Riegelgetriebe für automatische Mittelpufferkupplungen Die Erfindung betrifft ein Riegelgetriebe für auto matische Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeu gen, deren gleichartig ausgebildete Kupplungsköpfe je zwei starre, sich im gekuppelten Zustand teilweise umgreifende Klauen tragen und wobei ein Kupplungs riegel, ein von einem Gegenkupplungskopf bewegbarer Taster und ein von Hand bewegbares Betätigungsglied vorgesehen sind, wobei das Betätigungsglied bei seiner Bewegung in der einen Richtung den Kupplungsriegel aus einer vorderen Kupplungs- in eine rückwärtige Entkupplungsstellung und bei seiner Bewegung in um gekehrter Richtung nach Lösen einer Sperre aus der Entkupplungs- in die Kupplungsstellung bewegt.
Es ist ein Riegelgetriebe der vorstehend angeführ ten Art an sich bekannt. Zum Betätigen des sehr viel- teiligen Riegelgetriebes ist hierbei ein von Hand dreh barer Nocken vorgesehen, der bei Drehung in der einen Richtung das Riegelgetriebe durch Anlaufen einer Kurvenbahn am Riegel aus der gekuppelten in die Entkupplungsstellung bewegt. In der entkuppelten Stellung wird der Riegel formschlüssig durch An schläge festgehalten, solange ein Gegenkupplungskopf vorhanden ist. Durch Drehen des Nockens in entgegen gesetzter Richtung können die Anschläge ausgehoben werden, so dass der Riegel bei immer noch vorhande ner Gegenkupplung wieder in seine Kupplungsstellung nach vorne fällt.
Falls der Riegel jedoch klemmt, ist keine Möglichkeit gegeben, ihn von aussen aus seiner rückwärtigen Entkupplungs- in seine vordere Kupp lungsstellung zu drücken. Wenn, ausgehend vom ent- kuppelten Zustand des Riegelgetriebes, der Gegen kupplungskopf entfernt wird, so wird ein unter seinem Eigengewicht ausschwingender Taster freigegeben, wodurch die den Riegel in der Entkupplungsstellung haltenden Anschläge ausser Eingriff geraten. Der Rie gel fällt dann vor und das Riegelgetriebe gelangt in die kupplungsbereite Stellung.
Durch die deutsche Patentschrift<B>1179</B> 981 ist ein Riegelgetriebe bekannt geworden, welches von Hand durch Vor- bzw. Zurückschieben eines Hebels steuer- bar ist. Dieses verhältnismässig kompliziert ausgebil dete Riegelgetriebe bietet aber die Möglichkeit, beim Wiederkuppeln nach einem fälschlichen Entkuppeln den Riegel im Falle eines Verklemmens durch Vorschieben des Hebels von aussen mit grosser Kraft aus der rück wärtigen Entkupplungs- in die vordere Kupplungsstel lung zu drücken.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Riegelgetriebe der eingangs genannten Art zu schaffen, das jedoch aus nur wenigen, einfach geformten Teilen besteht, bei welchem das Betätigungsglied seiner Bewe gung beim Wiederkuppeln einen genau festlegbaren Betätigungswiderstand entgegengesetzt und welches gemäss der weiteren Ausgestaltung die Möglichkeit zu einem von aussen bewirkbaren Vorschieben eines ver klemmten Riegels beim Wiederkuppeln bietet.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Betätigungsglied und dem Taster ein federndes Rastglied eingeordnet ist, das nur bei in Lösestellung befindlichem Betätigungsglied und in einer einem Vorhandensein eines Gegenkupplungskop- fes entsprechenden Stellung befindlichen Taster einra stet, wobei es das Betätigungsglied in dieser Stellung verriegelt, und dass sich das Rastglied bei Bewegen des Betätigungsgliedes in Richtung einer Bewegung des Kupplungsriegels zu dessen Kupplungsstellung nach Überwinden der Kraft einer Feder löst.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Riegel im Aufriss Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Riegel Fig.3 ist die Darstellung des Tasters in Ansicht Fig. 4 ist davon die Draufsicht Fig. 5 zeigt einen Nocken in Ansicht, Fig. 6 in Draufsicht Fig. 7 ist ein Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 6 der ersten Ausführungsform, Fig. 8 zeigt eine Klinke im Aufriss
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Fig. <SEP> 9 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> Drausicht <SEP> auf <SEP> die <SEP> Klinke
<tb> Fig. <SEP> 10 <SEP> veranschaulicht <SEP> den <SEP> Anzeiger
<tb> Fig.
