Die Erfindung bezieht sich auf eine Stellvorrichtung für ein Sitz- oder Liegemöbel mit mindestens einem bezüglich einer Rahmenkonstruktion schwenkbaren Auflageelement, das durch mindestens ein Stellaggregat innerhalb eines bestimmten Bereiches wahlweise in verschiedene Stellungen bringbar ist.
Die bisher an solchen Sitz- oder Liegemöbeln verwendeten Stellvorrichtungen sind deshalb unpraktisch, weil ein in einer bestimmten Schräglage eingestelltes Stützelement, z. B.
das Kopfteil bei einem Bett usw., zuerst ganz hochgeschwenkt werden muss, bevor es in seine horizontale, oder ganz allgemein in eine weniger stark geneigte Stellung gebracht werden kann. Dies ist besonders bei Betten unpraktisch, weil dann die ganze Auflage mitgehoben werden muss. Die vorliegende Erfindung eliminiert diesen Nachteil.
Die erfindungsgemässe Stellvorrichtung für ein Möbel der eingangs erwähnten Art, wobei das Stellaggregat zwei um einen gemeinsamen Drehpunkt schwenkbare Schenkel und ein Klinkenteil aufweist. je einer der Schenkel mit der Rahmenkonstruktion bzw. dem Auflageelement verbunden ist, einer der Schenkel eine Verzahnung aufweist und der am freien Ende mit einem Dorn zum Eingreifen in die Verzahnung versehene Klinkenteil am andern Schenkel schwenkbar angelenkt und durch ein auf dem verzahnten Schenkel verschiebbar angeordnetes. mit Mitteln zur Erzeugung einer Bremskraft gegenüber dem verzahnten Schenkel versehenes Stellglied geführt ist. ist gekennzeichnet durch ein im Bereich des freien Endes des Klinkenteils vorgesehenes Mitnehmerelement. und am Stellglied angeordnete Führungs- und Stützmittel zum Festlegen des Bewegungsweges des Mitnehmerelementes bzw.
des genannten Dornes während eines beliebigen Verstellvorganges sowohl relativ zur Verzahnung auf dem Schenkel als auch zum Stellglied.
Einige bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Stellvorrichtung sind nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Stellvorrichtung als Verbindungselement zwischen einem Kopfteil und der Rahmenkonstruktion eines Liegemöbels,
Fig. 2 in grösserem Massstab eine Partialdarstellung der Stelleinrichtung nach Fig. 1 in einem Längsschnitt eine erste Ausführungsvariante des Schlossteils der Stelleinrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4a und 4b Darstellungen zur Erläuterung der Arbeitsweise der Stelleinrichtung mit einem Schlossteil gemäss Fig. 2,
Fig. 5 in ähnlicher Darstellungsweise wie in Fig. 2 eine zweite Ausführungsvariante des Schlossteils,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig.
7 eine Darstellung zur Erläuterung der Arbeitsweise der Stelleinrichtung mit einem Schlossteil, bei dem als Stützmittel des Mitnehmerelementes eine schwerkraftbetätigte Klinke vorgesehen ist, und die
Fig. S und 8a eine Aufriss- und eine Schnittdarstellung zur Erläuterung der Arbeitsweise der Stelleinrichtung mit einem Schlossteil. bei dem das Mitnehmerelement in einer Nutenanordnung geführt ist.
In Fig. 1 bezeichnet 1 die Rahmenkonstruktion und 2 das um ein Scharnier 3 schwenkbare Kopfteil eines Liegemöbels.
Mit 4 ist der mit Zähnen 5 versehene und bei 6 an der Rahmenkonstruktion angelenkte eine Schenkel und mit 7 der bei 8 mit dem Schenkel 4 gelenkig verbundene zweite Schenkel eines Stell aggregates bezeichnet. Der zweite Schenkel 7 ist bei 9 an der Rahmenkonstruktion angelenkt. Eine Klinke 10 ist mittels eines Gelenkbolzens 11 am Schenkel 7 schwenkbar gelagert. Mit 12 ist allgemein der sogenannte Schlossteil des Stellaggregates bezeichnet, wobei irgendwelche Details bewusst weggelassen sind.
Identische Teile in den Fig. 1 bis 4 sind jeweils mit den gleichen Referenznummern versehen.
