CH424591A - Verfahren zum Betrieb einer Revolver-Falzziegelpresse und Anordnung zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer Revolver-Falzziegelpresse und Anordnung zur Ausführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Revolver-Falzziegelpresse und Anordnung zur Ausführung des Verfahrens In Ziegeleien werden bisher allgemein mehrere Presseneinheiten von einer zentralen Strangpresse über ein System von Förder- und Verteileranlagen versorgt.
Dabei muss der Tonkuchen an den Abzwei- gestellen vom Hauptförderstrang umgesetzt werden, wobei er beschädigt werden kann, die Zuführungs wege sind verhältnismässig lang und die ganze An lage benötigt beträchtlichen Platz. Ein weiterer, ent scheidender Nachteil der bekannten Art der Erzeu gung und Zuführung der Tonkuchen liegt aber darin, dass sie nur brauchbar ist für sogenannten evakuier ten Ton. Dieser hat einen vergleichsweise niedrigen Wassergehalt und die Tonkuchen haben eine gewisse Formfestigkeit, die einen langen Transportweg und auch das Handhaben beim Umsetzen ohne wesentli che Beschädigung und Beeinträchtigung zulassen.
Im Zuge erheblich gesteigerter Qualitätsansprüche an den Pressfalzziegel wird in neuester Zeit die Verar beitung von nichtevakuiertem Ton mit vergleichs weise hohem Wassergehalt gefordert. Die Tonkuchen daraus haben gegenüber denen aus evakuiertem Ton nur eine geringe Formbeständigkeit, sie ertragen keine langen Transportwege und vor allem nicht das Umsetzen von einem Förderband auf das andere, wo sich örtliche Druckeinwirkungen auf den Tonkuchen nicht vermeiden lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und Vorrichtungen zu seiner Ausführung zu schaffen, mit denen insbesondere aus nichteva kuierten Tonen Pressfalzziegel in hoher Qualität und in rationeller Arbeitsweise hergestellt werden kön nen, und zwar sowohl auf Einfachpressen wie insbe sondere aber auf Mehrfachpressen.
Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass, bei Betrieb einer Revolverpresse unter selbsttätiger Zuführung der von einer Strangpresse mit Abschnei- devorrichtung erzeugten Tonkuchen mittels einer Fördervorrichtung, im Arbeitstakt der Presse ein Tonstrang vorbestimmter Länge erzeugt, ein Tonku chen abgeschnitten und der Presse zugeführt wird, und dass dabei die Flussrichtung der Strangpresse und der Fördervorrichtung und der Revolvertrommel die gleiche ist, und die Pressformen mit ihrer langen Achse in der Flussrichtung auf der Trommel sitzen.
Dadurch gelangt der Tonkuchen unter grösstmögli- cher Schonung sowohl hinsichtlich äusserer Einwir kungen als auch der Verweilzeit im Zuführungsappa rat zur Presse, und es können daher nichtevakuierte Tone mit sehr hohem Wassergehalt verarbeitet wer den. Das Erfindungsverfahren hat den weiteren Vor teil, dass das Tonkuchenprofil individuell der betref fenden Form angepasst werden kann.
Wird nach dem Verfahren gemäss der Erfindung eine Mehrfachpresse betrieben, dann kann nach einer Ausführungsform der Erfindung ein Tonstrang vor bestimmter Länge und einer Breite gleich der Summe der zur Speisung einer Trommelseite benötigten Strangbreiten erzeugt und gleichzeitig in ebensoviel Einzelstränge wie Formen aufgeschnitten werden, von jedem Einzelstrang wird ein Tonkuchen abge schnitten, und dann alle Kuchen gemeinsam der Presse zugeführt.
Eine Mehrfachpresse kann aber nach einer anderen Ausführungsform des Erfin dungsverfahrens auch in der Weise betrieben werden, dass für jede Pressformreihe auf der Presstrommel unabhängig ein Tonstrang vorbestimmter Länge er zeugt, je ein Tonkuchen abgeschnitten und dann alle Tonkuchen gemeinsam der Presse zugeführt werden.
