CH498930A - Verfahren zur Herstellung eines zur Geschmacks-Verstärkung von Milchprodukten oder anderen milchhaltigen Lebensmitteln fähigen Enzyms - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Geschmacks-Verstärkung von Milchprodukten oder anderen milchhaltigen Lebensmitteln fähigen Enzyms

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CH498930A
CH498930A CH378668A CH378668A CH498930A CH 498930 A CH498930 A CH 498930A CH 378668 A CH378668 A CH 378668A CH 378668 A CH378668 A CH 378668A CH 498930 A CH498930 A CH 498930A
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enzyme
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CH378668A
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Mukai Noboru
Kawaai Masanobu
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Kyowa Hakko Kogyo Kk
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23C13/00Cream; Cream preparations; Making thereof
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    • A23C19/06Treating cheese curd after whey separation; Products obtained thereby
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Description


      Verfahren    zur Herstellung eines zur     Geschmacks-Verstärkung    von Milchprodukten  oder anderen milchhaltigen     Lebensmitteln    fähigen     Enzyms       Es ist bekannt, den Geschmack von unreifem Käse,  welcher durch Zugabe einer Starterkultur und von Lab  ferment zu pasteurisierter nichtmenschlicher Tiermilch  und Abtrennung der dabei gebildeten Molke vorn ent  standenen Käsebruch erhalten wurde, dadurch zu ver  stärken, dass man ihn in einem Reiferaum bei 5 bis  15  C während     etwa    4 bis 6 Monaten reifen lässt. Je  nach der Käseart kann die Reifung auch sehr lange,  z. B. bis zu 2 Jahren, dauern. Dieses Verfahren benötigt  daher eine lange Reifezeit und ist ausserdem teuer und  wenig leistungsfähig.  



  Auch andere Milchprodukte werden zur Entwicklung  ihres spezifischen Geschmacks während ihrer Herstel  lung einer mehr oder weniger langwierigen Reifung un  terworfen; auch diesen Verfahren haften die erwähnten  Nachteile an.  



  Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile zu besei  tigen und ein Verfahren zur Herstellung eines Enzyms zu  schaffen, durch dessen Zusatz der Geschmack von Milch  produkten, wie Käse, Butter, Milchgetränken, Rahm,  Pulver- oder Kondensmilch, in kürzerer Zeit und auf  einfachere Weise verstärkt werden kann als bisher.  



  Es wurde nun gefunden, dass man ein zur Ge  schmacksverstärkung von Milchprodukten fähiges En  zym herstellen kann, indem man Organismen der Klasse  Basidiomycetes in bzw. auf einem eine assimilierbare  Kohlenstoffquelle und Stickstoffquelle enthaltenden flüs  sigen oder festen Kulturmedium züchtet, das Enzym in  diesem anreichert und daraus gewinnt.  



  Geeignete Organismen der Klasse Basidiomycetes  sind z. B.:  
EMI0001.0005     
  
    Gattung <SEP> Species <SEP> Hinter  legungs-Nr.
<tb>  Fomitopsis <SEP> Fomitopsis <SEP> pincola <SEP> ATCC <SEP> 20036
<tb>  <I>(Fr) <SEP> Karst</I>
<tb>  Irpex <SEP> Irpex <SEP> lacteus <SEP> IFO <SEP> 5367
<tb>  Lenzites <SEP> Lenzites <SEP> saepiaria <SEP> ATCC <SEP> 9419       Die erwähnten Organismen benötigen ein Nährme  dium.  



  Die Organismen der Klasse Basidiomycetes werden  zweckmässig in einem flüssigen Medium unter Belüf  tung und Rühren kultiviert, doch können auch feste  Medien verwendet werden.  



  Man kann in der Regel irgendein Kulturmedium ver  wenden, das eine assimilierbare Kohlenstoffquelle und  Stickstoffquelle enthält. Bevorzugte Kohlenstoffquellen  sind z. B.: Stärke, Dextrin, Saccharose, Lactose, Maltose,  Glucose, Abfallmolasse, Abfallflüssigkeit der Holzver  zuckerung. Bevorzugte Stickstoffquellen sind z. B.: Am  moniumsalze, Nitrate, Maisquellwasser,     Peptone,    Fleisch  extrakt, Sojabohnenpulver, Weizenkleie, Hefe, Hefeex  trakt, Harnstoff.     Gewünschtenfalls    können dem Kultur  medium verschiedene andere organische oder anorgani  sche Stoffe zugegeben werden, z. B.     Calcium-,    Magne  sium-, Natrium-, Zink-, Kupfer-,     Eisenmalze.    Es können  auch Mikronährstoffe, z. B.

   Vitamine, verschiedene  wachstumsfördernde Substanzen, Puffersubstanzen usw.  zugegeben werden.  



