Ölfeuerungsanlage mit einem in der Ölzuleitung zwischen Öltank und Brenner angebrachten Wasserabscheider Es ist z. B. bei ölfeuerungsanlagen u. a. bekannt, dass zur Vermeidung von Wasseransammlungen am Tankboden der Öltank mit Gefälle aufgestellt und die Ölansaugleitung an der tiefsten Stelle unmittelbar über dem Tankboden angebracht wird. An einer für die Reinigung leicht zugänglichen Stelle wird dann ein Wasserabscheider in der Brennerzuleitung angebracht.
Diese Lösung scheint sehr einfach; es zeigen sich aber in der Praxis verschiedene Nachteile. Zum Beispiel ist nach der Reinigung der Abscheider nur noch teil weise gefüllt, so dass nach dem Einschalten der Feuerung noch kein Öl zum Brenner gelangt und die Ölpumpe des Brenners automatisch ausschaltet. Die Ausschaltzeit der Brennerautomatik beträgt nur einen Bruchteil der Zeit, welche die Brennerpumpe benötigt, um Abscheider und Zuleitungen zum Brenner zu füllen.
Es muss deshalb nach jeder Reinigung entweder die Brennerausschaltautomatik während des Füllvorganges des Abscheiders ausser Betrieb gesetzt werden, oder der Abscheider muss durch eine Füllöffnung aus einer Ölkanne aufgefüllt werden. Um die Entwässerung nicht zu oft vornehmen zu müssen, z. B. einmal im Jahr, darf der Abscheider nicht zu klein sein und soll er fahrungsgemäss bei einem Tank von 6000 bis 10 000 Liter für 30 bis 40 Liter ausgelegt sein.
Das Ent wässern und vor allem das Nachfüllen des Ab- scheiders muss sorgfältig vorgenommen werden und er fordert viel Zeit und Geschicklichkeit und soll daher von einem qualifizierten Fachmann ausgeführt werden.
Bei grösseren Anlagen, z. B. in Hochhäusern mit Öltanks in der Grössenordnung von 100 000 Liter, werden die Grösse, die Reinigung und das Nachfüllen des Abscheiders schon sehr problematisch und kost spielig.
Die Erfindung, durch welche diese wesentlichen Nachteile beseitigt werden, bezieht sich auf eine Öl feuerungsanlage mit einem in der Ölzuleitung zwischen Tank und Brenner angebrachten Wasserabscheider, welcher sich dadurch kennzeichnet, dass oberhalb des Abscheiders ein Ölbehälter angebracht und in der Ver bindung zwischen Abscheider und Ölbehälter ein Ab sperrventil angeordnet ist.
Es ist von Vorteil, wenn der Ölbehälter in der Ölrücklaufleitung angebracht wird. Auch können Öl behälter und Abscheider so zusammengebaut werden, dass zwei Kammern entstehen, welche mittels eines Ab sperrventils miteinander in Verbindung stehen. Das Absperrventil zwischen den beiden Kammern kann so mit dem Ablassventil gekoppelt werden, dass beim Öffnungsvorgang zwangläufig zuerst das Absperrventil und danach das Ablassventil geöffnet und beim Schliessen zuerst das Ablassventil und erst danach das Absperrventil geschlossen wird.
Aufbau und Wirkungsweise einer erfindungsge mässen ölfeuerungsanlage mit Wasserabscheider werden anhand der Zeichnungen und Beschreibung beispiels weise erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ölfeuerungsanlage mit Abscheider und Ölbehälter.
Fig. 2 zeigt das Konstruktionsbeispiel eines mit einem Ölbehälter zusammengebauten Abscheiders.
Fig. 3 zeigt eine aus zwei Kammern bestehende Einheit mit einem mit dem Absperrventil gekoppelten Ablassventil.
An Hand von Fig. 1 werden die ölfeuerungsanlage und deren Bedienung nach der Erfindung beschrieben. Nach Einschalten des Brenners 1 erzeugt die Brenner pumpe zunächst über die Leitung 2 in dem Abscheider 3 ein Vakuum. Das Absperrventil 10 in der Ver bindungsleitung 11 muss allerdings geschlossen sein. Ist das Vakuum im Abscheider hoch genug, so wird Öl aus dem Öltank 6 am Rohrende 5 angesaugt und durch die Leitung 4 in den Abscheider 3 fliessen und, sobald dieser mit Öl gefüllt ist, durch die Leitung 2 zum Brenner 1 gelangen.
Bei dem Füllvorgang, welcher bei der Erstinbetriebnahme immer von Fachleuten vor genommen werden soll, wird mehr Zeit in Anspruch genommen, als die Abschaltzeit der Brennerautomatik beträgt. Die Ausschalteautomatik des Brenners soll da her so lange ausser Betrieb gesetzt werden, bis das Öl den Brenner 1 erreicht hat. Das kann bekanntlich einfach und gefahrlos dadurch geschehen, dass das Photoelement der Brennersteuerung während des Füll vorganges mit Kunst- oder Tageslicht angestrahlt wird.
Sobald das Öl, wenn alle anderen bekannten Bedin gungen erfüllt sind, den Brenner erreicht hat, ist die Anlage betriebsbereit, und es bedarf keinerlei be sonderer Manipulationen mehr. Der Ölbehälter 8 ist zunächst noch leer, aber die von der Brennerpumpe beförderte, jedoch vom Brenner nicht verbrauchte Öl menge wird den Ölbehälter 8 über die Rücklaufleitung 7 in kürzester Zeit auffüllen. Ist der Ölbehälter voll, so fliesst das überschüssige Öl durch die Leitung 9 direkt in den Tank zurück.
