CH474693A - Vorrichtung zum stufenlos regelbaren Bremsen einer Bewegung in einer Richtung - Google Patents
Vorrichtung zum stufenlos regelbaren Bremsen einer Bewegung in einer RichtungInfo
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Description
Vorrichtung zum stufenlos regelbaren Bremsen einer Bewegung in einer Richtung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum stufenlos regelbaren Bremsen einer Bewegung in einer Richtung, während die entsprechende Bewegung in entgegengesetz ter Richtung ungebremst ist, bestehend aus einem glatten Stab, um den mit Spielraum eine Gleithülse angeordnet ist, wobei in dieser Gleithülse um den Stab herum ein einseitig an der Gleithülse befestigter diagonal gewebter Strumpf angeordnet ist, während am anderen Ende der Gleithülse ein Stellring angeordnet ist, der mit dem freien Ende des Strumpfes zusammenwirkt.
Die Erfindung findet Anwendung auf ein Anschluss- glied zur Befestigung eines in seiner Bewegung einseitig zu bremsenden Gegenstandes, wie beispielsweise einer Tür, eines Fensters usw. an der Gleithülse. Dabei gehört es zur Aufgabe der Erfindung, ein Anschlussglied dieser Art zu schaffen, das in seiner Konstruktion einfach ist und geringe Abmessungen hat, so dass es im Rahmen des Gesamtbeschlages ein praktisches und ästhetisch anspre chendes, kleines Bauelement bildet.
Dabei kann das Anschlussglied mit einem einfachen Handgriff an der Gleithülse befestigt sein, wobei die Möglichkeit bestehen soll, das Anschlussglied mit einem einfachen Handgriff beliebig oft von der Gleithülse abzulösen und wieder zu befestigen.
Dieses kann z.B. dann von Vorteil sein, wenn die Vorrichtung bei einer Tür oder bei einem Fenster verwendet wird und diese Tür oder das Fenster aus irgendwelchen Gründen vorübergehend ausgehängt wer den.
Die Befestigung und die Lösung des Anschlussgliedes soll ohne Werkzeug vor sich gehen.
Schliesslich soll die Herstellung der gesamten Vor richtung durch die Ausbildung des Anschlussgliedes vereinfacht werden, wobei aber trotzdem ein einwandfrei es Funktionieren der gesamten Vorrichtung gewährleistet sein muss.
Diese Aufgaben werden dadurch gelöst, dass eine Ausnehmung in der Seitenwand der Gleithülse und ein Anschlussglied zum Anschluss eines zu bremsenden Teiles angeordnet sind, das aus einem Körper besteht, dessen unteres Ende grösser als die Hülsenausnehmung ist und an dessen unterem Ende ein in die Hülsenausneh- mung frei drehbarer Hals und am Ende des Halses eine vieleckige Platte mit den Abmessungen der Hülsenaus- nehmung angeordnet ist, wobei der lichte Abstand zwi schen dem unteren Ende des Anschlussgliedkörpers und der Platte ziemlich genau gleich der Wandstärke der Gleithülse ist.
Zur Befestigung des Anschlussgliedes braucht dieses Anschlussglied mit seiner Platte nur in die Gleithülsen- ausnehmung eingeführt und anschliessend verdreht zu werden, so dass eine bajonettverschlussartige Verbindung zwischen der Gleithülse und dem Anschlussglied ent steht.
Einzelheiten sind aus der Zeichnung zu entnehmen, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darstellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht - teilweise im Schnitt - einer Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung.
Fig. 2 zeigt in grösserem Massstab eine perspektivi sche Darstellung eines Teiles der Gleithülse.
Fig.3 zeigt eine Seitenansicht des Anschlussglie- des.
Fig. 4 zeigt eine Unteransicht des in Fig. 3 dargestell ten Anschlussgliedes.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Vor richtung aus einem zylindrischen glatten Stab 1, der ein polierter Metallstab ist. Der Stab kann auch aus einem anderen Material bestehen.
