CH501418A - Sicherheits-Skibindung - Google Patents
Sicherheits-SkibindungInfo
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Description
Sicherheits-Skibindung Die Erfindung betrifft eine bei übermässiger Frontalbeanspruchung selbsttätig entgegen einem einstellbaren Federdruck auslösende Sicherheits-Skibindung mit einem durch ein Spannmittel gespannten Zugkabel. Bekannt sind Sicherheits-Skibindungen, die bei übermässiger Frontalbeanspruchung entgegen einem einstellbaren Federdruck selbsttätig auslösen. Hierbei wird von zwei eingespannten Kabelenden nur eines freigegeben. Vorliegender Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, rund um den Absatz bzw. die Stiefelsohle herum unter Vermeidung jeglicher unsymmetrischer Zugwirkung ein völlig gleichmässiges und schlagartiges Freigeben der Bindungsteile im Auslösungsfalle zu erzielen, wobei ausserdem der Skistiefel in weitem Ausmass freigegeben werden soll. Gelöst wurde diese Aufgabe bei einer Sicherheits Skibindung der eingangs erwähnten Art dadurch, dass ein feststehender, die Zugkabelenden aufnehmender Teil in gelenkiger Verbindung einen sich am Skistiefelabsatz oder an der Sohle abstützenden Schwenkteil aufweist. In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Weise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Sicherheits-Skibindung in Gebrauchsstellung, Fig. 2 dasselbe in Auslösestellung, Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 1, Fig. 4 eine weitere Ausführungsform in Draufsicht, Fig. 5 einen Teil-Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform. Gemäss den Fig. 1 und 2 ist die Sicherheits-Auslösevorrichtung in Gebrauchsstellung durch die über Tiefzughaken 13 geführten Zugkabel 12 mit einer nicht dargestellten Spannvorrichtung verbunden. Die Enden der Zugkabel 12 sind über Halterungen 11 mit einem starren Rahmen 3 verbunden, in welchem ein Fersenbzw. Sohlenhalter 2 längsverschiebbar geführt und um eine horizontale Achse 5 verschwenkbar ist. Die Längsführung des Fersen- bzw. Sohlenhalters 2 im Rahmen 3 erfolgt auf der Grundplatte 15 des Rahmens sowie an dessen Seitenteilen (3) und in den die Fersenhalter Platte 2 übergreifenden Führungsklauen 4. Der Fersenbzw. Sohlenhalter 2 ist seinerseits mit einer sich beim Verschwenken mitdrehenden Jochplatte 6 durch Führungsbolzen 10 verbunden, die im Fersenhalter 2 eingeschraubt sind, Bohrungen des Joches 6 gleitend durchsetzen und zugleich als Widerlager für die Druckfeder 8 bei Nichtgebrauch der Skibindung bzw. in Auslösestellung dienen. Die zur Einstellung des Auslösedruckes dienende Druckfeder 8 stützt sich einerseits auf der Gewindespindel der Verstellschraube 7, also mittelbar auf dem verschwenkbaren Joch 6 und anderseits in der Bohrung 9 des Fersenhalters 2 ab. Bei normalem Gebrauch der Skibindung stützt sich der im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Fersenhalter ausgebildete Schwenkteil 2 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise im Fersenbereich des teilweise dargestellten Skistiefels 17 ab. Der sich im Fersenbereich abstützende Teil 2 ist mit wulstartigen Anschlägen 24 und 25 versehen, wodurch der Vorteil erzielt wird, dass die Winkellage im Gebrauch der Sicherheits-Skibindung stets gesichert ist. Dadurch wird die Auslösefunktion zuverlässig gewährleistet. In der aus Fig. 1 ersichtlichen Gebrauchslage ist der Fersenhalter 2 durch die Führungsklauen 4 am Verdrehen gehindert und nur in gewissen Grenzen gegen über dem Rahmen 3 längsbeweglich. Bei übermässiger Beanspruchung der Zugkabel 12 bewegt sich zufolge der veränderten Lage des Skistiefels der verschwenkbare Teil 2 im Rahmen 3 entgegen dem Druck der Feder 8 in Richtung a, so weit, bis die Führungsklauen 4 die Auslöseabsätze 16 des verschwenkbaren Teiles 2 freigeben. In diesem Augenblick schwenkt letzterer zufolge des tieferliegenden Kraftangriffs der Zugkabel 12 schlagartig in Pfeilrichtung b nach oben und gibt den Skistiefel vollkommen frei. Die Auslösestellung ist in Fig. 2 angedeutet. Je nach den in der Praxis anzuwen denden Ausmassen der zusammenwirkenden Teile kann ein verhältnismässig grosser Auslöseweg erzielt werden. Das Wiederschliessen der gelösten Bindung erfolgt durch Druck auf den ausgeschwenkten Teil bis zur Verrasterung, wobei dieser Druck mit dem Skistiefel erfolgen kann. Für den Schliessvorgang ist der Fersenhalter mit seitlichen, beim Wiedereinrasten sich an den Führungsklauen 4 abstützenden Gleitkurvenflächen 14 versehen. