DE841085C - Selbstsperrender Sicherungsring - Google Patents
Selbstsperrender SicherungsringInfo
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Description
(WGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. JUNI 1952
W 3654 XU/47 a
ist in Anspruch genommen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbstsperrenden Sicherungsring.
Gewöhnliche Sicherungsringe bestehen meist aus einem geschlitzten Ringkörper, der in eine Rille
auf einer Welle oder in einem Gehäuse gesprengt wird und genügende .radiale Tiefe hat, um eine
künstliche Schulter zu bilden, die einen Maschinenteil gegen Verschiebung in Achsrichtung auf der
Welle oder im Gehäuse sichert. In manchen Fällen ist es notwendig oder wünschenswert, von einer
Rille abzusehen. In derartigen Fällen werden Sicherungsringe der sog. selbstsperrenden Art verwendet,
die gewöhnlich aus einem geschlossenen Ringkörper bestehen, der an der der Welle oder
dem Gehäuse zugekehrten Kante mit Zungen versehen ist, die so zur Ringebene geneigt sind, daß'
sie bei der Montage der Ringe, d. h. wenn sie über die Welle oder in das Gehäuse geschoben werden,
nachgeben, bei Ausübung von Druck in der umgekehrten Richtung aber sich unter Reibung festsper- ao
ren, so daß die Haltekraft dieser Ringe sich unter Schublast erhöht.
Solche Ringe sind unter mäßigen Schublasten sehr wirksam. Unter sehr großen Schublasten
haben sie jedoch die Tendenz, daß die Zungen in «5 entgegengesetzte Richtung schnappen und damit
dem Ring jede Haltekraft nehmen. Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, diesem Mangel abzuhelfen
durch einen Ring, der von isolierten, vom Innenraml des Außenringes hervorragenden Zungen
absieht, und bei dem statt dessen die Zungen einen Teil des Ringkörpers selbst bilden. Ein solcher
Ring hat beispielsweise etwa die Form eines gleichseitigen Dreiecks, wobei die Zungen im Ringkörper
in der Gegend der Ecken so angeordnet sind, daß ίο ihre Mittellinien mit den Halbierungslinien der
Winkel zusammenfallen. Die Zungen können gleichmäßig verteilt sein, und je zwei Zungen sind
durch die Seitenteile des Dreiecks verbunden, die so Arme zwischen den Zungen bilden.
Die an der Welle anliegenden Kanten können einen Kreis bilden, dessen Radius etwas kleiner ist als der Radius der Welle. Wenn ein solcher Ring über die Welle geschoben wird in der Richtung, in der sich die Neigung der Zungen vergrößert, dann werden die die Zungen verbindenden Arme leicht verbogen und unterstützen dadurch das Nachgeben der Zungen. Wenn jedoch eine Schublast auf den Ring in entgegengesetzter Richtung ausgeübt wird, dann werden die Verbindungsarme unter Spannung gesetzt, die die Haltekraft der Zungen erhöht und gleichzeitig ihrer Tendenz, überzuschnappen, entgegenwirkt.
Die an der Welle anliegenden Kanten können einen Kreis bilden, dessen Radius etwas kleiner ist als der Radius der Welle. Wenn ein solcher Ring über die Welle geschoben wird in der Richtung, in der sich die Neigung der Zungen vergrößert, dann werden die die Zungen verbindenden Arme leicht verbogen und unterstützen dadurch das Nachgeben der Zungen. Wenn jedoch eine Schublast auf den Ring in entgegengesetzter Richtung ausgeübt wird, dann werden die Verbindungsarme unter Spannung gesetzt, die die Haltekraft der Zungen erhöht und gleichzeitig ihrer Tendenz, überzuschnappen, entgegenwirkt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Vorderansicht eines auf einer Welle montierten Ringes nach einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1, mit dem zu sichernden Maschinenteil,
!'''Κ- 3 d'e Ansicht eines Ringes vor Montage,
!'''Κ- 3 d'e Ansicht eines Ringes vor Montage,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 3, Fig. 5 und 6 Ansicht und Schnitt einer zweiten
Ausführungsform des Ringes,
Fig. 7 die perspektivische Ansicht einer Ringverbindung nach Fig. 1. aus der die Riegung der
die Zungen verbindenden Arme ersichtlich ist, wie sie eintritt, wenn der Ring in Pfeilrichtung über
die Welle geschoben· wird,
Fig. 8 die perspektivische Ansicht eines Ringes, der als elastische Mutter ausgebildet ist,
Fig. 9 ist die Vorderansicht einer weiteren Aus- - führungsform des Ringes nach der Erfindung,
Fig. 10 ein Schnitt nach Linie 10-10 in Fig. 9,
Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie 11-11 in
Fig. 9.
