Verfahren zur Herstellung von Platten und nach diesem Verfahren hergestellte Platten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung von Platten und nach diesem Verfahren herge stellte Platten. Diese Platten sind beispielsweise Wandplatten, die gute Isolationseigenschaften haben. Sie sind als Bauplatten zum Aufbau von Häusern verwendbar. Bei dem Verfahren werden einzelne plättchenförmige Elemente an wenigstens einer Wand einer Farm anliegend mit einem gegenseitigen Ab stand in der Grössenordnung von 5-15 mm zueinan der in der Form angeordnet.
Bekannte Bauplatten mit guten Wärme- und Schallisolierungseigenschaften können infolge gerin ger Festigkeit nicht als selbsttragende Platten ver wendet werden, es sei denn, dass sie unzulässig dick gemacht werden. Die Isolierungseigenschaften für Wärme und Schall sind darüber hinaus unterschied lich.
Kunststoff auf der Basis eines Hartschaumes sind in Platten bekannt, die auch zur Isolierung von Beda chungen verwendet werden. Die fehlende Festigkeit bedingt die Aufbringung einer Hartunterlage und äussere Versteifungen. Dieses sind Nachteile, weil umfangreiche Vorbehandlungen für das Beschichten erforderlich sind oder eine Unterlage vorhanden sein muss.
Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Bau platten, soweit sie mit einer harten Oberfläche verse hen sind, besteht darin, dass sie die Bedingungen einer atmenden Wandung nicht erfüllen.
Die Anwendung von Verblendriemchen an Wän den war bisher ausschliesslich durch Handarbeit, Stein für Stein, möglich. Zwar sind in beschränktem Umfang Fertigbauteile hergestellt worden, dabei ist aber die Verblendung in Zement eingefügt worden. Diese Elemente sind jedoch ausserordentlich schwer und erfordern eine grosse Dicke, wenn sie annehm- bare Eigenschaften in bezug auf Schall- und Tempe raturisolierung aufweisen sollen. Daher sind Wand verkleidungen mit Ziegelriemchen bisher nur durch Ansetzen einzelner Steine ausgeführt worden.
Das erfindungsgemässe Verfahren sieht vor, dass eine druckfest verschliessbare Form verwendet wird und nach Anordnung der plättchenförmigen Ele mente wenigstens ein Kunststoff im plastischen Zu stand in die Form eingebracht wird, die danach druckfest geschlossen wird, worauf der Kunststoff durch Wärme ausgehärtet wird, wobei er wenigstens an den ihm zugekehrten Seiten der plättchenförmigen Elemente mit diesen abbindet.
Die nach diesem Verfahren hergestellte Platte ist durch eine zerteilbare Tragplatte aus wenigstens einem Kunststoff und mehrere plättchenförmige Ele mente gekennzeichnet, die durch den Kunststoff an wenigstens einer Seite desselben zu einem Formstück vereinigt sind, wobei zwischen den Elementen Fugen im Bereich der Oberseiten der Elemente vorgesehen sind. Bei der Aushärtung des Kunststoffes wird zweckmässig in der druckfest geschlossenen Form ein erhöhter Druck erzeugt, der sich aus der Einführung von Dampf ergeben kann. Der Dampf bewirkt einer seits eine Erhitzung, andererseits kann auch eine zu sätzliche Beheizung der geschlossenen Form erfolgen.
Zur Durchführung eines besonders wirtschaftli chen Verfahrens werden mehrere flächig ausgebildete Bindeeinlagen im wesentlichen parallel und mit Ab stand zueinander und parallel zu zwei gegenüberlie genden Formwänden in die Form eingebracht, eine Platte durch Einbringung von Kunststoff in die Form hergestellt und danach in Ebenen parallel zu den Bindeeinlagen zerteilt. Hierbei werden vorteilhaft zwischen die Bindeeinlagen vor Einfüllung des Kunststoffes Zwischenlagen aus einem Material oder mit einer Beschaffenheit gebracht, das oder die mit dem Kunststoff nicht abbindet. Die Zwischenlagen können aus einer engmaschigen flächigen Anordnung einzelner Stränge bestehen.
