Vielfach-Punktschreiber
Gegenstand des Patentanspruchs des Hauptpatentes Nr. 415 084 ist ein Vielfach-Punktschreiber mit einem nach Massgabe des Wertes der aufzuzeichnenden Messgrösse quer über eine Registrierfläche beweglichen Wagen mit einem an diesem schwenkbar montierten Halter für ein Druckorgan, welcher Vielfach-Punktschreiber dadurch gekennzeichnet ist, dass ein in Umfangsrichtung mit mindestens zwei Reihen von Markierungsgliedern besetztes Druckrad drehbar an dem Halter montiert ist, welcher derart um eine Achse schwenkbar ist, dass das Druckrad an die Registrierfläche angelegt und von ihr abgehoben werden kann, dass die Drehachse des Druckrades gegenüber der Registrierfläche gekippt werden kann, derart, dass wahlweise je eine der Reihen von Markierungsgliedern beim Drucken zur Wirkung kommt, dass eine Nockenvorrichtung vorgesehen ist,
durch die beim Betrieb der Halter des Druckrades periodisch so betätigt wird, dass das Druckrad zum Drucken gebracht wird, und dass eine Vorrichtung vorgesehen ist, durch die das Druckrad in Synchronismus mit der Nockenvorrichtung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druck vorgängen jeweils in eine neue Winkelstellung weitergedreht wird.
Ein solcher Vielfach-Punktschreiber kann zur Aufzeichnung des Wertes veränderlicher Grössen, z. B.
Temperatur, Druck, Spannung, an verschiedenen Stellen einer Anlage oder in einem Verfahren als Funktion der Zeit verwendet werden.
Die Erfindung ermöglicht die Schaffung eines Vielfach-Punktschreibers, mit welchem eine der Anzahl der Markierungsglieder entsprechende Anzahl von Messstellen aufgenommen werden kann.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Vielfach-Punktschreiber mit einem nach Massgabe des Wertes der aufzuzeichnenden Messgrössen quer über eine Registrierfläche beweglichen Wagen mit einem an diesem schwenkbar montierten Halter, an welchem ein in Umfangsrichtung mit mindestens zwei Reihen von Markierungsgliedern besetztes Druckrad drehbar montiert ist und welcher derart um eine Achse schwenkbar ist, dass das Druckrad an die Registrierfläche angelegt und von ihr abgehoben werden kann, wobei die Drehachse des Druckrades gegenüber der Registrierfläche gekippt werden kann, derart, dass wahlweise je eine der Reihen von Markierungsgliedern beim Drucken zur Wirkung kommt, mit einer Nockenvorrichtung, durch die beim Betrieb der Halter des Druckrades periodisch so betätigt wird, dass das Druckrad zum Drucken gebracht wird, welcher Vielfach-Punktschreiber dadurch gekennzeichnet ist,
dass eine mit einem Motor gekuppelte Vorrichtung, durch welche die Nockenvorrichtung angetrieben wird und das Druckrad in Synchronismus mit dieser Nockenvorrichtung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druckvorgängen jeweils in eine neue Winkelstellung weitergedreht wird und ein Wählschalter betätigt wird, um verschiedene Messstellen schrittweise nacheinander und synchron mit der Bewegung des Druckrades an einen Messkreis anzuschliessen, und eine mit dem Wählschalter zusammenwirkende Umschaltvorrichtung vorgesehen sind, wobei durch die Umschaltvorrichtung bei aufeinanderfolgenden Umdrehungen des Druckrades abwechselnd eine erste Gruppe und eine zweite Gruppe von Messstellen an den Wählschalter angeschlossen werden, und dass eine Druck-Wählvorrichtung vorgesehen ist, durch welche synchron mit der Umschaltvorrichtung verschiedene Kippwinkel der Drehachse des Druckrades eingestellt werden,
so dass bei aufeinanderfolgenden Umdrehungen des Druckrades abwechselnd eine erste Reihe und eine zweite Reihe der Markierungsglieder beim Drucken zur Wirkung kommen.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Punktschreibers ist der genannte Wählschalter mit einem bewegbaren, synchron mit dem Druckrad antreibbaren Kontaktarm und mit festen Kontakten, deren Anzahl derjenigen der Markierungsglieder in einer Reihe des Druckrades entspricht, versehen und weist die Umschaltvorrichtung einen zweiten Wählschalter auf, der bei abwechselnd aufeinanderfolgenden Umdrehungen des Druckrades in entgegengesetzte Einstellungen gebracht wird und dabei jeweils eine der beiden Reihen von Messstellen an die festen Kontakte anschliesst.
Gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel enthält der Punktschreiber eine Vorrichtung, die dazu dient, einen Teil des Stosses des Druckrades beim Drucken allein von Punkten abzufangen, die jedoch nicht wirksam ist, wenn das Druckrad zum Drucken von Punkten zusammen mit Kennzeichnungssymbolen für die Punkte verwendet vird.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Punktschreibers anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen 24-Punktschreiber im Schrägbild, wobei der Klarheit wegen das Gehäuse weggelassen ist;
Fig. 2A bis 4B schematische Details zur Erläuterung des Druckens allein von Punkten (Fig. 4A, 4B), des Druckens von Punkten zusammen mit einer Reihe von Kennzeichnungsziffern (Fig. 3A, 3B) und des Drukkens von Punkten zusammen mit einer zweiten Reihe von Kennzeichnungsziffern (Fig. 2A, 2B);
Fig. 5 ein Getriebe im Schrägbild zum Fortschalten des Druckrades des Punktschreibers;
Fig. 6 den in den vorangehenden Figuren dargestellten Wagen des Punktschreibers im Seitenriss mit weggebrochenen Teilen; Fig. 7 ein Detail des Punktschreibers zum Unterbrechen des Druckvorganges;
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Fig. 7A, 7B, 8A, 8B und 9A, 9B Details der in Fig. 1 bis 6 abgebildeten Anschlagvorrichtung;
Fig. 10 eine schrägbildliche und schematische Darstellung des in den vorangehenden Figuren dargestellten Registriermechanismus mit zugehörigem elektrischem Messkreis und Steuer-Nockenscheiben;
Fig. 11 ein Teilbild des Getriebes nach Fig. 5;
Fig. 12 den Druck-Wählmechanismus und den nokkengesteuerten Schalter nach Fig. 1 im Seitenriss und in vergrössertem Massstab;
Fig. 13 die Komponenten des Druck-Wählmechanismus nach Fig. 12 in auseinandergezogener Darstellung;
Fig. 14 und 15 zwei der in Fig. 13 dargestellten Komponenten in Rückansicht und in vergrössertem Massstab;
Fig. 16 bis 24 verschiedene gegenseitige Stellungen der einzelnen Komponenten des Druck-Wählmechanismus nach Fig. 12 und 13;
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Fig. 25A und 25B zwei Abbildungen zur Erläuterung des Betriebes des Punktschreibers zur Aufzeichnung von 6, 4, 3 oder 2 Messstellen;
Fig. 26 schematische Darstellung des Eingang-Wähl schalters und des zugehörigen elektrischen Kreises bei Aufzeichnung von 24, 12, 6, 4, 3 oder 2 Messstellen;
Fig. 27 die Teile des nockengesteuerten Schalters nach Fig. 12, in auseinandergezogener Darstellung;
Fig. 28 und 29 die Paare von Nockenscheiben und von ihnen gesteuerter Platten nach Fig. 27, in Frontansicht und in vergrössertem Massstab;
Fig. 30 den Bewegungsablauf des in Fig. 27 dargestellten Mechanismus; und
Fig. 31A und 31B die gegenseitige Stellung der Nockenscheiben und Platten der Fig. 27 unmittelbar vor und nach Öffnen des zugehörigen Schalters und Fig.
