Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kabelbinder mit einem langgestreckten biegsamen Band zum Bün deln eines Kabelstranges, auf dessen einer Oberfläche eine Reihe von Haltezähnen angeordnet ist und mit einem Kopf an einem Ende des Bandes, welcher eine kanalartige, praktisch senkrecht zu der Bandoberfläche verlaufende Öffnung aufweist, in der ein, an einem Gelenkstück gehaltenes, schwenkbares mit Zähnen versehenes Klemmstück zum Verklemmen des Bandendes angeordnet ist.
Während Kabelbinder ganz allgemein zum Zusammenhalten von verschiedenen Gegenständen verwendet werden können, so sind sie insbesondere zum Zusammenhalten von elektrischen Leitungen geeignet. Durch Kabelbinder werden die Leitungen zusammengehalten, so dass sich ein zufriedenstellendes Aussehen ergibt.
Die bisher bekannten Kabelbinder sind im allgemeinen in all jenen Fällen zufriedenstellend, in welchen die Kabelstränge statisch gehalten werden, d. h. keinen äusseren Störungen ausgesetzt sind. Wenn hingegen Kabelstränge beispielsweise innerhalb von Kraftfahrzeugen angeordnet werden und demzufolge Reparaturarbeiten gelegentlich notwendig sind, erweist es sich als wünschenswert, diese Kabelstränge zu lösen bzw. zu entfernen, so dass die Überholung bzw. Reparatur durchgeführt werden kann. In derartigen Fällen werden die Kabelstränge bewegt, wobei die bisher bekannten Kabelbinder sich leicht öffnen können, so dass die einzelnen Drähte des Kabelstranges frei werden.
Es hat sich ferner gezeigt, dass bei Verwendung von steifen Drähten insbesondere bei Drähten grösseren Durchmessers - nicht genügend grosse Kräfte an den Kabellaschen angesetzt werden können, ohne dass dieselben sich anschliessend daran wieder öffnen.
Demzufolge ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Kabelbinder sehr einfacher Konstruktion zu schaffen, der diese oben genannten Nachteile nicht aufweist und der sich selbst bei Auftreten sehr grosser Kräfte innerhalb des Kabelstranges und bei mechanischer Bewegung desselben sich nicht öffnet, weil eine besondere wirkungsvolle Verklemmung und Sperrwirkung für das eingefädelte Band erreicht wird.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Gelenkstück das Klemmstück so mit einem von einer Wandung des Kopfes in die Durchgangsöffnungen ragenden Fortsatz verbindet, dass das Klemmstück im wesentlichen eine Schwenkbewegung ausführen kann, die Zähne des Klemmstücks eine sägezahnartige Oberfläche bilden, welche mit der der genannten Wandung gegenüberliegenden Wandung einen Kanal definiert, und dass die sägezahnartige Oberfläche im gespannten Zustand praktisch parallel zur Achse der Durchgangsöffnung verläuft.
Insbesondere durch die neue und vorteilhafte Ausbildung der senkrechten Innenfläche der vorderen Wandung in bezug auf den Fortsatz und das von diesem parallel zu der Innenfläche getragene Klemmstück ergibt sich eine wesentlich verbesserte Sperrwirkung.
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform des Kabelbinders gemäss der Erfindung,
Fig. 2 eine seitliche Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Kabelbinders,
Fig. 3 eine rückwärtige Ansicht des in Fig. 1 und 2 dargestellten Kabelbinders,
Fig. 4 eine vergrösserte Schnittansicht des in Fig. 2 durch einen Kreis angedeuteten Teiles des Kabelbinders,
Fig. 5 eine vergrösserte Ansicht des Kopfes des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Kabelbinders,
Fig. 6 eine vertikale Schnittansicht entlang der Linie 5-5 von Fig. 6,
Fig. 7 bis 10 schematische Ansichten zur Erläuterung der Funktionsweise des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Kabelbinders beim Umspannen eines Kabelstranges,
Fig.
11 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 bis 3 dargestellten Kabelbinders beim Umschlingen um einen Kabelstrang,
Fig. 12 eine Teilansicht einer zweiten Ausführungsform des Kabelbinders gemäss der Erfindung,
Fig. 13 eine vertikale Schnittansicht entlang der Linie 13-13 von Fig. 12,
Fig. 14 eine seitliche Schnittansicht entlang der Linie 14-14 in Fig. 13.
