CH482159A - Vorrichtung zur kontinuierlichen Entwässerung von Aluminiumfluoridhydraten - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Entwässerung von AluminiumfluoridhydratenInfo
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Description
Vorrichtung zur kontinuierlichen Entwässerung von Aluminiumfluoridhydraten Es ist bekannt, dass man zur Entwässerung von Aluminiumfluoridhydraten Wirbelschichtvorrichtungen mit Aussenbeheizung einsetzen kann. Dabei ist es aber sehr wichtig, dass das zu entwässernde Hydrat innerhalb weniger Sekunden auf die gewünschte Temperatur ge bracht wird. Denn nur dann kann eine Abspaltung von Fluorwasserstoff durch Hydrolyse während des Aufheiz- vorganges verhindert werden und damit ein Aluminium fluorid hoher Reinheit erhalten werden.
Die Calcination von feuchtem Aluminiumfluoridhy- drat erfordert eine Wärmemenge von ca. 1150 kcal je Kilogramm Fertigprodukt. Da die notwendige Endtempe- ratur bei der Calcination aber etwa 600 C beträgt, müssen die Wände, die ja die Wärme an die Wirbel schichtteilchen übertragen sollen, eine Temperatur von 650 bis 800 C aufweisen.
Bei diesen Temperaturen haben aber nur mehr weni ge technisch verwendbare Werkstoffe die notwendige chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit. Als brauchbare Werkstoffe kommen also nur mehr hoch legierte Chrom-Nickelstähle in Betracht. Diese haben aber den grossen Nachteil einer erhöhten Sprödigkeit, besonders an gekrümmten und geschweissten Stellen, was sich besonders bei den Schweissstellen an der beheizten Wand auswirkt, bei den Wärmeausdehnungen aufgrund des Durchmessers des Apparates eine wesentliche Rolle spielen.
Diese Nachteile werden bei einer Vergrösserung der Anlage, verbunden mit einer des Durchmessers des Wirbelschichtofens wirksam. Ausserdem ist bei grösse- rem Durchmesser nicht mehr gewährleistet, dass das gesamte Produkt innerhalb weniger Sekunden auf die Temperatur von 600 C gebracht wird.
Allgemein kann gesagt werden, dass an eine Vorrich tung zur Calcination von Aluminiurnfluorid die Forde rung gestellt wird, bei möglichst kleinem Volumen und damit kleiner Verweilzeit des Produktes die erforderliche Heizfläche unterbringen zu können, wobei auf die Eigen schaften der verfügbaren Werkstoffe Rücksicht genom men werden muss.
Eine direkte Beheizung der Wirbelschicht scheidet aus chemischen Gründen aus, und die durch eine Über- hitzung des Wirbelgases zuführbare Wärmemenge ist für den vorliegenden Fall zu gering, so dass das Prinzip der Heizung mit beheizten Flächen nicht verlassen werden kann.
Es ist auch schon bekannt, Wirbelschichten durch Heizkörper, sogenannte Strahlrohre, mit einem Gas- oder Ölbrenner an einem Ende zu beheizen, die in die Wirbelschicht hineinragen. So ist z.B. eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der ein ausserhalb der Wirbel schicht gas- oder ölbeheiztes Strahlrohr in zwei Windun gen die Wirbelschicht durchsetzt, wobei die Krümmun gen jeweils ausserhalb der Wirbelschicht liegen. Dies bedingt, dass das Strahlrohr an z.B. 6 Stellen im Ofen mantel gelagert sein muss und dadurch, dass es stärker erhitzt wird als der Ofenmantel selbst, starke Spannungen an diesen Durchtrittsstellen auftreten.
Ferner wurden Wirbelschichten auch schon durch direkt in der Wirbelschicht liegende Brennkammern erhitzt, was zu einer starken örtlichen Überhitzung in der Brennkammer im Vergleich zu den Gaszu- und -ableitun- gen führt.
In der Metallindustrie sind für Wärmebehandlungs- öfen, z.B. Durchlauföfen - also zur Aufheizung der Ofenatmosphäre - sogenannte Mantelstrahlrohre bekannt (Gaswärme, 10 (1961), 28/36). So ein Mantel strahlrohr besteht aus einem einseitig geschlossenen Rohr, in dessen Innenraum ein zweites Rohr konzen trisch so angeordnet ist, dass zwischen beiden Rohren ein Ringraum gebildet wird.
Der Brenner ist so ausgebildet, dass er gleichzeitig als Rekuperator dient, und die Rauchgase werden so geführt, dass sie am Ende des Innenrohres um 180 umgelenkt werden und im Ring raum zurückströmen, den Rekuperatorbrenner umspülen und dabei die Verbrennungsluft vorwärmen. Dadurch bleibt die Temperatur über die Rohrlänge nahezu kon stant.
