Vorrichtung zum Umsetzen von Regalen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umsetzen von Regalen, die zwischenraumlos zu Blöcken vereinigt sind und eine geschlossene Kreisbahn durchlaufen. welche dadurch gekennzeichnet ist, dass aus einem Regalblock das äusserste Regal in einen Umsetzwagen einführbar und von diesem vor den nächsten Regalblock transportierbar ist unter gleichzeitigem oder anschliessendem AS ziehen des auf der anderen Setzte äussersten Regals mit Hilfe eines zweiten Umsetzwagens, wobei in bezug auf den jeweiligen Block die Be- und Entladestelle stets an den Frontseiten angeordnet ist.
Zum Stand der Technik ist allgemein zu sagen, dass an sich in einer Kreisbahn umlaufende, zusammengefasste Fächer eines Regals bzw. Plattformen bekannt sind, wobei die Querschiebung der einzelnen Fächer bzw.
Plattformen zwischen den Regalreihen bzw. Pláttform- reihen auf andere Weise bewerkstelligt wird.
In einer deutschen Patentschrift wird vorgeschlagen, in einer Reihe angeordnete Trägereinheiten an einer bestimmten Stelle auseinanderzuschieben, um einen bestimmten Träger, der vorher unzugänglich war, zugänglich zu machen. Eine schweizerische Patentschrift beschreibt eine Anlage zum Abstellen von Gütern mit einer Plattform, wobei jedoch eine Frontbeladung- oder -entladung der hinter der vorderen ersten Plattform liegenden zweiten Plattform nicht möglich ist; die Beund Entladung kann her nur von der Stirnseite der Plattform aus erfolgen.
Eine andere schweizerische Patentschrift beschreibt eine Anlage zum Magazinieren, insbesondere zum Parkieren von Automobilen. Es handelt sich hier nicht nur um Regale und damit auch nicht um Regalelemente, die zu einzelnen Blöcken vereinigt sind. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei vorliegender Erfindung aus einem Regalblock das äusserste Regal in einen Umsetzwagen eingeführt und von diesem vor den nächsten Regalblock transportiert wird unter gleichzeitigen oder anschliessendem Abziehen des auf der anderen Seite äussersten Regals mit Hilfe eines zweiten Umsetzwagens.
Ein deutsches Gebrauchsmuster beschreibt schiiessllch ein Drehtachregal, bei dem Fächer zur Aufnahme von Lager-oder Gebrauchsgut als Glieder endloser Förderreihen ausgebildet sind. Auch hier sind keine Regalblöcke und keine Umsetzwagen vorhanden.
Zur Stapelung von kleinen und mittelgrossen Gütern in Vo rratslagern, Warenhäusem, Magazinen dienen vorwiegend Regale, die durch Längs- und Querwände gekennzeichnet sind, deren Entfernung voneinander die Grösse der einzelnen Regalfächer bestimmt Bei bekannten Regalanordnungen sind zwischen den einzelnen Regalen Lauflänge erforderlich, die eine bettächtliche Platzbeanspruchung mit sich bringen.
Ferner ist eine sogenannte Durchlauf-Regal -Anordnung vorgeschlagen worden, bei der die einzelnen Regale so angeordnet sind, dass das Gut auf der einen Seite eingegeben und auf der anderen Seite entnommen werden kann.
Diese Anordnung, bei der die Stapelung beziehungsweise Entnahme vorzugsweise mit Gabel stapeln oder einem Spezialkran erfolgt, macht ebenfalls breite Laufgänge erforderlich. Ein weiterer Nachteil der Durchlaufregale besteht darin, dass das Gut, welches mehr zur Mitte hin liegt, erst nach Entnahme der davor liegenden Güter zugänglich ist
Die Erfindung beseitigt die Nachteile der bekannten Anordnungen.
Sie ermöglicht es, Regale auf kleinstem Raum ohne Zwischenräume anzuordnen beziehungsweise zu transportieren. Dabei sind die einzelnen Regale zu sogenannten Blöcken zusanunengestellt, wobei zwischen den einzelnen Regalen praktisch überhaupt keine Raumbeanspruchung erforderlich ist. Die einzelnen Regalblöcke sind durch Verwendung sogenannter Umsetzwagen beispielsweise auf Schienen verfahrbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er findu, ng dargestelllt.
Es zeigen:
Figur 1 zeigt eine Frontansicht mit zwei nebeneinander angeordneten Regalblöcken.
Figur 2 eine Seitenansicht des linken Blocks der Fig. 1.
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäss Figur 1.
Mit 1 ist der Boden bezeichnet, auf dem ein Regalblock 2 und daneben ein. zweiter Regalblock 3 angeordnet ist. In Figur 2 schaut man von der Seite auf die den Regalblock 2 darstellenden 8 Regale 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f, 2g und 2h. Die Regale 2a bis 2h liegen dicht an dicht, sodass ihre Senkrechtwandungen jeweils nur durch einen Senkrechtstrich dargestellt sind.
