Steuereinrichtung für eine automatische Wäschetrocknungsanlage Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für eine automatische Wäschetrocknungsanlage mit einem Münzenkassierapparat, der einen Schalter ( Münz schalter ) aufweist, welcher durch eine in diesen Ap parat eingeworfene Münze geschlossen wird, um die Anlage in Betrieb zu setzen, und mit einem Zeit geber, der einen elektrischen Motor und von diesem angetriebene Schalter aufweist.
Eine derartige Steuereinrichtung ist für eine An lage bekannt, in welcher die Wäsche nicht nur ge trocknet, sondern vorher noch mit einem trockenen Lösungsmittel gereinigt wird. Diese bekannte Steuer einrichtung ist jedoch sehr kompliziert aufgebaut und benötigt ausser einem drei Schalter antreibenden Zeit gebermotor noch zwei von magnetisch betätigten Schrittschaltwerken gesteuerte Schalter.
Ziel der Erfindung ist es nun, eine besonders ein fache und wirtschaftliche Steuereinrichtung der ein gangs beschriebenen Art zu schaffen. Dies wird erfin dungsgemäss dadurch erreicht, dass der Zeitgeber mit zwei Umschaltern gekuppelt ist, die je einen Um schaltkontakt und zwei feste Kontakte aufweisen, dass der Umschaltkontakt des ersten Umschalters über eine erste Leitung mit dem Motor des Zeitgebers verbun den ist, während der erste feste Kontakt des ersten Umschalters über den Münzschalter und der zweite feste Kontakt dieses Umschalters direkt mit einer Ein gangsklemme verbunden ist, dass der Motor über eine zweite Leitung an die andere Eingangsklemme an geschlossen ist, dass der Umschaltkontakt des zweiten Umschalters an die erste Leitung angeschlossen ist,
während der erste feste Kontakt desselben über eine Kassierwicklung und der zweite feste Kontakt über ein Relais mit der zweiten Leitung verbunden ist, wobei die Kassierwicklung bei ihrer Erregung im Münzen kassierapparat das Einkassieren der Münze und das öffnen des Münzschalters bewirkt, während das Relais bei seiner Erregung durch öffnung eines Ruhekontak tes den Stromkreis eines zwischen der ersten und der zweiten Leitung geschalteten Heizungsschützes unter bricht, der eine Heizung für die die Trocknung der Wäsche bewirkende Luft eingeschaltet hält, solange er erregt ist.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes das Schema der Steuerschal tung einer automatischen Wäschetrocknungsanlage dar gestellt.
Die Eingangsklemmen 15 und 16 der Steuerschal tung sind an das übliche Wechselstromnetz von 50 Hz angeschlossen. Die Klemme 15 ist mit einem Schalter 17 verbunden, der als Münzschalter bezeichnet wird, weil er durch Einwerfen einer Münze in einen nicht dargestellten Münzen-Kassierautomaten geschlos sen wird. Durch das Einwerfen der Münze soll ein Wäschetrockner in Tätigkeit gesetzt und nach einem dem Wert der Münze im voraus angepassten Zeitab schnitt, z. B. nach 6 Minuten, automatisch abgestellt werden.
Der Schalter 17 ist ausgangsseitig mit einem festen Kontakt 18 eines Mikro-Umschalters 10 verbun den, dessen anderer fester Kontakt 19 mit der Ein gangsseite des Münzschalters 17 verbunden ist. Der bewegliche Umschaltkontakt 20 des Umschalters 10 ist über eine Leitung 21 mit einem Synchronmotor 1 ver bunden, der anderseits über eine Leitung 22 mit der zweiten Eingangsklemme 16 verbunden ist. An die Lei tung 21 ist der bewegliche Umschaltkontakt 23 eines Mikro-Umschalters 9 angeschlossen.
Zwischen dem einen festen Kontakt 24 des Umschalters 9 und der Leitung 22 liegt ein Relais R, während zwischen des sen anderem festen Kontakt 25 und dieser Leitung 22 eine Magnetwicklung 26 liegt, die aus später erläuter ten Gründen als Kassierwicklung bezeichnet wird. Zwischen den Leitungen 21 und 22 befindet sich fer ner eine Signallampe 27, die so lange leuchtet, als der Motor 1 in Betrieb ist.
Der Synchronmotor 1 und die beiden Mikro-Um- schalter 9 und 10 gehören zu einem sm übrigen nicht dargestellten Zeitgeber. Ein Schütz 28, das zum Einschalten eines nicht dargestellten Antriebsmotors für eine Wäschetrommel und einen Ventilator dient, ist einerseits an die Lei tung 21 und anderseits über einen Türkontakt 29 an die Leitung 22 angeschlossen. Ein Schütz 3, das zum Einschalten der Heizung für die vom Ventilator be wegte, zum Trocknen dienende Luft dient, steht einer seits über einen Thermostatkontakt 31 (betätigt vom Thermostat 31') mit dem festen Kontakt 18 des Um schalters 10 und anderseits über den Türkontakt 29 mit der Leitung 22 in Verbindung.