Der Schlossteil 12 besteht aus einem praktisch U-förmigen Gehäuse 13, das durch zwei Stege 14, 15 in einen untern Abschnitt 16 und einen obern Abschnitt 17 unterteilt ist. Der untere Abschnitt 16 dient zur Aufnahme des mit Zähnen 5 versehenen Schenkels 4 und einer Flachfeder 18, deren Enden in Schlitzen 19, 19' so gesichert sind, dass die Flachfeder beim Verschieben des Gehäuses 13 längs des Schenkels 4 nicht herausfällt. Die Flachfeder 18 steht mit der untern Schmalseite des Schenkels 4 in Berührung und drückt letztern gegen die Stege 14, 15, wobei die Feder 18 zwischen dem Gehäuse 13 und dem Schenkel 4 eine bestimmte Bremskraft auszuüben vermag.
Im obern Abschnitt 17 des U-förmigen Gehäuses 13 sind in beiden Schenkeln 20, 20' (Fig. 3) miteinander fluchtende Öffnungen 21, 21' vorgesehen, deren besondere Form sich aus der später erläuterten Funktionsweise des Schlossteils 12 ergibt. In die Öffnungen 21 greift ein als Mitnehmerelement auf das Schlossteil 12 einwirkender Bolzen 22, der in der Nähe eines zum Eingreifen in die Zahnung 5 dienenden Sperrdorns 23 am untern Ende der Klinke 10 festsitzt, und beidseits der Klinke 10 über deren Seitenflächen vorsteht.
Es sei hier erwähnt, dass der Bolzen 22 seine Funktionen auch auszuüben vermag, wenn er nur auf der dem Schenkel 20 des Gehäuses 13 zugewandten Seite über die Klinke 10 vorsteht. In diesem Fall kann auch auf die erwähnte Öffnung 21' im Schenkel 20' verzichtet werden. Mit 24 ist eine Schraubenfeder mit einem relativ langen Federschenkel 24.1 bezeichnet, die auf einem Bolzen 25 zwischen den U-Schenkeln im obern Abschnitt des Gehäuses 13 gelagert ist. Der Schenkel 24.1 der Feder 24 drückt auf die Oberseite des Bolzens 22 und drängt dadurch die Klinke 10 bzw. den Dorn 23 gegen die Zahnung 5, während das andere, kürzere Ende 24.2 der Feder 24 auf der Stirnseite eines der genannten U-Schenkel abgestützt ist.
Auf der Aussenseite des Gehäuseschenkels 20 ist ein Stützelement in der Form einer Federklinke 26 angeordnet.
Letztere liegt in Fig. 2 vor der Schnittebene und ist aus diesem Grund strichliert gezeichnet. Die Federklinke 26 ist an ihrem untern Ende fest mit einer Gehäuseplatte 2 (Fig. 3) verbunden, die einen (nicht gezeigten) Freiraum aufweist, in welchem die Klinke 26 von einer in Fig. 2 gezeigten senkrechten Ruhestellung aus nach links und rechts verschwenkt werden kann, wie später anhand der Fig. 4a und 4b beschrieben wird.
Die Federklinke 26 besitzt an ihrem obern Ende eine hakenförmig gebogene Einrastpartie 28 zur Aufnahme des einen Endes des Bolzens 22 beim Verschieben des Schlosses
12 bzw. beim Verändern der Eingriffsstelle des Dornes 23 in die Zahnung 5.
Die Wirkungsweise des Stellaggregates nach Fig. 2 sei nun anhand der Fig. 4a und 4b beschrieben. wobei als Ausgangssituation die in Fig. 2 gezeigte Eingriffsstellung des Dornes 23 in der Zahnung 5 am Schenkel 4 gewählt ist. In dieser Stellung drückt die Feder 24 über den Federschenkel 24.1 auf den Bolzen 22 und hält dadurch die Klinke 10 auch dann in ihrer Eingriffsstellung am verzahnten Schenkel 4 fest, wenn sie nicht unter Schwerkraftwirkung ohnehin gegen den Schenkel anliegen würde. Die Federklinke 26 steht unbelastet und frei in ihrer Ruhestellung.