<SEP> 11 <SEP> zeigt <SEP> eine <SEP> Feder <SEP> in <SEP> Ansicht
<tb> Fig. <SEP> 12 <SEP> in <SEP> Draufsicht
<tb> Fig. <SEP> 13 <SEP> bis <SEP> 15 <SEP> zeigen <SEP> Teile <SEP> für <SEP> die <SEP> zweite <SEP> Ausfüh rungsform <SEP> des <SEP> Riegelgetriebes <SEP> in <SEP> der <SEP> Ansicht
<tb> und <SEP> zwar:
<tb> Fig. <SEP> 13 <SEP> zeigt <SEP> einen <SEP> Nocken
<tb> Fig. <SEP> 14 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> ihm <SEP> zugeordnete <SEP> Feder
<tb> Fig. <SEP> 15 <SEP> zeigt <SEP> ein <SEP> Sperrglied
<tb> Fig.16 <SEP> zeigt <SEP> eine <SEP> Draufsicht <SEP> auf <SEP> einen <SEP> mit <SEP> dem
<tb> Riegelgetriebe <SEP> ausgestatteten <SEP> Kupplungskopf
<tb> Fig. <SEP> 17 <SEP> bis <SEP> 22 <SEP> zeigen <SEP> das <SEP> Riegelgetriebe <SEP> der <SEP> ersten
<tb> Ausführungsform <SEP> und
<tb> Fig. <SEP> 23 <SEP> bis <SEP> 25 <SEP> das <SEP> der <SEP> zweiten <SEP> Ausführungsform <SEP> in
<tb> unterschiedlichen <SEP> Stellungen <SEP> in <SEP> einem <SEP> aufge schnittenen <SEP> Gehäuse <SEP> in. <SEP> Seitenansicht:
<tb> Fig. <SEP> 17 <SEP> zeigt <SEP> den <SEP> kupplungsbereiten <SEP> Zustand
<tb> Fig. <SEP> 18 <SEP> zeigt <SEP> den <SEP> gekuppelten <SEP> Zustand
<tb> Fig. <SEP> 19 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> Lösestellung
<tb> Fig. <SEP> 20 <SEP> zeigt <SEP> eine <SEP> Zwischenstellung
<tb> Fig.21 <SEP> zeigt <SEP> den <SEP> Riegel <SEP> nach <SEP> etwaiger <SEP> Verklem mung <SEP> beim <SEP> Wiederkuppeln
<tb> Fig. <SEP> 22 <SEP> zeigt <SEP> eine <SEP> Zwischenstellung <SEP> nach <SEP> Entfernen
<tb> des <SEP> Gegenkupplungskopfes
<tb> Fig. <SEP> 23 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> zweite <SEP> Bauart <SEP> im <SEP> kupplungsberei ten <SEP> Zustand
<tb> Fig. <SEP> 24 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> Lösestellung
<tb> Fig. <SEP> 25 <SEP> zeigt <SEP> eine <SEP> Zwischenstellung.
In der Zeichnung ist gemäss Fig. 1 und 2 der Rie gel 6 in seinem vorderen Teil als ein nach rückwärts offener, aufrecht stehender, schmaler Kasten 18 ausge bildet. Die Unterfläche 19 des Kastens 18 verläuft waagrecht. Etwa am rückwärtigen Ende des Kastens besitzt der Riegel 6 nahezu in seinem oberen Viertel eine Lagerstelle 20 zur Aufnahme eines Bolzens. In der Höhe der Lagerstelle 20 besitzt der Riegel 6 an seinem rückwärtigen Ende eine weitere Lagerstelle 21 zur Aufnahme eines verhältnismässig kleinen Bolzens. Kurz vor der Lagerstelle 21 besitzt er eine von seinem oberen Rand bis zur etwa mittleren Höhe durchlau fende, ebene, sehr steil abwärts verlaufende Druckflä che 22. Vor der Druckfläche 22 befindet sich an seiner Oberseite eine Lagerfläche 23.
