DE967538C - Mutter- oder Schraubensicherung - Google Patents
Mutter- oder SchraubensicherungInfo
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- F16B39/22—Locking of screws, bolts or nuts in which the locking takes place during screwing down or tightening
- F16B39/28—Locking of screws, bolts or nuts in which the locking takes place during screwing down or tightening by special members on, or shape of, the nut or bolt
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Description
AUSGEGEBEN AM 21. NOVEMBER 1957
Z 3688 XII/47 a
Walter Ziehr, Stuttgart
Mutter- ader Schraubensicherung
Patentanmeldung bekanntgemacht am 29. März 1956
Patenterteilung bekanntgemacht am 7, November 1957
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mutter- oder Schraubensicherung, die aus einer mit dem Mutterkörper
fest verbundenen Sicherungsscheibe besteht, bei der durch Einschnitte in den Lochrand federnde
Zungen gebildet sind, deren Kanten unter Verwindung der Zungen bremsend in die Gewindegänge
des Schraubbolzens eingreifen. Ein Mangel dieser Sicherung besteht darin, daß die Zungenkanten
verhältnismäßig unelastisch sind, so daß sie sich leicht in die Gewindegänge des Bolzens
einfressen und diese beschädigen.
Es sind zwar bereits Sicherungsscheiben bekanntgeworden, die an den Enden ihrer Schlitze
Löcher aufweisen, jedoch dienen diese lediglich dazu, ein weiteres Einreißen der Schlitze im Material
zu vermeiden. Durch den geringen Durchmesser dieser Löcher wird aber eine Elastizitätserhöhung der einzelnen Zungen nicht erreicht.
7.09,771/9
Andererseits hat man bereits Sicherungsscheiben geschaffen, welche nicht im Innern der Mutter,
sondern außen an derselben festgelegt sind. Durch die hierdurch erzielte Verlängerung der einzelnen
Zungen wird zwar eine wenn auch geringe Elastizitätserhöhung erreicht, jedoch bringt -die Außenanordnung
erhebliche Nachteile mit sich, da Mittel, welche die Verdrehung der Sicherungsscheibe
gegenüber der Mutter verhindern, nur sehr schwer
ίο anzubringen sind. Bei der Innenanordnung der
Sicherungsscheibe kann nämlich durch einfaches Umbördeln des oberen Mutternrandes eine einfache
Festlegung der Scheibe ohne Beschädigung oder Umformung derselben erreicht werden. Dagegen
ist das Einklemmen der Sicherungsscheibe bei Außenanordnung nicht möglich, da gleichzeitig
mit dem umzubördelnden Teil der Mutter auch die Scheiben entsprechend gebogen werden müssen, die
jedoch, da sie aus Federstahl bestehen, einer derartigen Verformung nicht .gewachsen sind und abbrechen.
Zur Festlegung der Sicherungsscheibe müssen also bei einer Außenanordnung erhebliche
Mittel aufgewandt werden, welche auch durch die erzielte geringe Elastizitätserhöhung nicht gerechtfertigt
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mangel der bisherigen Ausführungsarten zu vermeiden und eine leicht festzulegende
Sicherungsscheibe zu schaffen, die innerhalb der Mutter angeordnet ist und eine derartige Elastizität
der Zungen aufweist, daß ein Beschädigen oder völliges Zerstören des Gewindes verhindert wird/
Erfindungsgemäß weist daher zur Elastizitätserhöhung die Zungenkante derartige Querschnitts-
minderungen an der Zungenwurzel auf, daß sich Einlaufzungen bilden oder die Zungenwurzel durch
S-förmige Biegungen oder Wellungen verlängert ist. Die Einlaufzungen sind infolge ihrer geringen
Breite besonders nachgiebig, und beim Eintritt in das Gewinde werden sie von dem Gewindegang
abgelenkt, ohne denselben zu beschädigen. Anschließend ziehen sie den übrigen Teil der Zunge
in den Gewindegang nach, wobei jedes Abschaben von Material vermieden wird.