Der selbstsperrende Ring nach der Erfindung ist generell mit 10 bezeichnet und wird in Fig. 1 und 2
auf einer Wellen montiert gezeigt, in Fig. 2 in Verbindung mit einem Maschinenteil 12, den er
gegen Verschiebung auf der Welle in Achsrichtung sichern soll. Der Ring ist nicht, wie gewöhnlich,
kreisrund, sondern hat die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit drei Armen oder Brücken 13, 14 und
15. Die Innenkanten 19, 20 und 21 liegen an der
für den Durchtritt der Welle bestimmten öffnung. Drei Zungen 22, 23, 24 sind in gleichem Abstand
voneinander· aus dem Material des Ringkörpers ausgeschnitten. Die Seitenkante!! dieser Zungen
werden durch Schlitze 22" und 22*, 23s und 23*, 24"
und 246 sowie durch die die Welle berührenden
Kanten 22C, 23e und 24° begrenzt. Die genannten
Schlitze, die an den Kanten der Zungen liegen, sind symmetrisch zu den Halbierungslinien der Dreieckswinkel
angeordnet. Die Zungen 22, 23, 24 können an ihrer Basis mit eingepreßten Verstärkungsrippen
versdien werden. Zwischen den Zungen und im wesentlichen begrenzt durch die Innenkanten
19, 20, 21 der Verbindungsarme sind schmale Aussparungen 25, 26, 27. Die Form und
Tiefe dieser Aussparungen mag von der in der Zeichnung gezeigten ,verschieden sein, aber in
jedem Falle muß sie so gewählt werden, daß die die Zungen verbindenden Arme 13, 14 und 15 die Spannung
unter der größten zu erwartenden Schublast aushalten, aber gleichzeitig biegsam genug sind,
um bei der Ringmontage nachzugeben.
Die freien Kanten 22C, 23^ und 24C der Zungen
können gerade ausgebildet sein, werden aber l>esser mit einem Bogen geformt, der der Welle n entspricht,
wobei sie an einem Kreisbogen liegen, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser
der Welle.
VJm scharfe Ecken des Ringkörpers zu vermeiden, sind die drei Ecken weggeschnitten, ohne die
erforderliche Stärke des Ringkörpers zu beeinträchtigen. Dadurch entsteht ein Sechseck mit
gleich langen Seiten 16, 17 und 18 und gleich kurzen
Seiten 16', 17' und 18'.
Die Wirkung des vorbeschriebenen Ringes bei der Montage und unter Schublast ist wie folgt:
Wenn der Ring über eine Welle 1 1 geschoben
wird, die größeren Durchmesser hat als der Kreisbogen, an dem die freien Kanten der Zungen liegen
(vgl. F'ig. i, 2 und 7), so hat die Neigung der Zungen
die Tendenz, sich zu vergrößern. Demgemäß werden die Arme 13, 14, 15 des Ringkörpers, die
die Zungen verbinden, zusammengedrückt und streben danach, sich aus der Ringebene herauszubiegen.
Die Fähigkeit der Seitenarme, sich so zu biegen, macht den Ringkörper sehr nachgiebig, so
daß der Ring besonders für Wellen geeignet ist, deren Durchmesser wesentlich größer ist als der
Durchmesser des Kreisbogens, an dem die Zungenkanten 22C, 2T,C, 24 gewöhnlich liegen, da der Ringkörper
selbst einen Teil der Kräfte aufnimmt, die sonst die Zungen übermäßig biegen würden, so daß
sie eine Neigung erzielten, die ihre Haltekraft auf der Welle beeinträchtigen würde.