Diese Zwischenlagen haben den Zweck, die spätere Teilung des Kunststof fes in einzelne Platten zu erleichtern, in denen jeweils eine Bindeeinlage angeordnet ist.
Vorteilhaft wird die dem Kunststoff zugekehrte Seite der plättchenförmigen Elemente vor Einbrin gung des Kunststoffs in die Form mit einem eine feste Verbindung zwischen Kunststoff und plättchenförmi- gen Elementen herstellenden Klebstoff versehen. Vorzugsweise wird hierzu ein Klebstoff mit feuer hemmender Eigenschaft verwendet, und zwar handelt es sich zweckmässig um einen Klebstoff, in welchem Asbestpulver verteilt ist.
Der Klebstoff bzw. das Haftmittel wird bei der Herstellung durch den beim Härtungsverfahren entstehenden Druck sowohl in die porige Oberfläche des Steines als auch in den ver wendeten Kunststoff, beispielsweise Hartschaum, eingepresst.
Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens sieht die Schichtung mehrerer verschiedener Kunst stoffe mit jeweils verschiedenen Eigenschaften hin sichtlich der Isolierfähigkeit, Dämmungsfähigkeit, Feuerbeständigkeit sowie Festigkeit und Witterungs beständigkeit nacheinander derart vor,
dass an der den plättchenförmigen Elementen zugekehrten Seite und vorzugsweise wenigstens teilweise auch zwischen den plättchenförmigen Elementen ein feuerbeständi ger und witterungsbeständiger Kunststoff angeordnet wird und sich im Laufe der weiteren Schicht Kunst stoffe mit hoher Isolierfähigkeit und Festigkeit ab wechseln.
Vorteilhaft werden die durch den Abstand der plättchenförmigen Elemente gebildeten Fugen nach Aushärtung des Kunststoffes mit feuerhemmenden Stoffen auf Zementbasis ausgefüllt.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht bei einseitiger Anordnung der plätt- chenförmigen Elemente an einer Platte vor, dass die plättchenförmigen Elemente nur an einer Seitenwand einer im wesentlichen flachen Form angeordnet wer den und der Kunststoff an der den plättehenförmigen Elementen abgekehrten Seite mit Nuten versehen wird, die in verschiedenen Richtungen laufen, unter sich verbunden sind und mit ihren Enden wenigstens teilweise an einen Rand geführt sind, indem vor Ein bringung des Kunststoffes in die Form an der Form wand, welche der mit plättchenförmigen Elementen versehenen Seite gegenüberliegt,
eine Anordnung gitterartiger Profilierungen angebracht wird.
Bevorzugt wird insbesondere ein aufschäumender Kunststoff mit offenen oder geschlossenen Poren auf Polystyrol-Basis, welcher auch die Eigenschaft hat, gegen Schwamm und Salpeter unempfindlich und un durchlässig zu sein. Es kann jedoch auch die Anwen dung nichtaufschäumender Kunststoffe, wie Polyester in flüssiger Form, vorgesehen sein. Es besteht die Möglichkeit, beispielsweise auch einen Kunststoff auf der Basis von Polyvinylchlorid anzuwenden. Bei flüs sigem Zustand des Kunststoffs zu Beginn der Verar beitung ist es wichtig, dass die plättchenförmigen Elemente in der richtigen Weise an wenigstens einer Seite des Enderzeugnisses gehalten werden.
In der bevorzugten Ausführungsform des Erzeug nisses ist eine Klebstoffschicht zwischen dem Kunst stoff und den plättchenförmigen Elementen angeord net, wobei der Klebstoff in der beschriebenen Weise feuerfest gemacht werden kann.
Für die Ausführung insbesondere als Bauplatte sieht eine vorteilhafte Ausführung die Verbindung der mit plättchenförmigen Elementen versehenen Platte mit wenigstens einer zweiten weiteren Platte aus anderem Material, zum Beispiel Press-Span, und/ oder mit einer plattenartigen Belegung, zum Bei spiel aus Zement, vor.
