Endteil für einen Behälter
Auf dem Gebiet der Behäher oder Dosenherstellung gewinnen Behälter mit Aufreissverschlüssen, die mittels eines am Behälter befestigten Lappens geöffnet werden können, immer mehr an Wichtigkeit. Der üblichste derartige Behälter ist die mit Bier oder einem anderen Getränk gefüllte Dose, bei welcher das Getränk durch eine relativ kleine Öffnung, die im Endteil der Dose entsteht, wenn der Aufreisslappen erfasst wird, um einen im Endteil durch eine Schwächungslinie begrenzten wegnehmbaren Abschnitt wegzureis -sen, ausfliessen kann.
Bei einer weiteren Ausführungsform eines derartigen Behälters ist benachbart der Peripherie des Endteiles eine kreisförmige Schwächungslinie gebildet, so dass der ganze Boden des Endteiles entfernt werden kann. Die letzteren Behälter sind geeignet, um feste oder klumpenförmige Produkte aufzunehmen, wie verarbeitete oder gefrorene Früchte und Gemüse und gefrorene Fruchtsäfte, die als Ganzes dem Behälter entnommen werden sollen. Sie sind auch geeignet für Produkte, die üblicherweise von Hand oder mittels eines Löffels oder eines Messbechers aus dem Behälter herausgenommen werden. Beispiele solcher Produkte sind Kandis, Nüsse und Kaffee.
Bei einer bekannten Aus führungsform eines Behälters mit grosser Oeffnung ist der wegnehmbare Abschnitt durch eine kreisförmige Schwächungslinie begrenzt, die dicht benachbart der Übergangsstelle zwischen dem Boden des Endteiles und seiner zur Verbindungsnaht mit dem Behälterrumpf nach oben führenden, versenkten Wandung verläuft. Der Aufreisslappen wird an einem Punkt des wegnehmbaren Abschnittes befestigt, der dicht neben der Schwächungslinie sich befindet, so dass der Benutzer am Aufreisslappen nach oben ziehen kann, um bei oder in der Nähe der Schwächungslinie eine Kraft auszuüben, die das Aufbrechen des wegnehmbaren Abschnittes auslöst. Bei solchen Behältern ist die versenkte Wandung gerade und erstreckt sich vom Boden des Endteiles im wesentlichen vertikal nach oben.
Eine solche Konstruktion weist verschiedene Nach- teile auf. Der Endteil muss am Behälterrumpf mit einem dünnwandigen Klemmwerkzeug befestigt werden, d. h. mit einem Werkzeug, dessen Wandung dünn genug ist, um zwischen dem Aufreisslappen und der versenkten Wandung eingeführt zu werden. Ein dünnwandiges Klemmwerkzeug ist nicht erwünscht, da es dann gerne zur Bildung von Rissen oder zum Bruch kommt, was die Stillstandzeit der Anlage ungünstig beeinflusst. Dem Versagen des Werkzeuges kann entgegengearbeitet werden, indem man das Werkzeug mit einer Wandung ausführt, die nur in demjenigen Bereich dünn ist, der zwischen dem Aufreisslappen und der versenkten Wandung zu liegen kommt.
Während des Verschliessvorganges muss ein solches Werkzeug jedoch bezüglich des Endteiles ausgerichtet sein, so dass der Aufreisslappen hinter dem dünnwandigen Abschnitt des Werkzeuges liegt. Ein Ausrichtvorgang wirkt sich ungünstig auf die Produktionsgeschwindigkeit aus und birgt die Gefahr in sich, dass die Verschliesseinrichtung von Zeit zu Zeit sich verklemmen kann.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Endteiles für einen Behälter liegt darin, dass während des Verschliessvorganges das Werkzeug sich auf den wegnehmbaren Abschnitt abstützt, so dass immer die Möglichkeit eines unbeabsichtigten, vorzeitigen Aufreissens der Schwächungslinie besteht.
Noch ein Nachteil eines solchen Endteiles liegt darin, dass eine auf den oberen Rand der versenkten Wandung ausgeübte Axialkraft, wie z. B. während der Lagerung oder des Transportes, ein Anreissen der Schwächungslinie bewirken kann, da eine solche Kraft der geraden, versenkten Wandung entlang nach unten dem Boden übertragen wird. Es besteht dabei die Möglichkeit, dass die Schwächungslinie bricht, da sie nahe der versenkten Wandung entlang verläuft und ein kleines Widerstandsmoment aufweist.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die oben erwähnten Nachteile.
Es ist ein Zweck der vorliegenden Erfindung, einen Endteil zu schaffen, bei welchem im wesentlichen sein ganzer Boden ohne Verwendung eines Werkzeuges entfemt werden kann und der, ohne ein dünnwandiges Klemmwerkzeug zu benötigen, auf einen Behälterrumpf aufgebracht werden kann.