Dieser Stab 1 ist an seinen beiden Enden mit Befestigungsplatten 3 versehen, die zur Befestigung des Stabes 1 an einer festen Wand 7 dienen. Dazu weisen die Platten 3 Löcher auf, durch die Schrauben oder Nägel 5 in die Wand eingetrieben sind.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stab 1 an beiden Enden auf diese Weise befestigt und die im folgenden noch zu beschreibende Gleithülse 9 bewegt sich auf diesem ortsfesten Stab. Um den Stab 1 herum ist mit Abstand eine Gleithülse 9 angeordnet, die im Ausführungsbeispiel als prismati scher Körper mit quadratischem Querschnitt ausgeführt ist. Zwischen dem Stab 1 und der Gleithülse 9 ist um den Stab 1 herum ein diagonal gewebter Strumpf 17 angeord net, der mit seinem Ende 15 am unteren Ende der Gleithülse 9 befestigt ist. Das obere Ende des Strumpfes 17 ragt frei nach oben. Im oberen Ende der Gleithülse 9 ist ein Anschlussglied 18 befestigt, das eine mittlere Gewindebohrung aufweist.
In dieser Gewindebohrung sitzt um den Stab 1 herum eine Schraubhülse 20, die an ihrem aussen liegenden Rand eine Rändelung aufweist.
Die Gleithülse 9 bewegt sich in Richtung des Pfeiles F völlig ungebremst am Stab 1 entlang, weil der diagonal gewebte Strumpf 17 bei dieser Bewegung infolge seiner Gleitreibung mit dem Stab 1 eine Vergrösserung seines Durchmessers erfährt.
Wenn die Gleithülse 9 jedoch in Richtung des Pfeiles B bewegt wird, so schlingt sich der Strumpf 17 infolge seiner Diagonalwebung um den Stab 1 und bremst diese Bewegung.
Die Stärke dieser Bremsung kann dadurch verändert werden, dass die Schraubhülse 20 mehr oder weniger tief in das Anschlussglied 18 hineingeschraubt wird, wobei das innen liegende Ende der Schraubhülse 20 den Strumpf 17 mehr oder weniger stark staucht. Je stärker die Stauchung des Strumpfes 17 ist, desto geringer ist die Bremsung bei einer Bewegung in Richtung des Pfeiles B.
In der Gleithülse 9 ist eine Ausnehmung 36 ange bracht, die im Ausführungsbeispiel viereckig ausgebildet ist, sowie ein Anschlussglied 22, das nachfolgend noch im einzelnen beschrieben wird. Das Anschlussglied 22 dient zum Anschluss eines zu bremsenden Gegenstandes (hier nicht gezeichnet) an die Gleithülse 9. Dieser Gegenstand kann, wie vorher schon angegeben, eine Tür, ein Fenster oder dergleichen sein. Im Ausführungsbeispiel erfolgt dieser Anschluss über einen Gelenkstab 24, der mit seinem einen Ende am Anschlussring 22 und mit seinem anderen Ende an dem zu bremsenden Gegenstand gelen kig befestigt ist.
Im Ausführungsbeispiel besteht das Anschlussglied 22 aus einem im wesentlichen zylindrischen Körper 26, der einen mittleren Einschnitt 28 aufweist, so dass der Körper 26 gabelförmige Gestalt hat. Im oberen Teil der Gabelung ist eine Querbohrung 30 vorgesehen, durch die ein Stift zum gelenkigen Anschluss eines Gelenkstabes 24 geführt wird.
Das untere Ende des Anschlussgliedes 22 hat einen Durchmesser, der mindestens so gross wie die Diagonale der Gleithülsenausnehmung 36 ist. Auf diesem unteren Ende des Anschlussgliedes 22 ist ein Hals 32 angeordnet (Fig.3), dessen Durchmesser etwas kleiner als eine Seitenlänge der hier quadratischen Gleithülsenausneh- mung 36 ist, so dass dieser Hals 32 sich frei in der Gleithülsenausnehmung 36 drehen kann. Am freien Ende des Halses 32 ist eine Platte 34 angeordnet, deren Abmessungen etwa der Abmessung der Gleithülsenaus- nehmung 36 entsprechen.
Die Länge des Halses 32 ist ziemlich genau gleich der Wandstärke der Gleithülse 9. Die Ecken der Platte 34 sind im Ausführungsbeispiel abgerundet, wodurch die Einführung des Anschlussglie des in die Gleithülsenausnehmung erleichtert wird.
Zur Befestigung des Anschlussgliedes 22 an der Gleithülse 9 wird die Platte 34 durch die Gleithülsenaus- nehmung 36 hindurch in das Innere der Gleithülse 9 hinein geführt und das Anschlussglied 22 wird um einen geringen Betrag gedreht, im Ausführ ungsbeispiel um einen Achtel-Kreis, wodurch die Diagonalen der Platte 34 parallel zu den Seiten der Gleithülsenausnehmung 36 zu liegen kommen. Das Anschlussglied 22 ist damit sicher mit der Gleithülse 9 verbunden.
