CH416593A - Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäureInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäure
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues und brauchbares Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäure.
Das beste bekannte Verfahren zur Herstellung dieser Verbindung ist das kürzlich durch W. Reeve et al., J. A. C. S., 82, 4062, (1960), beschriebene Verfahren, das von 3, 4-Dichlorbenzaldehyd ausgeht. Die letztere Verbindung wird mit Bromoform und einem Überschuss Kaimnhydroxyd in das entsprechende Tribrommethylcarbinol übergeführt. Dieses Zwi schenprodukt wird mit weiterem Kaliumhydroxyd und Methanol umgesetzt, wobei 3, 4-Dichlor-a-meth- oxyphenylessigsäure erhalten wird.
Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Temperatur in engen Grenzen gehalten werden muss, nicht nur um gute Ergebnisse zu erhalten, sondern auch aus Sicherheitserwägungen. Dies führt zu Schwierigkeiten, besonders wenn man in grossem Massstab arbeitet.
Uberdies sind sowohl das Ausgangsmaterial als auch das Bromoform teure Verbindungen, während das Verfahren weniger als 50"/o Ausbeute ergibt. Das erfindungsgemässe Verfahren überwindet die oben erwähnten Nachteile. Es führt insbesondere zu einem wirtschaftlichen Verfahren, das von leicht zugängli- chen Materialien ausgeht, sicher, in grossem Massstab ausgeführt werden kann und gute Ausbouten ergibt.
Eines, der wichtigeren Kennzeichen der vorliegen , den Erfindung ist die Herstellung eines neuen Zwi schenproduktes, nämlich l-Dichloracetyl-3, 4mdichlor- benzol.
Es ist bekannt, dass es sehr schwierig ist, gewisse Stellungsisomere von substituierten Dihalogenbenzolen zu erhalten. Eine Gruppe dieser schwer zugängli- chen Stellungsisomeren besteht aus den 1-substituier- ten 3, 4-Dihalogenbenzolen, zu welcher Gruppe das neue Zwischenprodukt gehort. So ist früh in der Literatur, beschrieben, dass die Kondensation von Ace tylchlorid mit o-Dichlorbenzol mittels des Verfahrens von Friedel-Crafts nicht gelang, wogegen die gleiche Konidensation mit dem m-Dichlorderivat hohe Aus- beuten ergab (Boeseken, Rec. trav. chim., 27, 10-15, (1908)).
Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass bei Aus- führung der gleichen Umsetzung mit Dichloracetylchlorid die Ergebnisse besser sein könnten. Im Gegenteil könnte man sogar mehr Nebenreaktionen erwarten.
Es wurde jedoch gefunden, dass die Umsetzung von Dichloracetylchlorid mit o-Dichlorbenzol mittels des Verfahrens von Friedel-Crafts in einem Uberschuss von o-Dichlorbenzol glatt vonstatten geht. In diesem Fallmussnur ein Mol Aluminiumchlorid ver, wendet werden, und die erzielten Ausbeuten sind gut.
Das wie oben beschrieben hergestellte 1-Dichlor- acetyl-3, 4-dichlorbenzol ist eine neue Verbindung, die als Zwischenprodukt bei der Herstellung von pflanzenwuchsregelnden Substanzen und pharmazeu- tischen Produkten brauchbar ist.
Es wird durch Behandlung mit einer Alkalime tallhydroxyldlösunlg und Ansäuern des Reaktionsgemisches, zweckmässig mittels einer Mineralsäure, in 3, 4-Dichlor-a-hydroxyphenylessigsäure übergeführt.
Das erhaltene Produkt, nämlich 3, 4-Dichlor-ahydroxyphenylessigsäure, ist im reinen kristallinen Zustand nie beschrieben worden.
Die Methylierung der letzteren Verbindung zum a-Methoxyderivat, das beispielsweise als pflanzen- wuchsregulier, endes Mittel brauchbar ist, kann in je, der bekannten Weise ausgeführt werden, jedoch vorzugsweise mit Hilfe von Dimethylsulfat (cf. W.
Reeve et al., J. A. C. S., 79, 1932, (1957)).
Beispiel
In einen 2-Liter-3-Halsrundkolben, der mit einem Thermometer, einem Rührer und einem Rückflusskühler versehen ist, werden 588 g o-Dichlorbenzol eingeführt, nacheinander gefolgt von 295 g Dichloracetylchlorid und 267 g gepulvertem wasserfreiem Aluminiumehlorid. Die Reaktion beginnt, während das Gemisch gerührt wird, und die Tempenatur steigt auf ca. 55 C.DasRühcenwird;dienächsten 5 Stun- den lang fortgesetzt, während die Temperatur langsam absinkt. Nach diesem Zeitraum wird die Temperatu, durch Erwärmen auf 55¯C erh¯ht, und das Gemisch wird weitere 1t/2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt.