Das Patent wird im folgenden anhand der Zeich nung beispielsweise erläutert. In der Zeichnung zei gen: Fig. 1 einen Schnitt durch eine Platte, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Platte mit einer Bindeeinlage, Fig. 3 eine Stirnansicht einer auf einem fahrbaren Sockel angeordneten Platte mit Verfestigungselemen- ten auf beiden Seiten, Fig.4 eine perspektivische Stirnteilansicht mit Elementen zur Verbindung mit einer anderen beweg baren Platte,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine Platte mit teil weise eingebetteten und aufgeklebten plättchenförmi- gen Elementen, Fig.6 einen Schnitt durch eine Platte mit ab schnittsweise angeordneten, teilweise eingebetteten plättchenförmigen Elementen, Fig. 7 eine Seitenteilansicht einer weiteren Aus führungsform einer Platte im Schnitt, Fig.8 eine Seitenteilansicht einer Platte mit einem Rahmen, Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines Bauele mentes,
Fig. 10 eine perspektivische Teilansicht zweier zusammenzufügender plattenartiger Bauelemente, Fig. 11 eine perspektivische Teilansicht einer be sonderen Ausführungsform einer Platte, Fig.12 eine Seitenansicht einer Verbundplatte mit einem Rahmenteil.
Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Platte. Die Platte weist eine Schicht aus Kunststoff 1 auf, in den auf einer Seite, und zwar auf der Vorderseite, plättchenförmige Elemente 2 eingebettet sind. Es ist erkennbar, dass die Vorderseite der plättchenförmi- gen Elemente genau in einer Ebene liegt. Dieses wird dadurch erreicht, dass diese Vorderseite bei der Her stellung lösbar an einer Wand einer Form anliegend befestigt wird.
Bei der dargestellten Ausführungsform haben die plättchenförmigen Elemente 2 etwa die halbe Stärke wie die Platte. Es besteht die Möglichkeit, das Ver hältnis der Stärke der Plättchen 2 zu der Dicke der Platte zu verändern, insbesondere die Stärke der plättchenförmigen Elemente 2 geringer als die halbe Wandstärke zu machen.
Zwischen den plättchenförmigen Elementen be findet sich jeweils ein Zwischenraum 3 von 5-15 mm, der von der Kunstsoffmasse 1 durchsetzt ist. Dadurch, dass die Zwischenräume 3 enger oder weiter gemacht werden, ist die Möglichkeit gegeben, bestimmte Eigenschaften herbeizuführen. Insbeson dere bei Verwendung eines elastischen Kunststoffes ist bei grösseren Zwischenräumen 3 die Möglichkeit einer gewissen Verformung durch Biegung gegeben. Bei der Ausführung mit engeren Zwischenräumen, z.
B. 5 mm, wird die Widerstandsfähigkeit der Vor derseite der Platte erhöht und insbesondere auch die selbsttragende Eigenschaft für Platten verbessert. Eine solche Platte ist hervorragend als Abdeckwand geeignet.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform haben die plättchenförmigen Elemente eine unregel- mässige Rückseite, so dass sie verschieden tief in die Kunststoffmasse 1 eingebettet sind. Der Zwischen raum 3 erscheint vorteilhaft als Kunststoffstreifen zwischen den Elementen. Dieser Kunststoffstreifen reicht nicht bis zur Oberseite der plättchenförmigen Elemente. Zweckmässig ist in den Fugen zwischen den plättchenförmigen Elementen ein feuerfester Hartbelag angeordnet, der auf Kunststoff- oder vor zugsweise Zementbasis ausgeführt ist.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist fer ner ein Befestigungselement 4 vorgesehen. Dieses Befestigungselement ist ein Schraubenbolzen, der mit seinem Kopf 5 in die Kunststoffmasse eingebettet ist.
Wie bereits erwähnt, besteht die Möglichkeit, bei spielsweise auch Schraubenmuttern einzubetten, deren innere Öffnung nach der Herstellung der Platte freigelegt werden kann, da der verwendete Kunststoff nach seiner beschriebenen Formung in eine Platte zerteilbar ist, wobei die Zerteilung im Bereich der Zwischenräume oder Fugen durchgeführt werden kann.