Es konnte nun überraschenderweise gefunden wer den, dass solche Mantelstrahlrohre für das rasche und gleichmässige Aufheizen von Wirbelschichten auf sehr hohe Temperaturen besonders geeignet sind, wie es für die erfolgreiche Kalzinierung von Aluminiumfluoridhy- draten erforderlich ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Entwässerung von Aluminiumfluoridhydraten unter thermisch und mecha nisch schonenden Bedingungen in einem Wirbelschicht ofen mit indirekter Beheizung, gekennzeichnet durch einen oder mehrere hintereinandergeschaltete Wirbel schichtöfen, wobei dieser oder jeder einzelne aus einem zylinderförmigen Ofenmantel besteht, in den ein oder mehrere, am Ofendeckel befestigte, gasbeheizte Mantel strahlrohre vertikal hineinragen und dabei fast bis zur Loch- oder porösen Sinterplatte des Wirbelschichtofens reichen.
In einer solchen Vorrichtung können Spannungen durch behinderte Wärmeausdehnung am Mantelstrahl rohr nicht auftreten, da sich das Strahlrohr nach der Ofenseite hin frei ausdehnen kann.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsge- mässen Vorrichtung stellt auch die Anordnung der Heizelemente, die den gleichen Durchmesser und unter einander den gleichen Abstand besitzen, dar. Die Mantel strahlrohre sind in einem oder mehreren konzentrischen Kreisen zum Ofenmantel im Ofen angeordnet, dadurch wird eine gleichmässige Wärmeverteilung in der Wirbel schicht erreicht.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen Fig. 1 und Fig. 2, die eine besonders bevorzugte Ausführungs form der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch wiedergeben. Fig. 1 stellt den Aufriss und Fig.2 den zugehörigen Grundriss dar.
Jeder einzelne Wirbelschichtofen besteht im wesentli chen aus einem zylinderförmigen Ofenmantel 1. Der Wirbelschichtofen ist oben mit einem ebenen Deckel 2 mit Öffnungen für das Produktzuleitungsrohr 6, für ein oder mehrere Mantelstrahlrohre 5 und für das Gasaus trittsrohr 7 abgeschlossen. 13 bedeutet das Zuleitungs rohr für das Heizgas, 12 das Zuleitungsrohr für die Verbrennungsluft und mit 14 ist die Abgasleitung für das Rauchgas bezeichnet. 11 bedeutet den Brenner des Mantelstrahlrohres 5, der von einem Rekuperator 15 umgeben ist.
Die Rauchgase werden am Ende des Innenrohres 16 um 180 umgelenkt, strömen in Pfeilrich tung zurück und umspülen den Rekuperator.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind drei oder vier Mantelstrahlrohre 5 in einem zum Ofenmantel 1 konzentrischen Kreis angeordnet. Den unteren Abschluss des Ofens bildet ein Boden 3, in den eine Loch- oder poröse Sinterplatte 4 eingelassen ist. Bei 9 strömt das Blasegas ein. Auf der Seite des Produktaus- trittsrohres 8 befindet sich ein gekrümmtes Abschirm- blech 10, welches knapp unter dem Gasaustrittsrohr 7 beginnt und fast bis zur Sinterplatte 4 reicht und mit dem Ofenmantel 1 fest verbunden ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur kontinuierlichen Entwässerung von Aluminiumfluoridhydraten unter thermisch und mecha nisch schonenden Bedingungen in einem Wirbelschicht- ofen mit indirekter Beheizung, gekennzeichnet durch ein oder mehrere hintereinander geschaltete Wirbelschicht öfen, wobei dieser oder jeder einzelne aus einem zylinder- förmigen Ofenmantel (1) besteht, in den ein oder mehre re, am Ofendeckel (2) befestigte, gasbeheizte Mantel strahlrohre (5)vertikal hineinragen und dabei fast bis zur Loch- oder porösen Sinterplatte (4) des Wirbelschicht ofens reichen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrere Mantelstrahlrohre, die den gleichen Durchmesser und untereinander den gleichen Abstand besitzen, in einem oder mehreren konzentri schen Kreisen zum Ofenmantel (1) im Ofen angeordnet sind. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wirbelschichtofen oben mit einem ebenen Deckel (2) mit Öffnungen für das Produkt- Zuleitungsrohr (6), für ein oder mehrere Mantelstrahl rohre (5) und für das Gasaustrittsrohr (7), unten mit einem Boden (3) mit Blasgaszuführöffnung (9) und in diesen Boden eingelassener Loch- oder porösen Sinter platte (4) abgeschlossen ist und dass sich auf der Seite des Produktaustrittsrohres (8) ein gekrümmtes Abschirm- blech (10) befindet,welches kanpp unter dem Gasaus trittsrohr (7) beginnt und fast bis zur Loch- oder porösen Sinterplatte (4) reicht und mit dem Ofenmantel (1) fest verbunden ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie 3 Mantelstrahlrohre enthält. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie 4 Mantelstrahlrohre enthält.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH482159A true CH482159A (de) | 1969-11-30 |
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ID=4424653
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH482159A (de) |
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1968
- 1968-11-21 CH CH1733968A patent/CH482159A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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