Nun soll die Stellung des in Fig. 1 gezeigten Kopfteils 2 in bezug auf das Rahmenteil 1 verändert werden. Zu diesem Zweck wird das Kopfteil 2 in Gegenzeigerrichtung etwas angehoben, wodurch die Klinke 10 bzw. deren Dorn 23, wie aus Fig. 4a hervorgeht, aus der ursprünglichen Eingriffsstelle herausgehoben und nach links gezogen wird, bis der Bolzen 22 in die Rundung links oben an der Öffnung 21 im Schlossge häuseschenkel 20 gelangt. Bei dieser Bewegung drängt der Bolzen 22 die Federklinke 26 nach links und rastet kurz vor Erreichen der genannten Rundung der Öffnung 21 in die Einrastpartie 28 am obem Ende der Federklinke 26 ein.
Durch die Vorspannung des Federschenkels 24.1 wird der Bolzen 22 in der Einrastpartie 28 festgehalten. Die Klinke 10 ist nun ausgerastet und kann in eine neue Eingriffsstellung an der Zahnung 5 des Schenkels 4 gebracht werden.
Soll die Neigung des Kopfteils 2 in bezug auf das Rahmenteil 1 verkleinert werden, so braucht nun das erstere nicht mehr wie bisher ganz hochgeklappt zu werden. Nach dem Entriegeln der Klinke senkt man einfach das Kopfteil 2 in die gewünschte neue Stellung ab, wobei zunächst nur der die Klinke 10 stützende und in der Einrastpartie 28 der Federklinke 26 gehaltene Bolzen 22 längs der obern Wandpartie 21.1 der Öffnung 21 nach rechts wandert. Sobald der Bolzen 22 am Vorsprung 30 rechts an der Öffnung 21 aufläuft, wird die Klinke 10 leicht angehoben, wodurch die Verbindung zwischen der Einraststelle 28 an der Federklinke 26 und dem Bolzen 22 gelöst wird und diese in ihre senkrechte Ausgangsstellung zurückfedert.
Weil die jetzt erreichte Neigung des Kopfteiles 2 relativ zum Rahmenteil 1 (Fig. 1) ungefähr die gleiche ist wie zu Anfang der Verstelloperation, wandert anschliessend der Bolzen 22 weiter nach rechts und kommt schliesslich am Ende der Nut 31 in der Öffnung 21 zum Anliegen. Von jetzt an wird das ganze Schlossteil 12 so weit nach rechts bewegt, bis die gewünschte neue Neigung des Kopfteils 2 erreicht ist. Der Dorn 23 wird über seinen ganzen Bewegungsweg so hoch über den Spitzen der Zahnung 5 gehalten, dass er sicher darüber weggleitet. Durch das Ausführen einer geringfügigen Hebebewegung am Kopfteil 2 kann der Bolzen 22 die Nut 31 verlassen, wodurch die Klinke 10 bzw. deren Dorn 23 unter der Vorspannung der Feder 24 gegen die Verzahnung 5 gedrängt wird und darin einrastet.
Damit ist die Verstellbewegung des Kopfteils 2 abgeschlossen.
Soll die Neigung des Kopfteils 2 in bezug auf das Rahmenteil 1 vergrössert werden, so wird nach dem Ausrasten des Dornes 23 und dem Anschlagen des Bolzens 22 an der Rundung links oben in der Öffnung 21 infolge des weitem Hochschwenkens des Kopfteils das ganze Schloss 12 mittels der Klinke 10 so weit nach links gezogen, bis die gewünschte neue Neigung erreicht ist. Durch leichtes Senken des Kopfteils 2 läuft der Bolzen 22 längs der Wandpartie 21.1 in die Nut 31. Unmittelbar vorher klinkt die Federklinke 20 wie beschrieben aus und gibt den Bolzen 22 frei. Wenn der Bolzen 22 den Nutengrund erreicht, wird dank der von der Flachfeder 18 zwischen dem Schlossgehäuse 13 und dem Schenkel 4 ausgehenden Bremswirkung ein Widerstand spürbar.
Wird nun die Abwärtsbewegung des Kopfteils 2 beendet und letzteres ganz leicht angehoben, so fällt die Klinke 10 bzw. der Dorn 23 in die nächstliegende Zahnlücke, womit der Verstellvorgang abgeschlossen ist.
Aus der Beschreibung geht hervor, dass zum Lösen der Verklinkung und für Stellungsänderungen das Kopfteil 2 nur minim verstellt werden muss. Dies gestattet, einstellbare Teile von Liegemöbeln mit wenig Aufwand in jene Stellung zu bringen, die dem Benützer eines solchen Möbels am besten zusagt.