Die Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Falzziegelpresse eine eigene Strangpresse zuge ordnet ist, ferner eine von der Presse gesteuerte Ein- schaltvorrichtung für den Antrieb und ein vom Tonstrang betätigter, auf die vorbestimmte Strang länge einstellbarer Endschalter zum Ausschalten des Antriebs, ferner eine nach dem Ausschalten des Strangpressenantriebs von der Presse gesteuerte Ab schneidevorrichtung und eine gleichfalls von der Presse gesteuerte Tonkuchen-Zuführungsvorrichtung, und dass Strangpresse,
Abschneidevorrichtung, Zu führungsvorrichtung und Falzziegelpresse eine be triebliche Einheit bilden, deren Baugruppen sämtlich in Flussrichtung der Falzziegelpresse arbeiten und die Zuführung des Tonkuchens von der Strangpresse zur Pressform, deren lange Achse in der Flussrichtung liegt, auf kürzestem Wege erfolgt.
Eine sinngemässe Abwandlung erfährt diese An ordnung dann, wenn sie für eine Mehrfachpresse be stimmt ist, wobei nach der einen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens einer Falzziegel presse eine einzige Strangpresse zugeordnet ist, deren Mündungsbreite gleich der Summe der benötigten einzelnen Strangbreiten ist, oder nach der anderen Ausführungsform jeder Pressform einer Trommel seite eine eigene Strangpresse zugeordnet ist, z. B.
einer Dreifach-Falzziegelpresse also drei einzelne Strangpressen, die unabhängig voneinander arbeiten und sich selbst, jeweils nach dem Ausstoss einer der Tonkuchenlänge entsprechenden vorbestimmten Stranglänge stillsetzen. Bei der bevorzugten Ausfüh rung einer solchen Anordnung haben die einzelnen Strangpressen, die in der Regel als Schneckenpressen ausgebildet sind, einen gemeinsamen Einfallrumpf.
Ein wesentlicher Vorteil des Erfindungsverfah rens und der Anordnungen zu seiner Ausführung bei Mehrfachpressen ist, dass jede einzelne Pressform exakt gespeist wird, die einzelnen Kuchen mit einem Minimum an Masse ausgerüstet werden können und, da die bisher benötigte grosse Strang presse wegfällt, die Revolverpresse mit dem neuen Aggregat kurz zusammengebaut werden kann.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausfüh rungsbeispiele, aus den Zeichnungen und den An sprüchen. Es zeigen schematisch: Fig. 1 eine Szitenansicht der Anordnung für eine Dreifach-Revolverpresse mit Einzel-Schneckenpres- sen für jede Formenreihe, Fig. 2 die zugehörige Draufsicht, Fig. 3 eine zugehörige Stirnansicht,
Fig.4 in Draufsicht die Tonkuchenherstellung und -zuführung bei Anordnung einer einzigen Mehr fachstrangpresse für eine Dreifach-Revolverpresse, Fig. 5 eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Anordnung bei einer Einfachpresse.
Beim ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1 bis 3) ist von der Revolverpresse, die von bekannter Bauart ist, lediglich die- sechsseitige Presstrommel Tr mit 3 Unterformen F,, F2, F3 gezeigt.
Auf einem Gestell 10 sind die drei Schnecken pressen 11, 12, 13, deren jede mit einem Getriebe 14, 15, 16, einer Magnetkupplung 17, 18, 19, und einem Antriebsmotor 20, 21, 22, ausgestattet ist. Lediglich der Einfallrumpf 23 ist allen drei Schneckenpressen gemeinsam.
Den Mündungen 11a, 12a, 13a der Pres sen vorgeordnet sind Förderrollensätze 24 und 25, von denen der letztgenannte, in bezug auf die Aus- stossrichtung des Stranges vorne liegend einen An trieb 26 hat, von dem zugleich auch der Antrieb der zur Presse führenden, ebenfalls ein einheitliches Aggregat bildenden Transportbänder 27 abgelagert ist.
Vor den Pressenmündungen ist ferner eine Ab schneidevorrichtung, als Ganzes mit 28 bezeichnet, angeordnet. Der Antriebsmotor, ein Getriebebrems- motor ist mit 29 bezeichnet; er betätigt über ein Kur belgetriebe 30 einen bei 31 am Gestell schwingbar gelagerten Doppelhebel, dessen freier Arm 33, als Schneidbügel bezeichnet, mit einem Draht 34 den Tonstrang durchschneidet.