Im folgenden soll auf Fig. 1 bis 3 der Zeichnung Bezug ge nommen werden, in welcher ein einstückig gefertigter Kabelbinder 100 gemäss der Erfindung dargestellt ist. Der Kabelbinder 100 besteht aus einem Band 101, an welchem an einem Ende ein Kopf 120 mit einer Durchgangsöffnung 140 angeordnet ist, in welcher ein Klemmstück 150 befestigt ist.
Der Kabelbinder 100 dient zum Zusammenhalten eines Kabelstranges 160, der aus einer Mehrzahl von einzelnen Leitun gen 161 besteht, wie dies in Fig. 11 angedeutet ist. Es soll jedoch verstanden sein, dass die Kabelbinder 100 ebenfalls zum Zusammenhalten anderer Gegenstände geeignet sind.
Der Kabelbinder 100 besteht vorzugsweise aus einem synthetischen organischen Plastikmaterial, wobei ein Polyamidharz vorzuziehen ist. Das Plastikmaterial muss genügend biegsam sein, um eine Deformation der verschiedenen Teile des Kabelbinders 100 zu ermöglichen, so wie dies in der Zeichnung dargestellt ist. Es ist ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass der Kabelbinder 100 ein wirklich einstückig gefertigtes Element ist.
Das Band 101 ist länglich und biegsam und weist ein äusseres Ende 102 auf, das nach abwärts gebogen ist, wie dies anhand von Fig. 2 ersichtlich ist. Das äussere Ende 102 weist eine Spitze 103 mit seitlich abgeschrägten Seiten 104 auf.
Das äussere Ende 102 weist ferner eine mit dem Kabelstrang 160 in Berührung gelangende Innenfläche 106 und eine äussere Fläche 107 auf. Die Innenfläche 106 weist eine Kehrzahl von länglich parallel zueinander verlaufende Ansätze 108 auf, die in gleichem Abstand auf dem äusseren Ende 102 angeordnet sind. Auf der Innenfläche 107 ist ferner ein äusserer Ansatz 109 vorgesehen, der im Bereich der Übergangsstelle zwischen dem äusseren Ende 102 und dem übrigen Teil des Bandes 101 quer zu demselben verläuft.
Der äussere Ansatz 109 dient dazu, beim Anbringen des Kabelbinders 100 auf einem Kabelstrang 160 das Band 101 temporär in dem Kopf 120 zu halten, wie dies im folgenden noch beschrieben werden wird.
Das Band 101 weist ferner ein Paar von sich längserstrekkenden Seitenflächen 110 auf, die zwischen der Innenfläche 112 und der Aussenfläche 113 liegen. Innerhalb der Innenfläche 112 ist eine Reihe von Zähnen 115 angeordnet, die in bezug auf die Innenfläche 112 versenkt angeordnet sind. Die Zähne 115 verlaufen längsweise entlang des Bandes 101, wobei die Breite dieser Zähne 115 geringfügig geringer als die Breite der Innenfläche 112 ist. Demzufolge kommen die Zähne 115 vollkommen innerhalb des Körpers des Bandes 101 zu liegen. Wie dies insbesondere anhand der Fig. 3 erkennbar ist, weisen die Zähne 115 kürzere im wesentlichen senkrecht zu der Innenfläche 112 verlaufende Flanken 116 und längere geneigte Flanken 117 auf.
Der Kopf 120 ist einstückig mit dem Band 101 gefertigt und besteht aus einem Paar von Seitenwandungen 121, einer rückwärtigen Wandung 131 und einer vorderen Wandung 141. Wie die am besten anhand von Fig. 6 erkennbar ist, sind die Seitenwandungen 121 in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet und weisen Innenflächen 122 auf, die sich über die volle Höhe des Kopfes 120 erstrecken. Diese Innenflächen 122 verlaufen im wesentlichen parallel zueinander, sind jedoch nach oben hin geringfügig divergent. Die Innenflächen 122 verlaufen demzufolge von der als Eintrittsfläche des Kopfes 120 dienenden Innenfläche 112 bis zur Austrittsfläche 130, die sich gemäss Fig. 6 auf der oberen Seite des Kopfes 120 befindet.