Obschon die Stellvorrichtung anhand bestimmt gestalteter Teile beschrieben wurde, sind für den Fachmann Variationsmöglichkeiten offensichtlich. So braucht das Gehäuse 3 nicht unbedingt U-förmig zu sein. Es genügt, wenn die gegenseitige Führung des verzahnten Schenkels 4 und der Klinke
10 im Sinne des oben beschriebenen Bewegungsablaufs beim Verstellen des Kopfteils 2 sichergestellt ist.
Dagegen ist es wichtig, dass die Bremswirkung der Flachfeder 18 sowie die Federkräfte der Feder 24 und der Federklinke 26 in passender Weise gegeneinander abgestimmt werden, vor allem um eine einwandfreie Führung der Klinke 10 bzw. des Bolzens 22 längs dem Wandabschnitt 21.1 nach dem Lösen der Verriegelung in der Ausgangsstellung sicherzustellen. Während eine zu starke Vorspannung der Feder 24 das Einfahren des Bolzens 22 in die Nut 31 dadurch verhindern kann, dass der Bolzen zu früh aus der Einrastpartie 28 an der Federklinke 26 herausgedrängt wird und dadurch Senkbewegungen des Kopfteils unmöglich werden, ist ein einwandfreies Lösen des Bolzens 22 aus der Einrastpartie 28 beim Einlaufen in die Nut 31 nur dann gewährleistet, wenn die Rückstellkraft der Federklinke 26 diese erst dann in ihre Ruhestellung zurückbringt, wenn der Bolzen 22 sicher in die Nut 31 eingefahren ist.
Bei richtiger Dimensionierung der Feder 24 und der Federklinke 26 funktioniert die beschriebene Stellvorrichtung unabhängig von ihrer Einbaulage in der oben erläuterten Weise.
Es ist für den Fachmann verständlich, dass das in den Fig. 2, 4a und 4b als Federklinke 26, 28 dargestellte Stützelement zum Verhindern des Eingreifens des Dornes 23 in die Verzahnung 5 beim Senken der Kopfauflage 2 auch anders gestaltet sein kann. Die Funktion des Stützens des Bolzens 22 auf seinem Weg zwischen den in den Fig. 4a und 4b gezeigten Stellungen kann insbesondere durch eine aus den Fig. 5 und 6 hervorgehende Variante des dort mit 40 bezeichneten Schlossteils, der teilweise ähnlich aufgebaut ist wie der Schlossteil 12 gemäss den Fig. 2, 3, 4a und 4b, so dass auf die Beschreibung der identischen Teile verzichtet werden kann.
Über der Aussenseite des einen Schenkels 41 (Fig. 6) des wiederum U-förmigen Schlossgehäuses liegt ein Schieber 42, der in Fig. 5 aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur bessern Unterscheidung mit teilweise strichpunktierten Linien gezeigt ist. Um diesen Schieber 42 am Schenkel 41 zu führen, ist sein eines Ende 43 oben um das Ende des ersten Gehäuseschenkels 41 herumgelegt, während sein unteres Ende den Gehäusesteg 44 untergreift und am zweiten Gehäuseschenkel 41' etwas nach oben geführt ist, wobei die Endpartie 45 federnd gegen den zweiten Gehäuseschenkel 41' anliegt. Die bezügliche Federkraft ist so gewählt, dass sich der Schieber 42 unter Aufwendung einer bestimmten Kraft längs des Schlossgehäuses verschieben lässt.
Der Schieber 42 ist zweckmässig etwas kürzer als das Schlossgehäuse und weist eine Öffnung 46 auf, deren Begrenzung wie später beschrieben, teilweise mit den Öffnungen 47 in den Gehäuseschenkeln 41, 41' übereinstimmt. Letztere Öffnungen üben die gleichen Funktionen aus wie die Öffnungen 21 in den Fig. 2, 3, 4a und 4b.
Der Konturverlauf der Öffnung 46 ist aus Darstellungsgründen strichpunktiert und, im Gegensatz zur betriebsmässig tatsächlichen Lage, etwas neben der Kontur der Öffnung 47 gezeigt.