Ist in der Feuerungsanlage keine Rücklaufleitung vorgesehen, so kann der Ölbe hälter auch direkt aus dem Tank, z. B. mit einer kleinen Pumpe, gefüllt werden. Dazu kann in der Leitung 7 die Pumpe angebracht und die Leitung 7 statt an den Brenner 1 an die Leitung 4 angeschlossen werden. Die Leitung 9 dient dann als Überlauf für den Ölbehälter.
Ist Wasser im Öltank 6 vorhanden, so wird sich das Wasser durch die Schräglage an der tiefsten Stelle ansammeln, wird aber sofort durch die Ansaugleitung 4 abgesaugt und gelangt in den Abscheider 3, wo es sich am Boden niederschlägt. Wenn die Wassermenge im Abscheider 3 die Hälfte bis Zweidrittel des In haltes erreicht hat, soll das Wasser entfernt und durch Öl ersetzt werden, was wie folgt vor sich geht: 1. Brenner 1 ausschalten, 2. Absperrventil 10 öffnen, 3. Ablassventil 12 öffnen und Wasser auffangen, 4. Ablassventil 12 schliessen, 5. Absperrventil 10 schliessen und 6.
Brenner 1 wieder einschalten.
Diese Manipulationen, welche bei kleineren An lagen, z. B. bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, sind so einfach, dass es kaum eines qualifizierten Fachmannes dazu bedarf. Beim Ablassen des Wassers ist das Absperr ventil 10 schon geöffnet, so dass das neue Öl unge hindert nachfliessen kann, ohne Luftblasen in dem Ab- scheider 3 zu bilden.
Eine genügende Entlüftung des Ölbehälters 8 ist durch die Rücklaufleitung 9 gewähr leistet, so dass sich ein Entlüftungsventil erübrigt. Dieser Einfachheit in der Bedienung ist es zu ver danken, dass der Abscheider kleiner sein kann. Es gibt jetzt keinen Grund mehr, die Reinigung alljährlich ein mal durchzuführen, und sie kann nun etwas öfters, z. B. vierteljährlich, vorgenommen werden.
Bei grösseren Anlagen, beispielsweise in Hochhäusern mit 100 000- Liter-Tanks, wo die Heizungsanlagen ständig von einem Hauswart überwacht werden und die Reinigung des Abscheiders in noch kürzeren Zeitintervallen vorge nommen werden kann, braucht der Abscheider nicht grösser zu sein als sonst bei einem 10 000-Liter-Tank bei jährlicher Reinigung; sie nimmt auch nicht mehr Zeit in Anspruch.
In Fig. 2 sind als Ausführungsbeispiel der Ab- scheider 13 und der Ölbehälter 15 als Einheit zu sammengebaut. Die untere Kammer 13 dient als Ab- scheider und ist mittels eines Absperrventils 14 fest mit der oberen Kammer 15 verschraubt. Die beiden Kammern sind je aus einem Zylinder 17 aus Glas oder einem anderen durchsichtigen Material und je zwei Flanschen 16 mittels drei Gewindestangen 18 zusammengesetzt.
Zwischen Zylinder 17 und Flanschen 16 sind die Dichtungsringe 19 geklemmt. Die Flanschen 16 sind mit den nötigen Gewindestutzen 21 für die an- und abgehenden Leitungen, das Absperrventil 14 und das Ablassventil 22 versehen sowie mit einem Be festigungsflansch 20, womit die beiden Kammern, z. B. auf eine U-Schiene geschraubt, eine sehr stabile Ein heit bilden.
Fig. 3 zeigt ein Absperrventil, das mit dem Ab lassventil gekoppelt ist, im Betriebszustand, d. h. mit geschlossenen Ventilen. Das Ventilrohr 25, mit einem Ablassstutzen 26 und mit Durchlauföffnungen 27 ver sehen, ist mit dem Flansch 24 der unteren Kammer 23 fest verschraubt.
Im Ventilrohr 25 befindet sich der auf und ab verschiebbare Kolben 28, der die Durch lauföffnungen 27 verschliesst. Der Kolben 28 trägt einen Teller 29 mit einem Dichtungsring 30, mit welchem die Durchlauföffnungen 31 in der Zwischenwand 32 der beiden Kammern 23 und 33 geschlossen sind. Das obere Ende 34 des Kolbens 28 führt zu einem hier nicht gezeichneten Betätigungsorgan, zum Beispiel einem Handrad.
Wird das Doppelventil betätigt, so hebt sich der Kolben 28 und gibt zuerst die Verbindungsöffnung 31 der beiden Kammern 23 und 33 und danach auch die Öffnungen 27 frei. Nun kann das Wasser aus der unteren Kammer 23 durch den Ablassstutzen 26 ab- fliessen, wobei das neue Öl aus der oberen Kammer 33 sofort nachfliesst. Beim Schliessvorgang wird das Ab lassventil zuerst und das obere Absperrventil zuletzt gesperrt.
Mit den wenigen Manipulationen, welche mit einem Doppelventil auszuführen sind, Brenner aus schalten, Ventil öffnen und das Wasser auffangen, Ventil schliessen und Brenner einschalten, ist die Reinigung noch einfacher und narrensicherer.