Unterhalb der Druck fläche 22 befindet sich eine schräg nach vorne-unten verlaufende, ringabschnittförmige Durchbrechung 24 mit einem sich am rückwärtigen, unteren Ende des Riegels 6 befindlichen Drehlager 25 als Mittelpunkt. Der sich an den Kasten 18 nach rückwärts anschlies- sende Teil des Riegels 6 besteht aus einer, eine Verlä- gerung der rückwärtigen Kastenwand darstellenden, die Durchbrechung 24 aufweisenden Platte 26, die an ihrer Unterseite mit kurzem Abstand zum Kasten 18 begin nend und an ihrer Rückseite von einer seitlich vor springenden Verstärkung 27 eingefasst ist.
Dicht unter halb der Lagerstellen 20 und 21 befindet sich zwischen diesen eine Durchbrechung 28, an welche nach rück wärts anschliessend die Verstärkung 27 eine Durchbre chung 29 aufweist. Die Rückwand des Riegels 6 bildet oberhalb des Drehlagers 25 eine annähernd vertikale Anlagefläche 30. Zwischen dem Drehlager 25 und der Durchbrechung 24 trägt die Platte 26 eine Verstär kungsrippe 31. Am Riegel 6 ist eine Begrenzungswand 130 mit Anschlag 230 vorgesehen.
Der Taster 4 besteht gemäss Fig. 3 und 4 aus einer sich von einer Lagerstelle 32 schräg nach abwärts- rückwärts erstreckenden, kreisabschnittförmigen Platte 33, an welche etwa in halber Höhe ein nach vorne aus kragender Arm 34 angesetzt ist. Das Vorderende des Armes 34 trägt eine einseitig vorspringende Anschlag platte 35. Die Platte 33 trägt einseitig eine Verstärkung 36, deren rückwärtige Begrenzung 37 annähernd eben verläuft und deren obere Spitze vorne eine Auflageflä che 38 bildet. Der Taster 4 besitzt an der unteren Flä che seines Armes 34 eine abgestufte Anlauffläche 200, 210.
Die in den Fig. 5, 6, 7 dargestellten Nocken besit zen einen auf eine von Hand drehbare, in Fig. 17 dar gestellte Vierkantwelle 2 aufsteckbaren Vierkant 7, der eine zwei Kurvenflächen 8 bzw. 10 und einen An schlag 11 aufweisende Kurvenscheibe 12 trägt. Der Nocken 60 Fig.5 ist ausserdem mit einer eine annä hernd dreieckige Aussparung 39 aufweisenden Platte 40 und einer Federhalterung 41 versehen. Die Feder in Fig. 11 wird mit ihrem hakenartigen Ende 42 in die Federhalterung 41 eingehängt, durchragt mit ihrem Abschnitt 43 die Aussparung 39 und liegt mit ihrem Schenkelende 44 an einer Verstärkung 45 des Nockens 60 (Fig. 7) an.
In Fig. 8 und 9 ist eine Klinke 450 gezeigt mit einem Flügel 46, einem Nocken 47 und einer rückwär tigen Stirnfläche 48.
Fig. 10 zeigt einen Anzeiger 49. Das Gehäuse 1 ist gemäss Fig. 16 in einen Mittelpufferkupplungskopf 14 einbezogen, der an seinem Vorderende starr eine hakenartige Klaue 15 und eine prismatische Klaue 16 trägt. Ausserdem kann er auf Seiten der Klaue 16 mit einem Führungshorn 17 versehen sein. Das Gehäuse 1 ist derart angeordnet, dass seine vordere, dem Durch tritt des Riegels 6 und des Tasters 4 dienende Öffnung zwischen den Klauen 15 und 16 der Klaue 16 benach bart liegt. Im kuppelbereiten Zustand ragen, wie in Fig. 16 dargestellt, der Riegel 6 und der Taster 4 in den freien Raum zwischen den Klauen 15 und 16.