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 4 gezeigt. Hier werden anstelle einer in Skilängsrichtung verlaufenden Druckfeder querverlaufende Druckfedern 23 angewendet, die auf Rastkugeln 18 wirken, welche sich am feststehenden Teil 3a der Auslösevorrichtung abstützen. Anstelle des vorher aussen wendeten Joches 6 ist bei dieser Ausführungsform lediglich eine Drehachse 5a vorgesehen, um die der Fersenhalter 2 nach oben ausschwenkbar ist. Der Anpressdruck der beidseitigen Rastkugeln 18 ist durch ein mittig angeordnetes, mit Rechts- und Linksgewinde versehenes, von aussen zu verdrehendes Verstellrad 20 oder dergleichen einstellbar. Das Wiedereinrasten nach erfolgter Auslösung geschieht bei dieser Ausführungsform lediglich durch Zurückdrücken in die durch die Rastkugeln 18 fixierte Gebrauchslage, was ebenfalls mittels des Skistiefels erfolgen kann. Das Ausmass der Verstellung der auf die Druckfedern 23 wirkenden Gewindebüchsen 19 wird durch nach aussen ragende, in Schlitzen 22 des Fersenhalters 2a geführte Gleitstifte 21 sichtbar gemacht. Wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, sind weitere Ausführungsformen des Erfindungsgedankens möglich. Hier ist in einem vertikalen Teillängsschnitt lediglich der ausschwenkbare Sohlenhalter 2 und ein Teil des feststehenden Rahmens 3 in Gebrauchslage dargestellt. Anstelle der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Führungsklauen bzw. Kugelrasterungen ist der ausschwenkbare Sohlenhalter 2 mit feststehenden Haltevorsprüngen 27 versehen, auf denen ein im Lager 28 des feststehenden Rahmens 3 ausschwenkbarer Arretierhaken 29 gleitet oder mittels Rollen 26 geführt ist. Der Arretierhaken 29 ist unter der Einwirkung einer - nicht dargestellten - Rückholfeder (z. B. Achsfeder) dauernd in Anschlagstellung (Pfeilrichtung d) gedrückt. Beim Auslösevorgang, d. h. nach entsprechend weiter Verschiebung des Sohlenhalters 2 in Pfeilrichtung c, gleiten die Rollen 26 des Arretierhakens über die Haltevorsprünge 27 ab und geben den Sohlenhalter 2 plötzlich frei, so dass er in Pfeilrichtung b ausschwenken kann. Hierdurch ist die Bindung gelöst. Soll sie wieder in Gebrauchslage gebracht werden, so geht in der erwähnten Weise das Zurückdrücken des schwenkbaren Sohlenhalters 2 entgegen der Pfeilrichtung b vor sich. Hierbei gleiten zunächst die unteren Kurvenflächen 14a der Haltevorsprünge 27 auf den Rollen 26 des Arretierhakens 29 ab, bis ein Wiedereinschnappen in die gezeichnete Gebrauchslage erfolgt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHBei übermässiger Frontalbeanspruchung selbsttätig entgegen einem einstellbaren Federdruck auslösende Sicherheits-Skibindung mit einem durch ein Spannmittel gespannten Zugkabel, dadurch gekennzeichnet, dass ein feststehender, die Zugkabelenden aufnehmender Teil (3) in gelenkiger Verbindung einen sich am Skistiefelabsatz oder an der Sohle abstützenden Schwenkteil (2) aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in einem starren, die Zugkabel-Enden haltenden Rahmen (3) ein Fersen- bzw.Sohlenhalter (2) in Führungsklauen (4) des Rahmens längsbeweglich geführt und um eine horizontale Achse (5) des Rahmens verdrehbar ist.2. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Drehachse als Joch (6) ausgebildet ist, indem der Fersen- bzw. Sohlenhalter (2) mittels Bolzen (10) unter gleichzeitiger Anschlagbegrenzung längsgeführt ist und an dem sich die in Skilängsrichtung verlaufende, sich ebenfalls mitdrehende Einstelldruckfeder (8) ab stützt.3. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersen- bzw. Sohlenhalter mit seitlichen, beim Wiedereinrasten sich an den Führungsklauen abstützenden Gleitkurvenflächen (14) versehen ist.4. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkteil (2) durch quer zur Skilängsachse angeordnete, in Gebrauchslage in den feststehenden Teil eingreifende, unter Federdruck stehende Rastkugeln (18) gehalten ist.5. Sicherheits-Skibindung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpressdruck der beidseitigen Rastkugeln (18) durch ein mittig angeordnetes, mit Rechts- und Linksgewinde versehenes Verstellrad (20) einstellbar ist.6. Sicherheits-Skibindung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmass der Verstellung durch nach aussen ragende, in einem Schlitz (22) geführte Gleitstifte (21) sichtbar ist.7. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ausschwenkbare Sohlenhalter (2) mit feststehenden Haltevorsprüngen (27) versehen ist, auf denen ein in einem Lager (28) des feststehenden Rahmens (3) ausschwenkbar gelagerter Arretierhaken (29) gleitend oder mittels Rollen (26) geführt ist.8. Sicherheits-Skibindung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorsprünge (27) auf ihrer Unterseite eine kurvenförmige Auflauffläche (14a) aufweisen.9. Sicherheits-Skibindung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Arretierhaken (29) unter der Einwirkung einer Rückholfeder dauernd in Anschlagstellung gedrückt ist.10. Sicherheits-Skibindung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der sich auf dem Skistiefel abstützende, verschwenkbare Fersen- bzw. Sohlenhalter (2) mit die Winkellage sichernden Anschlagwulsten (24, 25) versehen ist.
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| CH1341968A CH501418A (de) | 1967-10-03 | 1968-09-06 | Sicherheits-Skibindung |
Country Status (2)
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-
1968
- 1968-09-06 CH CH1341968A patent/CH501418A/de unknown
Also Published As
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| DE1578996A1 (de) | 1971-08-12 |
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