32A und 32B unmittelbar vor und nach Schliessen desselben.
Das nachstehend beschriebene Ausführungsbeispiel ermöglicht folgende Betriebsarten: a) Drucken von 24 Punkten, welche 24 Messstellen entsprechen, in zeitlicher Folge, b) Drucken von 24 Punkten zusammen mit Punkt Kennzeichnungen in zeitlicher Folge, c) Drucken von 24 Punkten in zeitlicher Folge, wobei in bestimmten Intervallen entsprechende Kennzeichnungen gedruckt werden, d) Überwachen von 24 Messstellen ohne Druckvorgang und e) Verwendung als 12-, 6-, 4-, 3- oder 2-Punktschreib er.
Gemäss Fig. 1, 5, 6 und 10 ist das Druckrad 10 an einem hin- und hergehenden Wagen 16 so montiert, dass es um eine Achse 13 von der Aufzeichnungsfläche 18 weg und zu ihr hin geschwenkt werden kann. Zu diesem Zweck ist das Druckrad 10 an einem Druckarm 12 mit seiner Drehachse 11 parallel zur Schwenkoder Kippachse 13 des Druckarms befestigt. Das Druckrad wird durch die rotierende Nockenscheibe 19 periodisch um die Druckachse 13 geschwenkt und dadurch in druckenden Kontakt mit der Registrierfläche gebracht. Der Registrierstreifen 18 wird durch einen nicht dargestellten Motor weiterbefördert.
Das Druckrad 10 trägt an seinem Umfang zwei Reihen von Kennzeichnungsgliedern 21a und 21b, und zwar je eine auf einer Seite der Punkt-Druckglieder 20.
Ist die Achse der Welle 11 parallel zu der Druckzeile auf der Registrierfläche, siehe Fig. 2A und 2B, dann werden die Kennzeichnungsglieder 21A, hier beispielsweise mit den Ziffern 1 bis 12. auf dem zylindrischen Teil des Druckrades 10 nacheinander dem Registrierstreifen 18 gegenübergestellt und kommen beim Drukken gleichzeitig mit dem zugehörigen Punkt zur Wirkung.
Ist die Achse der Welle 11 um den Winkel ss geneigt, siehe Fig. 3A und 3B, dann ist der konische Teil des Druckrades 10 wirksam und die Punkt-Kennzeichnungsglieder 21B, in diesem Falle mit den Ziffern 13 bis 24, werden nacheinander zum gleichzeitigen Drucken mit den zugehörigen Punkten dem Registrierstreifen 18 dargeboten. Bei einem unmittelbaren Neigungswinkel a des Druckrades 10 siehe Fig. 4A und 4B, werden nur die Punkt-Druckglieder 20 dem Registrierstreifen 18 nacheinander zum Drucken gegenübergestellt.
Um eine der drei Neigungen der Achse 11 einstellen zu können, ist die Schwenk- oder Kippachse 13 des Druckarms 12 an einem Bügel 15 montiert, der seinerseits um eine Neigungsachse 17 schwenkbar am Wagen 16 montiert ist, wobei die Neigungsachse senkrecht zur Druckachse 13 verläuft. Der Bügel 15 ist durch eine Feder 22 mechanisch vorgespannt in Richtung der Bahn des Neigungsstabes 28 hin, welcher parallel zur Bahn des Wagens 16 verläuft. Der Stab 23 ist vermittels der Arme 25 an der Neigungswelle 26 befestigt, welche in verschiedene Winkelstellungen, siehe Fig. 2A, 3A, 4A gebracht werden kann, welche den verschiedenen Neigungswinkeln der Welle 11 des Druckrades entsprechen.
Im vorliegenden Beispiel sind die Neigungswinkel der Achse 11 gleich 0 , 10 und 20 . Die Neigungswelle 26 ist an beiden Enden an den Seitenteilen 32A und 32B des Punktschreibers gehaltert. Das rechte Ende der Welle 26, siehe Fig. 21, ist zwecks Verbindung mit dem Druck-Wählmechanismus 14, der zur Einstellung des Neigungswinkels dient, durch den Seitenteil 32B hindurchgeführt. Der Druckwählmechanismus wird anhand der Fig. 12 und 13 noch eingehend beschrieben werden.
Der Mechanismus, durch welchen das Druckrad 10 um seine Achse in die aufeinanderfolgenden Druckstellungen gedreht wird, ist am deutlichsten aus Fig. 5 erkennbar. Ein Stabritzel 45, siehe Fig. 1 und 5, verläuft zwischen den Seitenteilen 32A und 32B parallel zur Bewegungsbahn des Wagens 16. Das Stabritzel wird über das Kettenrad 46, die Kette 47 und das Kettenrad 48 durch einen kleinen Uhrenmotor 50 kontinuierlich angetrieben. Das Ritzel 45 steht in gleitendem Eingriff mit dem Zahnrad 51, welches am Neigungsbügel 15 des Wagens 16 montiert ist. Das Zahnrad 51 ist mit einem Zahnrad 53 gekuppelt oder fest verbunden, welches das auf der Hülse 55 sitzende Zahnrad 54 antreibt, welche Hülse auf der Welle 13 des Druckarms frei drehbar ist.
