CH511016A - Osteotomiesägevorrichtung - Google Patents

Osteotomiesägevorrichtung

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CH511016A
CH511016A CH621269A CH621269A CH511016A CH 511016 A CH511016 A CH 511016A CH 621269 A CH621269 A CH 621269A CH 621269 A CH621269 A CH 621269A CH 511016 A CH511016 A CH 511016A
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CH
Switzerland
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saw
osteotomy
saw device
dependent
guide
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Application number
CH621269A
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English (en)
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Hermann Dr Buchner
Karpf Kurt
Original Assignee
Osteo Ag
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Description


  
 



  Osteotomiesägevorrichtung
Bisher wurden zum Durchtrennen von Knochen oder Abtrennen von Knochenteilen Drahtsägen, Meissel oder oscillierende Sägen verwendet.



   Die Drahtsägen, welche an ihren beiden Enden von Hand geführt werden müssen, erlauben keine genaue Knochendurchtrennung und ausserdem ist die Erwärmung zufolge der geringen Wärmeableitmöglichkeit hoch, so dass die Knochenbereiche nahe der Schnittfläche Schaden nehmen können.



   Die Meissel können nicht so breit ausgeführt werden, dass der gesamte Knochen mit einem Schnitt durchtrennt werden kann. Dadurch wird die Trennfläche ungenau. Ausserdem werden häufig Knochensplitter abgeschlagen. Die freien Knochensplitter verschlechtern die Verbindung der Osteotomieflächen und können auch zu einer verzögerten Heilung beitragen.



   Die bisher verwendeten oscillierenden Sägen weisen kreissegmentförmige Sägeblätter auf, welche in oscillierende Bewegung versetzt werden. Durch die Formgebung der Segmente wird die Lage und die Form der Knochendurchtrennung beschränkt. Ferner muss aus Festigkeitsgründen das Sägeblatt für grössere Schnitttiefen dicker gewählt werden, wodurch sich ein grösserer Sägewiderstand und somit grössere Erwärmung des Sägeblattes und auch der benachbarten Knochenbereiche ergibt. Auch haben bekannte Sägevorrichtungen zwischen Antrieb und Sägeblatt   Getriebezwischenteile,    die durch ihre Form und Grösse den Sägevorgang stark behindern, so vor allem beim Arbeiten am tiefgelegenen Knochen.



   Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Osteotomiesägevorrichtung zu schaffen, welche exakte Schnitte auch mit verschiedenen komplizierten Schnittflächen herzustellen gestattet und frei von den oben erwähnten Nachteilen ist.



   Dieses Ziel lässt sich erreichen, wenn erfindungsgemäss eine Antriebseinheit, eine mit dieser verbindbare Führungseinrichtung und mit der Antriebseinheit kuppelbare Sägen zusammengebaut sind.



   Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung einer beispielsweisen Ausführungsform an Hand der Zeichnung. In dieser zeigt:
Fig. 1 die Antriebs- und Halterungseinrichtung der Osteotomiesägevorrichtung, teilweise aufgeschnitten,
Fig. 2 eine Bogensäge mit einem Führungsbügel,
Fig. 3 eine an einem Knochen montierte Führungsschiene für den Führungsbügel nach Fig. 2,
Fig. 4 ein Stichsägeblatt, montiert auf der Antriebseinrichtung,
Fig. 5 ein Stirnsägeblatt, montiert auf der Antriebseinrichtung,
Fig. 6 ein allseitig schneidendes Formsägeblatt, z. B. für einen schwalbenschwanzförmigen Schnitt,
Fig. 7 einen schwalbenschwanzförmigen Knochenschnitt nach Vereinigung der beiden Knochenteile.



   Über ein Bohrfutter 1 wird eine Führungshülse 2 gesteckt, welche an ihrer Stirnseite ein Langloch aufweist, in welchem ein Schieber 3 eingeschoben ist. Das bohrfutterseitige Ende des Schiebers ist zur Aufnahme eines im Bohrfutter eingespannten Exzenters 4 eingerichtet, welcher in Vergindung mit dem Schieber die rotierende Bewegung in eine oscillierende Bewegung verwandelt. Das freie Ende des Schiebers ist zur Verbindung mit einem Schnellverschluss 5 oder als solcher ausgebildet. Als Antrieb für das Bohrfutter kann vorzugsweise ein Druckluftmotor mit Untersetzungsgetriebe verwendet werden. Dieser hat den Vorteil, dass sich der gesamte Antriebsmechanismus in einfachster Weise sterilisieren lässt, wogegen bei Anwendung eines Elektromotors besondere Massnahmen getroffen werden müssen, um ihn sterilisierbar zu machen. Ausserdem kann man mit dem Druckluft antrieb die Drehzahl stufenlos regeln.

  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Oscilliereinrichtung mit einer entsprechenden Führungshülse 2 auf eine vorhandene Bohrmaschine aufgesetzt werden kann und keine komplizierten zusätzlichen Einrichtungen erforderlich macht.  