Wenn eine normale Schublast von dem Maschinenteil 12 auf den Ring ausgeübt wird, wirkt sie
gegen die Neigung der Zungen, und diese pressen sich fest gegen die Welle. Wenn sich nun die
Schublast erheblich vergrößert, suchen sich die Zungen geradezurichten, d. h. zur Ebene des Ringkörpers
zurückzukehren. Infolgedessen suchen sich die Arme 13, 14, 15, die die Zungen verbinden,
geradezustrecken und werden unter Spannung gesetzt. Die Arme wirken mm wie starre Glieder,
und die Zungen stemmen sich mit erhöhter Reibung gegen die Welle, anstatt, wie bei den gewöhnlichen
Ringen, über die Totlage zu schnappen. Bei rieh-
Claims (7)
- tiger Dimensionierung der Arme 13, 14 und 15 mit lieziehuiig auf die Länge und Anfangsneigung der Zungen sind sie daher fähig, eine Gegenkraft gegen die Schublast auszuüben, die die Zungen dazu bringt, sich starker gegen die Welle zu pressen und den Ring sicherer an der Welle zu schließen.Kin wesentlicher Vorteil des verbesserten dreizungigen Ringes mit langen Armen oder Brücken, die die Zungen verbinden, stammt von der Tatsache. da ti die von den Armen geschaffenen Gegenkräfte infolge der symmetrischen Dreipun'ktanordliiing der Zungen gleich sind und daß diese Kräfte auch da wirken, wo die Oberfläche der Welle nicht genau kreisförmig oder zylindrisch ist.Der in Fig. 5 und 6 illustrierte Ring hat im allgemeinen die gleiche Form wie der oben* beschriebene Ring, ist aber an den kurzen Seiten 16', 17' und rK' mit rechtwinkligen Flanken 31, 32, 33 versehen, die als Verstärkung des Ringkörpers gegen Kräfte dienen, die den Ringkörper aus seiner Ebene zu drehen trachten. Dies ist von Bedeutung, wenn i\l'v Ring aus sehr dünnem Material hergestellt ist, wie es bei Wellen von kleinem Durchmesser nötig ist.Γη Fig. S sind die drei Zungen, von denen zwei, bezeichnet mit 34 und 35, sichtbar sind, aus der Ringebene herausgedreht, so daß ihre freien linden an einer Schraubenwindung liegen, die dazu dient, in das Gewinde eines Bolzens mit demselben Steigungswinkel einzugreifen. Ein solcher Ring wirkt als eine elastische Mutter und kann leichter und einfacher installiert werden als die starre oder feste Mutter.Fig. 9 bis ι ι zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ringes nach der Erfindung, bei dem zur Verstärkung des durch die Biegekraft am meisten in Anspruch genommenen Wurzelbereichs der Zungen 22, 23, 24 Verstärkungen durch Rip- j pen 35, 36, T1J vorgesehen sind, die z. B. durch Ein- j pressen hergestellt werden können. Diese Verstär- i kungsrippen 35, 36. T1J haben vorzugsweise die größte Tiefe an ihren Außenenden und verflachen |sich allmählich nach den freien Enden der Zungen hin.Pate ν ta ν s ρ r γ γ. η ε :ι. Selbstsperrender Haltering für Wellen, Zapfen od. dgl., gekennzeichnet durch eine im wesentlichen dreiecksförmige Ringscheibe mit einer Mittelöffnung für die Welle oder den Zapfen, wobei aus der Ringscheilx: von innen nach den Ecken des Dreieckes zu drei Zungen (22, 23, 24) ausgeschnitten sind, deren Innenkanten sich unter Reibung gegen die Welle oder den Zapfen legen und deren Mittellinien mit den Winkelhalbierungslinien zusammenfallen, während die Seitenteile der dreieckigen Ringscheibe die Zungen verbinden.
- 2. Haltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zungen bildenden Schlitze symmetrisch zu beiden Seiten der Winkelhalbierungslinien der Dreieckscheibe angeordnet sind.
- 3. Haltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkanten der Zungen in einem Kreis liegen, dessen Radius etwas kleiner ist als der Radius der Welle oder des Zapfens.
- 4. Haltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecken der dreieckigen Ringscheibe abgeschnitten sind.
- 5. Haltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die abgeschnittenen Ecken der dreieckigen Ringscheibe gebildeten kürzeren drei Kanten mit Flanschen versehen sind, die die Starrheit der Ringscheibe erhöhen.
- 6. Haltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkanten der Zungen nach einer Schraubenlinie verlaufen, um in das Gewinde eines Schraubenzapfens eingreifen zu können.
- 7. Haltering nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungen mit eingepreßten Verstärkungsrippen versehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen5044 6.
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