Ein ebenfalls auf der Hülse 55 sitzendes Zahnrad 56 rotiert demgemäss um die Schwenk- oder Kippachse 13 des Druckarms 12. Ein mit dem Druckrad 10 vermittels der Kupplungshülse 58 gekuppeltes Zahnrad 57 wird seitens des Zahnrades 56 über die am Druckarm 12 montierten Zahnräder 59 und 60 angetrieben.
Die Drehung des Druckrades 10 um seine Achse 11 ist zeitlich bezüglich seiner Schwingbewegung um die Druckachse 13 so abgestimmt, dass die Schwingbewegung erfolgt, wenn jeweils eines der aufeinanderfolgenden Paare von Kennzeichnungsorganen der Reihen 21A und 21B der Druckzeile auf dem Registrierstreifen 18 gegenübergestellt ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die mit zwei Nocken versehene Nockenscheibe 19 direkt mit dem Zahnrad 51 gekuppelt, und sie kann mit diesem auch aus einem Stück hergestellt sein. Das Getriebe vom Zahnrad 51 bis zum Druckrad 10 ist so ausgelegt, dass das Druckrad bei dem dargestellten 24 Punktschreiber in dem Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Kippbewegungen jeweils um 300 um seine Achse weitergedreht wird, wobei die Kippbewegungen dem Druckarm 12 über seinem Ansatz 61 seitens der Nocken der Nockenscheibe 19 mitgeteilt werden.
Wie bereits im Hauptpatent ausführlicher dargelegt wurde, ist die zwischen dem Zahnrad 56 und den Zahnrädern 57-60 beim Kippen des Arms 12 um die Achse des Zahnrades 56 auftretende Differentialwirkung zeitlich so abgestimmt, dass ein Verwischen beim Druckvorgang auf ein Minimum begrenzt oder beseitigt wird, und es ist ein toter Gang solcher Grösse in dem Getriebe vorgesehen, dass die Drehbewegung des Druckrades zeitweilig unterbrochen wird, wenn der Arm 12 von der Nockenscheibe freikommt und das Druckrad sich zur Registrierfläche hin bewegt.
Wie am besten aus Fig. 6 zu erkennen ist, hat der Druckarm 12 eine mechanische Vorspannung in Richtung einer neutralen Stellung, in welcher das Druckrad keine Berührung mit der Registrierfläche 18 hat. Die Vorspannungsvorrichtung enthält folgende Teile: a) eine Anschlagplatte 75, die justierbar an dem Ansatz 66 des Rahmens 15 befestigt ist, b) die Scherenarme 76A und 76B, deren jeder frei drehbar an der Welle 13 montiert ist, und c) eine Vorspannungsfeder 77, welche die freien Enden der Scherenarme miteinander verbindet.
Die Scherenarme 76A und 76B liegen infolge der Wirkung der Feder 77 normalerweise an der Oberseite bzw. Unterseite des Anschlags 78 an, der durch das nach innen abgewinkelte freie Ende der Anschlagplatte 75 gebildet wird. Zwischen den Armen 76A und 76B liegt die Welle 11 des Druckrades oder ein entsprechender Anschlag am Arm 12, so dass die normale Winkelstellung des Druckarms 12 bezüglich der Druckachse
13 mit der des Anschlages 78 übereinstimmt. Das Langloch 79 in der Anschlagplatte 75 ermöglicht eine saubere Justierung der neutralen Stellung des Druckarms 12, und durch die Klemmschraube 80 wird die Justierung aufrechterhalten.
Wenn der Druckarm 12 infolge des Eingriffs eines Nockens der Nockenscheibe 19 mit dem Ansatz 61 nach oben geschwenkt wird, hebt die Welle 11 des Druckrades den oberen Scherenarm 76A vom Anschlag Druckarm von der Nockenscheibe 19 frei kommt, treibt 78 ab, wodurch die Feder 77 gespannt wird. Wenn der die Feder infolge ihrer Spannung das Druckrad 10 in die neutrale Stellung zuriick, in welcher der obere Scherenarm 76A wieder am Anschlag 78 anliegt. Jedoch schnellt das Druckrad 10 infolge seiner Trägheit über die neutrale Stellung hinaus und gelangt kurzzeitig in druckenden Kontakt mit dem Registrierstreifen 18.
Während dieses Überschnellens drückt die Welle 11 des Druckrades den unteren Scherenarm 76B abwärts und weg vom Anschlag 78, wobei die Feder 77 gespannt wird, so dass der Arm 17 und die an ihm befindlichen Teile nach dem Drucken in die neutrale Stellung zurückgeführt werden. Um zu gewährleisten, dass die Punkt-Kennzeichnungssymbole zusammen mit den Messpunkten klar gedruckt werden, muss während der Aufwärtsbewegung des Druckarms 12 in der Feder eine erhebliche Energie gespeichert werden.
Eine Energie dieser Grösse ist aber für das Drucken allein von Punkten, siehe Fig. 4A und 4B, zu gross, und das Druckbild wird dann verwischt, wenn die Oberfläche rades elastisch ist; bei Druckrädern mit metallischer Oberfläche kann dagegen der Registrierstreifen 18 durchschlagen und können die Punkt-Druckglieder 20 und oder die Oberfläche der Führungsrolle 85 des Registrierstreifens beschädigt werden. Im Hinblick auf diese Umstände ist der untere Scherenarm 76B so geformt, dass er einen Ansatz 160, siehe Fig. 6 und 7A bis 9A, hat, und ist am Wagen 16 vermittels Schrauben 162 ein elastischer Anschlag 161 befestigt.
Wenn der Bügel 15 um den Winkel a bzw. um 10 zum Drucken von Punkten allein geneigt ist, befindet sich das nach innen gerichtete Ende des Anschlags 161 in der Bahn der Ansätze 160 des unteren Scherenarms 76B und kommt deshalb gerade dann mit ihm in Eingriff, wenn ein Punkt-Druckglied 20 auf der Registrierfläche auftrifft. Dabei absorbiert der elastische Anschlag 161 einen Teil der Stossenergie und fängt dadurch den beim Drucken allein eines Punktes auftretenden Schlag ab.
Wenn der Bügel 15 um den Winkel 200 zum Drukken von Punkt-Kennzeichnungssymbolen der Reihe 21B geneigt ist, dann befindet sich die Bewegungsbahn des Ansatzes 160 des unteren Scherenarms 76B jenseits des Endes 164 des Anschlags 161, siehe Fig. 8A und 8B.