Der feste Kontakt 18 ist ferner über einen Ruhekontakt 4 des Relais R mit dem Umschaltkontakt 20 verbunden.
Wenn durch Einwurf einer Münze der Münzkon takt 17 geschlossen wird, arbeitet die beschriebene Steuerschaltung wie folgt: Der Synchronmotor 1 des Zeitgebers wird im Stromkreis 15, 17, 18, 20, 21, 1, 22, 16 erregt und beginnt sich zu drehen. Infolgedessen wird der Um schaltkontakt 20 des Umschalters 10 auf den festen Kontakt 19 umgelegt.
Dadurch wird ein Haftestrom- zweig 15, 19, 20 gebildet, der den Motor 1 auch nach Wiederöffnen des Münzschalters 17 erregt hält, der aber zunächst noch geschlossen bleibt, so dass das Schütz 30 im Stromkreis 15, 17, 31, 30, 29, 22, 16 erregt wird und die Heizung für die zum Trocknen der Wäsche dienende Luft einschaltet, z. B. durch Einschalten elektrischer Heizwiderstände oder durch Öffnen eines Dampfventils.
Das Schütz 28 wird im Stromkreis 15, 17, 18, 20 (bzw. 15, 19, 20) 28, 29, 22, 16 erregt. Der Tür kontakt 29 muss geschlossen sein, damit obige Strom kreise geschlossen sind, d. h. die Heizung und der Antrieb der mit Wäsche gefüllten Trommel und des Ventilators werden nur eingeschaltet, wenn man nicht versäumt hat, die Tür dieser Trommel vorschriftsmä ssig zu schliessen.
Das Relais R wird im Stromkreis 15, 19, 20, 21, 23, 24, R, 22, 16 erregt und öffnet seinen Kontakt r, was aber vorläufig keinen Einfluss hat.
Nachdem sich der Motor 1 während einer am Zeit geber wählbaren Zeit von z. B. rund 35 Minuten ge dreht hat, wird der Umschaltekontakt 23 des Umschal ters 9 auf den festen Kontakt 25 umgelegt und da durch die Kassierwicklung 26 erregt und das Relais R abgeschaltet. Die Kassierwicklung 26 befindet sich im Münzen-Kassierapparat und bezweckt auf im vorlie genden Zusammenhange nicht interessierende Weise durch Lösen eines mit ihrem Magnetanker verbundenen Sperrorgans das Einfallen der eingeworfenen Münze in die Kasse des Automaten. Die Münze wird also ein kassiert, wobei der Münzschalter 17 geöffnet wird.
Durch das Abfallen des Relais R wird dessen Kon takt r geschlossen, so dass das Schütz 30 für die Luft heizung weiterhin eingeschaltet bleibt. Da der Zeitge- bermotor 1 ebenfalls in Funktion bleibt, wird der Um schaltkontakt 23 bald wieder auf den festen Kontakt 24 umgelegt, das Relais R also erregt und sein Ruhe kontakt r geöffnet, was die Ausschaltung des Schützes 30, also der Heizung, zur Folge hat.
Dadurch wird verhindert, dass beim späteren Abschalten des Trom mel- und Ventilatorantriebes die Oberflächentempera tur der Heizvorrichtung infolge der in ihrem Inneren gespeicherten Wärme in unzulässiger Weise steigt und die getrocknete Wäsche nach der eigentlichen Trock- nungsperiode durch zu intensive Wärmestrahlung be schädigt wird.
In demselben Sinne wirkt auch der Thermostatschalter 31, der sich automatisch öffnet, wenn die Temperatur der erhitzten Luft eine vorbe- stimmte Grenze überschreitet, so dass das Schütz 30 dann ebenfalls die Heizung abschaltet. Schliesslich wird im Zeitgeber der Umschaltkontakt 20 wieder auf den festen Kontakt 18 umgelegt, so dass der Stromkreis des Synchronmotors 1 unterbro chen und der Anfangszustand der Steuerschaltung wie der hergestellt wird.
Der Münzen-Kassierapparat ist vorzugsweise so aus gebildet, dass man von Anfang an mehrere gleichartige Münzen nacheinander in ihn einwerfen kann; dann wird nach dem Einkassieren der zuerst eingeworfenen Münze durch Erregung der Kassierwicklung 26 der Münzschalter 17 durch die zweite Münze ein zweites Mal geschlossen. Dies hat bei der vorliegenden Schal tung zur Folge, dass sich der beschriebene Arbeits zyklus wiederholt.