Die Innenflächen 122 sind geringfügig weiter voneinander angeordnet als der Abstand der Seitenkanten 110, so dass das Band 101 zwischen den Innenflächen 122 eingeführt werden kann, wie dies im folgenden noch beschrieben werden wird. Jede der Seitenwandungen 121 weist ferner eine Aussenfläche 123 auf, die sich von der Austrittsfläche 130 nach abwärts und auswärts bis zu der Eintrittsfläche 112 erstreckt.
Die rückwärtige Wandung 131 weist eine Innenfläche 132 und eine Aussenfläche 133 auf, wobei die Innenfläche 132 von der Austrittsfläche 130 bis zur Eintrittsfläche 112 divergent verläuft, so dass die rückwärtige Wandung 131 im unteren Bereich dicker ist, so wie dies anhand von Fig. 7 erkennbar ist. Wie ferner in Fig. 7 dargestellt, ist das Band 101 am unteren und dickeren Teil der rückwärtigen Wandung 131 des Kopfes 120 angesetzt.
Zwischen den Seitenwandungen 121 und dem unteren Teil der rückwärtigen Wandung 131 ist ein Fortsatz 135 vorgesehen, der sich in Richtung der vorderen Wandung 141 erstreckt und sich im wesentlichen parallel zu der Eintrittsfläche 112 und der Längsachse des Bandes 101 im Herstellungszustand erstreckt. Gemäss Fig. 7 endet der Fortsatz 135 in einer vertikalen Fläche 136, die im wesentlichen senkrecht zu der Eintrittsfläche 112 verläuft und über eine gekrümmte Fläche mit derselben verbunden ist. Der Fortsatz 135 und die Fläche 136 führen somit an die Innenfläche 122 der Seitenwandungen 121.
Die vordere Wandung 141 weist eine Innenfläche 142 auf, die in einem gewissen Abstand von der mit dem Band 101 versehenen rückwärtigen Wandung 131 angeordnet ist.
Die Innenfläche 142 verläuft dabei im wesentlichen senkrecht zu der Eintrittsfläche 112 und der Längsachse des Bandes 101 im Herstellungszustand. Die rückwärtige Wandung 131 und die vordere Wandung 141 ergeben eine Durchgangs öffnung 140, deren Längsachse im wesentlichen parallel zu der Innenfläche 142 verläuft. Die Vorderwandung 141 weist eine Aussenfläche 143 auf, die sich von der Austrittsfläche 130 nach abwärts erstreckt und in einem gewissen Abstand von der Eintrittsfläche 112 endet. In diesem Bereich mündet sie in eine Führungsfläche 145, die die Innenfläche 142 und die Aussenfläche 143 miteinander verbindet. Die Führungsfläche 145 ist in einem gewissen Abstand von der Eintrittsfläche 112 angeordnet, wodurch in Verbindung mit den Innenflächen 122 der Seitenwandungen 121 innerhalb des Kopfes 120 ein Kanal gebildet ist.
Dieser Kanal ermöglicht, dass der Kopf 120 dicht an dem Kabelstrang 160 anliegt, wenn der Kabelbinder gemäss Fig. 10 und 11 gespannt ist. Die Austrittsfläche 130 ist in bezug auf die Eintrittsfläche 112 und die Innenfläche 142 geneigt, indem sie in entgegengesetzter Richtung des Bandes 101 abfällt.
Innerhalb der Durchgangsöffnung 140 des Kopfes 120 ist ein Klemmstück 150 angeordnet, welches auf dem Fortsatz 135 aufgesetzt und einstückig mit demselben verbunden ist.
Das Klemmstück 150 ist derart ausgebildet, dass es im Ansatzpunkt des Klemmstücks 150 an dem Fortsatz 135 über einen gewissen Bereich im Ansatzpunkt des Klemmstücks 150 verschwenkt werden kann. Wie dies im folgenden noch beschrieben werden wird, ist das Klemmstück 150 sowohl im Herstellungszustand als auch in allen anderen Schwenkzuständen vollkommen innerhalb des Kopfes 120 zwischen der Eintrittsfläche 112 und der Austrittsfläche 130 angeordnet.