Bei der Herstellung der Platten wird eine druck fest verschliessbare Form verwendet. Nach der An ordnung der plättchenförmigen Elemente an der Wand der Form wird wenigstens ein Kunststoff in plastischem Zustand in die Form eingebracht, die darauf druckfest geschlossen wird. Darauf wird zur Aushärtung des Kunststoffes Dampf zugeführt, wobei der Kunststoff wenigstens an den ihm zugekehrten Seiten der plättchenförmigen Elemente mit diesen abbindet.
Die in Fig. 2 dargestellte Platte besteht aus einem Kunststoffträger 6, dessen Innenoberfläche durch plättchenförmige Elemente 7 verfestigt ist. In den Kunststoffkörper ist eine Bindeeinlage 8 eingebettet, die sich hinter den plättchenförmigen Elementen be findet. Ebenfalls in den Kunststoff eingebettete Befe stigungselemente 9, 10 sind in einer vorteilhaften Ausführungsform zugleich mit der Bindeeinlage ver bunden. Wenn diese Bindeeinlage beispielsweise aus einem Drahtgeflecht besteht, kann eine derartige Verbindung durch Lötung hergestellt werden.
Die Bindeeinlagen können bei der beschriebenen Ausführung flexibel sein. Solche Bindeeinlagen sind vorteilhaft, wenn unter Ausnutzung der dem Kunst stoffträger innewohnenden Elastizität eine Wölbung erzeugt werden soll.
Die Bindeeinlage 8 hat den Vorteil, dass die Festigkeit erhöht wird. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Ausführung einbezogen wird, gemäss wel cher als Bindeeinlagen nur in einer Richtung parallel zueinander verlaufende Drähte verwendet werden, die infolge der Isolierungseigenschaft des Kunststof fes beliebig als Stromzuleiter verwendbar sind.
An der Rückseite der plättchenförmigen Ele mente sind beispielsweise Profilierungen, vorteilhaft schwalbenschwanzförmige Profilierungen, vorgese hen, die in den Hartbelag und/oder Kunststoff hinter den Elementen zwecks Halterung der plättchenförmi- gen Elemente eingebettet sind. Diese Profilierungen können auch andere Formen haben und beispiels weise aus runden oder eckigen Ansätzen bestehen, deren herausragende Enden verbreitert sind.
Gemäss der bevorzugten Ausführungsform beste hen die plättchenförmigen Elemente aus keramischen Verblendsteinen, Ziegelriemchen, Kacheln o. dgl., wobei das Erzeugnis bevorzugt als Aussenfassade von Bauteilen oder als Verkleidung von Innenwän den verwendbar ist.
Vorteilhaft werden als plättchenförmige Elemente vorzugsweise durchsichtige Kunststoffplättchen oder auch Glasplättchen verwendet, die ebenfalls die Eigenschaft haben, die Kunststoffmasse in hervorra gendem Masse zu verfestigen und ihre Widerstands fähigkeit gegen äussere Einflüsse zu erhöhen. Vor- teilhaft ist insbesondere bei der Ausführung mit Blendsteinen die nicht mit den Steinen verfestigte Seite der Platte mit Nuten versehen, die in verschie denen Richtungen laufen, unter sich verbunden sind und mit ihren Enden jeweils an einen Rand der Platte geführt sind.
Diese Nuten können durch entspre chende Ausbildung der Form angeordnet werden und haben den Zweck, eine Belüftung zu gewährleisten. Somit sind in der nicht mit den plättchenförmigen Elementen versehenen Seite Nuten 58 angeordnet. Entsprechende Nuten verlaufen auch in vertikaler Richtung.
In den Fig. 9 und 10 sind Bauplatten dargestellt. In der Fig. 9 ist ein plattenartiges Bauelement 58 ge zeigt, das an seiner Vorderseite mit Ziegelriemchen 50, 51 versehen ist. Die Ziegelriemchen sind versetzt angeordnet. Beispielsweise sind jeweils zwei Ziegel- riemchen 50 nebeneinander vorgesehen.