Infolgedessen bleibt der Anschlag 161 wirkungslos, und beim Drucken der Punkt-Kennzeichnungssymbole, Ziffern 13 bis 24, wird die volle Kraft wirksam. Der Neigungswinkel 200 der Achse 11 des Druckrades ist durch den verstellbaren Anschlag 72, siehe Fig. 3A, am Wagen 16 bestimmt, in Richtung auf welchen hin der Bügel 15 durch eine Feder 22 vorgespannt ist. Die Justierung des Anschlags erfolgt mit Hilfe eines nicht dargestellten Schlitzes mit Klemmschraube.
Ist der Bügel 15 auf den Neigungswinkel 0 eingestellt, so dass Punkt-Kennzeichnungssymbole der Reihe 21A gedruckt werden, dann befindet sich die Bewegungsbahn des Ansatzes 160 des unteren Scherenarmes 76B unterhalb des Endes 164 des Anschlages 161, siehe Fig. 9A und 9B. Infolgedessen ist der Anschlag 161 wirkungslos, und beim Drucken der Punkt-Kennzeichnungsziffern 1 bis 12 kommt die volle Kraft zur Wirkung. Der Winkel 0 der Achse 11 wird durch den einstellbaren Anschlag 71, siehe Fig. 2A und 10, bestimmt, in Richtung auf welchen hin der Neigungsarm 26 durch die Feder 28 vorgespannt ist. Der Anschlag 71 ist am Seitenteil 32A des Punktschreibers mittels Schraube 73 justierbar befestigt.
Bei den in älteren Patenten beschriebenen Punktschreibern kann die Aufwärtsbewegung des Druckarms 12 aus seiner normalen, neutralen Stellung benutzt werden, um ein periodisches Anschlagen der Druckglieder des Druckrades am Farbrad 65, siehe Fig. 6, zu bewirken. Insbesondere hat der Bügel 15 einen vertikalen Winkelarm 66, an welchem das Farbrad so montiert ist, dass es sich um einen zur Achse 13 des Druckarms 12 parallelen Wellenzapfen 68 drehen kann. Das Farbrad ist mit dem Zahnrad 67 gekuppelt und dreht sich mit ihm auf dem Wellenzapfen 68, der am Winkelarm 66 sitzt. Das Zahnrad 67 kämmt mit einem der drei vom Druckarm 12 getragenen Zahnräder und wird synchron mit dem Druckrad 10 angetrieben.
Das Langloch 69 in dem Winkelarm 66 ermöglicht eine Justierung des Wellenzapfens 68 auf den richtigen Farbraddruck, und durch die Klemmutter 70 wird der Wellenzapfen 68 in der justierten Stellung festgelegt.
Für einfarbiges Drucken kann das Farbrad 65 einfach als Rolle, die mit Druckfarbe imprägniert wird, ausgebildet sein. Für mehrfarbiges Drucken kann sie mit mehreren Sektoren versehen sein, die aus Metall bestehen und mit Farbkissen entsprechender Form ausgestattet sind, welche mit Tinte oder Druckfarbe zum Kennzeichnen eines entsprechenden Messpunktes getränkt werden können. Auf dem Zapfen 68 können gegebenenfalls auch verschiedene austauschbare Farbräder montiert werden.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen im Detail eine Druck-Sperrvorrichtung, die als Abhebevorrichtung mit dem Abhebefinger 38 ausgebildet ist. Der obere Teil des Fingers 38 ist zwecks Aufnahme der Welle 81 an getrennten Lagerstellen U-förmig ausgebildet, welche Welle vom vertikalen Teil des Winkelarms 66 des Bügels 15 ausgeht. Der untere Teil des Fingers 38 geht zum Ansatz 52 des Druckarms 12, siehe Fig. 5. Wenn der Neigungsstab 23 in die den Druck sperrende Stellung bewegt wird, was durch Beaufschlagung der Spule 40, Fig. 10, erfolgt, wird der Finger 38 in die in Fig. 7 dargestellte Stellung bewegt, in welcher der Ansatz 61 des Druckarms 12 ausserhalb des Wirkungsbereichs der Nockenscheibe 19 liegt.
Eine Schaltungsanordnung zur Steuerung der Beaufschlagung der Spule 40 ist im Hauptpatent sowie in der schweizerischen Patentschrift Nr. 436 929 dargestellt und beschrieben.
Wenn der Druckvorgang gesperrt ist, kann der Punktschreiber weiter als Anzeigeinstrument dienen. Am Wagen 16, Fig. 6, ist zu diesem Zwecke ein Zeiger 116 befestigt der mit der Skala 118 zusammen eine Über- wachung der Messstellen ermöglicht, gleich ob gedruckt wird oder nicht. Der Wagen 16 ist parallel zur Achse der Führungswalze 85, siehe Fig. 1, 6 und 10, geführt, welche zwischen den Seitenteilen 32A und 32B des Punktschreibers montiert ist. Die Oberseite des Wagens ist mit einem Stehbolzen 88 versehen, welcher ein Lagerglied 89 aus einem Material mit geringer Reibung, wie Nylon, gleit- und drehbar aufnimmt. Das Stabritzel 45 geht durch dieses Lagerglied hindurch und dient damit als zweiter Führungsstab 86 zur Parallelführung des Wagens 16 in einer bestimmten Ebene, wenn er quer über den Registrierstreifen 18 läuft.
Dadurch, dass der Wagen in dieser Weise geführt ist, bleibt das vom Bügel 15 getragene Zahnrad 51 in dauerndem Eingriff mit dem Stabritzel 45, siehe Fig. 5 und 11, so dass das Druckrad 10 ununterbrochen angetrieben wird. Das Zahnrad 51 ist auf seiner Welle be züglich der Neigungsachse 17 des Bügels 15 so angeordnet, dass es stets in Eingriff, siehe Fig. 11, mit dem Ritzel 45 bleibt, und zwar unabhängig von der Einstellung des Bügels auf Drucken allein von Punkten, siehe 4A, 4B, auf Drucken von Punkten zusammen mit Punkt-Kennzeichnungen aus der Reihe 21A, siehe Fig.
2A und 2B, oder auf Drucken von Punkten zusammen mit Punkt-Kennzeichnungen aus der Reihe 21B, siehe Fig. 3A und 3B.
Gemäss Fig. 10 ist der Wagen des Punktschreibers mit der Antriebswelle 90 eines Kontaktarms 94 mittels eines konventionellen Antriebs gekuppelt, der aus einer Schnur 91, Führungsrollen 92 und einer Schnurscheibe 93 besteht. Der auf einem Schleifdraht 95 laufende Kontaktarm 94 wird durch einen Motor 87 so eingestellt, dass die zugehörige Messbrücke 150 abgeglichen wird, wobei der Wagen 16 quer über den Registrierstreifen in eine Stellung befördert wird, welche der Grösse der zu messenden Variablen an der ausgewählten Messstelle entspricht.