Das Klemmstück 150 weist ein Paar von Seitenflächen 152 auf, die gemäss Fig. 5 und 6 im wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Der Abstand der Seitenflächen 152 ist geringfügig geringer als die Quererstreckung der Zähne 115 auf dem Band 101. Das Klemmstück 150 weist gemäss Fig. 7 eine obere Fläche 153 und eine in Richtung der Innenfläche 132 angeordnete rückwärtige Fläche 154 auf. Auf der der Innenfläche 142 gegenüberliegenden Seite ist das Klemmstück 150 mit einem Satz von Zähnen 155 versehen, die kürzere Flanken 156 und längere geneigte Flanken 157 aufweisen.
Die kürzeren Flanken 156 verlaufen gemäss Fig. 7 im Herstel lungszustand im wesentlichen senkrecht zu der Innenfläche 142. Die Spitzen und Ansätze der Zähne 155 liegen in gemeinsamen Ebenen, die im wesentlichen parallel zu der Innenfläche 142 der vorderen Wandung 141 verlaufen. Der Spitzen-zu-Spitzen-Abstand der Zähne 115: dadurch wird gewährleistet, dass alle Zähne 155 des Klemmstückes 150 bündig mit den Zähnen 115 des Bandes 101 in Eingriff gelangen, wie dies im folgenden noch beschrieben werden wird. Das Klemmstück 150 weist ferner eine untere Fläche 159 auf, die im wesentlichen senkrecht zu der Innenfläche 142 und senkrecht zu der Eintrittsfläche 112 verläuft.
Im Zustand der Verwendung umschlingt der Kabelbinder 100 - wie dies in Fig. 11 dargestellt ist - einen aus einzelnen Leitungen 161 bestehenden Kabelstrang 160. Vor dem Umschlingen des Kabelstranges 160 befinden sich der Kopf 120 und die mit demselben in Verbindung stehenden Teile einschliesslich des Klemmstücks 150 in der in Fig. 7 dargestellten Position, welche dem Herstellungszustand entspricht. Es sei bemerkt, dass die Spitzen der Zähne 155 in einer Ebene liegen, die im wesentlichen parallel zu der Innenfläche 142 der Vorderwandung 141 verläuft, während die Innenfläche 142 und die Längsachse der Durchgangsöffnung 140 im Herstellungszustand senkrecht zu der Eintrittsfläche 112 und der Längsachse des Bandes 101 angeordnet ist.
Der erste Schritt beim Anbringen des Kabelbinders 100 um einen Kabelstrang 160 besteht darin, das äussere Ende 102 gemäss Fig. 8 in Richtung des Pfeiles 162 in den Kopf 120 einzuführen. Falls dies gewünscht sein sollte, kann der äussere Ansatz 109 temporär in Eingriff gebracht werden, um das Band 101 um die Leitungen 161 herum zu halten.
Auf diese Weise können weitere Leitungen 161 dem Kabelstrang 160 zugefügt bzw. von demselben entfernt werden, bevor die Zähne 115 endgültig mit den Zähnen 155 in Eingriff gebracht werden.
Anschliessend daran kann das äussere Ende 102 unter Verwendung der Ansätze 108 ergriffen und gemäss Fig. 9 in Richtung des Pfeiles 163 gezogen werden. Die beiden Reihen der Ansätze 108 sind in einem Abstand angeordnet, der grösser ist als die Breite der Zähne 155, so dass die Ansätze 108 während des Einführens des Bandes 101 mit den Zähnen 155 nicht in Eingriff gelangen können. Der anfängliche Eingriff zwischen dem Band 101 und dem Klemmstück 150 erfolgt mit dem untersten der Zähne 155 - d. h. dem der Eintrittsfläche 112 am nächsten liegenden Zahn 155 - wodurch das Klemmstück 150 gemäss Fig. 9 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Während des weiteren Anspannens des Bandes 101 gelangen die Zähne 115 des Bandes 101 gemäss Fig.
9 aufeinanderfolgend in Eingriff mit dem untersten Zahn 155 des Klemmstücks 150, wodurch das Klemmstück 150 in der dargestellten Position gehalten wird. Vorzugsweise wird beim Spannen ein Werkzeug verwendet, wie es beispielsweise in den US-Patentschriften 3 169 560 oder 3 254 680 beschrieben ist. Aufgrund eines derartigen Werkzeugs wird am Ende des Spannvorgangs das Band 101 an einem Punkt oberhalb der Austrittsfläche 130 des Kopfes 120 automatisch abgeschnitten, wie dies in Fig. 10 durch die Pfeile 164 angedeu tet ist.