Im Beispielsfalle sitzen auf einer gemeinsamen Welle 35 drei gleiche Schneidbügel 33, 34. Teder der Schneckenpressen 14, 15, 16 ist ein Endschalter 36 bzw. 37 bzw. 38 zuge ordnet; er wird von dem aus der Schneckenpresse austretenden Tonstrang überfahren und schaltet den Antrieb der betreffenden Presse ab.
Die Anordnung nach den Fig. 1 bis 3 arbeitet in folgender Weise: Eine nichtgezeichnete Fördervor- richtung führt den Ton von einer geeigneten Aufbe reitungsanlage, Dosiermaschine, Rundbeschicker, Kastenbeschicker o. dgl. zu dem Einfallrumpf 23, der einen vergleichsweise hohen Schütt-Trichter besitzt, um zu gewährleisten, dass für alle drei Strangpressen stets genügend Material vorhanden ist.
Eine an der Presse angeordnete, mit ihr gleichlaufende Steuervor richtung schaltet zu Beginn eines Arbeitstaktes sämt liche Magnetkupplungen 17, 18, 19 der Schnecken pressen 11, 12, 13 ein. Die Pressen stossen aus ihren Mündungen 11a, 12a, 13a je einen Tonstrang aus, der sich auf die Rollen 24 und 25 legt und, beim Überfahren des zugehörigen Endschalters 36 bzw. 37 bzw. 38 die betreffende Schneckenpresse durch Aus schalten der Magnetkupplung 17 bzw. 18 bzw. 19 stillsetzt. Jede Schneckenpresse läuft also so lange, bis sie einen Strang von vorbestimmter Länge ausge- stossen hat.
Die dafür benötigte Zeit kann bei den einzelnen Pressen unterschiedlich sein, je nach der Füllung der Presse. Wenn der Antrieb der letzten Presse ausgeschaltet ist, stehen somit drei Tonstränge genau gleicher Länge zur Verfügung. Von der Revol verpresse gesteuert wird nunmehr der Getriebe bremsmotor 29 der Abschneidevorrichtung 28 in Gang gesetzt und die Abschneidebügel 34 schneiden von jedem Tonstrang einen Tonkuchen genau glei cher Länge ab.
Nach Vollzug dieses Arbeitsganges setzt die Steuervorrichtung der Revolverpresse den Regelgetriebe-Antrieb 26 für den Rollensatz 25 und für das Förderband 27 in Bewegung. Die Rollen 25 führen den abgeschnittenen Tonkuchen dem Förder band 27 zu und dieses seinerseits bringt den Tonku chen zu der betreffenden Unterform F1 bzw. F2 bzw. F3. In an sich bekannter Weise nimmt die Revolver presse den Förderbändern die Tonkuchen ab.
Die in Fig. 4 skizzierte Anordnung unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten dadurch, dass anstatt 3 einzelner Strang .,pressen für die (nicht gezeichnete) Dreifach-Revolverpresse eine einzige Strangpresse 100 vorgesehen ist, die einen Strang 101 von der gesamten Breite der für die drei Formen benötigten Einzelbreiten ausstösst, unmittelbar hinter der Pressmündung aber in bekannter Weise mittels Schneiddrähten 102 und 103 in drei Einzelstränge 304, 104, 106 aufgeschnitten wird.
Wie bei dem er sten Ausführungsbeispiel wird der Strang bei 107, wenn er die vorbestimmte Länge erreicht und den (nicht-gezeichneten) Endschalter betätigt hat, quer abgeschnitten, so dass drei Tonkuchen 104a, 105a und 106a anfallen, und die dann von (nicht-gezeich- neten) Förderbändern in der Anordnung nach den Fig. 1 bis 3 entsprechenden Weise den Formen zuge führt werden.
Die Anwendung der Erfindung auf eine Einfach presse zeigt Fig. 5; darin ist die Presstrommel mit Trl bezeichnet, die Unterform mit F. Eine nichtgezeich nete Schneckenpresse stösst aus der Pressmündung 200 einen (nicht-gezeichneten) Strang aus, der über nichtangetriebene Förderrollen 240 und einen ihnen nachgeordneten Satz angetriebener Rollen 250, einem Förderband 270 zugeführt wird. Zwischen den Rollen des Rollensatzes 250 liegt der Entschalter 360, ferner die Welle 310 des Schneidbügels 330 mit SGhneiddraht 340.