Während eines Kupplungsvorganges drückt die in die sem Raum gelangende Klaue 16 des Gegenkupplungs kopfes anfänglich den Riegel 6 und den Taster 4 zu rück, gelangt dann in den Hakenteil der Klaue 15, gibt den Riegel 6 frei und hält den Taster 4 weiterhin zu rückgedrückt. Die Riegel 6 beider Kupplungsköpfe werden wieder vorbewegt, legen sich nebeneinander und verhindern ein Austreten der Klaue 16 aus der Klaue 15 des jeweiligen Gegenkupplungskopfes. Damit ist der gekuppelte Zustand erreicht. Im kuppelbreiten Zustand nehmen die Teile des Riegelegetriebes die aus Fig. 17 ersichtlichen Stellungen ein. Nach Fig. 17 ff.
besitzt die Mittelpufferkupplung ein nach vorne offenes Gehäuse 1, das quer von einer Betätigungswelle 2 durchsetzt ist. Das Gehäuse besitzt auf der in Fig. 17 abgeschnittenen, seitlichen Gehäusewand etwa im vor deren Drittel des Gehäuses 1 quer angeordnet einen oberen Gehäusebolzen 3 zur Lagerung des Tasters 4. Etwa in der Mitte seiner Längserstreckung ist das Ge häuse 1 von einem unteren Gehäusebolzen 5 quer durchsetzt, der zur Lagerung des Riegels 6 dient. Etwa im rückwärtigen Drittel besitzt das Gehäuse 1 eine schräg nach vorne-oben wirkende Anschlagfläche 9. Vor dem Gehäusebolzen 5 besitzt der Boden des Ge häuses 1 eine waagrechte Auflagefläche 13.
Der An schlag 11 steht dabei mit einem gerade ein vollständi ges Zurückweichen des Riegels 6 erlaubenden Abstand hinter der Begrenzungswand 130 des Riegels 6. Hier durch wird in bekannter Weise ein rascher Ablauf des Kupplungsvorganges beim Aufprallen eines Gegen kupplungskopfes gewährleistet. Die am Riegel 6 an der Lagerstelle 20 gelagerte Klinke 450 liegt mit ihrem Flügel 46 auf einer Auflagefläche 23 des Riegels 6 auf. Beim Kuppeln wird der Riegel 6 vorübergehend zu rückgedrückt und fällt wieder nach vorne. Der Taster 4 wird zurückgedrückt, wobei seine Anschlagfläche 38 mit geringem Abstand hinter die rückwärtige Stirnflä che 48 der Klinke 450 gelangt. Der Riegel 6 wird hier durch gegen eine unbeabsichtigte Rückbewegung gesi chert.
Im gekuppelten Zustand nimmt das Riegelge triebe die Stellung nach Fig. 18 ein.
Zum Entkuppeln wird der Nocken 60 (Fig. 5, 6, 7) im Uhrzeigersinn gedreht. Die Kurvenfläche 10 hebt dabei zuerst durch Anlaufen am Nocken 47 der Klinke 4.50 diese bis über die Anschlagfläche 38 an. Sodann drückt die Kurvenfläche 10 über die Fläche 22 des Riegels 6 diesen in die Lösestellung zurück. Der Ab schnitt 43 der Feder Fig. 11 wird dabei durch Anlau fen an der Fläche 200 des Tasters 4 in der Aussparung 39 radial nach innen gedrückt und schnappt kurz vor Beendigen des Lösevorganges zur Sicherung des Rie gels 6 in der erreichten Stellung hinter die Fläche 210 des Tasters 4. Damit ist die Lösestellung nach Fig. 19 erreicht. Der am Gehäuse gelagerte Taster 4 hält dabei über die Feder Fig. 11 den Nocken Fig.5-7-, 60 in seiner Drehlage.
Der Nocken hält durch Anlage der Kurvenfläche 10 an der Fläche 22 den Riegel 6 in der Entkupplungsstellung.
Zum Wiederkuppeln bei noch vorhandener Gegen kupplung wird der Nocken 60 entgegen dem Uhrzei gersinn gedreht. Der Abschnitt 43 der Feder wird dabei durch die schräg nach innen verlaufende, äussere Begrenzung 50 der Aussparung 39 dieses Nockens bei in ihrer Lage verharrenden Fläche 210 des Tasters 4 nach unten gedrückt, bis er ausser Eingriff zur Fläche 210 gelangt. In Fig. 20 ist diese Zwischenstellung dar gestellt. Der Bewegungswiderstand des Nockens ist dabei wesentlich von der Reibung des Abschnittes 43 an den Flächen 210 und 50 bestimmt; Toleranzabwei chungen in der Lage der genannten Flächen und der Federspannung ergeben nur geringe Änderungen der Betätigungskraft. Im weiteren Verlauf des Wiederkup pelns wird der Nocken in die Lage nach Fig. 17 ge dreht und der Riegel 6 fällt unter seinem Eigengewicht in die Kuppelstellung Fig. 18.