In der Reihe darunter befindet sich ein Ziegelriemchen 51, das zu dem Ziegelriemchen 50 versetzt ist. Seitwärts des Ziegelriemchens 51 sind Aussparungen 52 zur Auf nahme weiterer Ziegelriemchen angeordnet, die sich über das plattenartige Bauelement 49 und jeweils das benachbarte Element, das nicht gezeigt ist, erstrek- ken. Diese Ziegelriemchen, welche für die nachträgli- ehe Einfügung in die Aussparung nach dem Zusam menbau verschiedener Platten vorgesehen sind,
wer den beispielsweise in die Ausnehmungen 52 einge klebt oder mit Zement eingesetzt.
Zur Verbesserung einer Entlüftung der Platten rückseite sind von den Nuten bzw. putenartigen Pro filierungen an der Rückwand ausgehend im wesentli chen senkrecht zur Hauptebene der Platte verlau fende Öffnungen vorgesehen, die an der Vorderseite zwischen plättchenförmigen Elementen münden.
Das plattenartige Bauelement ist beispielsweise von zwei aus Eisenstangen bestehenden Armierungen 53 durchsetzt. Diese Armierungen werden entweder an Halteelemente angesetzt oder in Öffnungen von benachbarten Bauelementen, so dass ohne besondere Hilfsmittel eine feste Wand hergestellt werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass zusätzlich die an- einanderstossenden Flächen von Bauelementen 49 miteinander verklebt werden.
Eine andere Ausführungsform zeigt Fig. 10. Da bei sind sich entsprechende Platten an ihrer Rück seite mit bei Aufeinanderlegung der Platten zu einem geschlossenen Kanal ergänzenden Nuten versehen und weisen Befestigungsmittel derart auf, dass zwei Platten an einem von den Nuten aufgenommenen Traggerüst zusammenschliessbar sind.
Die Ausführungsform besteht aus zwei Platten 54, 55, die an ihrer Vorderseite in der beschriebenen Weise mit Ziegelriemchen 56 versehen sind. In ihren einander zugekehrten Rückseiten sind beispielsweise im Querschnitt halbkreisförmige gradlinige Nuten 57, 58 angeordnet. Mittels dieser Nuten können die Plat ten 54, 55 so auf in einem Rahmenbauwerk angeord nete Rahmenträger aufgesetzt werden, dass die Rückseiten der Platten 54, 55 aneinanderliegen und beispielsweise durch Klebung aneinanderbefestigt werden.
Es besteht die Möglichkeit, Platten zu verwenden, von denen eine mit Ziegelriemchen für die Aussen seite eines Gehäuses und die andere mit Mosaikplätt chen für die Innenwand eines Raumes versehen sind.
Als vorzugsweise Ausführungsform sei darauf hingewiesen, dass eine Platte eine Stärke von 1 cm hat, wobei die eingebetteten plättchenförmigen Ele mente etwa 1/, cm dick sind. Eine bevorzugte Aus- führungsform, die zur Verkleidung von Aussenfassa den besonders geeignet ist, schafft eine sehr biege- und bruchfeste Wandverkleidung, welche etwa 40 mm stark ist, durch entsprechende Fugenausbil dung beispielsweise eine 15 mm tiefe, durch Zement füllung feuerhemmend wirkende Fugenfüllung be sitzt,
und bei welcher eine 20-25 mm starke Hart schaumlage mit hervorragenden Wärme- und Schall- isolierungseigenschaften vorhanden ist.
Mit diesen plattenartigen Bauelementen aufge baute Gebäude können infolge der den Platten und auch den Armierungen innewohnenden Elastizität als erdbebensicher bezeichnet werden, wobei insbeson dere bei Verwendung elastischer Fugenfüllung fest zustellen ist, dass auch bei verhältnismässig starken Beanspruchungen keine Abbröckelung zu befürchten ist.