Nach dem Abkühlen wird das Gemisch auf Eis gegossen, worauf verdünnte Salzsäure zugegeben wird. Die ¯lige Schicht wird abgetrennt und im Vakuum destilliert, wobei die Hauptfraktion bei 120-125 C/2 mm Quecksilber siedet.
Das farblose Íl, das aus 1-Dichloracetyl3, 4 Dichlorbenzal besteht, verfestigt sich zu einer weissen kristallinen Verbindung mit dem Schmelzpunkt 55 C.
Analyse : /oC /oH /oCl
Berechnet : 37, 2 1, 55 55, 0
Gefunden : 37, 0 1, 67 53, 5
In einen 3-Liter-3-Halsrundkolben, der mit einem Thermometer, einem Rühre. r und einem Tropftrichter versehen ist, wird eine Lösung von 150 g Natriumhy- droxy d in 1800cm3 Wasser zugegeben. Die Lösung wird auf ca. 60¯C erhitzt und während der nächsten Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Während dieser Zeit wird eine Lösung von 258 g 1-Dichlor- acetyl-3, 4-dichlorbenzol in Methanol unter Rühren zugefügt. Nach, der Zugabe wird das Rühren bei ca.
60 C eine weitere Stunde lang fortgesetzt, wonach das Reaktionsgemisch abkühlen gelassen und dann filtriert wird. Die Lösung wird mit konzentrierter Salzsäur, e angesäuert und mit Diäthyläther extrahiert.
Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Der Rückstand wird aus Xylol umkristallisiert, wobei er weisse 3, 4-Dichlor-a-hydroxyphenylessigsäure mit einem Schmelzpunkt von 113-115 C ergibt.
221 g (1 Mol) 3, 4-Dichloir-α-hydroxyphenilessig- sÏure werden mit einer Lösung von 450 g (11, 25 Mol) Natriumhydroxyd in 1 Liter Wasser vermischt.
Wenn die Lösung bis auf 55 C abgekühlt ist, werden 600 g (4, 75 Mol) Dimethylsulf, allmählich unter Rühren hinzugefügt, wobei die Temperatur vorzugsweise unter 60 C zu halten ist. Nach einer, weiteren Stunde Rühren bei 60 C wird das Reaktionsgemisch ber Nacht stehen gelassen.
Am nächsten Tag wird der Niederschlag der kristallinischen Natriumsalze abfiltriert und in 500 cm3 heissem Wasser gelöst. Das pH wird mit verdünnter Salzsäure auf 3, 2 eingestellt und die Lösung einige Stunden stehen gelassen, wobei sich das Monona triumsalz der Methoxysäure abscheidet. Der Niederschlag wird abfiltriert, in verdünnter Natronlauge gel¯st und die Lösung gegebenenfalls mit Aktivkohle behandelt. Danach wird die Lösung mit konzentrierter Salzsäure stark sauer gemacht und mit Chloroform extrahiert.
Nach Abdestillieren des Lösungsmittels und Umkristallisieren des Rückstandes aus Xylol erhält man farblose 3, 4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäure in 78"/o-iger Ausbeute. Schmelzpunkt 89-91 C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren) zuc Herstellung von 3, 4-Dichlor-a methoxyphenylessigsäune,, dadurch gekennzeichniet, dass man Dichloracetylchlorid mit o-Dichlorbenzol in Gegenwart einer äquimolaren Menge wasserfreien Aluminiumchlorids in einem Uberschuss von o-Dichlorbenzol umsetzt, danach das Reaktionsgemisch hydrolysiert und das erhaltene 1-Dichloracetyl- 3, 4°dichlorbenzol mit einer Alkalimetallhydroxydi¯sung behandelt, dann das Reaktionsgemisch ansäuert, die erhaltene 3,4-Dichlor-α-hydroxyphenylessigsÏure in der a-Stellung methyliert Und schliesslich das erhaltene Produkt isoliert.UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Überschuss an o-Dichlorbenzol eine äquimolare Menge dieser Verbindung verwendet wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Dimethylsulfat methyliert.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| NL266228 | 1961-06-21 | ||
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| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH736062A CH416593A (de) | 1961-06-21 | 1962-06-19 | Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dichlor-a-methoxyphenylessigsäure |
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1962
- 1962-06-13 GB GB2268962A patent/GB998828A/en not_active Expired
- 1962-06-18 DE DE19621468383 patent/DE1468383A1/de active Pending
- 1962-06-19 CH CH736062A patent/CH416593A/de unknown
- 1962-06-21 SE SE697962A patent/SE305650B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB998828A (en) | 1965-07-21 |
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