  Die Züchtung erfolgt zweckmässig bei einem     pH    von  2 bis 7 und bei einer Temperatur von etwa 20 bis 38  C,  vorzugsweise 28 bis 34  C. Die Anreicherung des En  zyms im Kulturmedium erreicht in der Regel nach 3 bis  10 Tagen Kulturdauer ein Maximum.  



  Da nichtmenschliche Tiermilch oder deren Verarbei  tungsprodukte im allgemeinen verschiedene für die  Züchtung der in Frage stehenden Organismen nützliche  Nährstoffe enthalten, ist es auch möglich, diese, zum Bei  spiel nichtmenschliche Tiermilch selbst, unter Zugabe  geeigneter Nährstoffe, wachstumsfördernder Substanzen,  Aktivatoren für das Enzym usw., als Kulturmedien zu  verwenden. In diesem Falle kommt das geschmacksver  stärkende Enzym ohne zusätzliche Behandlung von selbst  in Berührung mit dem zu     behandelnden    Milchprodukt,  z. B. nichtmenschlicher Tiermilch, wodurch mit fort  schreitender Züchtung der Geschmack des letzteren ver  stärkt wird.  



  Das angereicherte Enzym kann aus einem festen Kul  turmedium beispielsweise durch Extraktion mit Wasser      oder     einem    wasserlöslichen Lösungsmittel extrahiert  werden. Aus einem flüssigen Kulturmedium kann man  die enzymhaltige Lösung z. B. durch Filtration oder     Zen-          trifugation    gewinnen. Die Lösung oder das Filtrat oder  Zentrifugat kann dann auf geeignete Weise konzentriert  werden, gewünschtenfalls bis zum Feststoff, z. B. durch  Ausfällen mit einem organischen Lösungsmittel,     Gussal-          zen,    Konzentration im Vakuum, Behandlung mit     Cellu-          lose-Ionenaustauschern    usw.

   Gemäss einer bevorzugten  Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens  wird die enzymhaltige Lösung von den übrigen Bestand  teilen des Kulturmediums abfiltriert; dann wird ein an  organisches Salz, z. B. Ammoniumsulfat, und/oder ein  organisches Lösungsmittel, wie ein Alkohol, z. B. Me  thanol, Äthanol, Isopropanol, oder Aceton, zugegeben.  Die Menge der Zusätze hängt von deren Art, den Züch  tungsbedingungen und anderem mehr ab. Es ist jedoch  möglich, Niederschläge zu erhalten, welche das ge  schmackverstärkende Enzym zusammen mit verschiede  nen Verunreinigungen enthalten, indem man Ammo  niumsulfat (etwa 50 bis 75 Gew.-% der Sättigungsmen  ge) oder ein geeignetes wasserlösliches Lösungsmittel  (etwa 150 bis 250 Vol.-%) zugibt. Aus der verbleibenden  Lösung können lösliche Verunreinigungen entfernt wer  den.

   Die erhaltenen Niederschläge können nach der Kon  zentration im Vakuum getrocknet oder gefriergetrocknet  werden. Die erhaltene Substanz, im folgenden als     enzym-          haltiges    Material bezeichnet, enthält das     erfindungsge-          mässe    herzustellende Enzym und kann ohne weitere  Nachbehandlung zur Geschmacksverstärkung von Milch  produkten verwendet werden. Gewünschtenfalls kann sie  jedoch bis zum Erhalt eines Enzyms hoher Reinheit  weiter gereinigt werden.  



  Das so erhaltene Enzym kann ohne weiteres zur Ge  schmacksverstärkung von Milchprodukten und anderen  milchhaltigen Lebensmitteln, wie Schokolade, Kuchen,  Säuglingsnahrung, Eiscreme, Margarine usw. verwendet  werden.    <I>Beispiel 1</I>  Ein flüssiges Kulturmedium (201), das Saccharose  (5 Gew.-%), Maisquellwasser ( Gew.-%), Hefeextrakt  (0.03 Gew.-%) und geringe Mengen anorganischer Salze  enthielt, wurde auf ein pH von 5,0 eingestellt. Nach Ste  rilisation wurde das Medium mit einem Stamm von  Fornitopsis pincola (Fr) Karst (ATCC 20036) geimpft  und während 120 Stunden bei 30  S, 400 U/min und  einer Belüftung von 151/min gezüchtet. Durch Filtration  wurden die Zellkörper aus dem Kulturmedium entfernt.  Zum Filtrat wurde Ammoniumsulfat (70% der Sätti  gungsmenge) zugegeben, wobei Niederschläge erhalten  wurden.

   Diese wurden dann zentrifugiert und gefrier  getrocknet, wobei ein     enzymhaltiges    Material erhalten  wird.  