Die in Fig. 11 gezeigte Platte besteht aus einem Kunststofftragteil 60 und beispielsweise einem aus Ziegelriemchen 61 gebildeten vorderen Belag, der in das Kunststoffmaterial eingebettet ist. Letzteres er streckt sich beispielsweise bei 62 in die Nuten zwi schen den einzelnen Elementen 61, wobei über dem Kunststoff ein feuerfester Hartbelag angeordnet sein kann. Es ist ersichtlich, dass die Ziegelriemchen 61 an ihrer Rückseite eine schwalbenschwanzförmige Profilierung 63 haben, in welche der Kunststoff ein dringt.
Die Rückseite des Kunststoffverbandes 60 ist mit Nuten 64 und 65 versehen, die in verschiedenen Richtungen über die Rückseite der Platte laufen und miteinander verbunden sind. Von diesen Nuten ge hen zur Vorderseite der Platte führende Öffnungen oder Kanäle aus, die mit 66 bezeichnet sind und an der Vorderseite in Nuten zwischen den Elementen 61 münden. Hierdurch ist eine Belüftung der Platten rückseite gewährleistet, wobei gegebenenfalls durch die entsprechende Verbindung und Führung der Nuten 64 und 65 zu Rändern auch anfallendes Schwitzwasser abgeführt werden kann.
In Fig. 3 ist in grösserem Massstab als Fig. 2, jedoch bezüglich der Stärke der Platte und der Grösse des Sockels unproportional, eine Platte darge stellt, die bewegbar ist und innerhalb eines Raumes beliebig angeordnet werden kann. Der tragende Kunststoffkörper 11 der Platte ist mit Armierungen 12 versehen, die wenigstens an dem unteren Rand der Platte bei 13 aus der Wand herausragen. Die bei den Seitenflächen der Platte sind mit plättchenförmi- gen Elementen 14, 15 verfestigt.
Insbesondere mittels der nach unten herausragenden Armierungen ist die Platte in einem fahrbaren Sockel 16 befestigt, der beispielsweise als Kunstschmiedearbeit hergestellt ist. Vorteilhaft ist die Platte in eine in diesem Sockel an geordnete Rinne 17 eingelassen. Der Sockel selbst ist mit Rädern 18, 19 versehen, so dass die Gesamtan ordnung fahrbar ist. Es wird darauf hingewiesen, dass an dem Sockel gemäss einer vorteilhaften Ausfüh rungsform ein Halter 20 für Blumenkästen angeord net werden kann. Die Erfindung bezieht auch die Anordnung eines Bordes 21 ein, auf dem Gegen stände abgestellt werden können.
Es wird darauf hin gewiesen, dass der Sockel eine bis über den Fussbo- den reichende Scheidewand 22 aufweist, und dass gemäss einer zweckmässigen Ausführungsform zwi schen den Rändern ein Streifen 23 aus Filz o. dgl. angeordnet ist, mit welchem eine vollständige Ab dichtung erzielt wird. In diesem Falle ist es zweck- mässig, auch am oberen Rand der Platte, sofern dort keine Führungs- oder Befestigungselemente für eine insbesondere lösbare Verbindung mit einer Raum decke vorgesehen sind, einen entsprechenden Streifen anzuordnen.
Fig.4 zeigt eine besondere Ausführungsform eines Teiles einer derartigen Platte. Gemäss dieser Ausführungsform sind starre Einlagen, beispielsweise aus Rundeisen, profilierten Metallen oder Kunststoff, eingebracht. Dabei ist vorteilhaft, dass Teile der star ren Bindeeinlage in Form von Ansätzen aus wenig stens einem Rand der Platte herausragen und ent sprechend den Ansätzen ausgebildete Ausnehmungen in Rändern vorgesehen sind, wobei Ausnehmungen und Ansätze an mehreren zu einem Satz gehörenden Platten derart angeordnet sind, dass die Ansätze einer Platte mit Ausnehmungen an den anderen Platten in Eingriff gebracht werden können.
Derart unter Ver wendung von mit Verblendsteinen belegten Platten aufgebaute Bauwerke, bei denen die Platten mit Kunststoff- oder Metallstäben armiert sind, können als erdbebensicher angesehen werden, da eine weit gehende Elastizität vorliegt.