Die Vorrichtung arbeitet sinngemäss gleich wie jene nach den Fig. 1 bis 3, d. h. der aus der Strang pressenmündung 200 ausgestossene Strang läuft über die Rollen 240 und 250 bis er an den Endschalter 360 anstösst und damit die Strangpresse abstellt. Es steht nunmehr ein Tonstrang vorbestimmter Länge zur Verfügung. Im weiteren steuert die Revolver presse nunmehr den Antrieb der Abschneidevorrich- tung 340 und nach Vollzug dieses Arbeitsganges den Antrieb für den Rollensatz 250 und das Förderband 270, die den Tonkuchen der Form F zuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Betrieb einer Revolver-Falzzie- gelpresse unter selbsttätiger Zuführung der von einer Strangpresse mit Abschneidevorrichtung insbeson dere aus nichtevakuiertem Ton mit hohem Wasser gehalt erzeugten Tonkuchen mittels einer Fördervor- richtung, dadurch gekennzeichnet, dass im Arbeits takt der Presse ein Tonstrang vorbestimmter Länge erzeugt, ein Tonkuchen abgeschnitten und der Presse zugeführt wird, wobei die Flussrichtung der Strang presse und der Fördervorrichtung und der Revolver trommel die gleiche ist,und die Pressformen mit ihrer langen Achse in der Flussrichtung auf der Trommel sitzen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I zum Betrieb einer Mehrfachpresse, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tonstrang vorbestimmter Länge und einer Breite gleich der Summe der zur Speisung einer Trommel seite benötigten Strangbreiten erzeugt und gleichzeitig in ebensoviel Einzelstränge wie Formen aufgeschnit ten wird, von jedem Einzelstrang ein Tonkuchen ab geschnitten und dann alle Kuchen gemeinsam der Presse zugeführt werden.2. Verfahren nach Patentanspruch I zum Betrieb einer Mehrfachpresse, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Pressformreihe unabhängig ein Tonstrang vorbestimmter Länge erzeugt, je ein Tonkuchen ab geschnitten und dann alle Tonkuchen gemeinsam der Presse zugeführt werden.PATENTANSPRUCH 1I Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzziegelpresse eine eigene Strangpresse zugeordnet ist, ferner eine von der Presse gesteuerte Einschalt vorrichtung für den Antrieb und ein vom Tonstrang betätigter, auf die vorbestimmte Stranglänge einstell barer Endschalter zum Ausschalten des Antriebs, ferner eine nach dem Ausschalten des Strangpressen- antriebs von der Presse gesteuerte Abschneidevor- richtung und eine gleichfalls von der Presse ge steuerte Tonkuchen-Zuführungsvorrichtung,und dass Strangpresse, Abschneidevorrichtung, Zufüh rungsvorrichtung und Falzziegelpresse eine betriebli che Einheit bilden, deren Baugruppen sämtlich in der Flussrichtung der Falzziegelpresse arbeiten und die Zuführung des Tonkuchens von der Strangpresse zur Pressform, deren lange Achse in der Flussrichtung liegt, auf dem kürzesten Wege erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 3.Anordnung nach Patentanspruch II zum Be trieb einer Mehrfachpresse, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzziegelpresse eine Strangpresse zugeord net ist, deren Mündungsbreite gleich der Summe der benötigten einzelnen Strangbreiten ist, sowie eine den Strang in Einzelstränge aufschneidende Vorrichtung. 4. Anordnung nach Patentanspruch II zum Be trieb einer Mehrfachpresse, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Pressform einer Trommelseite eine eigene Strangpresse zugeordnet ist. 5.Anordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Strangpressen, die als Schneckenpressen ausgebildet sind, einen gemein samen Einfallrumpf mit einem vergleichsweise hohen Schütt-Trichter haben.
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| CH823064A CH424591A (de) | 1963-07-10 | 1964-06-23 | Verfahren zum Betrieb einer Revolver-Falzziegelpresse und Anordnung zur Ausführung des Verfahrens |
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Also Published As
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