Es sei beispielsweise angenornmen, dass der Punktschreiber zum Aufzeichnen der Temperatur an 24 Messpunkten einer Anlage benutzt werden soll. Die entsprechenden Temperaturfühler, zum Beispiel T1 bis T24, können der Reihe nach in die Messbrücke 150 eingeschaltet werden, und zwar mit Hilfe des 12-poligen Wählschalters 97, Fig. 10, der mit der Drehbewegung des Druckrades 10 um dessen Achse 11 synchronisiert ist, wie dies noch beschrieben werden soll. Wegen der Klarheit der Darstellung sind nur zwei Thermoelemente in Fig. 10 dargestellt.
Wenn jedes der Thermoelemente der Reihe nach in den Kreis des Schleifdrahtes 95 eingeschaltet wird, wird der Motor 87 mit der am Eingang des Verstärkers 98 erscheinenden Differenz der entgegengesetzten Spannungen beaufschlagt, die vom Thermoelement und dem Schleifdraht erzeugt werden, wodurch der Motor in Richtung auf den Brückenabgleich am Schleifdraht 95 hin bewegt wird. Der Abgleich für eine Messstelle erfolgt innerhalb eines kurzen Zeitraumes, so dass der Wagen 16 zum Drucken eines Punktes oder eines Punktes zusammen mit einem Punkt Kennzeichnungssymbol stillsteht, bevor der Eingangs Wählschalter 97 die Anschaltung des zur nächsten Messstelle gehörenden Thermoelementes an den Brückenkreis bewirkt.
Der Kontaktarm 99 des Eingangs-Wählschalters wird über ein Zahnradgetriebe 101-106, siehe Fig. 10, von dem Ritzel 45 angetrieben, welches, wie bereits gesagt, das Druckrad kontinuierlich antreibt. Das Zahnrad 101 sitzt auf einer Verlängerungswelle 107 des Ritzels 45 und kämmt mit dem Zahnrad 102, welches zusammen mit dem Zahnrad 103 an der Hülse 108 befestigt ist, welche drehbar auf der Neigungswelle 26 sitzt. Das Zahnrad 103 kämmt mit dem Zahnrad 104, das Zahnrad 105 mit dem Zahnrad 104 und ebenfalls mit dem Zahnrad 106 welches auf der Welle 110 des Eingangs-Wählschalters 97 befestigt ist. Das Überset- zungsverhältnis des Getriebes 101-106 ist so bemessen, dass auf eine Umdrehung der Welle 110 des Wählschalters eine Umdrehung des Druckrades kommt.
Die Phaseneinstellung des Kontaktarms des Schalters 97 ist so, dass er unmittelbar nach dem Drucken des Punktes für eine bestimmte Messstelle zur nächsten Messstelle weiterschaltet.
Das Übersetzungsverhälmis der Zahnräder 101 bis 105 ist so, dass eine Umdrehung des Zahnrades 105 auf zwei Umdrehungen des Druckrades 10 kommt. Wie in Zusammenhang mit den Fig. 10, 18 und 19 noch erläutert werden soll, wird die zusammen mit dem Zahnrad 105 erfolgende Drehung der Nockenscheibe 167 dazu benutzt, den Übergang vom Drucken der Punkt Kennzeichnungssymbole der Reihe 21A auf Symbole der Reihe 21B oder umgekehrt zu bewirken.
In dem beschriebenen 24-Punktschreiber ist das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 101-104 so bemessen, dass eine Umdrehung der Nockenscheibe 29, siehe Fig. 10, 12 und 13, einer Drehung des Druckrades 10 um 7500 um seine Drehachse 11, das entspricht 25 Druckvorgängen, entspricht. Die durch Schrauben 34 am Zahnrad 104 verstellbar befestigte Nockenscheibe 29 ist bezüglich ihrer Phase so eingestellt, siehe Fig. 10, 12 und 13, dass ihr Ausschnitt 30 dem am Arm 27 befestigten nockengesteuerten Glied 31 gegenübersteht, wenn sich das Druckrad 10 in der für den Druckvorgang richtigen Winkelstellung bezüglich der Achse 11 befindet.
Die an der Ritzelwelle 107 befestigte Nockenscheibe 113 ist in erster Linie dazu bestimmt, das nockengesteuerte Glied 31 nahezu aus dem Ausschnitt 30 der Nockenscheibe 29 herauszuheben, wenn das Drucken eines Kennzeichnungssymbols aus der Reihe 21A oder 21B beendet ist. Zu diesem Zweck betätigt der Nocken 113 den verstellbaren Ansatz 165 des nockengesteuerten Gliedes 31. Der Nocken 29 vollendet den Vorgang des Heraushebens und bringt den Neigungsstab 23 nach dem Drucken jeweils eines Punktes zusammen mit Punkt-Kennzeichnung wieder in die Stellung zum Drucken allein von Punkte zurück.
Zusätzlich ist der Nocken 113 so geformt, dass er die Stärke nockengesteuerten Gliedes 113 in den Ausschnitt 30 der des Einfallens des durch die Feder 166 vorgespannten Nockenscheibe 29 so regelt, dass der am Wagen 16 montierte Druckmechanismus nicht prellt oder rüttelt.
Zur Kupplung zwischen der Neigungswelle 26 und der Nockenscheibe 29, siehe Fig. 12 und 13, gehören der Arm 27, an welchem das nockengesteuerte Glied 31 mittels einer Klemmschraube i 111 in der in Fig. 20-22 dargestellten Stellung befestigt sein kann, der Arm 168, dessen Schlitz 169 das innere Ende des durch den Arm 27 hindurchgehenden Stiftes 170 aufnimmt, und der durch die Setzschraube 172 an der Neigungswelle 26 befestigte Arm 171. Der Arm 27 ist schwenkbar am äusseren Ende des Achszapfens 173 montiert, welcher an seinem inneren Ende am Seitenteil 32B des Punktschreibers befestigt ist. Das grosse, abgerundete Ende des Arms 168 ist schwenkbar im Ausschnitt 174 des Arms 171 gelagert.