Die Fig. 4 zeigt ein Beispiel, bei welchem quer laufende Armierungen 24, 25, 26 aus dem Seitenrand der Platte um ein kurzes Stück aus dieser herausra gen. In dem Seitenrand der Platte sind ferner ent sprechend den herausragenden Teilen geformte Aus- nehmungen 27, 28, 29 angeordnet, in welche aus an deren zu einem Wandsatz gehörenden bewegbaren Platten herausragende Teile eingreifen können. Hier durch kann eine verhältnismässig stabile Wand aus mehreren Teilstücken oder Platten hergestellt wer den.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Anord nung der Ausnehmungen 27-29 entsprechende Aus nehmungen auch in den Seitenwandflächen vorgese hen werden können, so dass die Möglichkeit besteht, einen Winkel aus gegenseitig verankerten Platten zu stellen.
Fig. 5 zeigt eine Platte mit teilweise eingebetteten plättchenförmigen Elementen in der Kunststoff grundlage 30, die eine Bindeeinlage 31 enthält. In dieser Grundlage ist zwischen Randstegen 32, 33 ein Feld ausgespart, in das die plättchenförmigen Ele mente 34 eingebettet sind. Die Fugen 35 sind bei spielsweise mit feuerbeständiger Fugenmasse ausge schmiert. Das Feld zwischen denRändern 32, 33 ist eben und mit einer Klebstoffschicht 36 zur Befesti gung der plättchenförmigen Elemente versehen.
Fig. 6 zeigt eine nur abschnittsweise Belegung der Kunststoffplatte 37, die eine Bindeeinlage 38 auf weist. Belegt sind die Abschnitte 39 und 40 in der Weise gemäss Fig. 5. Der Abschnitt 41 bleibt frei, so dass insbesondere bei Verwendung von grossporigem Kunststoff hier die Kunststoffoberfläche unmittelbar zur Schalldämmung herangezogen wird. Der Ab schnitt 41 kann beispielsweise auch entsprechend der Linie 42 profiliert sein.
Fig.7 zeigt teilweise einzeln eingebettete plätt- chenförmige Elemente 45. Die Kunststoffgrundlage 44 ragt bei dieser Ausführung in die Nuten zwischen den plättchenförmigen Elementen, die an ihrer Un terseite 45 noch mit Klebstoff versehen sein können. Der Oberteil der Nuten ist mit einer besonderen Fugenmasse 46, vorteilhaft einem feuerbeständigen Kunststoff und/oder Zement oder Mörtel (Hartbelag), ausgeschmiert. Bei Herstellung von Platten werden die als Träger dienenden Kunststoffplatten in einer Ausführung auch in Rahmen angeordnet.
Hierbei besteht die Möglichkeit, den Trägerkunststoff in an dem Rahmen ausgebildete Ausnehmungen einzugiessen.
Ein Beispiel ist in Fig. 8 mit einem Rahmen 47 gezeigt, der U-Profil hat. Die Kunststoffgrundlage ist in den Rahmen eingegossen, so dass hierdurch eine Verfestigung erfolgt.
Fig. 12 zeigt eine Verbundplatte, deren Teil 67 einer der bisher beschriebenen Plattenausführungen entspricht. Der Kunststoffträger ist an der den plätt- chenförmigen Elementen abgelegenen Seite mit einer Press-Spanplatte 68 verbunden, die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel unmittelbar aufgeleimt ist. Mit tels dieser Press-Spanplatte können bei 69 beispiels weise schlitzartige Profilierungen zur Anordnung eines Rahmens 70 freigelassen werden, welcher. Teil eines Fachwerkes sein kann.
Die Verbindung zwischen den Teilen 67, 68 kann beispielsweise auch mittels nicht dargestellter Spann elemente gegebenenfalls unter Zwischenfügung von Abstandshaltern vorgenommen werden.
Durch die beschriebene Ausführungsform wird eine Platte geschaffen, die als selbständiges Element ausgeführt ist und auch bei verhältnismässig grosser Plattengrösse und guter Widerstandsfähigkeit trotz ihrer geringen Stärke selbsttragend ist.