Um die Bildung einer Hutmutter mit der Sicherungsscheibe zu erzielen, ist vorzugsweise in an
sich bekannter Weise ein die Gewindebohrung der Mutter überdeckendes Hütchen am Mutterkörper
befestigt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. In dieser sind
Ausführungsbeispiele der Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen
Fig. ι und 2 eine mit einer Sicherungsscheibe gesicherte Schraubverbindung im Schnitt bzw. in
der Draufsicht,
Fig. 3 und 4 einen Schnitt bzw. eine Draufsicht der in Fig. 1 und 2 dargestellten Sicherungsscheibe
allein,
Fig. 5 einen Teilschnitt durch eine Sicherungsscheibe in vergrößertem Maßstab,
Fig. 6 bis 8 drei Sicherungsscheiben anderer Ausführung in Draufsicht,
Fig. 9 und 10 eine Schraubverbindung mit einem
tellerartig ausgebildeten Sicherungsglied im Schnitt bzw. in der Draufsicht,
Fig. 11 und 12 einen Schnitt bzw. eine Draufsicht
des Sicherungsgliedes nach Fig. 9 und io,
Fig. 13 und 14 eine Schraubverbindung mit
einem balgartig ausgebildeten Sicherungsglied im 70· Schnitt bzw. in der Draufsicht,
Fig. 15 und 16 einen Schnitt bzw. eine Draufsicht
des Sicherungsgliedes nach den Fig. 13 und 14.
Der grundsätzliche Aufbau der Mutter- oder Schraubensicherung, auf die sich die Erfindung bezieht,
ist am besten aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen. Mit einer Schraubenmutter 1 ist eine Sicherungsscheibe
2 aus Stahlblech fest verbunden, z. B. dadurch, daß der Rand 1' einer Ausnehmung 1" der
Schraubenmutter über den Außenrand 2' der in die Ausnehmung eingesetzten Scheibe 2 gebördelt ist.
Vorzugsweise ist der Außenrand 2' der Scheibe 2 eckig, so daß durch das Bördeln auf jeden Fall eine
auch gegen Verdrehen feste Verbindung der Scheibe 2 mit der Mutter 1 entsteht: Durch Ausnehmungen
3 im Lochrand der Scheibe 2 entstehen federnde Zungen 4, deren Kanten 4' in den Gewindegang
5' eines Schraubenbolzens 5 eingreifen und sich dabei entsprechend der Steigung des Gewindeganges
elastisch verwinden. Die durch die Verwindung der Zungenkanten erzeugten Reibungskräfte
zwischen den Zungenkanten 4' der Sicherungsscheibe 2 und der Wandung des Gewindeganiges
5' des Bolzens 5 verhindern, daß sich die Mutter selbsttätig löst.
In dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 ist die Wurzel einer jeden Zunge 4 durch die
Ausnehmungen 3 eingeschnürt, so daß der äußere Rand 2' der Sicherungsscheibe mit einer schmalen
Wurzel in die breite Zungenkante 4' übergeht. Die dadurch bewirkte Querschnittsminderung der Zungenwurzel
erhöht die Elastizität der Zungenkante 4', so daß sich diese über ihre ganze Länge
gleichmäßig an die Wandung des Gewindeganges 5' anschmiegt.
Um die Berührungsflächen zwischen der Zungenkante 4' und der Wandung des Gewindeganges 5'
zu vergrößern, besitzt die Zungenkante, wie aus Fig. 5 ersichtlich, einen dem Gewindegang ganz
oder teilweise entsprechenden Querschnitt. Dadurch wird eine Beschädigung des Gewindeganges durch
die Zungenkante vollständig vermieden und die Bremswirkung erhöht.
Beim Aufschrauben der Mutter wird je nach der Lage des Gewindeeinlaufs das zuerst in den
Gewindegang eintretende vordere Ende der Kante 4' gar nicht oder nur ein wenig nach oben
gebogen. Durch die Verwindung der Kante im Gewindegang 5' werden die übrigen Teile der iao
Kante noch weiter hochgebogen. Der hintere Teil der Zungenkante wird dabei am meisten verformt.