Dadurch, dass die Länge des Halses 32 ziemlich genau gleich der Dicke der Wandstärke der Gleithülse 9 ist, ergibt sich ein Reibungs- schluss, der eine ungewollte weitere Verdrehung des Anschlussgliedes 22 verhindert.
Wenn das Anschlussglied 22 wieder von der Gleithül- se 9 getrennt werden soll, - das tritt ein, wenn die zu bremsende Tür ausgehängt werden soll -, so genügt eine Rück- oder Weiterdrehung des Anschlussgliedes 22 um einen weiteren Achtel-Kreis, und die Platte 34 kann aus der Gleithülsenausnehmung 36 herausgezogen werden.
Im Ausführungsbeispiel hat die Platte 34 von ihrem Rand nach der Mitte zu, das heisst zum Hals 32 hin, eine leichte Verdickung, so dass der Schlitz zur Mitte hin enger wird. Dadurch wird der Reibungsschluss zwischen dem Anschlussglied 22 und der Gleithülse 9 verstärkt.
Die Gleithülse ist im Ausführungsbeispiel als prisma tischer Körper und die Gleithülsenausnehmung in einer flachen Seitenwand derselben ausgebildet.
Das Anschlussglied ist als zylindrischer, durch einen Einschnitt gabelförmig ausgebildeter Körper gezeich net.
Die Ausnehmung 36 und damit die Platte 34 können auch dreieckig oder vieleckig ausgebildet sein. Desglei chen würde eine äquivalente Lösung darin bestehen, dass die Ausnehmung 36 und die Platte 34 ellipsenförmig ausgebildet sind.
Die beschriebene Vorrichtung bietet vielseitige An wendungsmöglichkeiten. Sie kann beispielsweise bei einer Schrankklappe, bei einer Tür, bei einem Fensterflügel oder auch bei jedem anderen Gegenstand angewendet werden, bei dem es vorteilhaft ist, die Bewegung des betreffenden Teiles in einer Richtung zu bremsen, wähl bar stark abzudämpfen und erforderlichenfalls auch zu blockieren, während die Bewegung in der entgegengesetz ten Richtung ungehindert, also ungebremst bleibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum stufenlos regelbaren Bremsen einer Bewegung in einer Richtung, während die entsprechende Bewegung in entgegengesetzter Richtung ungebremst ist, bestehend aus einem glatten Stab, um den mit Spielraum eine Gleithülse angeordnet ist, wobei in dieser Gleithülse um den Stab herum ein einseitig an der Gleithülse befestigter, diagonal gewebter Strumpf angeordnet ist, während am anderen Ende der Gleithülse ein Stellring angeordnet ist, der mit dem freien Ende des Strumpfes zusammenwirkt, gekennzeichnet durch eine Ausnehmung (36) in der Seitenwand der Gleithülse (9) und durch ein Anschlussglied (22)zum Anschluss eines zu bremsenden Teiles (24), das aus einem Körper (26) besteht, dessen unteres Ende grösser als die Hülsenausnehmung (36) ist und an dessen unterem Ende ein in die Hülsenausneh- mung (36) frei drehbarer Hals (32) und am Ende des Halses (32) eine Platte (34) mit den Abmessungen der Hülsenausnehmung (36) angeordnet ist, wobei der lichte Abstand zwischen dem unteren Ende des Anschlussglied- körpers (26) und der Platte (34) ziemlich genau gleich der Wandstärke der Gleithülse (9) ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ecken der Platte (34) abgerundet sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Platte (34) von innen nach aussen geringfügig ab nimmt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleithülse (9) als prismatischer Hohlkörper und die Gleithülsenausnehmung (36) in einer flachen Seitenwand desselben ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussglied (22) ein zylindrischer, durch einen Ein schnitt (28) gabelförmig ausgebildeter Körper (26) ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEN0028914 | 1966-07-25 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2845502A1 (de) * | 1977-11-04 | 1979-05-10 | Pierre Joussemet | Aufhaengvorrichtung fuer eine platte |
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1967
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| DE2845502A1 (de) * | 1977-11-04 | 1979-05-10 | Pierre Joussemet | Aufhaengvorrichtung fuer eine platte |
Also Published As
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| AT275354B (de) | 1969-10-27 |
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