Es ist ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung, einen Endteil zu schaffen, der auf das Ende eines Behälterrumpfes aufgebracht weden kann, ohne dass das dazu benützte Werkzeug sich auf den wegnehmbaren Abschnitt abstützt.
Es ist ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung, einen Endteil zu schaffen, der auf den oberen Rand der versenkten Wandung wirkenden Kräften widerstehen kann, ohne dass es zum Bruch der Schwächungslinie kommt.
Um die angegebenen Zwecke zu erreichen, ist ein Endteil für einen Behälter mit einem Boden, einer benachbart der Peripherie des Bodens verlaufenden Schwächungslinie, einem am Boden benachbart der Schwächungslinie befestigten Aufreisslappen, einer von der Peripherie des Bodens sich nach oben erstreckenden Wandung, und einem sich vom Oberteil der Wandung nach aussen erstreckenden Flansch gemäss vorliegender Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung einen abgesetzten Abschnitt aufweist.
Nachfolgend wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Endteil gemäss der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht im grösseren Masstab teilweise im Schnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht in grösserem Massstab teilweise im Schnitt des Endteiles gemäss der Fig. 1 gerade bevor er mit dem Behälterrumpf verbunden wird und
Fig. 4 einen Teil einer Vorderansicht im grösseren Massstab und im Schnitt des Bereiches neben der Ver schlussnaht, nachdem der Endteil mit dem Behälterrumpf verbunden worden ist.
Der in Fig. 1 dargestellte Endteil 10 besitzt einen Boden 12 mit einem grossen wegnehmbaren Abschnitt, der durch eine kreisförmige Schwächungslinie 14, die dicht am Umfang des Bodens liegt, bestimmt ist. Der Endteil ist derart ausgebildet, dass der wegnehmbare Abschnitt leicht vom übrigen Teil des Endteiles weggenommen werden kann, wenn der Endteil auf dem Behälterrumpf aufgebördelt ist. Zu diesem Zweck ist ein Aufreisslappen 15 mittels einer allgemein mit 16 bezeichneten und aus einem Stück mit dem Endteil gebildeten Niete am Endteil 12 befestigt. Die Niete 16 besitzt einen mehr oder weniger vertikalen, ringförmigen Schaft 18 und eine obere querverlaufende Wand 20, die von einem ringförmigen Wulst 22 umgeben ist, der den Aufreisslappen 15 gegen den Endteil 12 festhält.
Der Aufreisslappen 15 besitzt einen Griff 25 mit einem nach oben gebogenen Ende 27, damit der Verbraucher den Griff 25 ohne weiteres mit einem oder mehreren Fingern ergreifen kann. Vom Griff 27 erstrecken sich längliche Randabschnitte 29 nach aussen, die einen Steg 30 begrenzen. Ein U-förmiger Schlitz 32 im Steg 30 bildet eine Nietplatte 34, die mit ihrer oberen Fläche mit dem ringförmigen Wulst 22 der Niete 16 in Eingriff steht, so dass sie gegen den Endteil festgehalten ist.
Der hintere Abschnitt 36 des Steges 30 liegt ausserhalb des U-förmigen Schlitzes und neben der Schwächungslinie 14, so dass, wenn der Griff 25 durch den Verbraucher angehoben wird, eine Falte zwischen den Enden des U-förmigen Schlitzes entsteht, wobei die Nietplatte gegen den Boden 12 des Endteiles gehalten wird und die länglichen Randabschnitte 29 und der hintere Abschnitt 36 des Steges 30 nach unten gedrückt werden, um die Schwächungslinie 36 zu brechen und das Aufreissen des durch die Schwächungslinie 14 bestimmten Abschnittes einzuleiten. Nachdem dieses Vorreissen durchgeführt ist, wird der Griff 27 nach oben und links gezogen, um den durch die Schwächungslinie 14 bestimmten wegnehmbaren Abschnitt vollständig vom Endteil 10 abzubrennen.
Eine ringförmige, vertiefte, allgemein mit 40 bezeichnete Wandung erstreckt sich vom Boden 12 des Endteiles 10, gerade ausserhalb der Schwächungslinie 14, nach oben. Die Wandung 40 weist eine ringförmige Stufe 42 auf, die eine Schulter 44 umfasst, die im wesentlichen auf gleicher Höhe oder höher ist als der Abschnitt des Aufreisslappens, der neben der Wandung 40 liegt. Die Stufe 42 trennt die obere vertiefte Wandung 46 von der unteren vertieften Wandung 48. Die untere Wandung 48 liegt innerhalb der oberen Wandung 46, welch letztere in einen nach aussen ragenden, umgebogenen Flansch 50 übergeht. Der Flansch 50 ist dazu bestimmt, einen Teil der Verschlussnaht zu bilden, wenn der Endteil 10 mit einem Behälterrumpf verbunden wird.