Der Arm 27 ist durch eine Feder 166 in Richtung der Bewegung des Uhrzeigers aus seiner entgegengesetzten Grenzstellung weg vorgespannt. In dieser Grenzstellung wird der Arm 27 durch Anlage des nockengesteuerten Gliedes 31 an dem runden Umfangsteil der Nockenscheibe und durch Eingriff des Stiftes 170 des Arms 27 mit dem breiten Ende des Schlitzes 169 des Arms 168, siehe Fig. 16, festgehalten. Befindet sich der Arm 27 in dieser Stellung, dann ist der Arm 171 mit der Neigungswelle 26 fest verbunden, während diese Welle, die durch die Feder 28 verfedert ist, in einer Winkelstellung gehalten wird, welche einer Neigung des Druckrades um 100, siehe Fig. 4A und 4B, zum Drukken von Punkten entspricht. Bei allen im folgenden er örterten Betriebsweisen des Punktschreibers bleibt der Arm 171 an der Neigungswelle 26 in der so bestimmten Stellung befestigt.
Zur Einstellung des Punktschreibers auf Drucken allein von Punkten wird die Schraube 175, welche die Platte 176 des Druckwählers am Seitenteil 32B festhält, gelöst und die Platte 176 um den Drehpunkt 188 in die in Fig. 17 in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung geschwenkt, in der sie durch Festziehen der Schraube 175 festgeklemmt wird. Das abgebogene Ende 177 der Platte 176 wird dadurch in Eingriff mit der Buchse 178 der Platte 112 gebracht und hält den an der Platte 112 festgeklemmten Arm 27 in seiner im Gegensinne des Uhrzeigers liegenden Endstellung fest. Dadurch, dass die Arme 27 und 171 entgegen der Wirkung der Vorspannungsfeder 166 derart festgesetzt sind, kann das nokkengesteuerte Glied 31 nicht in die Ausnehmung 30 der Nockenscheibe 29 einfallen; infolgedessen wird das Drucken eines Punktes zusammen mit einem Kennzeichnungssymbol verhindert.
Für die Grenzlage des Arms 27, die entgegen dem Sinne des Uhrzeigers liegt, dient der Zwischenarm 168 einfach als Vergrösserung des inneren Endes des Drehzapfens 170 und infolgedessen hat die Winkelstellung des Arms 168 keinen Einfluss auf die Winkelstellung des Arms 171 des Neigungsstabes.
Um den Punktschreiber auf Drucken von Punkten zusätzlich mit periodischen Drucken eines Punktes mit einem Punkt-Kennzeichnungssymbol einzustellen, wird die Schraube 175 gelöst und die Wählerplatte 176 im Gegensinne des Uhrzeigers in eine Stellung geschwenkt, in welcher sie von der Buchse 178 frei geht, und durch Anziehen der Schraube 175 festgesetzt. Wenn die Wäh lerplatte sich in dieser Stellung befindet, kann der Arm 27 unter der Wirkung der Feder 166 in seine in Richtung des Uhrzeigers liegende Grenzlage schwingen, sobald das nockengesteuerte Glied 31 in die Ausnehmung der Nockenscheibe 29 fällt.
Ob sich aus dieser Bewegung des Arms 27 in Richtung des Uhrzeigers eine Bewegung des Neigungsarms 171 aus der 100-Bezugsstellung heraus im Sinne oder im Gegensinne des Uhrzeigers ergibt, hängt, wie im folgenden noch beschrieben werden soll, von der Winkelstellung des geschlitzten Zwischenarms 168 ab.
Wie in Fig. 12 und 13 dargestellt, wird ein Stift 179 am freien Ende des Arms 168 von einem Schlitz 180 im oberen Ende eines Hebels 181 aufgenommen, der zwischen seinen Enden schwenkbar am äusseren Ende eines Drehzapfens 182 gelagert ist. Das innere Ende dieses Drehzapfens 182 ist am Seitenteil 32B des Punktschreibers gelagert. Das untere Ende des Hebels 181 trägt das nockengesteuerte Glied 183, welches mit der Reihen-Wählnockenscheibe 167 zusammenwirkt, die mit dem Zahnrad 105 fest verbunden ist, welches dem Syn ehronisiergetriebe 101-106 angehört.
Sobald der Ausschnitt 30 der Nockenscheibe 29 dem nockengesteuerten Glied 31 gegenübersteht, wird der Arm 27 durch die Feder 166 in seine im Sinne des Uhrzeigers liegende Grenzstellung, siehe Fig. 18 und 19, geschwenkt, wobei der Stift 170 des Arms 27 auf den Grund am schmalen Ende des Schlitzes 169 des Arms 168 und in Richtung der Neigungswelle 26 zu liegen kommt. Wenn während dieser Bewegung des Arms 27 der Sektor 1S7B der Wählernockenscheibe 167 dem nockengesteuerten Glied 183 gegenübersteht, bewirkt die Feder 28, Fig. 10, dass sich der Neigungsstab 23 in die 00-Stellung, siehe Fig. 2A, des Druckrads bewegt, welche durch den Anschlag 71 des Gestells 28A des Punktschreibers bestimmt ist.
In diesem Falle haben die Arme 16S, 171 und 181 pral.tisch die in Fig. 18 gezeigte Stellung. Wird jedoch der Arm 27 in seine im Gegensinne des Uhrzeigers liegende Grenzstellung geschwenkt, dann steht der Sektor 167A der Nockenscheibe 167 dem nockengesteuerten Glied 183 gegen iiber und der Arm 171 an der Neigungswelle 26 wird entgegen der Wirkung der Feder 28 im Sinne des Uhrzeiger in die in Fig. 19 dargestellte Stellung geschwenkt, so dass die Vorspannungsfeder 22, siehe Fig. 3A, die Welle 11 des Dructrades in die um 20 geneigte Stellung bewegt die durch den am Wagen 16 befindlichen Anschlag 72 bestimmt ist.
Zweclis Einstellung des Mechanismus des Punktschreibers auf das Drucken einer Folge von Punkten mit gdegentlichem regelmässigem Drucken eines der Kennzeichnungssymbole 1 bis 24 der Reihe nach wird die Platte des nockengesteuerten Gliedes 31 in der in den Fig. 20-22 dargestellten Stellung am Arm 27 festgeklemmt, wobei die Klemmschraube 111 am rechten Ende des Schlitzes 114 steht.
Für die im Gegensinne des Uhrzeigers liegende Grenzstellung des Arms 27, die durch die Nockensdieibe 29 und das nockengesteuerte Glied 31, Fig. 20, bestimmt ist, befindet sich der an dem Neigungsstab 26 befestigte Arm 171, wie oben beschrieben, in einer Winkelstellung, die einer Neigung der Achse des Druckrades um 10 zum Drucken allein von Punkten entspricht. Für diese Einstellung des Arms 27 bezüglich des nockengesteuerten Gliedes 31 schwingt der Arm 171 an der Neigungswelle 26 aus der 10 - Stellung entweder in die 0 -Stellung, siehe Fig. 21, oder in die 200-Stellung, siehe Fig. 22, wenn das nockengesteuerte Glied in den Ausschnitt 30 der Nockenscheibe 29 einfällt, wie dies bereits beschrieben worden ist.