Damit dieser hintere Teil der Zungenkante durch die Verformung nicht aus dem Gewindegang herausgezogen
wird, kann die Zungenkante 4', wie in Fig. 4 dargestellt, spiralförmig ausgebildet sein.
Der Radius des vorderen Teiles der Kante stimmt dabei mit dem Radius des Gewindekernes überein,
während der Radius des hinteren Teiles kleiner ist. Um auch am vorderen Teil der Zunge eine
größere Verformung zu bewirken, kann bereits der Radius des vorderen Teiles der Zungenkante kleiner
als der Radius des Gewindekernes sein. In manchen Fällen wird es genügen, wenn der Scheibenlochdurchmesser
eines kreisförmigen Scheibenloches kleiner ist als der Kerndurchmesser des Bolzengewindes. Um die Elastizität der Zungenkante
den verschieden großen Verformungen anzupassen, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach den
Fig. ι bis 4 die Zungenwurzel exzentrisch zur Zungenkante angeordnet, so daß der hintere Teil
der Zungenkante weiter über den Wurzelrand übersteht als der vordere.
In besonderen Fällen, insbesondere bei Schraubenmuttern, die nach dem Festschrauben nicht
mehr gelöst werden müssen, kann die Zungenwurzel im der Fig. 4 entgegengesetzten Sinn exzentrisch
angeordnet sein, um dadurch die Elastizität des hinteren Teiles der Zungenkante zu verringern.
Der hintere Kantenteil, der dann vorzugsweise noch möglichst scharfkantig vorgesehen ist, wird
beim Festschrauben der Mutter ohne Beschädigung des Gewindeganges in diesen hineingezogen. Beim
Losschrauben klemmt er sich infolge der hohen Flächenpressung im Gewindegang fest, so daß die
sichernde Wirkung dadurch noch erhöht wird.
In der Fig. 6 ist eine Sicherungsscheibe 6 dargestellt, bei der zwei Zungen 7 durch Ausnehmungen
8 gebildet sind. Um die Elastizität der Zungenkante 7' zu erhöhen, ist der Querschnitt der
Zungenwurzel durch gebogene Ausschnitte 9 vermindert.
Eine Abwandlung dieser Sicherungsscheibe 6 stellt die in Fig. 7 dargestellte Sicherungsscheibe
10 dar, bei der der gebogene Ausschnitt 9 der Sicherungsscheibe gemäß Fig. 6 durch einen zwei
Löcher 11 verbindenden gebogenen Einschnitt 12
ersetzt ist. Die Löcher 11 sollen in bekannter Weise verhindern, daß durch den Einschnitt 12 in
der Sicherungsscheibe Risse entstehen.
Die Fig. 8 zeigt eine Sioherungsscheibe 13 mit
nur einer einzigen Zunge 14, bei der die Elastizität der Zungenkante 14' durch zwei gebogene Ausschnitte
15 erhöht ist.
Die Fig. 9 bis 16 zeigen zwei Ausführungsbeispiele, bei denen die Elastizität der Zungenkanten durch Verlängerung der Zungenwurzeln erzielt ist.
Die Fig. 9 bis 16 zeigen zwei Ausführungsbeispiele, bei denen die Elastizität der Zungenkanten durch Verlängerung der Zungenwurzeln erzielt ist.
Bei dem in den Fig. 9 bis 12 dargestellten Sicherungsglied
19 sind die Wurzeln der durch Ausschnitte 20 gebildeten Zungen 21 dadurch verlängert,
daß eine Sicherungsscheibe tellerartig zu einem Sicherungsglied ausgebildet ist. Die Zungenkanten
liegen also schon vor der Verformung in einer anderen Ebene wie der eingespannte Rand
des Sicherungsgliedes.