   In den Schnellverschluss 5 wird ein Sägeblatt mit seinem Halter eingesteckt. Die Sägeblätter können die verschiedensten Formen und Ausführungen aufweisen und sind in ihrer Ausführung leicht den vorkommenden Knochenschnittformen anzupassen. Fig. 4 zeigt eine Stichsäge 6, welche für vor- und rückwärts sowie seitliches Schneiden eingesetzt werden kann; Fig. 5 zeigt eine Stirnsäge 7, zum Aussägen von rechteckigen Knochenspänen usw. und Fig. 6 zeigt eine allseitig schneidende Säge   s,    z. B. zum Sägen von schwalbenschwanzförmigen Profilen. Um einen möglichst genauen Schnitt zu erreichen, der besonders dann wünschenswert ist, wenn zwei Knochenteile wieder miteinander verbunden werden sollen, ist eine Führungsvorrichtung zu verwenden.

  Eine solche Führungsvorrichtung kann aus einem Führungsbogen 9 oder einem Führungshalbbogen bestehen, welcher an seinen freien Enden Gleitnasen 11 aufweist und auf die Oscilliereinrichtung aufsteckbar ist. Eine Führung, welche aus einer oder zwei Führungsschienen 10 bestehen kann, ist so ausgebildet, dass sie auf dem Knochen lösbar befestigbar ist. Sind zwei Führungsschienen vorgesehen, so können diese entweder zu beiden Seiten des zu durchtrennenden Knochens oder aber in einem Abstand voneinander auf einer Seite des Knochens angeordnet sein.



   Die Formsägen in Verbindung mit der Führungseinrichtung haben den grossen Vorteil, dass die Knochen sehr genau, am vorbestimmten Ort und in der gewünschten Richtung durchtrennt, und die beiden zu verbindenden Knochenteile sehr genau zusammengefügt werden können und daher gegenüber den bisherigen Möglichkeiten der Heilungsprozess wesentlich verkürzt wird. Ausserdem ist es möglich, eine den Gegebenheiten entsprechende Grösse der Knochenverbindungsfläche durch die Auswahl einer bestimmten Schnittform zu schaffen.

 

   Insbesondere bei der Bogensäge kann ihre Grösse den Knochenabmessungen sehr genau angepasst werden.



  Dadurch ergibt sich als weiterer Vorteil, dass die benachbarten Gebiete praktisch unverletzt bleiben.



   Die Sägevorrichtung kann insbesondere mit dem Druckluftmotor in einfachster Weise als ganze sterilisiert werden. Ausserdem kann auf die Sägevorrichtung ein Flüssigkeitsbehälter aufgesteckt werden, welcher die Kühlung der Schnittflächen und der Sägeblätter erlaubt. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Osteotomiesägevorrichtung mit oscillierenden Sägen, gekennzeichnet durch eine Antriebseinheit (1, 2, 3, 4), eine mit dieser verbindbare Führungseinrichtung (9, 10, 11) und mit der Antriebseinheit kuppelbare Sägen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Osteotomiesägevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit mit einem Motor gekuppelt ist und ein Bohrfutter (1) aufweist, auf welchem eine Oscilliereinrichtung sitzt.
    2. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oscilliereinrichtung eine Hülse (2) besitzt, welche über das Bohrfutter (1) auf das feststehende Teil der Antriebsmaschine aufgeschoben ist und an ihrer Stirnseite ein Langloch aufweist, in dem ein Schieber (3) steckt, welcher an seinem inneren Ende zur Aufnahme eines Exzenters (4) eingerichtet und an seinem freien Ende als Schnellverschluss ausgebildet ist, wobei der Exzenter im Bohrfutter sitzt.
    3. Osteotomiesägevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung wenigstens eine Führungsschiene (10) aufweist, welche lösbar mit einem zu durchtrennenden Knochen verbindbar ist, und dass ein Bügel (9) vorhanden ist, welcher auf der Oscilliereinrichtung befestigbar und zum Verschieben in der Führungsschiene (10) eingerichtet ist.
    4. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (9) einarmig ausgebildet ist.
    5. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (9) zweiarmig ausgebildet ist.
    6. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung zwei miteinander verbundene Führungsschienen aufweist, die beide auf derselben Seite des zu durchtrennenden Knochens liegen.
    7. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung zwei miteinander verbundene Führungsschienen aufweist, welche auf verschiedenen Seiten des zu durchtrennenden Knochens liegen.
    8. Osteotomiesägevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Säge als Stichsäge ausgebildet ist (Fig. 4).
    9. Osteotomiesägevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Säge als Stirnsäge ausgebildet ist, welche aus einem Kreissektorsegment besteht und an der Umfangsseite gezahnt ist.
    10. Osteotomiesägevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Säge als Bogensäge ausgebildet ist.
    11. Osteotomiesägevorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogensäge ein allseitig schneidendes Formsägeblatt aufweist (Fig. 6).
CH621269A 1969-04-24 1969-04-24 Osteotomiesägevorrichtung CH511016A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0095296A3 (en) * 1982-05-20 1984-07-25 Minnesota Mining And Manufacturing Company Tibial osteotomy guide assembly and method
EP0374086A1 (de) * 1988-12-14 1990-06-20 Joachim Dr.-Med. Schmidt Sägelehrensystem
DE102010012019A1 (de) * 2010-03-12 2011-09-15 C. & E. Fein Gmbh Trennwerkzeug

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