Falls der Riegel beim Wiederkuppeln verklemmt ist, gelangt die Kurvenflä che 8 des Nockens bei dessen Drehung in Eingriff zum Anschlag 230 des Riegels 6 und drückt diesen bei sei ner weiteren Drehung formschlüssig in die gekuppelte Stellung (Fig. 21).
Falls, ausgehend von der entkuppelten Stellung nach Fig.19 der Gegenkupplungskopf entfernt wird, wird der Taster 4 freigegeben und schwingt unter sei nem Eigengewicht aus. Dabei gelangt, wie in Fig. 22 dargestellt, die Fläche 210 des Tasters 4 ausser Ein griff zum Abschnitt 43 der Feder (Fig. 11). Der Nok- ken wird daher freigegeben und kann den Riegel 6 nicht mehr in der Entkupplungsstellung halten. Der Riegel 6 fällt daher vor, wobei er über seine Fläche 22 und die Kurvenfläche 10 den Nocken dreht. Das Rie gelgetriebe gelangt also wieder in die kuppelbereite Stellung nach Fig. 17.
Bei der zweiten Ausführungsform des Riegelge triebes wird das Rastglied durch eine Feder 51 und ein kettengliedartiges Sperrglied 52 gebildet. Bei dieser Ausführungsform hängt die Betätigungskraft für den Nocken 53 wesentlich von den Toleranzmassen und der Spannung der Feder 51, nicht aber von Reibungen ab.
Der Nocken 53 weist anstelle der Platte 40 des Nockens 60 nach Fig.5 zwei Haken 54 und 55 auf. Im übrigen entspricht er weitgehend dem erstbeschrie benen Nocken. Die Feder 51 wird mit ihrem einen Ende in den Haken 54 und mit ihrem anderenEnde in das Sperrglied 52, das seinerseits am Haken 55 befe stigt ist, eingehängt. Die Spannung der Feder 51 hält das Sperrglied in einer vom Haken 55, bezogen auf die Drehachse des Nockens 53, schräg entgegen dem Uhr zeigersinn nach aussen ragenden Lage. In Fig. 23 ist das Riegelgetriebe im kuppelbereiten Zustand darge stellt. Das Kuppeln erfolgt wie bei der ersten Ausfüh rungsform beschrieben.
Wird der Nocken 53 zum Entkuppeln gedreht, so gelangt das Sperrglied 52 zur Anlage an der Fläche 200 des Tasters 4, gleitet an dieser entlang und schnappt kurz vor Beendigen des Lösevorganges hinter die Fläche 210. Damit ist die in Fig.24 dargestellte Lage erreicht. Der Taster 4 hält dabei über die Fläche 210 das Sperrglied 52 und die Feder 51 den Nocken 53 in seiner Drehlage und dieser wiederum hält den Riegel 6 in der Lösestellung.
Zum Wiederkuppeln nach einem fälschlichen Ent- kuppeln wird der Nocken 53 gegen den Widerstand der Feder 51 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Das Sperrglied 52 dreht sich dabei um seine Anlagestelle an der Fläche 210, bis es eine, bezogen auf die Dreh achse des Nockens 53, im Uhrzeigersinn steil nach aussen ragende Lage erreicht hat. Diese Zwischenstel lung ist in Fig. 25 dargestellt. Bei der weiteren Dre hung des Nockens 53 schnappt das Sperrglied 52 als bald aus seiner Halterung an der Fläche 210 des Tasters 4. Der Nocken 53 wird hierdurch frei, kann in die Stellung nach Fig. 23 gedreht werden und der Rie gel 6 fällt in die Kuppelstellung bzw. wird, falls er ver klemmt ist, in der bereits geschilderten Weise in die Kuppelstellung gedrückt.
Die übrige Funktion des Riegelgetriebes entspricht derjenigen der ersten Ausführungsform.