andererseits stehen die mit den Einschiebeöffnungen verbundenen Einschussvorrichtungen, welche im Moment nicht eingesetzt werden, beim Bedienen des im Betrieb stehenden Backofenabteiles platzhindernd da, wodurch das eigentliche Einschiessen erschwert wird.
Ein weiterer Nachteil bekannter Vorrichtungen dieser Art besteht darin, dass die auf Bretter oder Tücher abgelegten Backwaren, infolge der ungleichen Abmessungen der Bretter und Tücher nicht auf die Einschussvorrichtungen gebracht werden können. Ein Umladen des Backgutes auf die bereitstehende Einschussvorrichtung ist daher unerlässlich, wodurch viel Zeit beansprucht wird.
Schlussendlich sind Wellbleche zum Aufnehmen des Backgutes bekannt, welche für den Einschiessvorgang auf eine bereitstehende Einschussvorrichtung abgelegt werden müssen.
Diese Bleche können in einem besonderen Behälter aufbewahrt werden, bevor sie nacheinander in den Backofen eingeschoben werden. Die genannten Bleche sind jedoch sehr platzraubend, da sie die Länge der Einschussvorrichtung plus 3 dieser Länge aufweisen müssen, damit sie mühelos aus dem Ofen herausgeschoben werden können.
Als zum Stand der Technik gehörend, können auch noch die in der Höhe am Backofen verschiebbar gelagerten Einschussvorrichtungen genannt werden, welche zwar den Vorteil aufweisen, dass pro Backofen nur eine einzige Einschussvorrichtung erforderlich ist. Als Nachteil ist jedoch die verhältnismässig komplexe und daher kostspielige Ausbildung dieser bekannten Anlage zu nennen, welche je nach Ausbildung und Anordnung des Backofens, bzw. seiner verschiedenen Backöffnungen, nicht einsetzbar ist. Eine solche Anlage kann somit nicht an jedem bereits bestehenden Backofentyp angebaut werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer Einschussvorrichtung, welche die Nachteile bekannter Anlagen nicht aufweist.
Die Einschussvorrichtung für Backofen ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch einen Träger, in welchem Rollen drehbar gelagert sind, um welche endlose Fördermittel geführt sind, welche Mittel zur Aufnahme eines mit Backgut versehenen Tuches dienen, das zusammen mit einer Auflageplatte für das Backgut lösbar in die Vorrichtung einsetzbar ist, und durch mit den Fördermitteln verbundene Anhängeelemente, die zur Verbindung mit einem Backofen dienen, das Ganze derart, dass nach dem Einschieben der Einschussvorrichtung in den Backofen und Verbinden der Anhängelemente mit dem Backofen beim Herausnehmen der Vorrichtung aus dem Ofen die endlosen Fördermittel um die Rollen bewegt werden, wodurch das Backgut vom Tuch fällt und im Ofen verbleibt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht der Einschussvorrichtung;
Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Einschussvorrichtung;
Fig. 3 Einzelheiten der Einschussvorrichtung in grösserem Massstab und
Fig. 4 eine Seitenansicht der in Fig. 3 dargestellten Einschussvorrichtung mit aufgesetztem Backgut.
Die Einschussvorrichtung weist einen Rahmen mit zwei Längsträgern 10 auf, die aus L-Profilelementen gebildet sind.
Die Längsträger 10 werden mit Hilfe von Zwischenstegen
11, 12 und 13 voneinander in Abstand gehalten. Je ein Zwischensteg 11 und 13 ist am vorderen bzw. am hinteren Ende des Rahmens angebracht. während der mittlere Zwischensteg 12 in einem bestimmten Abstand von dem vorderen Ende der Einschussvorrichtung angebracht ist. Als vorderes Ende soll hier das beim Einschiessvorgang zuerst in den Backofen einzuführende Ende bezeichnet werden. Während der am hinteren Ende der Einschussvorrichtung angebrachte Zwischensteg 11 gleichzeitig als Handgriff dient, werden die beiden anderen Zwischenstege 12 und 13 zur Auflage einer Auflageplatte 14 verwendet, wobei der oben genannte bestimmte Abstand des mittleren Steges 12 vom vorderen Ende des Rahmens von der Länge der eingesetzten Auflageplatte abhängig ist.
Je nach Konstruktionsart könnten zur Abstützung der Auflageplatte 14 noch zusätzliche Stützwinkel an den Längsträgern 10 befestigt sein.
Unmittelbar am vorderen Ende der Vorrichtung ist eine zwischen den beiden Längsträgern 10 angeordnete, drehbare Rolle 15 vorgesehen. während in der Nähe des hinteren Endes eine weitere Rolle 16 drehbar gelagert ist. Beide Rollen 15 und 16 weisen in der Nähe ihrer Stirnenden je eine Umfangsrille 17 auf, welche zur Führung je eines endlosen Kabels 18 dienen, welches Kabel 18 in unmittelbarer Nähe der Längsträger 10 um die Rollen 15. 16 herum verlaufen. Auf den sich in unmittelbarer Nähe der beiden Rollen 15 und 16 befindlichen Teilen des Kabels 18 ist je ein Haltelement 19 und 20 befestigt, welche Elemente zum Anbringen eines Tuches 21 zwischen die beiden Rollen 15 und 16 dienen. Hierzu sind die Haltelemente mit einer. einen sogenannten Klettenverschluss ( Vellcrotex ) aufweisenden Stoffbahn versehen.
Die Breite der genannten Stoffbahn ist derart bemessen, dass sie ungehindert in Längsrichtung der Einschussvorrichtung zwischen die Längsträger 10 verschoben werden kann.