Das nockengesteuerte Glied 183, Fig. 13, besteht nicht aus einem Stück mit dem Arm 181, sondern ist ein separater Arm, der mittels einer Klemmschraube 184, die durch den Schlitz 185 hindurchgeht, am Arm 181 festgeklemmt ist. Diese Möglichkeit der Justierung gewährleistet, dass nicht der Sektor 167A der Nockenscheibe 167, sondern der Anschlag 72 am Wagen 16 die 20"- Neigung des Druckrades bestimmt.
Zur Einstellung des Mechanismus des Punktschreibers auf Drucken von Punkten stets zusammen mit den Punkt-Kennzeichnungsziffern 1 bis 24 wird die Platte 112 des nockengesteuerten Gliedes durch Losschrauben der Schraube 111 gelöst, so dass der Arm 27 durch die Feder 165 in die verschiedenen im Sinne des Uhrzeigers liegenden Grenzstellungen. die in Fig. 23 und 24 dargestellt sind, bewegt werden kann.
Befindet sich der Arm 27 in solch eir.er Grenzstellung, dann nimmt der Arm 171 eine Winkelstellung ein. welche einer Neigung der Druckradachse 11, siehe Fig. 2A und 2B, von 0' entspricht, wenn der Sektor 167B der Nockenscheibe dem nockengesteuerten Glied 183, Fig. 18, gegenübersteht, und eine Winkelstellung entsprechend einer Neigung von 20 . wenn der Sektor 167A in Kontakt mit dem nockengesteuerten Glied 183. siehe Fig. 19, steht.
Um den Mechanismus des Punktschreibers auf Drucken von 2, 3, 4, 6 oder 12 Punkten einzustellen, wird der Arm 181, siehe Fig. 25A, vom Stift 179 des Zwischenarms 168 gelöst, so dass die Neigungswelle nur zwischen der 0C-Stellung und der 10 -Stellung bewegt wird, siehe Fig. 25A und 25B. Zum Drucken allein von Punkte bei einer der angegebenen Betriebsweisen wird die Platte 176 in der in Fig. 17 gezeigten Stellung verriegelt, und der Arm 27 wird in der in Fig.
20 und 21 dargestellten Stellung an der Platte 112 festgeklemmt. Zum Drucken von Punkten fortlaufend zusammen mit den Ziffern 1 bis 12 wird der Arm 181 gelöst, siehe Fig. 25B, und die Platte 112 des nockengesteuerten Gliedes wird vom Arm 27 gelöst, siehe Fig.
23. Für das Registrieren von 2, 3, 4 oder 6 Punkten wird das 24-Punkt-Druckrad durch ein entsprechendes anderes ersetzt, zum Beispiel wird für Drucken von 3 Punkten die Folge der Ziffern 1 bis 3 viermal auf dem Umfang des Druckrades wiederholt.
In Fig. 26 ist ein Schaltschema dargestellt, das zusammen mit dem Eingangs-Wählschaher 97 des Punktschreibers für Aufzeichnung von 24. 12, 6, 4, 3 oder 2 Punkten dient. Zwölf feste Kontakte des Synchronisierschalters 97 sind jeweils mit den beweglichen Kontakten eines Zwölffach-Doppelkontakt-Relais 190 verbunden.
Für Aufzeichnung von 24 Punkten werden die normalerweise geschlossenen Kontakte des Relais 190 über den Verteiler 191A mit der Kontaktgruppe 192A einer Eingangs-Relaistafel 193 verbunden und die normalerweise offenen Kontakte des Relais l90 über den Verteiler 191 B mit der Kontaktgruppe 192B einer zweiten Eingangs-Relaistafel 194B verbunden. Für Drucken von 12, 6, 4 3 oder 2 Punkten wird der Kontakt 24 in der geöffneten Stellung gelassen, wodurch der nockengesteuerte Schalter 200 unwirksam gemacht und der Verteiler 191A an ?ie entsprechende der anderen Kontaktgruppen 192A6. 192A-4, 192A3 und 192A bis 2 der Eingangs-Relaistafel 193A geschaltet wird.
Demgemäss werden bei nicht beanschlagtem Relais 190, siebe Fig. iO und 26, die Eingangsrelais K1 bis K12 der Reihe nach beaufschlagt. wenn der Kontaktarm 99 des Eingangs-Wählschalters 97 der Reihe nach auf die zwölf festen Kontakte dieses Schalters zu stehen kommt. Bei Beaufschlagung der Eingangsrelais K1 bis K12 wird der jeweils zugehörige Messwandler T1 bis T12 an den Brückenkreis 150 angeschlossen.
Bei beaufschlagtem Relais 190. siehe Fig. 10 und 26, werden die Eingangsrelais K13 bis K24 der Reihe nach beaufschlagt. wenn der Kontaktarm 99 des Schalters 97 der Reihe nach auf die zwölf festen Kontakte dieses Schalters zu stehen kommt. Bei Beaufschlagung eines jeden der Eingangsrelais K13 bis K24 wird jeweils der zugehörige Umwandler T13 bis T24 an den Brückenkreis 150 angeschlossen.
Wenn der Punktschreiber für Zwecke eines Alarms oder der Regelung benutzt werden soll, werden die Kommutator-Relais KC1 bis KC12 parallel zu den Eingangsrelais K1 bis K12 geschaltet, und zwar über das Kabel 194A und Kontakte der Kommutator-Relaistafel 1 95A. Entsprechend werden die Kommutator-Relais KC13 bis KC24 parallel zu den Eingangsrelais K13 bis K24 geschaltet. und zwar über das Kabel 194B und Kontakte der Kommutator-Relaistafel 195B. Der Kon takt eines jeden Kommutator-Relais dient zusammen mit einem Umschalter 96, der über die Abgleichwelle 90 des Punktschreibers durch eine Nockenscheibe gesteuert wird, für Alarm- oder Regelzwecke. Verschiedene hierfür brauchbare Alarm- und Regelkreise sind im Patent Nr. 433 787 beschrieben.
In Fig. 10 ist der Klarheit halber lediglich ein einziger nockengesteuerter Umschalter 196 dargestellt.