Nach dem Abschneidevorgang des Bandes 101 bewirkt die Spannung des Bandes 101 um den Kabelstrang 160 ein Zurückziehen des Bandes 101 aus dem Kopf 120 in der Richtung des Pfeiles 165, d. h. in Richtung der Lösung des Kabelbinders. Während dieser Bewegung des Bandes 101 gelangt der Zahn 115 oberhalb des untersten Zahnes 155 in Eingriff mit demselben und erzeugt eine Verschwenkung des Klemmstückes 150 entgegen dem Uhrzeigersinn von der in Fig. 9 dargestellten Position in die in Fig. 10 dargestellte Position.
Durch das weitere Zurückziehen des Bandes 101 gelangen die Zähne 155 oberhalb des untersten Zahnes 155 progressiv in Eingriff mit den Zähnen 115 des Bandes 101, bis alle Zähne 155 des Klemmstücks 150 mit den entsprechenden Zähnen 115 des Bandes 101 in Eingriff stehen. Sobald der in Fig. 10 dargestellte Zustand erreicht ist, befinden sich die einzelnen Elemente einschliesslich des Klemmstücks 150 im wesentlichen in derselben Position, in welcher sie gemäss Fig. 7 hergestellt worden waren. Dabei wird das Band 101 zwischen der vorderen Wandung 141 und dem Klemmstück 150 festgehalten. Dabei befindet sich die Innenfläche 142 der vorderen Wandung 141 in fester Berührung mit der Oberfläche 113 des Bandes 101, während eine gewisse Anzahl von Zähnen 155 des Bandes 101 in Riegelverbindung mit den Zähnen 155 des Klemmstücks 150 steht.
Es ist bemerkt, dass sowohl während des Einführens des Bandes 101, während des Spannens des Bandes 101 um den Kabelstrang 160 als auch während der anschliessenden Rückwärtsbewegung des Bandes 101 in die in Fig. 10 dargestellte, verriegelte Position das Klemmstück 150 nur eine beschränkte Schwenkbewegung in bezug auf den Kopf 120 um die durch den Fortsatz 135 gebildete Schwenkachse ausführt. Es sei ferner hervorgehoben, dass das Klemmstück 150 sowohl im Herstellungszustand gemäss Fig. 7 als auch in allen anderen Verschwenkzuständen entsprechend Fig. 8 bis 10 vollkommen innerhalb des Kopfes 120 zwischen der Eintrittsfläche 112 und der Austrittsfläche 120 angeordnet ist.
Demzufolge ragt kein Teil des Klemmstücks 150 während des Anbringens des Kabelbinders 100 um den Kabelstrang 160 nach ausserhalb des Kopfes 120.
Der durch die Innenwandung 141, die Führungsfläche 145 und die Innenfläche 122 der Seitenwandung 121 gebildete Kanal erleichtert das Einführen des Bandes 103 in die Durchgangsöffnung 140 und ermöglicht ferner, dass der Kopf 120 dichter an dem Kabelstrang 160 anliegt.
Sobald die einzelnen Teile sich in dem gespannten Zustand gemäss Fig. 10 befinden, bewirkt jegliche das Band 101 aus der Durchgangsöffnung 140 in Richtung einer Lösung auftretende Kraft, dass die Zähne 155 des Klemmstücks 150 stärker mit den entsprechenden Zähnen 115 des Bandes 101 in Eingriff gelangen, so dass das Band 101 zwischen der Innenfläche 142 und dem Klemmstück 150 festgehalten ist. Dies verhindert ein unabsichtliches Lösen des Bandes 101 von dem Kopf 120. Unter neuerlicher Bezugnahme auf Fig. 7 ist erkennbar, dass die Spitzen der Zähne 155 in einer gemeinsamen Ebene liegen, die sowohl im Herstellungszustand als auch im gespannten Zustand im wesentlichen in einem konstanten Abstand von der Innenfläche 142 angeordnet ist.
Man erkennt ferner, dass die Innenfläche 142 sich auf beiden Seiten über die Zähne 155 hinaus sowohl in Richtung der Eintrittsfläche 112 als auch der Austrittsfläche 130 erstreckt, wodurch eine gute Auflage für das Band 101 gebildet ist, so dass alle Zähne 155 im gespannten Zustand in Eingriff gelangen und verbleiben.