  Dieses wurde darauf zu in herkömmlicher Weise her  gestelltem Käsebruch (0,5 Gew.-%) zugegeben. Nach  2stündigem Rühren bei 15  C wurde ein     angenehmer     Käse erhalten, dessen Geschmack dem von in herkömm  licher Weise gereiftem Käse entsprach.    <I>Beispiel 2</I>  Ein Stamm von Irpex laeteus (IFO 5367) wurde in  einem gleichen Medium und unter gleichen Bedingun  gen wie in Beispiel 1 gezüchtet und zur Entfernung der  Zellkörper filtriert. Das Filtrat wurde wie in Beispiel 1  mit Ammoniumsulfat behandelt, wobei ein das Enzym  enthaltendes Material erhalten wurde.

   Ein sterilisierter    Rahm (Fettgehalt ca. 35 Gew.-%) wurde mit dem     en-          zymhaltigen    Material (0,13 Gew.-%) und mit Milchsäure  versetzt, wobei     ein    Säuregrad von     0,150"/0,    berechnet als  Milchsäure, erhalten wurde. Das Gemisch wurde bei  37  C während etwa 4 Stunden gut gerührt; dann wurde  daraus in herkömmlicher Weise eine Süssrahmbutter her  gestellt. Die Butter wies einen guten     Geschmack    auf, der  demjenigen von Butter, welche aus in herkömmlicher  Weise gereiftem Rahm hergestellt wurde, sehr ähnlich  war.    <I>Beispiel 3</I>  Es wurde auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise  und unter Verwendung desselben Organismus eine Züch  tung durchgeführt.

   Die Zellkörper wurden durch Filtra  tion abgetrennt. Das Filtrat wurde mit Isopropanol  (200 Vol.-% versetzt; dabei wurden Niederschläge erhal  ten, die zentrifugiert und im Vakuum bei einer Tempe  ratur unterhalb 5  C sterilisiert wurden. Man erhielt eine  enzymhaltige Substanz.  



  Ein Vollmilchpulver wurde mit Wasser zu einer  40 gew.-%igen Lösung verdünnt und bei 90  C während  5 Minuten sterilisiert. Nach dem Abkühlen auf 35  C  wurde die Lösung mit dem enzymhaltigen Material  (0,5 Gew.-%) versetzt. Das Gemisch wurde während  etwa 2     V2    Stunden unter gelindem Rühren auf 35  C ge  halten. Die Reaktion wurde durch 15minütiges Erhitzen  auf 80  C abgebrochen. Sprühtrocknen mittels Luft von  <B>100</B> bis 110  C ergab ein pulverförmiges Produkt mit  einem starken Geschmack, der demjenigen von in her  kömmlicher Weise gereiftem Käse entsprach. Bei Zugabe  der so erhaltenen enzymhaltigen Substanz in einer Menge  von 0,1 bis 2 Gew.-% zu Schokolade, Kuchen, Säug  lingsnahrung usw. wurde ein angenehmer Geschmack  erzeugt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines zur Geschmacks- Verstärkung von Milchprodukten oder anderen milch- haltigen Lebensmitteln fähigen Enzyms, dadurch gekenn zeichnet, dass man Organismen der Klasse Basidiomyce- tes in bzw. auf einem eine assimilierbare Kohlenstoff quelle und Stickstoffquelle enthaltenden flüssigen oder festen Kulturmedium züchtet, das Enzym in diesem an reichert und daraus gewinnt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Nährmedium benötigende Orga nismen verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Organismen der Gattungen Fomitop- sis, Irpex oder Lenzites oder Mutanten von solchen, ver wendet. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man Organismen der Arten Fomitopsis pincola <I>(Fr) Karst</I> (ATCC 20036), Irpex lactus (IFO 5367) oder Lenzites saepiaria (ATCC 9419) oder deren Mutanten verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Organismen in einem flüssigen Kulturmedium bei einem pH von 2 bis 7 und einer Tem peratur von 20 bis 38 C während 3 bis 10 Tagen unter Belüftung züchtet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Enzym aus dem Kulturmedium gewinnt, indem man bei einem flüssigen Kulturmedium dieses filtriert oder zentrifugiert und bei einem festen Kulturmedium dieses mit Wasser oder einem wasserlös lichen Lösungsmittel extrahiert und den Extrakt filtriert oder zentrifugiert, anschliessend das Filtrat bzw.
    Zentri- fugat mit einem anorganischen Salz und/oder einem or ganischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel ver setzt und den gebildeten, das Enzym enthaltenden Nie derschlag gewinnt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man als anorganisches Salz Ammonium sulfat verwendet. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Me thanol, Äthanol, Isopropanol, Aceton oder deren Ge mische verwendet. B. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man den Niederschlag zu einem enzym- haltigen Material trocknet, das man gegebenenfalls wei ter reinigt.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebene Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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DE3106250C2 (de) * 1981-02-20 1983-10-13 Dr. Otto Suwelack Nachf. GmbH & Co, 4425 Billerbeck Verfahren zur Herstellung von aromahaltigen Lebensmittelprodukten und deren Verwendung
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