Die einzelnen Regale können verfahrbar hängen oder auf Schienen laufen. In beiden Fällen dienen Gleitrollen als Transportelemente. Sowohl auf der vorderen als auch auf der hinteren Seite der Regalblockanordnung sind sogenannte Umsetzwagen 4 und 5 vorgesehen, die zur Aufnahme und zum Längstransport eines Reis bestimmt sind; die Länge der Umsetzwagen wird im allgemeinen daher etwas grösser bemessen sein, als die Länge eines Regals; das gleiche gilt sinngemäss für die Höhe der Umsetzwagen. Die Umsetzwagen selbst sind wieder verfahrbar ausgebildet, und zwar können sie hängend verfahren werden oder auch auf an ihrem unteren Ende angeordneten Rollen oder analogen Elementen bewegt werden. Der Wagen 4 läuft beispielsweise über seine Räder 6a, 6b, 6c u. 6d auf einer Schienenanordnung 15.
Der Wagen 5 entspricht in seinem Aufbau dem Wagen 4, weist jedoch noch zusätlich einen Anbau, vorzugsweise in Schienenform auf, der zur Aufnahme eines Aufzugs dient, der sich in einen Stapelaufzug 7a und eine Bedienungskabine 7b unterteilt.
Von dem sich in der Bedienungskabine befindlichen Magazinarbeiter (Arbeiterin) wird beispielsweise Ware vom Stapelaufzug in die einzelnen Fächer der Regale hineingelegt oder herausgenommen, wobei der Aufzug auf der schienenförmigen Anordnung 8 sowohl der Höhe als der Seite nach verfahrbar ist, was durch entsprechende Pfeile symbolisiert ist.
Jedes Regal besitzt nun an seiner Vorder-und Hinterseite je zwei Rollen 9 und 10, mit denen es auf entsprechend angeordneten, das heisst vom vorderen zum hinteren (oder umgekehrt) Umsetzwagen verfahrbar ist; in Figur 1 ist das von links gesehen vordere Rollenpaar mit 9 und das hintere mit 10 bezeichnet.
In Fig. 2 sind die vorderen Rollenpaare mit 9 bezeichnet. Das Ergreifen und Transportieren der einzelnen Regale wird durch sogenannte Vorschubei, nhedten 11 und 12 bewerkstelligt, wobei als Vorschubeinheit beispielsweise eine Kette oder eine Schubstange mit Klinke dienen kann. Die letztere Ausführungsform ist in Figur 2 gezeigt.
Es sind ferner über den Regalen besondere Schubelemente 13 und 14 vorgesehen, weiche zur Einziehung des jeweils anliegenden Regals in den Wagen dienen.
Bei der Wirkungsweise der Vorrichtung ist zwischen dem Blocktransport und dem Transport eines einzelnen Regals und zwar desjenigen, welches dem Umsetzwa- gen am nächsten ist, zu unterscheiden.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Vorrichtung näher erläutert:
Es wird davon ausgegangen, dass der Umsetzwagen 4 leer ist. Mit hilfe der Schubelemente wird das dem Umsetzwagen 4 nächstliegende Regal in diesen hineinbewegt. Sodann fährt der Wagen 4 zur hintern SJtirn- seite des benachbarten Blocks 3. Mit Hilfe der Vorschubeinheiten 11 und 12 wird nun der gesamte Restblock 2 in Richtung auf den bisherigen Standort des Umsetzwagens 4 um eine Regalbreite vorwärtsbewegt.
Gleichzeitig wird ein im Umsetzwagen 5 befindliches Regal in den Block 2 hineingeschoben. Der jetzt leere Umsetzwagen 5 wird nun nach rechts vor den Block 3 verfahren und sodann mit Hilfe der Schubelemente 13, 14 die Einbringung des dem Wagen 5 nächstliegenden Re gais bewirkt. Während nun der beschickte Wagen 4 vor dem Block 3 steht, wird über die Vorschubeinheiten 11 und 12 der gesamte Restblock 3 um eine Regaleinheit gegen den Wagen 5 geschoben. Nunmehr kann das Regal aus dem Umsetzwagen 4 an den Restblock 3 anschliessen.
Das in den Umsetzwagen 5 eingebrachte Regal kann nun durch die in der Bedienungskabine 7b befindliche Person vom Aufzug g 7 aus beispielsweise beschickt oder entladen werden.
Damit ist der Kreislauf beendet, eine neue Kreislauf führung schliesst sich an.
Um den Raum noch besser auszunützen, kann in einem der beiden Umsetzwagen, die sich beiderseits der Regalblöcke befinden, ein weiteres Regal untergebracht werden.