Die Wirkungsweise einer so aufgebauten Stellvorrichtung sei kurz anhand der Fig. 5 beschrieben. Wenn das Kopfteil 2 (Fig. 2) verstellt werden soll, so wird dieses zunächst etwas angehoben, wodurch die Klinke 48 samt dem Dorn 49 und dem Bolzen 50 schräg nach links oben gezogen wird. Dabei gleitet der Dorn 49 auf dem Rücken des benachbarten Zahnes nach oben und der Mitnehmerbolzen 50 schlägt zunächst an der Partie 46.1 der Schieber-Öffnung 46 an, wodurch der Schieber 42, am Schlossgehäuse gleitend, nach links gezogen wird. Bei der Fortsetzung der Klinkenbewegung gelangt der Bolzen 50 in den Schlitzabschnitt 47.1 der Öffnung 47 im Schlossgehäuse und bewegt sich darin so lange nach links, bis er an dessen Ende anschlägt. Da er dabei den Schieber 42 mitgezogen hat, ist nun dessen Nutenabschnitt 46.2 in den Bereich des Schlitzabschnittes 47.1 gelangt.
Soll nun das Kopfteil 2 höher gestellt werden, so wird dessen Aufwärts bewegung bis zum Erreichen der neu gewünschten Stellung fortgesetzt, und hierauf die nachfolgend beschriebene Abwärtsbewegung zwecks Verriegelung der Klinke 48 in einer neuen Zahnlücke ausgeführt.
Soll dagegen das Kopfteil 2 tiefer gestellt werden, so wird dieses nach dem Anschlagen des Bolzens 50 im Grund des Schlitzes 47.1 wieder gesenkt, wodurch zunächst der Bolzen 50 dem Schlitz 47.1 folgt und an dessen rechtsseitigem Ende vom Nutenabschnitt 46.2 an der Schieberplatte 42 aufgenommen wird. Der Nutenabschnitt 46.2 ist so dimensioniert, dass der Bolzen 50 bei der darauffolgenden Weiterbewegung der Klinke 48, bei der das Schlossgehäuse auf dem Schenkel 4 stillsteht und nur der Schieber 42 nach rechts wandert, nicht durch die auf den Bolzen 50 einwirkende Vorspannung der Feder 51 herausgedrängt wird. Sobald nun der Bolzen 50 in den Nutabschnitt 47.2 in der Öffnung 47 im Gehäuseschenkel 41 eintritt, wird auch das Schlossgehäuse nach rechts mitgenommen.
Soll die letztbeschriebene Abwärtsbewegung nur dem Verklinken der Klinke 48 in einer neuen Lücke der Verzahnung 5 am Schenkel 4 dienen, so wird beim Auftreten eines Bewegungswiderstandes infolge Anschlagens des Bolzens 50 im Nutenabschnitt 47.2 die Abwärtsbewegung des Kopfteils 2 gestoppt und das Kopfteil 2 leicht angehoben, wobei der Bolzen 50 aus dem Nutenabschnitt 47.2 austreten kann und die Klinke 48 bzw. der Dorn 49 unter der Wirkung der Feder 51 in die darunterliegende Zahnlücke gedrängt wird, wodurch die Verriegelung der Klinke 48 vollzogen ist.
Soll dagegen das Kopfteil 2 tiefer gestellt werden, so wird dessen Senkbewegung fortgesetzt und dadurch das ganze Schloss weiter nach rechts geschoben, bis das Kopfteil in seiner neu gewünschten Stellung angelangt ist. Hierauf wird das Kopfteil 2 kurz angehoben und die Verriegelung der Klinke 48 wie oben beschrieben vollzogen. Es versteht sich, dass auch diese, einen Schieber zum Hochhalten des Klinkendornes 49 über den Spitzen der Verzahnung 5 benützende Ausführungsvariante des Schlossteils 40 weiter variiert werden kann. Zu beachten ist indessen, dass einerseits zwischen dem Schenkel 4 und dem Schlossgehäuse, und anderseits zwischen diesem Gehäuse und dem Schieber 42 (oder einem dessen Aufgabe übernehmendem Glied) richtig au einander abgestimmte Bremskräfte vorhanden sind.