Der Vorteil, die Stufe 42 in der vertieften Wandung 40 mit ihrer Schulter 44 auf im wesentlichen die gleiche Höhe oder höher als der obere Teil des Abschnittes des Aufreisslappens 15, der neben der Wandung 40 liegt, vorzusehen, kann am besten anhand der Fig. 3 erklärt werden, die den Endteil 10 zeigt, gerade bevor er mit dem allgemein mit 51 bezeichneten Behälterrumpf verbunden wird. Der Behälterrumpf 51 besitzt einen ringförmigen, nach aussen ragenden Flansch 52, eine Seitenwandung 54, einen Boden (nicht dargestellt) und eine ringförmige Sieke 56, die etwas unterhalb der Schwächungslinie 14 liegt und derart angeordnet ist, dass, wenn der Verbraucher mit einer Hand in den Behälter greift, nachdem derselbe geöffnet worden ist, seine Hand von der rohen Kante, die durch das Brechen der Schwächungslinie 14 entstanden ist, abgehalten wird.
Der Endteil 10 und der Behälterrumpf 51 werden mittels einer Bördelrolle 58 und einem Aufspannwerk- zeug miteinander verbunden. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, wird während dem Schliessvorgang das Aufspannwerkzeug 60 nach unten bewegt, bis seine untere Umrandung 61 mit der Stufe 42 der Schulter 44 in Eingriff kommt. Die Umrandung 61 entspricht bezüglich ihres Durchmessers der Schulter 44 und da die Schulter 44 auf im wesentlichen dem gleichen oder einem höheren Niveau liegt als dasjenige irgendeines Teiles des Aufreisslappens 15, der neben der vertieften Wandung 40 liegt, wirkt sie als ein Anschlag, der gewährleistet, dass das Aufspannwerkzeug 60 nicht auf den Aufreisslappen 15 oder Boden 12 des Endteiles drückt und ein unerwünschtes Brechen der Schwächungslinie 14 bewirkt.
Vorzugsweise soll die Schulter 44 leicht über der oberen Oberfläche des Aufreisslappens 15 zu liegen kommen, um eine Berührung zwischen dem Aufspannwerkzeug 60 und dem Aufreisslappen zu verhindern. Es ist offensichtlich, dass ein Vorteil der Konstruktion darin liegt, dass kein dürm- wandiges Aufspannwerkzeug benötigt wird, um den Schliessvorgang durchzuführen, da kein Teil des Aufspannwerkzeuges 60 in den Raum 62 zwischen dem Aufreisslappen und der vertieften Wandung 40 eingreifen muss. Eine zentrale Aussparung 64 ist im Aufspannwerkzeug 60 vorgesehen, um für das nach oben umgebogene Ende 27 des Aufreisslappens 15 Platz zu schaffen.
Weil das nach oben umgebogene Ende 27 dicht neben der Mitte des Bodens 12 des Endteiles liegt, kann die Aussparung 60 zentral im Aufspannwerkzeug 60 vorgesehen werden, so dass der Endteil 10 und der zugeordnete Aufreisslappen 15 vor dem Schliessvorgang bezüglich des Aufspannwerkzeuges keine besondere Drehlage einnehmen muss.
In der Fig. 4 ist die Anordnung der Teile des fertigen Behälters im Bereich neben der Endnaht 5 dargestellt. Wie schon oben erwähnt, macht die Anordnung einer Schwächungslinie an einem Abschnitt eines Behälterendteiles neben einer versenkten Wandung dieselbe anfällig auf unbeabsichtigtes Aufreissen während der Lagerung oder dem Versand, weil eine auf den Oberteil der versenkten Wandung ausgeübte Axialkraft dem fraglichen Abschnitt übertragen werden kann und die Schwächungslinie eine neben der versenkten Wan dung im Endteil angeordnete Linie kleiner Wandstärke darstellt. Wegen der Stufe 42 im vorliegenden Endteil wird jede nach unten wirkende Axialkraft, die auf den Oberteil der versenkten Wandung 40 ausgeübt wird, infolge Biegung im Bereich der Stufe 42 verteilt, bevor sie den Boden 12 benachbart der Schwächungslinie 14 erreicht.
Somit hat der vorliegende Behälter dank der Stufe 42 im Endteil 12 an Haltbarkeit gewonnen.