Zum Drucken von 24 Punkten wird der Schalter 24, Fig. 26, in der geschlossenen Stellung gelassen, so dass das Relais 190 vermittels des Schalters 200 und der Nockenscheiben 201 und 202, welche über das Zahnrad 105 angetrieben werden, beaufschlagt bzw. abgeschaltet wird. Durch die Nockenscheiben 201 und 202 wird einzeln die Winkelstellung der nockengesteuerten Platten 203 bzw. 204 bezüglich deren Schwenkachse eingestellt, die durch den am Seitenteil 32B des Punktschreibers befestigten Wellenzapfen 205 gebildet wird.
Die Nockenscheibe 201, welche kreisförmig und zu ihrer Drehachse exzentrisch angeordnet ist, liegt in dem gabelförmigen Ende 206 der nockengesteuerten Platte 203, siehe Fig. 27 und 28. Die Nockenscheibe 202, die zwei Grundradien und eine einzige scharfe Ecke 199 hat, wird umfasst von den Nasen 207 und 208 der nockengesteuerten Platte 204. Die gerade Entfernung zwischen den Nasen ist nahezu gleich der Summe der Grundradien der Nockenscheibe 202. An dem Ansatz 209 der Platte 204 ist verstellbar ein kleiner Permanentmagnet 215 befestigt.
Wird die Platte 204 im Gegensinne des Uhrzeigers in eine Stellung gedreht, in welcher der Magnet 215 nahe genug am magnetischen Anker des Schalters 200 steht, dann werden die normalerweise geöffneten Kontakte des Schalters 200 geschlossen; umgekehrt werden, wenn die Platte 204 im Sinne des Uhrzeigers vom Schalter 200 weggeschwenkt wird, die Kontakte des Schalters 200 vom Magneten freigegeben, so dass sie in die geöffnete Stellung zurückkehren.
Das obere Ende der Feder 210 ist über die oberen Haken 211 und 212 der Platten 203 und 204 gehakt und ihr unteres Ende über die Haken 213 und 214 dieser Platten. Bei jeder Umdrehung der Nockenscheibe 201 macht die Platte 203 einen vollständigen Sinuswellenzyklus, siehe Kurve A in Fig. 30, zwischen der linken und rechten Grenzlage seiner Bewegung unter der Spannung der Feder 210. Bei jeder Umdrehung der Nockenscheibe 202 bewegt sich die Platte 204 sprunghaft in die rechte Grenzlage, bleibt in dieser während einer halben Umdrehung der Nockenscheibe 202, bewegt sich sprunghaft in die linke Grenzstellung und bleibt dort während der nächsten halben Umdrehung der Nockenscheibe 202, siehe Kurve B, Fig. 30.
Speziell für die in Fig. 31A dargestellte Winkelstellung der Nockenscheiben 201 und 202 befindet sich die Platte 203 in der rechten Grenzlage ihrer Bewegung, wobei der Schalter 200 den elektrischen Kreis schliesst.
Die Vorspannung der Feder 210 wirkt zwischen dem oberen Haken 212 der Platte 204 und dem unteren Haken 213 der Platte 203. Innerhalb der nächsten Grade der Nockenbewegung läuft der Finger 208 von der scharfen Ecke 199 der Nockenscheibe 202 herunter, und die Platte 204 wird durch die Feder 210 schnell in die rechte Grenzlage, siehe Fig. 31B, befördert. Infolgedessen wird der Magnet 215 schnell vom Schalter 200 weggezogen und dieser geöffnet.
Speziell in der in Fig. 32A dargestellten Winkelstellung der Nockenscheiben 201 und 202 befinden sich die Platte 203 in ihrer linken Grenzlage und die Platte 204 in ihrer rechten Grenzlage ihrer Bewegung, wobei der Schalter 200 den elektrischen Kreis unterbricht. Die Kraft der Feder 210 wirkt nun zwischen dem oberen Haken 211 der Platte 203 und dem unteren Haken der Platte 204. Innerhalb der nächsten Grade der Bewegung der Nockenscheibe läuft der Finger 207 von der scharfen Ecke 199 der Nockenscheibe 202 ab, und die Platte 204 wird durch die Feder 210 plötzlich nach ihrer linken Grenzlage hin gedreht, siehe Fig. 32B. Infolgedessen wird der Magnet 215 schnell auf den Schalter 200 hin bewegt und schliesst ihn.
Wie bereits gesagt, sollte der Kontaktarm 99 des Synchronisierschalters 97 unmittelbar nach einem Druckvorgang von einem festen Kontakt zum nächsten gehen. Wenn der durch die Nockenscheiben 201 und 202 gesteuerte Schalter 200 seinen Zustand nicht genau in 1800-Abständen und in genauem Synchronlauf mit dem Kontaktarm 99 ändert, dann existiert ein Intervall, in welchem der Messwandler während des Überganges vom Punkt Nr. 12 zum Punkt Nr. 13 und vom Punkt Nr. 24 zum Punkt Nr. 1 nicht der gedruckten Punkt Kennzeichnung entspricht.
Um eine solche Fehlangabe beim Übergang zu vermeiden, ist die Drehachse der Platten 203 und 204 bezüglich ihres Abstandes von der Drehachse der Nockenscheiben 201 und 202 so justiert, dass die Stellen, an welchen die Finger 207 und 208 von der Nockenscheibe fallen, um genau 1800 auf dem Kreise, den die Ecke 199 beschreibt, voneinander entfernt sind. Eine derartige Justierung lässt sich dadurch ausführen, dass das Loch, welches die Klemmschraube zum Feststellen der Welle 182 am Teil 32B aufnimmt, aus der Achse der Welle herausgerückt wird. Der vergrösserte konzentrische Teil 186 der Welle 182 dient als Halterung für die Platten 203 und 204.
Es sei bemerkt, dass die gegenseitige Winkellage der Nockenscheiben 167 und 202 derart ist, dass eine Umschaltung des Schalters 200 mit einem entsprechenden Lagewechsel des nockengesteuerten Gliedes 183 des Druck-Wählmechanismus zusammenfällt. Wenn einmal die vorgenannte 1800-Symmetrie der Funktion des Schalters 200 erreicht ist, kann der Schalter 97 gegen über seiner Antriebswelle 110 gedreht werden, um die Funktion der Schalter 97 und 200 in Phase zu bringen.
Dann wird die Phase des Druckrades 10 durch Ände- rung der Winkelstellung des Zahnrades 101 gegenüber dem Ritzel 45 so eingestellt, dass der Druckvorgang beendet ist, bevor der Kontaktarm 99 des Schalters 97 sich zum nächsten festen Kontakt weiterbewegt.