Der Schieber 42 muss jedenfalls gegenüber dem Schlossgehäuse mit einem geringeren Kraftaufwand als das Gehäuse auf dem Schenkel 4 verschiebbar sein. Die Bremskräfte können auch mit andern Mitteln als den Flachfederelementen 52 (Fig. 5) und 45 (Fig. 6) aufgebracht werden, z. B. in der Form eines oder mehrerer, am Schlossgehäuse und/oder am Schieber 42 angeordneten nachgiebigen Polster. In gleicher Weise ist die Gestaltung der Öffnungen 47 und 46 im Schlossgehäuse und im Schieber 42 nicht kritisch, solange dadurch die funktionsbedingten Bewegngen des Bolzens 50 bzw. eines diesen allenfalls ersetzenden Mitnehmerelementes, nicht behindert oder sonstwie ungünstig beeinflusst werden.
In Fig. 7 ist mit 70 eine weitere Schlossausführung bezeichnet, die im Seitenriss dargestellt ist, wobei das Gehäuseteil 71 im wesentlichen gleich wie die Gehäuseteile in den Fig. 2 bis 5 gestaltet sein kann, weshalb auf eine bezügliche Schnittdarstellung verzichtet worden ist. Mit 4 ist wiederum der verzahnte Schenkel bezeichnet und mit 72 die in den Fig. 1 bis 4 mit 10 bezeichnete Klinke, welche mit einem Dorn 73 versehen ist. Das Gehäuseteil 71 sei wieder ein U-förmiges Formstück, dessen vorderer und allenfalls auch (in der Zeichnung nichtsichtbarer) hinterer Schenkel mit einer Öffnung 74 versehen ist.
Ein Teil der Konturen begrenzt, wie bereits bei den früher beschriebenen Ausführungsformen des Gehäuseteils, den Bewegungsweg eines Mitnehmerelementes 75, das gleich wie die Mitnehmerelemente 22 bzw. 50 gemäss den Fig. 2 bis 4 und 5, 6 als ein die Klinke 72 durchquerenden Bolzen gestaltet sein kann. Mit 76 ist eine Feder bezeichnet, deren Form und Funktion den Federn 24 bzw. 51 in den früher beschriebenen Ausführungsbeispielen entspricht. Als Reibungsbremse zwischen dem Gehäuseteil 71 und dem in dessen untern Abschnitt verschiebbar angeordneten verzahnten Schenkel 4 ist allgemein eine Flachfeder 77 gezeigt, die am Gehäuse 71 angeformte Stege 78, 78 gegen die Oberseite der auch hier wieder mit 5 bezeichneten Zähne am Schenkel 4 drängt.
Die in den Fig. 2 bis 4 durch die Stützfeder 26 und in den Fig. 5 und 6 durch den Schieber 42 ausgeübte Abstützung des Mitnehmerelementes bzw. Bolzens 75 besorgt im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 eine am vorderen Gehäuseschenkel auf einem Zapfen 79 schwenkbar gelagerte Fallklappe 80. Die Innenseite dieser Fallklappe ist mindestens im Bereich zwischen Biegekanten A und B so weit von der Aussenfläche des benachbarten Gehäuseschenkels entfernt, dass die freie Beweglichkeit der Klappe durch das über die genannte Schenkelaussenfläche herausragende Ende des Bolzens 75 nicht behindert wird. Im Bereich C auf der Oberseite der Klappe 80 besitzt diese eine in die Öffnung 74 greifende, rechtwinklig zur Klappenebene nach innen gebogene Zunge 81, welche in diesem Bereich den Bolzen 75 in nachstehend beschriebener Weise zu untergreifen bestimmt ist.
Der Schwenkbereich der Klappe ist nach unten durch einen Anschlagstift 82 und nach oben durch den Wandabschnitt 83 der Öffnung 74 begrenzt, an welchem Wandabschnitt die Zunge 81 beim Hochschwenken der Klappe 80 zum Anliegen kommt.
Die in Fig. 7 dargestellte Lage des Klinkenteils 72 bzw.
des mit ihm verbundenen Dornes 73 und des Bolzens 75 entspricht, wie sich aus der früheren Beispielsbeschreibung ergibt, nicht einer Ruhestellung, sondern einer Zwischenstellung beim Verstellen des Kopfteils 2 gemäss Fig. 1.