Die durch die Flanken der Zähne 115 gebildeten Ebenen konvergieren auf der Seite der Eintrittsfläche 112 mit Ebenen, die durch die Oberflächen 153, 154 des Klemmstücks gebildet sind. Die Schnittpunkte dieser Ebenen liegen auf der Austrittsseite des Kopfes 120. Dabei treten Winkel auf, die bis gegen Null gehen können, was bedeutet, dass die Ebenen parallel zueinander verlaufen. Die Konvergenz der verschiedenen Oberflächen ermöglicht, dass das Klemmstück 150 einschliesslich der Zähne 155 in einem Stück mit den übrigen Teilen des Kabelbinders 100 hergestellt ist, wie dies im folgenden noch beschrieben werden wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 9 erkennt man, dass selbst in der im Uhrzeigersinn geschwenkten Position des Klemmstücks 150 genügend Spielraum zwischen der rückwärtigen Fläche 155 des Klemmstücks 150 und der Innenfläche 132 der rückwärtigen Wandung 131 vorhanden ist, so dass während des Einführens des Bandes 101 in den Kopf 120 ein unbehelligtes Verschwenken des Klemmstücks 150 möglich ist.
Dadurch wird verhindert, dass die Zähne 155 des Klemmstücks 150 beschädigt werden und das Klemmstück 150 während des Einführens des Bandes 101 in die Durchgangsöffnung 140 aus dem Kopf 120 herausgerissen wird.
In Form eines Beispiels sei erwähnt, dass ein Kabelbinder 100 für Kabelstränge 160 mit einem Durchmesser von 4,5 cm hergestellt worden ist, dessen gesamte Länge 19,0 cm, dessen Breite des Streifens 101 4,5 mm und dessen Länge des äusseren Endes 102 3,1 cm betrug. Der mit Zähnen 115 versehene Bereich des Bandes 101 wies eine Länge von 14,4 cm auf. Die Tiefe der Zähne 115 betrug 0,25 mm und die schrägen Flanken derselben 0,64 mm. Die Neigung der Oberfläche der Flanken 117 gegenüber der Oberfläche 112 betrug 220. Die Abmessungen des Kopfes 120 in Richtung des Bandes 101 betrug 6,6 mm, die Höhe 5 mm und die Breite 8,1 mm. Die Neigung der Oberflächen 123, 133 und 143 betrug 5 , während die Neigung der Oberfläche 132 30 betrug.
Das Band 101 wies eine Dicke von 1 mm auf, der Abstand zwischen den Oberflächen 153 und 159 betrug 2,5 mm.
Der Abstand zwischen den Oberflächen 112 und 145 betrug 0,27 mm, während der Abstand zwischen den Oberflächen 145, 135, 1,8 mm betrug.
In den Fig. 12 bis 14 ist eine zweite Ausführungsform des einstückig hergestellten Kabelbinders gemäss der Erfindung dargestellt. Da viele Teile dieses Kabelbinders 200 identisch im Hinblick auf die Konstruktion wie bei dem bereits beschriebenen Kabelbinder 100 ausgeführt sind, werden für die einzelnen Teile Bezugszeichen der 200-Serie verwendet, die den Teilen des Kabelbinders 100 in der 100-Serie entsprechen.
Der wesentliche Unterschied zwischen dem in Fig. 12 bis 14 dargestellten Kabelbinder 200 und dem bereits beschriebenen Kabelbinder 100 besteht in der Ausbildung des Fortsatzes 235. Anhand von Fig. 13 erkennt man, dass der Fortsatz 235 des Kabelbinders 200 in bezug auf die Längsachse des Bandes 201 im Herstellungszustand geneigt angeordnet ist, während der Fortsatz 135 des Kabelbinders 100 im wesentlichen parallel zu dem Band 101 verläuft. Im übrigen ist die Konstruktion und Funktionsweise des Kabelbinders 200 dem bereits beschriebenen Kabelbinder 100 ähnlich. Es sei bemerkt, dass die Oberfläche des Fortsatzes 235 im Herstellungszustand unter einem Winkel von 300 gegenüber der Längsachse des Bandes 201 angeordnet ist.