Dementsprechend ist bei dem in den Fig. 13 bis 16 dargestellten Sicherungsglied 22 die Wurzel
der durch einen Ausschnitt 23 gebildeten einzigen Zunge 24 durch eine balgartige Ausbildung des
Sicherungsgliedes verlängert. Die einzige Zungenkante 24' erstreckt sich dabei über mehr als i8o°
Selbstverständlich können die hier an verschiedenen Beispielen beschriebenen Merkmale in beliebiger
Weise an einer Sicherungsscheibe bzw. an einem Sicherungsglied kombiniert werden, um so
die bestmögliche Wirkung zu erzielen. So können z. B. bei den Sicherungsgliedern 19 und 22 die
Merkmale der Sicherungsscheiben 2, 6, 10 oder 13 verwendet werden und umgekehrt.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf gewöhnliehe Muttern. Mit demselben Erfolg können die
Merkmale der Erfindung auch bei Annietmuttern verwendet werden, in die z. B. ein Stehbolzen eingeschraubt
wird.
Als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sei hier noch eine in de.r Zeichnung nicht dargestellt
gesicherte Hutmutter erwähnt. Mit der Sicherungsscheibe wird gleichzeitig ein die Gewindebohrung
der Mutter überdeckendes Hütchen mit seinem Rand in die Aussparung 1" der Mutter eingesetzt
und durch Umbördeln des Randes i' auf der Mutter befestigt.
Die Erfindung bezieht sich ebenso auf Muttersicherungen, die zusätzlich zur Mutter auf den Gewindebolzen
aufgeschraubt werden. Zu diesem go Zweck wird der Außenrand der Sicherungsscheibe
in an sich bekannter Weise verformt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:1. Mutter- oder Schraubensicherung, bestehend aus einer mit dem Mutterkörper fest verbundenen Sicherungsscheibe mit durch Einschnitte in den Rand des Scheibenloches gebildeten federnden Zungen, deren Kanten unter Verwindung der Zungen bremsend in die Gewindegänge des Schraubenbolzens eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Elastizitätserhöhung die Zungenkante (4', 7', 14', 21', 24') derartige Querschnittsminderungen an der Zungenwurzel aufweist, daß sich Einlaufzungen bilden oder die Zungenwurzel durch S-förmige Biegungen oder Wellungen verlängert ist.2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Rand der Sieherungsscheibe (2!) mit einer schmalen Wurzel in die breitere Zungenkante (4') übergeht.3. Sicherung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungenwurzel exzentrisch zur Zungenkante (4') liegt.4. Sicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens einen in der Zungenwurzel befindlichen, vorzugsweise gebogenen Schnitt (12) oder Ausschnitt (9, 15).5. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Zungenkante (24') vorhanden ist, die sich über mehr als i8o° erstreckt.6. Sicherung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung einer Hutmutter mit der Sicherungsscheibe (2, 6, 10, 13,ίο., 22) in an sich bekannter Weise ein die Gewindebohrung der Mutter (i) überdeckendes Hütchen am Mutterkörper befestigt ist.y. Sicherung nach Anspruch ι bis 6, gekennzeichnet durch spiralförmige Zungenkanten (4').8. Sicherung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen dem Gewindeprofil des Schraubenbolzens entsprechenden Querschnitt der Zungenkante.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 832 364; schweizerische Patentschrift Nr. 224 715; britische Patentschrift Nr. 545 828.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 699/159 3.56 (709.771/9 11.57)
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ3688A DE967538C (de) | 1953-09-13 | 1953-09-13 | Mutter- oder Schraubensicherung |
| DEZ4731A DE1026575B (de) | 1953-09-13 | 1955-02-17 | Mutter- oder Schraubensicherung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ3688A DE967538C (de) | 1953-09-13 | 1953-09-13 | Mutter- oder Schraubensicherung |
Publications (1)
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| DE967538C true DE967538C (de) | 1957-11-21 |
Family
ID=7618892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEZ3688A Expired DE967538C (de) | 1953-09-13 | 1953-09-13 | Mutter- oder Schraubensicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE967538C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1953
- 1953-09-13 DE DEZ3688A patent/DE967538C/de not_active Expired
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