Wenn nun das Kopfteil 2 verstellt werden soll, so wird dieses in früher beschriebener Weise zunächst etwas angehoben, wodurch sich die Klinke 72 samt dem Dorn 73 und dem Bolzen 75 schräg nach links oben bewegt. Dabei gleitet der Dorn 73 auf dem Rücken des nächstliegenden Zahnes nach oben und der Bolzen gelangt zunächst an die strichliert gezeigte schräge Wandpartie auf der linken Seite der Öffnung 74. Bei der Fortsetzung der Kopfteil- bzw. der Klinkenbewegung gelangt der Bolzen 75 unter die Zunge 81 an der Fallklappe 80 und verschwenkt diese so weit in Uhrzeigerrichtung, bis der Bolzen 75 in die nicht näher bezeichnete schlitzförmige Partie am linksseitigen oberen Ende der Öffnung 74 einrastet.
In diesem Moment verlässt der Bolzen 75 die Zunge 81 und die Klappe 80 fällt unter Schwerkraft oder unter der Wirkung einer (nicht gezeigten) Feder in ihre Ausgangslage zurück, die durch den Ausschlagstift 82 festgelegt ist. Soll dagegen das Kopfteil 2 höher gestellt werden, so wird dessen Aufwärtsbewegung wie früher beschrieben fortgesetzt. Die Oberseite der Zunge 81 und die Wand 83 der Öffnung 74 begrenzen nun einen Bewegungsweg für den Bolzen 75, und beim anschliessenden Senken des Kopfteils 2 bewegt sich der Bolzen 75 zunächst längs des Bereichs C und fällt dann nach dem Überlaufen der Zunge 81 in die Ausbuchtung 84, in welcher er bis zum Schluss der Senkbewegung verbleibt.
Eine kleine Aufwärtsbewegung des Kopfteils 2 (Fig. 1) bewirkt, dass die Klinke um einen geringen Weg nach links gezogen wird, wodurch der Bolzen 75 die Ausbuchtung 84 verlässt, die Klinke gegen den Schenkel 4 fällt und der Dorn 73 in die nächstpassende Zahnlücke eingreift und eine neue Arretierstellung erreicht ist.
In den Fig. 8 und 8a ist eine Schlossausführung gezeigt, die wieder ein U-förmiges Gehäuse 91 aufweist, in dessen unterem Abschnitt 92 wie früher gezeigt, der auch hier mit 4 bezeichnete gezahnte Schenkel der Stellvorrichtung verschiebbar angeordnet ist. Mit 93 ist ein Bremselement in der Form einer Flachfeder bezeichnet, welches ein zufälliges Gleiten des Schlosses auf dem gezahnten Schenkel verhindert.
Das Gehäuse ist durch daran angeformte Stege 94, 94 in den genannten untern und einen obern Abschnitt 95 unterteilt.
In Fig. 8 stellt die mit einer stark ausgezogenen Linie dargestellte Fläche 96 den Bereich eines im rechtsseitigen Schenkel des in Fig. 8a im Schnitt gezeigten Gehäuses 91 eingeprägten oder ausgeformten Einbuchtung dar, in deren Innerem sich ein Nocken 97 erhebt. In diese Einbuchtung erstreckt sich das eine Ende des an der hier mit 98 bezeichneten Klinke angebrachten Mitnehmerelementes in der Form eines die Klinke durchquerenden Bolzens 99. Dieses Bolzen ende wird bei den anlässlich der Kopfteilverstellungen auftretenden Bewegungen des gezeigten Klinkenendteils wenigstens teilweise im Freiraum zwischen dem Nocken 97 und den Wandabschnitten der Einbuchtung 96 geführt.
Auf dem in Fig. 8 obenliegenden und in Fig. 8a links gezeigten Gehäuseschenkel 100 ist eine Öffnung 101 eingeformt, die in Fig. 8 etwas weiter nach links reicht als die Kontur der Ausbuchtung 96 im gegenüberliegenden Schenkel 100'. In deren Bereich ist eine Stützfeder 102 eingeformt.
Das Schlossgehäuse 91 kann wie gezeigt, einstückig U-förmig geformt und mit Ausprägungen (96, 97) und Ausklinkungen (94, 94; 101) versehen, aus Blech bestehen, oder zweiteilig aus Kunststoff hergestellt sein, wobei z. B. der vordere (Fig. 8) bzw. linksseitige (Fig. 8a) oder der hintere bzw. rechtsseitige Schenkel als Platte geformt auf dem jeweils andern Schenkel aufgesetzt und mit diesem in geeigneter Weise verbunden werden kann.