Im weiteren müssen die Halteelemente 19, 20 mit ihren Stoffbahnen derart ausgebildet sein, dass diese bei der Bewegung der Kabel 18 um die Rollen 15 bzw. 16 herum geführt werden können, da ja diese Halteelemente mit den beiden Kabeln 18 fest verbunden sind. Das Halteelment 20 am hinteren Teil der Vorrichtung weist Anhängemittel 24 auf, die auf beiden Seiten der Längsträger 10 des Rahmens vorstehen und zur Befestigung an entsprechend ausgebildeten Teilen des Backofens dienen. Der Zweck dieser Ausbildung soll später näher umschrieben werden. Zwischen den beiden Längsträgern 10 ist am hinteren Ende des Rahmens eine Zwischenplatte 22 angeordnet, die einerseits als Stabilisierungsfläche für den Rahmen und andererseits als Gleitfläche für das einzuschiessende Backgut dient.
Der aus den beiden Längsträgern 10 und den Zwischenstegen 11, 12 und 13 gebildete Rahmen sowie die genannte Zwischenplatte 22 können aus Aluminium hergestellt werden. Der Vorteil dieses Werkstoffes liegt im geringen Ge wicht und in der Korrosionsbeständigkeit; ausserdem entspricht die Verwendung eines solchen Materiales den Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes. Die auf den Zwischenstegen 12 und 13 zwischen den beiden Längsträgern 10 aufliegende Platte 14 kann aus Holz, Aluminium oder aus einem Kunststoff hergestellt werden.
Das zwischen den beiden Haltelemente 19 und 20 eingespannte Tuch 21 befindet sich über den beiden oben erwähnten Platten, d. h. der Auflageplatte 14 und der Zwischenplatte 22. Die Länge des Tuches 21 passt genau zwischen die beiden auf den Kabeln 18 befestigten Haltelementen 19 und 20. Zur Verbindung des Tuches mit den genannten Elementen, ist an beiden Enden des Tuches je eine mit einem Klettenverschluss versehene Stoffbahn angebracht. Diese Stoffbahnen werden mit den entsprechenden Stoffbahnen der Halteelemente 19 und 20 in Verbindung gebracht, wodurch mit Hilfe der genannten Klettenverschlüsse die Stoffbahnen des Tuches 21 mit den Stoffbahnen der Halteelemente 19 und 20 verbunden werden. Diese Verbindungsart weist gewisse Vorteile auf. So kann die genannte Verbindung mühelos und schnell durchgeführt werden.
Im weiteren ist die Verbindung leicht lösbar und kann immer wieder benutzt werden.
Die Wirkungsweise der umschriebenen Vorrichtung ist nun die folgende: Das einzuschiessende Backgut 23 wird in bekannter Weise vorbereitet und auf die mit dem Tuch 21 versehene Auflageplatte 14 abgelegt. Dieses Tuch und insbesondere die Platte ist wie die Zeichnung zeigt, wesentlich kür zer als die Länge der gesamten Einschussvorrichtung. Dadurch können mehrere mit Backgut beladene Platten 14 über einander und/oder nebeneinander auf einem Gestell gelagert werden. Zum Einschiessen des Backgutes genügt eine einzige Einschussvorrichtung. Hierzu wird das mit Backgut 23 beladene Tuch 21 mit der Auflageplatte 14 unmittelbar auf die Einschussvorrichtung gelegt und mit den Halteelementen 19, 20 dieser Vorrichtung verbunden. Die Einschussvor richtung wird hernach mit der vorderen Seite zuerst der ganzen Länge nach in den Backofen geschoben.
Die beiden vorstehenden Anhängemittel 24 des Halteelementes 20 am hinte ren Teil der Vorrichtung werden nun mit entsprechenden
Mitteln am Ofen verbunden. Nunmehr kann die Einschussvor richtung mittels des als Handgriff dienenden Zwischensteges
11 aus dem Ofen herausgezogen werden. Infolge der Verbindung des Haltelementes 20 mit dem Ofen werden beim ge nannten Herausziehen der Vorrichtung die Kabel 18 und damit das mit denselben verbundene Tuch 21 um die vor dere Rolle 15 herumgezogen, wodurch das auf dem Tuch ab gelegte Backgut in den Backofen abgeworfen bzw. abgelegt wird.
Wenn die Einschussvorrichtung vollständig aus dem Ofen herausgezogen worden ist, wird das Tuch 21 mit der
Auflageplatte 14 der Vorrichtung entnommen und unmittel bar darauf die Einschussvorrichtung mit einem neuen, mit zu backendem Gut versehenen Tuch und Platte beladen. Dieser Vorgang kann sich solange wiederholen, bis sämtliches vorbereitete Backgut in den Ofen eingeschoben worden ist, oder bis der Ofen mit Backgut gefüllt ist.
Die Vorteile der erläuterten Einschussvorrichtung liegen einerseits im geringen Platzbedarf für die Aufbewahrung des zu backenden Gutes. In der Tat kann das Gut auf mehreren Tüchern 21 und Platten 14 aufbewahrt werden, wobei die genannten Platten wesentlich kürzer als die Gesamtlänge der Einschussvorrichtung sind. Im weiteren besteht die Möglichkeit, das zu backende Gut ohne grossen Platzbedarf zu stapeln, bis dieses in den Ofen eingeschossen werden kann.
Diese Stapelung ist insbesondere auch dann von Vorteil, wo ein Umsetzen des Backgutes, beispielsweise bei Gärstoppanlagen, in einem Zwischenarbeitsgang erforderlich ist. Schlussendlich ist die Herstellung der Einschussvorrichtung infolge der verhältnismässig einfachen Konstruktion preisgünstig, dies im Vergleich zu bekannten Einschussvorrichtungen oder ganzen Einschussanlagen.