Die gezeigte Lage der Klinke 98 entspricht einer Zwischenstellung beim Verstellen des Kopfteils 2 (Fig. 1) und ist etwa mit derjenigen in Fig. 4a vergleichbar. Unmittelbar vor einer Verstelloperation am Kopfteil 2 befindet sich der Dorn 103 in einer der Zahnlücken am verzahnten Schenkel, wie dies in den Fig. 2 und 5 dargestellt ist. Auf die Fig. 8 bezogen, befindet sich dabei der Bolzen 99 in der rechtsuntern Ecke der mit einer starken Linie ausgezogenen Ausbuchtung 96 bzw. im Bereich der gegenüberliegenden Wandpartie der Öffnung 101 im Schenkel 100. Durch Hochschwenken des Kopfteils 2 (Fig. 1) wird die Klinke 98 nach links gezogen, wobei der Dorn 103 in nicht dargestellter Weise zunächst auf dem benachbarten Zahnrücken nach oben läuft.
Dann schlägt das in die Einbuchtung 96 greifende Ende des Mitnehmerbolzens 99 an der nach links schräg nach oben laufenden Kontur 104 der Einbuchtung 96 an, wodurch sich die Klinke 98 nach oben bewegt und deren Dom 103 ausser Eingriff mit der Verzahnung am Schenkel 4 gelangt. Am Ende der Schrägführung 104 gelangt das genannte Bolzenende in den vertikalen Bereich der Kontur links am Nocken 97, die dort im wesentlichen parallel zur gegenüberliegenden Kontur der Ausbuchtung 96 verläuft. Durch die Führung des in Fig. 8a ersichtlichen rechtsseitigen Endes des Bolzens 99 zwischen den genannten Konturbereichen des Nockens 97 und der Einbuchtung 96 ist der Bolzen 99 in der Lage, durch sein linksseitiges Ende die Feder 102 im Gegenzeigersinn zu verschwenken.
Sobald der Mitnehmerbolzen 99 beim weitern Hochschwenken des Kopfteils 2 in die Ausrundung linksoben in der Einbuchtung 96 bzw. in der Öffnung 101 eintritt, schnappt die Feder 102 in die gezeigte Stellung zurück und stützt darin das linksseitige Bolzenende bzw. die Klinke 98. Beim weitern Hochschwenken des Kopfteils 2 wird nun das Schlossteil auf dem verzahnten Schenkel 4 so weit nach links gezogen, bis die gewünschte Kopfteilstellung erreicht ist.
Ist diese erreicht oder soll das Kopfteil 2 gesenkt werden, so folgt die nun durch die Feder 102 gestützte Klinke 98 bzw. deren Mitnehmerbolzen 99 der freien Bahn zwischen der Schulter des Nockens 97 und der obern schrägen Kontur 105 der Ausbuchtung 96 im hintern bzw. der Wand in der Öffnung 101 im vordern Schenkel 100. Der Bolzen 99 verlässt dabei den Stützbereich der Feder 102 und fällt dank dem Beharrungsvermögen der Klinke 98 bei ihrer Abwärtsbewegung in den Stützbereich 106 am rechtsseitigen Ende der Ausbuchtung 96 bzw. der Öffnung 101. Wird nun die Senkbewegung des Kopfteils 2 weitergeführt, so wird das Schlossteil der Stellvorrichtung entgegen der durch die Flachfeder 93 ausgeübten Bremskraft auf dem verzahnten Schenkel 4 so weit nach rechts verschoben, bis die gewünschte neue Neigung erreicht ist.
Durch eine geringfügige Aufwärtsbewegung des Kopfteils 2 wird die Klinke 98 nach links gezogen, wobei der Bolzen 99 seinen zuletzt erreichten Stützbereich
106 in der Einbuchtung 96 bzw. in der Öffnung 101 verlässt.
Dabei tritt der Bolzen 99 durch einen Spalt zwischen dem untern Schulterende des Nockens 97 und der Einlaufkante des Stützbereiches 106 und die Klinke 98 fällt in einer Ausführungsform nach Fig. 8 unter Schwerkraft nach unten, so dass ihr Dorn 103 mit der nächstliegenden Zahnlücke am Schenkel 4 in Eingriff gelangen kann.
Es versteht sich, dass auch bei dieser Ausführungsform des Schlossteils die Klinke 98 wie in den frühern Ausführungsbeispielen, mit einer Federbelastung versehen werden kann, um ein lageunabhängiges Funktionieren der Stellvorrichtung sicherzustellen.